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NATO-Gipfel werden von den Bündnisstaaten oft als historisch bezeichnet - und oft ist das vielleicht etwas übertrieben. Für den diesjährigen Gipfel der Allianz in Den Haag trifft die Beschreibung aber auf jeden Fall zu. Die NATO-Staaten einigten sich darauf, in Zukunft fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung zu investieren. In dieser Folge blickt Anne Will mit der Politikwissenschaftlerin Sabine Fischer von der Stiftung Wissenschaft und Politik darauf, wie das Ergebnis aus Den Haag in Russland aufgenommen wird. Sabine Fischer ist eine der führenden Expertinnen in Deutschland, wenn es um russische Außen- und Sicherheitspolitik geht. Russland spinne aktuell sein jahrelanges Narrativ von der NATO als Bedrohung für Russland weiter, sagt sie. Dabei sei unübersehbar, dass Putins Rhetorik in den vergangenen Jahren nochmal deutlich aggressiver geworden sei. Das Putin-Regime lebe seit 25 Jahren von Krieg, ob gegen Tschetschenien, Georgien oder die Ukraine. "Man muss davon ausgehen, dass dieses Regime diesen äußeren Feind braucht, um intern stabil zu bleiben", so Fischer.
Gefallen dürfte Putin, wie sehr sich die Haltung des größten NATO-Mitglieds gegenüber Russland verändert hat, seit Donald Trump wieder im Weißen Haus sitzt. Das wurde auch auf dem NATO-Gipfel in Den Haag deutlich. Die Ukraine spielte dort - im Gegensatz zu den Treffen der letzten Jahre - nur noch eine Nebenrolle. Der Angriffskrieg Russlands wurde im Abschlussdokument nur noch beiläufig erwähnt, der NATO-Beitritt der Ukraine schien komplett unter den Tisch gefallen zu sein. Das liege vor allem daran, dass sich Trump von Putin immer wieder manipulieren lasse. "In welcher ungefilterten Kritiklosigkeit diese Administration russische Propaganda-Narrative über diesen Krieg einfach übernommen hat, das hat mich wirklich schockiert", sagt Russland-Expertin Sabine Fischer.
Außerdem spricht sie mit Anne Will in dieser Folge über Russlands Rolle im Konflikt zwischen Israel und Iran und darüber, ob mit der massiven Aufrüstung der NATO in den kommenden Jahren ein Angriff Russlands, etwa auf das Baltikum, verhindert werden kann.
Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 25.06.2025 um 17 Uhr.
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WICHTIGE QUELLEN:
NATO-Gipfel in Den Haag Abschlusserklärung, 25.06.2025
Spiegel, Fünf Absätze, um Donald Trump milde zu stimmen, 23.06.2025
Welt, Zeitenwende mit Buchungstricks – wie das Fünf-Prozent-Ziel viele Nato-Staaten überfordert, 23.06.25
Zeit, Stimmt es, dass die Nato nicht genug für Rüstung ausgibt?, 23.06.2025
Reuters, Russia says NATO needs to demonise it to justify 5% defence spending target, 24.06.25
tagesschau.de, "In diesem Sinne gehört uns die ganze Ukraine", 21.06.2025
Süddeutsche, Russland und Iran: Wo die Freundschaft endet, 23.06.2025
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By Anne Will4.5
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NATO-Gipfel werden von den Bündnisstaaten oft als historisch bezeichnet - und oft ist das vielleicht etwas übertrieben. Für den diesjährigen Gipfel der Allianz in Den Haag trifft die Beschreibung aber auf jeden Fall zu. Die NATO-Staaten einigten sich darauf, in Zukunft fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung zu investieren. In dieser Folge blickt Anne Will mit der Politikwissenschaftlerin Sabine Fischer von der Stiftung Wissenschaft und Politik darauf, wie das Ergebnis aus Den Haag in Russland aufgenommen wird. Sabine Fischer ist eine der führenden Expertinnen in Deutschland, wenn es um russische Außen- und Sicherheitspolitik geht. Russland spinne aktuell sein jahrelanges Narrativ von der NATO als Bedrohung für Russland weiter, sagt sie. Dabei sei unübersehbar, dass Putins Rhetorik in den vergangenen Jahren nochmal deutlich aggressiver geworden sei. Das Putin-Regime lebe seit 25 Jahren von Krieg, ob gegen Tschetschenien, Georgien oder die Ukraine. "Man muss davon ausgehen, dass dieses Regime diesen äußeren Feind braucht, um intern stabil zu bleiben", so Fischer.
Gefallen dürfte Putin, wie sehr sich die Haltung des größten NATO-Mitglieds gegenüber Russland verändert hat, seit Donald Trump wieder im Weißen Haus sitzt. Das wurde auch auf dem NATO-Gipfel in Den Haag deutlich. Die Ukraine spielte dort - im Gegensatz zu den Treffen der letzten Jahre - nur noch eine Nebenrolle. Der Angriffskrieg Russlands wurde im Abschlussdokument nur noch beiläufig erwähnt, der NATO-Beitritt der Ukraine schien komplett unter den Tisch gefallen zu sein. Das liege vor allem daran, dass sich Trump von Putin immer wieder manipulieren lasse. "In welcher ungefilterten Kritiklosigkeit diese Administration russische Propaganda-Narrative über diesen Krieg einfach übernommen hat, das hat mich wirklich schockiert", sagt Russland-Expertin Sabine Fischer.
Außerdem spricht sie mit Anne Will in dieser Folge über Russlands Rolle im Konflikt zwischen Israel und Iran und darüber, ob mit der massiven Aufrüstung der NATO in den kommenden Jahren ein Angriff Russlands, etwa auf das Baltikum, verhindert werden kann.
Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 25.06.2025 um 17 Uhr.
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NATO-Gipfel in Den Haag Abschlusserklärung, 25.06.2025
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Welt, Zeitenwende mit Buchungstricks – wie das Fünf-Prozent-Ziel viele Nato-Staaten überfordert, 23.06.25
Zeit, Stimmt es, dass die Nato nicht genug für Rüstung ausgibt?, 23.06.2025
Reuters, Russia says NATO needs to demonise it to justify 5% defence spending target, 24.06.25
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