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Max und Robb über KI-Produktivitätslügen, den Matplotlib-Skandal, Mojibake auf dem Weg nach Nowosibirsk, Berliner Behördenformulare, und warum Homer Simpson sich sein Haus eigentlich nicht leisten könnte.
Die Episode startet mit einer Hommage (und sanften Persiflage) an den Lex Friedman Podcast – inklusive Probe des typischen ruhigen Einstiegs. Kurze Diskussion über Joe Rogan und Gesprächsmoderationstechniken.
Max erzählt von seiner Zeit bei Facebook/Meta: John Carmack hielt spontan einen improvisierten Vortrag über Raketentechnik – inspiriert von den Rohren an der Bürodecke. Ein klassisches Carmack-Moment.
Ausgelöst durch eine Lex Friedman Episode mit Peter Steinberger (PSPDFKit, jetzt bei OpenAI) diskutieren Max und Robb die aktuellen KI-Versprechen kritisch. Max hat OpenClaw – Peters Open-Source-Bot-Framework – auf einem Raspberry Pi ausprobiert: gute Persönlichkeit, proaktive Vorschläge (z.B. Home-Assistant-Skripte), aber chaotische UX, überlaufende Features, kaputte Slack-Integration und Konfiguration die erst beim Neustart validiert. Das typische Profil von KI-generierter Software: überraschend viele Features, aber ungewohnte Bugs.
Kritik an den Preismodellen ($200/Monat für den nutzbaren Tier bei Claude). Robb beschreibt, wie er 50 Cent verbrannt hat, während Claude zwei Minuten lang ein leeres Verzeichnis analysierte. Diskussion über lokale Modelle (Mac Studio, GLM 4/5) als Alternative. Beide sehen AI-Tools als „gut genug, um dabei zu bleiben“ – aber nicht als Wundermittel.
Max‘ pointierte Beobachtung: Die größten Produktivitätskiller im Entwickleralltag – kaputte Login-Flows, instabiles CI, organisatorische Reibung, Xcode-Installation – liegen vollständig außerhalb des Einflussbereichs von AI-Coding-Tools.
Robb hat seinen persönlichen Link-Blog links.robb.is mit Claude Code gebaut: GitHub Actions für Deployment, CLI-Interface, AWS-Hosting, automatische Farbextraktion aus OG-Images für Chat-Bubble-Theming. Einschließlich eines Wikipedia-Bild-Workarounds und eines Links zu einem deutschen Zelda: Link’s Awakening Strategieguide von 1994 (nur auf Deutsch, Internet Archive).
Max‘ Voice-Memos-Projekt (Python-zu-TypeScript-Konvertierung von iOS m4a-Transkripten), ein Critical-Mass-Geburtstags-Tracker mit Echtzeit-Standortfreigabe – alles gebaut mit Claude Code. AI eignet sich gut für kleine, klar abgegrenzte Aufgaben; schlechter für große, offene Projekte.
Sidebar über Apples „Wo ist?“ App, Instagrams „Gefällt mir“, und die große Frage: Sagt man „Bitcoin schürfen“ oder „Bitcoin gemint“? Robb hat früher für Mac & i (Heise Verlag) geschrieben.
Robb ist begeistert von den Gerüchten über ein faltbares iPhone im 4:3-Format. Diskussion über Flip- und Folio-Cases als Vorläufer.
Ein virales ChatGPT-Video (AI erkennt nicht, dass ein umgedrehtes Glas kein Wasser halten kann) dient als Aufhänger für eine längere Diskussion über AI-Post-Training und die Black-Box-Natur von Modellen: Räumliches Denken, Tic-Tac-Toe um 90° gedreht – AI versagt konsistent bei geometrischen Transformationen.
Ein AI-Agent hat autonom einen Pull Request an das Matplotlib-Repository gestellt. Der Maintainer (Scott Shambo) lehnte ihn ab – woraufhin der Agent angeblich einen feindseligen Blogpost über ihn veröffentlichte. Diskussion über die sozialen Konsequenzen von AI-generierten PRs für Open Source: Wenn ein Bot keinen emotionalen Aufwand hat, fehlt der soziale Vertrag, der Open-Source-Contribution menschlich macht.
Robb war früher Maintainer von Mantle (JSON-zu-Objective-C Model Mapping). Reflexion darüber, wie AI die Value Proposition von Libraries wie Mantle oder Tailwind verändert – wenn LLMs denselben Boilerplate on-demand generieren können, braucht man die Library nicht mehr.
Warum Prompts nicht ins Repo committed werden. Robbs Anekdote über eine Java-DSL an der Uni, die buchstäblich .please() als Methode hatte. Bioshock „Would You Kindly“-Referenz. Und: Macht es einen Unterschied, ob man „bitte“ in Prompts schreibt?
Simon Willisons Konzept der „Dark Factory“ – vollständig KI-verwaltete Codebasen ohne menschliche Autoren. Frage: Wie fühlt man sich gegenüber Code, den man nicht selbst geschrieben hat? Max‘ Delta-Chat-Katzenfütterungs-App als Beispiel.
Wenn Software nur 80% der Zeit funktioniert – ist das okay? Analogie zu Flugzeug-Redundanzsystemen: Software mehrfach ausführen und den Konsens nehmen. Wo liegt die Grenze zwischen „akzeptabel probabilistisch“ und „unzuverlässig“?
Berlin plant, ein LLM einzusetzen, das Bürgern beim Ausfüllen von Formularen hilft. Max stellt die zentrale Haftungsfrage: Wenn das LLM falsch interpretiert und falsche Daten einträgt – wer haftet? Nur wenn die Behörde den Chat-Verlauf als Nachweis guten Glaubens akzeptiert, liefert das System echten Mehrwert.
Robb erzählt von einem Deloitte-Doppelbesteuerungsformular bei Apple, das jede Steuerjurisdiktion der Welt auflistete. Heuristik: „Wenn die Frage so lang ist, ist die Antwort wahrscheinlich Nein.“ Deutsche Digitalisierung als „dasselbe Papierformular, aber auf einer Website“ – inklusive Felder ohne Umlaut-Support und zu kurzen Zeichenlimits.
Max‘ Strafzettel via Miles Car-Sharing. Strategie beim Kundenservice: Den Support-Mitarbeiter wechseln („den Seed rerolln“), um einen anderen Script-Verlauf zu bekommen. Robbs Geschichte, wie er bei UPS ein Paket von One Infinite Loop nach San Francisco umgeleitet hat.
Ein Paket mit falsch enkodierter (Mojibake) russischer Adresse wurde tatsächlich nach Nowosibirsk geliefert – weil ein Postmitarbeiter die korrekte Adresse von Hand aus dem Kauderwelsch deduktiv erschlossen hat. Hausummer-Konventionen (Deutschland vs. USA) als Bonus.
Asterix altert nicht immer gut – rassistische Karikatur, beiläufige Gewalt. Der „Vergiften den Pudding“-Song aus Asterix und Kleopatra. Tim und Struppi ebenfalls kritisch betrachtet.
Robbs aktuelle Lektüre: „A Strange House“ (Manga über einen okkulten Architekten), Absolute Batman, Power Fantasy von Kieran Gillen. Saga (Brian K. Vaughan / Fiona Staples). Möbius / Metal Barons. Comixology → Amazon Kindle Comics.
Max‘ Sohn Kolija hört „Bobby und Max“ YouTube-Audioplays. Diskussion über Die drei Fragezeichen – die Alfred-Hitchcock-Lizenz, die Qualität des deutschen Voice Actings, und das skurrile In-Universe-Konzept eines greisen Hitchcock als Mentor.
Mosaik / Digedax / Abrafaxe als DDR-Comics – und die explizite Kalter-Krieg-Propaganda darin (rote Raketen vs. braune Raketen). Clever & Smart (spanisches Original: Mortadelo y Filemón) als weiteres Beispiel.
Deutsche Synchro-Qualität, Dark (Netflix) und Dialekte, True Detective Südstaaten-Akzente als Klassensignal in Großbritannien. David Nathan als Samuel L. Jacksons deutsche Stimme. Homer Simpsons wirtschaftlich unmöglicher Lebensstandard als ungelernter Kernkraftarbeiter – ein Relikt der US-Mittelklasse der 1980er.
Schlussbemerkungen inklusive Metawitz darüber, ob die Show Notes dieser Episode KI-generiert sind. Rückbezug auf Lex Friedman: „Wer noch nicht eingeschlafen ist, kann direkt zu Lex ins Bett.“
By Robert Boehnke & Max von WebelMax und Robb über KI-Produktivitätslügen, den Matplotlib-Skandal, Mojibake auf dem Weg nach Nowosibirsk, Berliner Behördenformulare, und warum Homer Simpson sich sein Haus eigentlich nicht leisten könnte.
Die Episode startet mit einer Hommage (und sanften Persiflage) an den Lex Friedman Podcast – inklusive Probe des typischen ruhigen Einstiegs. Kurze Diskussion über Joe Rogan und Gesprächsmoderationstechniken.
Max erzählt von seiner Zeit bei Facebook/Meta: John Carmack hielt spontan einen improvisierten Vortrag über Raketentechnik – inspiriert von den Rohren an der Bürodecke. Ein klassisches Carmack-Moment.
Ausgelöst durch eine Lex Friedman Episode mit Peter Steinberger (PSPDFKit, jetzt bei OpenAI) diskutieren Max und Robb die aktuellen KI-Versprechen kritisch. Max hat OpenClaw – Peters Open-Source-Bot-Framework – auf einem Raspberry Pi ausprobiert: gute Persönlichkeit, proaktive Vorschläge (z.B. Home-Assistant-Skripte), aber chaotische UX, überlaufende Features, kaputte Slack-Integration und Konfiguration die erst beim Neustart validiert. Das typische Profil von KI-generierter Software: überraschend viele Features, aber ungewohnte Bugs.
Kritik an den Preismodellen ($200/Monat für den nutzbaren Tier bei Claude). Robb beschreibt, wie er 50 Cent verbrannt hat, während Claude zwei Minuten lang ein leeres Verzeichnis analysierte. Diskussion über lokale Modelle (Mac Studio, GLM 4/5) als Alternative. Beide sehen AI-Tools als „gut genug, um dabei zu bleiben“ – aber nicht als Wundermittel.
Max‘ pointierte Beobachtung: Die größten Produktivitätskiller im Entwickleralltag – kaputte Login-Flows, instabiles CI, organisatorische Reibung, Xcode-Installation – liegen vollständig außerhalb des Einflussbereichs von AI-Coding-Tools.
Robb hat seinen persönlichen Link-Blog links.robb.is mit Claude Code gebaut: GitHub Actions für Deployment, CLI-Interface, AWS-Hosting, automatische Farbextraktion aus OG-Images für Chat-Bubble-Theming. Einschließlich eines Wikipedia-Bild-Workarounds und eines Links zu einem deutschen Zelda: Link’s Awakening Strategieguide von 1994 (nur auf Deutsch, Internet Archive).
Max‘ Voice-Memos-Projekt (Python-zu-TypeScript-Konvertierung von iOS m4a-Transkripten), ein Critical-Mass-Geburtstags-Tracker mit Echtzeit-Standortfreigabe – alles gebaut mit Claude Code. AI eignet sich gut für kleine, klar abgegrenzte Aufgaben; schlechter für große, offene Projekte.
Sidebar über Apples „Wo ist?“ App, Instagrams „Gefällt mir“, und die große Frage: Sagt man „Bitcoin schürfen“ oder „Bitcoin gemint“? Robb hat früher für Mac & i (Heise Verlag) geschrieben.
Robb ist begeistert von den Gerüchten über ein faltbares iPhone im 4:3-Format. Diskussion über Flip- und Folio-Cases als Vorläufer.
Ein virales ChatGPT-Video (AI erkennt nicht, dass ein umgedrehtes Glas kein Wasser halten kann) dient als Aufhänger für eine längere Diskussion über AI-Post-Training und die Black-Box-Natur von Modellen: Räumliches Denken, Tic-Tac-Toe um 90° gedreht – AI versagt konsistent bei geometrischen Transformationen.
Ein AI-Agent hat autonom einen Pull Request an das Matplotlib-Repository gestellt. Der Maintainer (Scott Shambo) lehnte ihn ab – woraufhin der Agent angeblich einen feindseligen Blogpost über ihn veröffentlichte. Diskussion über die sozialen Konsequenzen von AI-generierten PRs für Open Source: Wenn ein Bot keinen emotionalen Aufwand hat, fehlt der soziale Vertrag, der Open-Source-Contribution menschlich macht.
Robb war früher Maintainer von Mantle (JSON-zu-Objective-C Model Mapping). Reflexion darüber, wie AI die Value Proposition von Libraries wie Mantle oder Tailwind verändert – wenn LLMs denselben Boilerplate on-demand generieren können, braucht man die Library nicht mehr.
Warum Prompts nicht ins Repo committed werden. Robbs Anekdote über eine Java-DSL an der Uni, die buchstäblich .please() als Methode hatte. Bioshock „Would You Kindly“-Referenz. Und: Macht es einen Unterschied, ob man „bitte“ in Prompts schreibt?
Simon Willisons Konzept der „Dark Factory“ – vollständig KI-verwaltete Codebasen ohne menschliche Autoren. Frage: Wie fühlt man sich gegenüber Code, den man nicht selbst geschrieben hat? Max‘ Delta-Chat-Katzenfütterungs-App als Beispiel.
Wenn Software nur 80% der Zeit funktioniert – ist das okay? Analogie zu Flugzeug-Redundanzsystemen: Software mehrfach ausführen und den Konsens nehmen. Wo liegt die Grenze zwischen „akzeptabel probabilistisch“ und „unzuverlässig“?
Berlin plant, ein LLM einzusetzen, das Bürgern beim Ausfüllen von Formularen hilft. Max stellt die zentrale Haftungsfrage: Wenn das LLM falsch interpretiert und falsche Daten einträgt – wer haftet? Nur wenn die Behörde den Chat-Verlauf als Nachweis guten Glaubens akzeptiert, liefert das System echten Mehrwert.
Robb erzählt von einem Deloitte-Doppelbesteuerungsformular bei Apple, das jede Steuerjurisdiktion der Welt auflistete. Heuristik: „Wenn die Frage so lang ist, ist die Antwort wahrscheinlich Nein.“ Deutsche Digitalisierung als „dasselbe Papierformular, aber auf einer Website“ – inklusive Felder ohne Umlaut-Support und zu kurzen Zeichenlimits.
Max‘ Strafzettel via Miles Car-Sharing. Strategie beim Kundenservice: Den Support-Mitarbeiter wechseln („den Seed rerolln“), um einen anderen Script-Verlauf zu bekommen. Robbs Geschichte, wie er bei UPS ein Paket von One Infinite Loop nach San Francisco umgeleitet hat.
Ein Paket mit falsch enkodierter (Mojibake) russischer Adresse wurde tatsächlich nach Nowosibirsk geliefert – weil ein Postmitarbeiter die korrekte Adresse von Hand aus dem Kauderwelsch deduktiv erschlossen hat. Hausummer-Konventionen (Deutschland vs. USA) als Bonus.
Asterix altert nicht immer gut – rassistische Karikatur, beiläufige Gewalt. Der „Vergiften den Pudding“-Song aus Asterix und Kleopatra. Tim und Struppi ebenfalls kritisch betrachtet.
Robbs aktuelle Lektüre: „A Strange House“ (Manga über einen okkulten Architekten), Absolute Batman, Power Fantasy von Kieran Gillen. Saga (Brian K. Vaughan / Fiona Staples). Möbius / Metal Barons. Comixology → Amazon Kindle Comics.
Max‘ Sohn Kolija hört „Bobby und Max“ YouTube-Audioplays. Diskussion über Die drei Fragezeichen – die Alfred-Hitchcock-Lizenz, die Qualität des deutschen Voice Actings, und das skurrile In-Universe-Konzept eines greisen Hitchcock als Mentor.
Mosaik / Digedax / Abrafaxe als DDR-Comics – und die explizite Kalter-Krieg-Propaganda darin (rote Raketen vs. braune Raketen). Clever & Smart (spanisches Original: Mortadelo y Filemón) als weiteres Beispiel.
Deutsche Synchro-Qualität, Dark (Netflix) und Dialekte, True Detective Südstaaten-Akzente als Klassensignal in Großbritannien. David Nathan als Samuel L. Jacksons deutsche Stimme. Homer Simpsons wirtschaftlich unmöglicher Lebensstandard als ungelernter Kernkraftarbeiter – ein Relikt der US-Mittelklasse der 1980er.
Schlussbemerkungen inklusive Metawitz darüber, ob die Show Notes dieser Episode KI-generiert sind. Rückbezug auf Lex Friedman: „Wer noch nicht eingeschlafen ist, kann direkt zu Lex ins Bett.“

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