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Warum macht jemand eine kostenlose Zeitschrift über Elektromobilität. Darüber haben wir uns mit dem Verleger des neuen T-magazins Timo Schadt unterhalten.
Nach unserer vergangenen Sendung haben wir viel Feedback von Euch zum Thema Ladetarife bekommen. Das Fazit ist ganz klar, den Tarif, der es allen Recht macht gibt es nicht. Für alle Seiten gibt es gute Argumente. So lehnten einge von euch eine Blockiergebühr mit guten Gründen kategorisch ab, während andere überzeugend für eine solche Gebühr argumentierten. Wir gehen daher zu Beginn dieser Folge nochmal auf die Tarifdiskussion ein. Fest steht, es wird weiter ein kontroverses Thema bleiben. Mal schauen, ob eines Tages jemand die Quadratur des Kreise lösen kann und ein Tarifmodell entwickelt, dass sowohl alle Elektrofahrerinnen und -fahrer glücklich macht und den Betreibern den Unterhalt der Stationen ermöglicht. Aber vielleicht ist hier auch letztlich der Bund gefragt, indem er Ladestrom von gewissen Abgaben befreit und so die Elektromobilität attraktiver macht. Es bleibt spanndend und der Verein an dem Thema dran und mit den Ladeinfrastrukturbetreibern im Gepräch.
Seit Anfang des Jahres erscheint das T-magazin. Ein Magazin über „Tesla – E-Mobilität – Regenerative Energie“. Anders als die neuen Printprodukte großer Verlage über die neue Mobilität wie Edison ist das T-magazin kostenlos und ein Produkt der sehr agilen Elektromobilitäts-Community. Herausgegeben wird das Magazin, dass vor kurzem in der ersten Ausgabe erschienen ist vom Tesla Fahrer und Freunde e.V. Verleger ist der Journalist und Tesla-Fahrer Timo Schadt. Das Magazin richtet sich aber mitnichten nur an die Tesla-Gemeinde. Zwar spielt der amerikanische Elektroautobauer eine bedeutende Rolle im Magazin, doch wirft es auch einen Blick über den Teslarand. So widmet sich in der ersten Ausgabe lange Artikel dem Münchner Elektroauto-Start-up Sono Motors, der Windkraft oder der Elektrobusflotte im chinesischen Shenzen.
Erreichen will das Magazin vor allem auch Menschen, die noch nicht elektrisch unterwegs sind. Erhältlich ist das T-magazin an über 250 Auslageorten in ganz Deutschland. Wir haben uns mit Timo Schadt über das neue T-magazin unterhalten und warum er in Zeiten des von Internet und Social Media doch auf das gute alte Papier setzt.
Timo Schadt ist aber nicht nur Verleger des T-magazins, sondern auch Sprecher für den E-Cannonball. 2018 fuhren dabei 29 Teams von Hamburg nach München. Auch 2019 ist ein E-Cannonball mit 60 Teams geplant. Initiatoren des Rennens sind die beiden YouTuber Ove Kröger und Michael Schmidt.
Auch für den Verein Electrify-BW geht mit dem Frühling wieder die neue Veranstaltungssaison los und der Vorstand eilt von Termin zu Besprechung um das Jahr zu planen. Zunächst ist das die Messe „eltefa“ in Stuttgart vom 20. bis 22. März. Hier brauchen wir wieder Helferinnen und Helfer für den Messestand. Wer uns unterstützen möchte kann sich gerne in unser Dudle eintragen. Auch die Planungen für die iMobility vom 25. bis 28. April laufen auf Hochtouren. Hier haben wir für alle die auf dem Messestand mitarbeiten wollen, schon ein Dudle eingerichtet. Natürlich produzieren wir auf der Messe auch wieder einen Podcast.
Unser Elektroauto-Quartett-Team braucht ebenfalls eure Unterstützung. Es geht um die Entscheidung, ob wir einen komplett überarbeitete Edition 2 – in der wir die neuen Fahrzeuge aufnehmen – herausbringen oder ein Ergänzungsset zur Edition 1 mit 32 weiteren Elektrofahrzeugen – Neuheiten und Klassiker. Ihr könnt noch bis Dienstag 5. März auf Facebook oder Twitter abstimmen.
Wie soll es mit dem #ElektroautoQuartett weitergehen?
Wir freuen uns auch auf eure Anregungen, welche Fahrzeuge auf keinen Fall fehlen sollen. Die Frage wie wir mit verschiedenen Modellvarianten umgehen sollen treibt uns zudem um. Nur das Topmodell aufnehmen z.B. Tesla Model S P100D, oder mehrere Ausführungen also einmal Hyundai Kona mit 40 Kilowattstunden-Akku und einmal den Kona mit 60 Kilowattstunden.
Wenn ihr Twitter doof findet und Facebook noch doofer, könnt ihr natürlich auch einfach eure Meinung hier in den Kommentaren lassen.
Als Verein setzen wir uns an vielen Stellen für die Elektromobilität ein. Je mehr Mitglieder hinter uns stehen, desto mehr Gewicht bekommt unsere gemeinsame Stimme. Wir freuen uns also immer über neue Mitglieder und aktive in der Vereinsarbeit. Und Arbeit und Themenfelder gibt es genug, für die wir fleißige Hände, Köpfe und Expertinnen und Experten brauchen.
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Disclaimer: Die im Podcast geäußerten Meinungen und Ansichten müssen nicht unbedingt mit denen des Vereins Electrify-BW e.V. übereinstimmen.
Ab 1. März gilt bei der EnBW ein neues Preismodell. Die EnBW berechnet Ladevorgänge dann nach Kilowattstunden. Das sorgt für Lob aber auch Kritik. Wir haben mit der EnBW darüber gesprochen.
Für einige wirkt es wir das Ende einer jahrelangen Debatte, andere sehen in dem neuen Preismodell den Untergang der Elektromobilität.
Die EnBW stand jahrelang wegen ihrer Preispolitik an der Ladesäule in der Kritik. Denn statt des geladenen Stroms, zahlte man für die Standzeit an der Ladesäule. Da verschiedene Typen von Elektrofahrzeugen in der gleichen Zeit aber unterschiedlich viel Strom laden konnten, war das Preismodell unfair. Um herauszufinden, was Strom für 100 Kilometer mit dem eigenen Elektroauto kosten, brauchte es einiges an Kopfrechnen – der Tarif war also auch intransparent. Zumal die Kosten auch weiterliefen, wenn das Auto schon vollgeladen war. Gerade für Laternenparker waren die EnBW-Ladesäulen so unbrauchbar.
Im Internet musste die EnBW aber viel Kritik einstecken. Die Preise seien reiner Wucher, so viele Kommentatorinnen. Andere posteten Videos davon, wie sie die EnBW Mobility+ App von ihrem Handy löschten. Wir haben daher die EnBW eingeladen, sich in unserem Podcast der Kritik zu stellen.
Christoph Ulusoy ist Produktmanager Emobilität bei der EnBW in Karlsruhe. Jana hat mit ihm über die neuen Tarife und die Kritik gesprochen. Beim Thema Grundgebühr kündigte Ulusoy im Interview eine Verbesserung an. Wer zu Hause EnBW-Kund*in ist, für den entfällt die Grundgebühr für den Vielladertarif. Damit gibt es unterwegs Strom an Wechselstrom-Ladesäulen für nur wenige Cent mehr als aus der heimischen Steckdose.
Christoph Ulusoy erklärte auch, warum Strom aus einer Schnellladesäule teurer ist und was die EnBW unternimmt, um längere Störungszeiten an den Ladesäulen künftig zu vermeiden.
korrekt, ist auch bei mir so. ich komme inkl. Investition auf 10 Jahre und dann 30MWh auf 9ct Mehrkosten je kWh.
Zudem steht jedem frei, mit Maingau oder Telekom einen anderen Mobility Service Provider (MSP) zu wählen. Und neue Wettbewerber bringen auch sicher noch in Sachen Strompreis neue Bewegung in den Markt.
Ob die Ladesäule wirklich die Cashcow sein muss, hat Jana gerade für einen Artikel auf emobly.de diskutiert. Auch wäre denkbar, dass der Bund hier die Elektromobilität vielleicht besser fördern könnte, indem man den Strom an Ladesäulen von gewissen Abgaben befreit.
Und hier noch der im Podcast versprochene Tweet mit den Details zu den Zulassungszahlen im Januar
#Elektroauto Neuzulassungen Jan 2018#BEV: 4.648 (+68%) neuer Rekord!, #PHEV: 2.119 (-26%)
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Eines der umstrittensten Themen der Elektromobilität – künstliche Fahrgeräusche. Wir sprechen mit Manuel Schmalzl, der seine Umwelt hauptsächlich mit den Ohren wahrnimmt.
Elektroautos haben den Vorteil vergleichsweise wenig Geräusche zu machen. Sie bieten also auch die Chance, die Lärmbelastung an Straßen deutlich zu senken. Da wirkt es bizarr, dass diese leisen Fahrzeuge künstliche Geräusche verursachen sollen. Bald müssen alle neu zugelassenen Elektro- und Hybridautos bis zu einer Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern ein künstliches Geräusch machen. So will es die EU. Ab Juli 2019 gilt das für alle neuen Typenzulassungen. Ab Sommer 2021 dann für alle Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Elektro-, Hybrid- oder Wasserstoffantrieb.
In der Community wird heftig über das Thema gestritten. Auch bei uns gehen die Meinungen zu dem Thema auseinander. Wir haben daher Manuel Schmalzl eingeladen, um mit ihm über dieses Thema zu sprechen. Manuel hat eine Sehbehinderung und nur noch eine Restsehstärke von zwei Prozent. Er ist aber auch Elektromobilist, denn vergangenes Jahr hat er sich ein Tesla Model S gekauft. Er kennt also beide Seiten der Debatte. Er gibt uns im Podcast interessante Einblicke und hilft zu verstehen, warum heute künstliche Fahrgeräusche bei Fahrzeugen ohne rumpelnden Verbrennungsmotor sinnvoll sind und warum sie es in 20 Jahren vielleicht nicht mehr sind.
Aber warum kauft sich jemand der nahezu seine ganze Sehkraft eingebüßt hat, ein Auto? Selber fahren ist mit zwei Prozent Sehstärke unmöglich. Manuel berichtet uns auch davon, warum er deswegen ein Tesla Model S gekauft hat. Er hofft, dass er in naher Zukunft sich von seinem Auto autonom herumfahren lassen kann. Laut Tesla Chef Elon Musk, soll das Auto alle dafür notwendige Hardware bereits an Board sein. Die zugehörige Software, so Tesla, sei nur eine Frage der Zeit. Solange ist Manuel als Beifahrer mit seinem Verlobten quer durch Europa unterwegs.
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In dieser Folge erzählt Roland Schüren die Geschichte seines „Bakery Vehicle Ones“. Der erste 3,5 Tonnen Serienelektrotransporter. Wir fragen uns wie Kreuzfahrtschiffe in Zukunft fahren könnten und Hörer Axel gibt ein Update zu BAFA vs. Tesla vs. Kunden.
Im vergangenen Jahr haben sich unsere beiden Podcaster mit dem Versprechen verabschiedet in Zukunft weniger zu reden und dafür interessante Gäste einzuladen. In dieser Folge kommen gleich drei Gäste zu Wort. Ein Bäcker der einen Elektrotransporter auf die Straße gebracht hat, einem passionierten Kreuzfahrer und einem Teslafahrer, der Beef mit der BAFA hat.
BV 1 oder Bakery Vehicle One ist der Name des ersten 3,5 Tonnen Serienelektrotransporters. Das Fahrzeug ist keine Ankündigung von Daimler, VW, Renault oder Hyundai, sondern rollt schon über die deutschen Straßen. Vater des BV 1 ist Roland Schüren. Ein Bäckermeister aus Hilden bei Düsseldorf. Roland Schüren ist ein Urgestein der Elektromobilitätsszene und wohl der innovativste Bäckermeister der Welt.
Nicht nur hat er an seinem Firmensitz den größten öffentlichen Ladepark Deutschlands mit 22 [sic!] Ladeanschlüssen, darunter vier Schnellladeanschlüsse. Er versorgt seine Bäckerei und die Ladestationen auch weitestgehend mit Sonnenstrom. Sein samstägliches Elektrofrühstück „Hebdo“ zieht jeder Woche Menschen aus ganz Deutschland und darüber hinaus nach Hilden.
Nur konsequent, dass er auch seine vielen Filialen und Großkunden im Umland umweltfreundlich beliefern will. Allein, es gibt kein passendes Fahrzeug auf dem Markt. Er braucht nämlich mindestens Sprintergröße und 1.000 Kilogramm Zuladung. Für den Anfang konnte er schon 2011 einen Mercedes-Benz Vito eCell sichern. Später kamen dann zwei umgebaute Mercedes-Benz Sprinter vom inzwischen insolventen Umrüster German E-Cars hinzu. Inzwischen sind auch ein paar Nissan eNV-200 hinzugekommen. Aber alle Fahrzeuge waren immer ein Kompromiss zwischen Ladevolumen und Zuladung. Ein passendes Serienfahrzeug war immer noch nicht in Sicht.
„Dann müssen wir eben selbst eins bauen!“ Mit dieser Idee trommelte er über 100 Gleichgesinnte zusammen und sie machten sich an die Planung ihres Traumtransporters. Gut zwei Jahre später rollen die ersten Serien-BV 1 über die Straßen und er kann offiziell zu einem konkurrenzfähigen Preis gekauft werden. Wie die E-Transporter-Selbsthilfegruppe powered by Ihr Bäcker Schüren (Facebook) geschafft hat, woran bisher alle gescheitert sind erzählt Roland Schüren im ausführlichen Interview.
Franz Neumeier vom Podcast Cruisetricks war für uns in Norwegen und hat sich das erste saubere Kreuzfahrtschiff angeschaut. Im Interview mit Roald Amundsen klärt er wie diese Fähre funktioniert, warum sich die Norweger auch auf dem Meer langsam aber sicher vom Öl verabschieden und welche Pläne sie noch haben.
In einer Sprachnachricht gibt Axel Köhler einen Zwischenstand zu seiner Auseinandersetzung mit der BAFA und Tesla. Viele Teslakunden sollen den Umweltbonus für ihr Fahrzeug zurückzahlen.
Zum neuen Nissan Leaf war nur kurz Zeit für Jana ein bisschen rumzunörgeln. Zudem gibt es ein Update zu den Zulassungszahlen im vergangenen Jahr (Twitter).
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In unserer Weihnachtsfolge beschäftigen sich Jana und Jérôme mit einem spannenden Text, der die verschiedenen Antriebsarten miteinander vergleicht.
Eigentlich braucht es für diese Folge keine langen Shownotes. Denn es geht hauptsächlich um den bei Medium.com erschienen Text: „Die Elektrifizierung der Mobilität: Warum die Zukunft elektrisch fahren wird — und das schneller, als man denkt“ von Lukas und Michael Hohnhorst.
Was denkt ihr über den Text? Habt ihr Kritikpunkte? Wir freuen uns auf eure Kommentare.
Im neuen Jahr sind wir wieder mit neuen Folgen und neuen Aktionen des Vereins für euch da. Bis dahin wünscht euch das komplette Electrify-BW Team eine schöne Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!
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Nun haben auch unsere beiden Podcaster endlich mal ein Model 3 in Echt und Farbe gesehen und Jérôme hat sich mit dem Sono Sion getroffen.
Schon wieder müssen wir an dieser Stelle schreibe, nach langer Zeit melden sich Jana und Jérôme mit einer neuen Folge des Electrify-BW Podcasts wieder. Seit dem E-Mobiltreffen in Horb hat Funkstille geherrscht.
Daher gibt es auch erstmal einen kleinen Nachklapp zu der gelungenen Veranstaltung in Horb Anfang September. Immerhin 300 Elektroautos kamen an den beiden Tagen zusammen. Vom umgebauten VW 1600 Variant über den Fiat 500e bis hin natürlich zu zahlreichen Tesla Model S und X. Einige sind aber auch auf zwei Rädern mit dem E-Bike oder Elektroroller nach Horb gekommen.
Während unsere Podcaster „beschäftigt“ waren, ging das Programm von Electrify-BW natürlich weiter. Ob vor Ort bei zahlreichen Messen und Veranstaltungen oder bei den monatlichen Vorträgen in der Mäulesmühle. Ein Highlight war der Vortrag von Sebastian Wolf von der Boston Consulting Group (BCG). Due BCG berät große chinesische Zell- und Batteriehersteller, aber auch mehrere deutsche Autobauer. Herr Wolf gab einen spannenden Einblick in die Zellproduktion.
Dabei ging es nicht nur um die technischen Details, sondern vor allem auch um die Wertschöpfungskette von der Rohstoffgewinnung bis zum Einbau des fertigen Batterieblocks in das Fahrzeug. Wenig überraschend liegt die größte Wertschöpfung bei der eigentlichen Zellproduktion. Die BCG hilft den Unternehmen dabei mit der Hilfe von stark digitalisierten Prozessen, die unter dem Buzzword Industrie 4.0 zusammengefasst sind, die Produktion der Zellen zu optimieren. Wer Janas Versuch, den Vortrag zusammenzufassen nicht folgen kann, findet hier ein Paper (Englisch) zum Vortrag.
In Heilbronn hatte Jérôme die Gelegenheit mit dem Portotypen des Sono Sions zu fahren. Dabei konnte Sonos Eventmanagerin Ann-Sophie Scharrer vor das Mikrophon bekommen und ein bisschen zu den weiteren Plänen des Solarauto-Start-ups aus München befragen. Schon im kommenden Jahr will Sono bei einem noch nicht genannten Auftragsfertiger mit Nullserien-Produktion für das finale Testing wie etwa Crashtests beginnen. Dabei wird sich das Auto gegenüber den beiden Prototypen nochmal verändern, wobei viel Feedback aus der Community in die Entwicklung des Fahrzeugs geflossen ist.
Sowohl Jana als auch Jérôme konnten unabhängig voneinander endlich mal mit dem Tesla Model 3 auf Tuchfühlung gehen. Jérôme durfte mal ein paar Meter mit dem vom YouTuber „Schräg“ überführten NextMove-Model 3 fahren und Jana nutzte die Gelegenheit auf dem e4Testival am Hockenheimring ein Tesla Model 3 RWD über selbigen zu fahren. Während Jérôme das Auto ziemlich unemotional mit „Es ist halt ein Auto“ kommentiert, klingt bei Jana schon etwas mehr Begeisterung durch.
Und damit ist sie keineswegs alleine. Beim e4Testival konnten Besucherinnen und Besucher mit zwei Model 3 von NextMove für 69 Euro eine Runde über den Hockenheimring (mit Tempolimit 130 und Überholverbot) fahren. Beide Fahrzeuge waren das komplette Wochenende ausgebucht.
Auch Electrify-BW hatte ein Model 3 beim e4Testival dabei. An beiden Tagen war das Fahrzeug von interessierten Menschen umlagert. Spannend ist das vor allem, weil das e4Testival sich gezielt an (noch-)nicht Elektromobilistinnen und Elektromobilisten gerichtet hat und auch diese Leute anzog.
Wäre ein Teslaverkäufer mit Verträgen neben dem Model 3 gestanden, hätten sie die Kisten wahrscheinlich im Minutentakt verkauft. Im jüngsten Investorcall hat Elon Musk angekündigt, für Europa die Bestellungen im Dezember zu öffnen und bereits im Februar, März 2019 mit den Auslieferungen zu beginnen. Dann wird sich zeigen, ob das Model 3 auch in Europa die Mittelklasse gleichermaßen kannibalisiert, wie derzeit in den USA.
Jérôme hatte zur Aufzeichnung schon die neue Version 9 Firmware auf seinem Horst und hat natürlich gleich wieder was auszusetzen. Jana klärt währenddessen darüber auf, dass die vermeintlich billige Maingau-Karte unter Umständen einen teuren Preis hat. Gehört der Stromversorger doch zum RWE-Konzern, der mit seinem Agieren im Hambacher Forst viele Menschen in Deutschland gegen sich aufgebracht hat. Derweil schießen vor allem in Süddeutschland die Spritpreise nach oben – der Strompreis bleibt weiter stabil – weil wegen der wohl durch den Klimawandel verursachten Dürre kein Treibstoff mehr über die Wasserstraßen transportiert werden kann.
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Disclaimer: Die im Podcast geäußerten Meinungen und Ansichten müssen nicht unbedingt mit denen des Vereins Electrify-BW e.V. übereinstimmen.
Beim E-Mobiltreffen in Horb trafen Jérôme und Jana jede Menge YouTuber, die sie in dieser Sendung vorstellen.
Diese Folge ist etwas besonderes. Denn anstatt im stillen Kämmerlein ihre Aufnahmegeräte voll zu quatschen, nutzten wir das E-Mobiltreffen in Horb für eine Aufzeichnung vor Publikum. Mit im Publikum saßen einige bekannte YouTuber, die sich auf ihre ganz eigene Art mit dem Thema Elektromobilität auseinandersetzen. Doch bevor Jana und Jérôme die YouTuber interviewten, ging es kurz um den ersten „richtigen“ elektrischen Mercedes.
Leider hat es für unsere beiden Moderatoren nicht für eine Einladung zum Launch-Event des neuen Mercedes EQC 400 4matic gereicht. Das hält die beiden jedoch nicht davon ab, aus der Ferne ihre Meinung zum Elektro-SUV aus Sindelfingen abzugeben. Vor allem der eher schwache zweiphasige AC-Lader mit 7,2 Kilowatt Leistung, gibt Grund zur Kritik. Auch die hohe Verbrauchsangabe nach NEFZ von 22,2 Kilowattstunden auf 100 Kilometer machen die beiden stutzig.
Nach der Präsentation hatte Jana auf Twitter eine Umfrage zum Mercedes-Benz EQC gestartet. Natürlich sind die Ergebnisse nicht repräsentativ, geben doch aber ein kleines Stimmungsbild.
Insgesamt beteiligten sich 328 User an der Abstimmung. Fünf Prozent würden den Mercedes-Benz EQC sofort kaufen, für zehn Prozent ist er auf jeden Fall eine Option. Jedoch sagen 37 Prozent, dass der Sternstromer nichts für sie sei. Die größte Gruppe ist mit 48 Prozent, die die das Auto ratlos zurücklässt.
Letztlich lässt sich nur qualifiziert über das Auto reden, wenn die beiden es unter ihre Finger bekommen und ausgiebig getestet haben. Da der Mercedes-Benz EQC 400 4matic aber wohl erst Mitte 2019 auf den Markt kommt, dürfte es wohl noch etwas dauern.
Wer auf YouTube nach Schlagworten wie Elektroauto oder Tesla sucht, findet eine Vielzahl von deutschsprachigen Kanälen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Dabei verfolgen viele andere Ansätze. Einige setzen voll auf Service, andere wollen informieren oder unterhalten und es gibt Kanäle, die einfach einen Einblick in den elektromobilen Alltag geben.
Erfrischend wie eine Brise von der Ostsee her ist Ove Kröger mit seinem Kanal T&T Tesla. Ove ist wahrscheinlich der gesprächigste Norddeutsche und nutzt diese Besonderheit für seinen YouTube-Kanal. Eigentlich ein eingefleischter Petrolhead verguckte er sich vor einiger Zeit in die Beschleunigung des Tesla Model S. Ove Kröger beschäftigt sich auch beruflich mit Teslas und hilft Menschen dabei, den richtigen gebrauchten Tesla zu finden.
Um was es genau geht, erzählt er am besten selbst.
Nino Zeidler war schon zu den Geburtszeiten der Renault ZOE als Blogger unterwegs. Mit dem Gedanken einen YouTube-Kanal zu starten, ging er schon länger schwanger. Zunächst kamen aber Hausbau und das Engagement in einer Bürgerinitiative dazwischen. Jetzt berichtet der Wuppertaler gemeinsam mit seiner Frau Danica über ihren Alltag mit dem Elektroauto. Der ZOE – da legt Nino großen Wert drauf – musste inzwischen einem Tesla Model S weichen. Neben Geschichten aus dem Alltag, Reiseberichten gibt es bei Nino auch Tests und Meinung.
Eigentlich gibt es kein Event, bei dem Marcus Mayenschein alias Teslamarcus fehlt. In der Community kenn ihn eigentlich alle – und er kennt wahrscheinlich auch die ganze Community. Neben vielen meinungsstarken Berichten über seine Erfahrungen rund um seinen Tesla gibt es bei Teslamarcus viele spannende Interviews zu sehen. Daneben erzählt Marcus auch viel über sich selbst und sein Leben und gibt seinem Kanal so eine ganz besondere persönliche Note.
Wer bei den aktuellen Meldungen aus dem Bereich Elektromobilität auf dem Laufenden bleiben will, ist beim E-Auto-Vlog Dirk Henningsen genau richtig. Inzwischen veröffentlicht Dirk Henningsen drei Mal die Woche ein Video. Darin geht es vor allem um aktuelle Meldungen. Gelegentlich gibt Dirk Henningsen aber auch einen Einblick in seinen Alltag mit seinem Tesla oder berichtet von einer Probefahrt mit einem anderen Elektroauto. Dabei ist der Kanal angenehm unaufgeregt und bodenständig.
Böse Zungen sagen, dass man nur noch einen Tesla kaufen könne, wenn man einen YouTube-Kanal betreibe. Da ist es schön, dass auch Fahrer anderer Elektroautos auf YouTube über ihr elektromobiles Leben berichten. Auf E-Maise berichten Marisa und Andreas von ihrem Leben mit dem elektrischen Golf. Dabei geht es nicht nur um Elektromobilität im Allgemeinen und den eGolf im speziellen. Auch Radfahren und erneuerbare Energien spielen auf dem Kanal der beiden eine Rolle.
Volker aka Voccmoccer war sein Leben lang ein Petrol Head. Bis er eines Tages in ein Elektroauto stieg. Jetzt ist er auf vier Rädern nur noch ohne Benzin in seinem Kia Soul EV unterwegs. Auf zwei Rädern lässt er es aber immer noch Knattern. Volker fährt nicht nur ein eher seltenes Elektroauto, er nimmt sich auf seinem Kanal auch nicht zu ernst. Als Pendler nutzt er die Zeit nach der Arbeit im Auto für sein Format „Voccerchens Heimfahrt“. Er beschreibt seinen Kanal als „hauptsächlich Unterhaltung“.
Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe anderer YouTuber. Wir stellen sie in loser Folge in den kommenden Episoden nach und nach vor.
Auch Jérôme ist mit einem eigenen Videokanal auf YouTube vertreten.
Unter dem Hashtag #HorbEV18 findet ihr Impressionen vom E-Mobiltreffen: Twitter und Instagram
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In unserem zweiten „Cockpitcast“ melden sich Jérôme und Jana aus dem neuen Nissan Leaf, mit dem sie zu den Kollegen von Cleanelectric nach Fahrenzhausen bei München fahren.
Es wurde schon viel geschrieben über den neuen Nissan Leaf. Jana hat von Nissan für zwei Wochen ein Testfahrzeug zur Verfügung gestellt bekommen. Gemeinsam mit Jérôme zieht sie auf der Fahrt von Stuttgart nach München ein Fazit. Und der neue Nissan Leaf ist ein fantastisches Auto – eigentlich, aber dazu später mehr.
Seine Ausstattung kann sich sehen lassen. Gegen Aufpreis gibt es den sogenannten ProPilot der eine Abstandstempomaten mit einem Spurhalteassistenten verbindet. Wer noch ein bisschen drauflegt, kann den neuen Nissan Leaf sogar selbst einparken lassen. Seine 40 Kilowattstunden-Batterie reichen im Alltag locker für 180 bis 250 Kilometer. Das Design ist deutlich gefälliger und er bietet im Innenraum etwas mehr Platz. Trotz der hohen Ladekante bietet der Kofferrauch auch Platz für das Gepäck mehrerer Insassen. Also das perfekte Auto für die Familie? Fast, denn Nissan hat dem neuen Leaf einen Hasenfuß eingebaut.
Seine große Batterie wird ihm nämlich zum Verhängnis, wenn es auf lange Strecken geht. Klingt zunächst einmal paradox, ist es aber nicht. Von „Rapidgate“ haben die meisten sicher schon gehört. Die große Batterie hat nämlich einen entscheidenden Konstruktionsfehler. Sie verfügt über keinerlei Klimatisierung oder auch nur Lüftung.
Beim Laden an der Schnellladesäule mit CHAdeMO heizt sich das dicht gepackte Akkupaket schnell auf und erreicht schon mal über 52 Grad Ceclius. Wenn es draußen nicht gerade 35 Grad hat, ist das ganze beim ersten Schnellladen kein Problem. Doch wer dann am nächsten Ladestopp an die CHAdeMO-Ladesäule fährt, erlebt eine böse Überraschung. Statt der rechnerisch knapp 44 Kilowatt Ladeleistung kommen plötzlich in der Batterie nur noch 30, 20 oder gar nur 15 Kilowatt an.
Weil die Batterie zu heiß ist drosselt der Nissan Leaf die Ladeleistung. Der eigentlich kurze Ladestopp kann so schnell zwei Stunden oder mehr dauern. Die Argumentation der Hersteller, dass die Kunden ja sowieso keine weiteren Strecken mit einem Elektroauto fahren, lassen Jana und Jérôme nicht gelten. Denn inzwischen ist die Ladeinfrastruktur so gut ausgebaut, dass man problemlos in Westeuropa fast jedes Ziel erreichen kann.
Und die zahlreichen Gespräche mit Elektromobilisten zeigen, dass beim Elektroauto der Appetit beim Essen kommt. Nur wenige steigen freiwillig zurück in den Verbrenner, wenn es auf die Langstrecke geht. Dafür ist das elektrische Fahren einfach zu komfortabel. Und der Nissan Leaf ist ob seiner Größe und Ausstattung eigentlich ein Auto, das zum Reisen einlädt.
Auch weil der Nissan Leaf mindestens knapp 32.000 Euro kostet. Fully loaded kommt er auf etwa 39.000 Euro. Wer so viel Geld für ein Auto ausgibt, will nicht ein zweites rumstehen haben. Aber ist der Nissan Leaf damit ein schlechtes Auto? Keineswegs! Denn ansonsten stimmt eigentlich alles am Leaf und es gibt sicher Menschen, die gar nicht in Verlegenheit kommen, so weite Strecken zu fahren, um unterwegs zwei oder Schnellladungen machen zu müssen.
Am Ende ist es wie immer bei einem Auto, vor allem eine individuelle Entscheidung. Wer mit den Einschränkungen der Batterie kein Problem hat, der kann beim Nissan Leaf eigentlich wenig falsch machen. Interessant ist das Auto sicher auch für Flotten – etwa im Fahrschul- oder Taxibetrieb, denn im Font bietet der Leaf auch für Erwachsene Menschen ausreichend Platz.
Der Nissan Leaf ist aber nicht das einzige Thema der Sendung. Jérôme musste seinen Tesla nach einem Rendezvous mit einer Leitplanke eine Woche ZOE fahren und berichten von seinen persönlichen Erfahrungen mit der kleinen Französin.
Jana hatte eine besondere Begegnung an einer Ladesäulein bayerischen Friedberg bei Augsburg. Ein vermeintlichen Ladesäulenzuparker entpuppte sich als schwer getartner Porsche Taycan aka Mission E. Sie nutzte die Gelegenheit eine Nahaufnahme vom fahrenen Porsche Taycan zu machen. Der Clip ging darauf im Netz ein bisschen viral und selbst amerikanische Blogs haben darüber berichtet. Außerdem widmen sich die beiden noch ein bisschen dem Hörerfeedback.
Ach, wenn nur alle Porsche so schön leise wären. 🙂 pic.twitter.com/Czua8yh4MK
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`Diese Folge ist etwas teslalastig geworden. Aber es gab einiges zu besprechen. Zum einen fordert die BAFA teilweise den Umweltbonus zurück, zum andern möchte Elon Musk Tesla von der Börse nehmen.
In dieser Folge haben Jana und Jérôme Axel Köhler zu Gast. Wie bei Jérôme auch fordert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) den gezahlten Umweltbonus von 2.000 Euro zurück. Hintergrund ist, dass es angeblich das von Tesla angebotene Tesla Model S Base für unter 60.000 Euro netto nicht zu kaufen gab. Damit, so die BAFA, war das Model S nicht förderfähig und bereits gezahlte Förderungen müssen zurückgezahlt werden.
Tesla bietet seinen Kundinnen und Kunden an, die 2.000 Euro an Stelle des Staates zu übernehmen. Bedingung ist allerdings, dass der oder die Kundin, bei der BAFA Widerspruch einlegt und gegebenenfalls auf Zahlung des Umweltbonus klagt.
Jérôme hat eine Rechtsschutzversicherung, die das abdeckt. Bei Axel hat die Versicherung noch nicht entschieden.
Das zweite große Thema ist die Ankündigung von Elon Musk, Tesla von der Börse nehmen zu wollen. In einigen Medien stand, er wolle das Unternehmen privatisieren – doch dass ist eine falsche Übersetzung des englischen „going privat“. Dies meint, aus der Aktiengesellschaft eine andere Gesellschaftsform umzuwandeln. Welche das sein soll, steht laut Elon Musk noch nicht fest.
Die Auto Motor Sport sucht noch Interviewpartner für einen Artikel gegen Elektroautomythen. Wer gerne bei der Aufklärung mitmachen möchte kann am Sonntag, den 19. August zum Aktionstag Elektromobilität nach Stuttgart kommen oder sich per Mail melden.
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Jana und Jérôme diskutieren die Entscheidungen der baden-württembergischen Landesregierung zur Luftreihnaltung in Stuttgart und suchen in Aachen sowie Mannheim nach Alternativen.
Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Lange hat sich die grün-schwarze Landesregierung Zeit gelassen, Maßnahmen aus dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Luftreinhaltung abzuleiten. Wie zu erwarten gibt es ab 1. Januar Fahrverbote für Dieselfahrzeuge mit der Abgasnorm 4/IV oder schlechter für das gesamte Stuttgarter Stadtgebiet. Wenn die Stickstoffoxid-Belastung bis 1. Juli 2019 nicht absehbar unter den Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) Luft sinkt, können auch Dieselfahrzeuge mit Euro 5/V ab 1. Januar 2020 von den Fahrverboten betroffen sein.
Die Entscheidung der Landesregierung um den Grünen Kretschmann kommt dabei wenig überraschend. Das Gericht hat der Landesregierung wenig Spielraum gegeben. Zahlreiche Ausnahmen sollen aber dafür sorgen, dass die Stadt nicht zum erliegen kommt. So sind etwa Handwerker – sofern sie sich an die Selbstverpflichtung zur Flottenerneuerung halten – zunächst unbegrenzt von den Fahrverboten ausgenommen. Für Anwohnerinnen und Anwohner gilt aber nur eine Übergangsfrist bis 1. April 2019. Ab dann dürfen auch sie nicht mehr im Stadtgebiet Stuttgart fahren.
Gleichzeitig will die Landesregierung weiter den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) weiter ausbauen und komfortabler machen. Dafür schafft sie unter anderem einen landesweiten BW-Tarif und will die Ticketpreise senken. Auch moderne Technik soll helfen, den Verkehr in Stuttgart zu verflüssigen und die Staus abzubauen. Was die Maßnahmen am Ende alle bringen, bleibt abzuwarten. Jérôme und Jana sind derweil skeptisch, ob sich die Luft in Stuttgart in absehbarer Zeit verbessert. Denn die Fahrverbote sind mangels Blauer Plakette so gut wie nicht kontrollierbar. Der Bund lässt die Länder und Kommunen mit dem Problem der schlechten Luft also im Regen stehen.
Vielleicht gerade noch pünktlich für die Stuttgarter kommt der e.GO life auf den Markt. e.GO hat vergangene Woche in Aachen das Produktionswerk für den kleinen City-Flitzer eröffnet. Nachdem Professor Schuh Streetscooter an DHL/Deutsche Post verkauft hat, soll der e.GO life nun den Kleinstwagenmarkt revolutionieren. Erste Auslieferungen soll es im Herbst geben. Die Warteliste soll aber bereits prall gefüllt sein. Wie bei anderen Herstellern, wird man sich hier wohl auf längere Lieferzeiten einstellen müssen. Mit einem Einstiegspreis von 16.000 Euro ist der e.GO life auch eine elektrische Alternative für weniger prall gefüllte Geldbeutel. Ein Ersatz für den Familienvan ist der e.GO mit seinen kompakten Ausmaßen und seiner fehlenden Schnellladefähigkeit aber sicher nicht.
Eine weitere Abhilfe für abgasgeplagte Innenstädte könnten Stadtbusse mit elektrischen Antriebsstrang sein. Nach langem Zögern der deutschen Hersteller, wagt sich Mercedes-Benz als erster Volumenhersteller mit einem vollelektrischen Stadtbus auf den Markt. Der eCitaro soll mindestens 150 Kilometer weit kommen und im Idealfall sogar bis zu 250 Kilometer schaffen. Für viele Linien in Deutschland ist er damit schon jetzt eine Alternative. Vor allen in Stuttgart, wo es einige kurze Linien in den Vororten gibt, die als reine U-Bahn-Zubringer sehr kurze Routen haben.
Sinnvolles Zwischenladen wird es beim eCitaro vorerst nicht geben. Der CCS-Anschluss soll die 243 Kilowattstunden-Batterie über Nacht im Depot wieder aufladen. Ein Dachstromabnehmer für das sogenannte Opportunity Charging (deutsch Gelegenheits-Laden) an Haltestellen ist aber bereits in Planung. Für 2020 ist auch eine 330 Kilowattstunden-Batterie in Planung, die den Aktionsradius des eCitaro auf mindestens 200 Kilometer verlängern soll. Ab Herbst soll der eCitaro als Serienfahrzeug vom Band laufen. Bleibt zu hoffen, dass Mercedes-Benz mit dem eCitaro den Nerv der Busunternehmen und Stadtwerke trifft. Dann könnte das Röhren der anfahrenden Dieselbusse vielleicht schon bald ein aussterbendes Geräusch sein.
Auch MAN will auf der IAA Nutzfahrzeuge im Herbst einen vollelektrischen Stadtbus vorstellen. Der Bedarf ist jedenfalls groß, denn neben Berlin, Hamburg, Wiesbaden und Mannheim haben auch schon weitere Städte ihr Interesse an vollelektrischen Bussen bekundet. Dafür muss dem eCitaro Solobus auch alsbald eine Gelenkbusvariante folgen. Dazu hat Daimler aber noch nichts verlauten lassen.
Weitere Themen der Sendung sind die Zulassungszahlen im ersten Halbjahr 2018, Seilbahnen in Stuttgart und Jérôme gibt eine Zwischenstandsmeldung zum eMobil-Treffen in Horb im September.
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