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Nach fast drei Monaten melden sich endlich unsere Podcaster zurück. Jana steigt in die neue Renault ZOE R110, Electrify-BW steigt aufs Rad und Jérôme steigt in die Planung zum Emobiltreffen in Horb ein.
Endlich haben es Jana und Jérôme geschafft wieder eine neue Podcast-Folge aufzuzeichnen. Nach fast drei Monaten melden sich die beiden mit einem bunten Strauß an Themen zurück.
Zwar haben die beiden nicht vor das Mikro geschafft, das hat aber nicht bedeutet, dass sie auf der faulen Haut lagen – na gut zumindest zeitweise lagen sie auf der faulen Haut.
Electrify-BW e.V. hat beschlossen den Radentscheid Stuttgart aktiv zu unterstützen. Nach dem Vorbild des nach viel ehrenamtlicher Arbeit endlich in Berlin beschlossenem Mobilitätsgesetz, wollen Bürgerinnen und Bürger mit viel Engagement auch die Stadt Stuttgart verpflichten, endlich voll in den Ausbau einer Radinfrastruktur einzusteigen, die ihren Namen verdient.
Der Radentscheid Stuttgart fordert:
Für Autofahrerinnen und Autofahrer, denen angesichts solcher Forderungen die Hutschnur reißt, hat Jana einen guten Lesetipp. Das ZEIT Magazin 28/2018 (Paywall) beleuchtet die Vorteile einer guten Radinfrastruktur, von der am Ende nämlich auch der Autoverkehr profitieren kann. Besonders pragmatisch sind hier wieder unsere niederländischen Nachbarn. Für viele Radfahrende ein Eldorado des Radverkehrs. In Wirklichkeit aber eine ähnliche Autofahrernation wie die Bundesrepublik. Hier geht man aber eben unideologisch und pragmatisch an die Sache. Das Ziel ist eine Radinfrastruktur, die den Radverkehr sicherer und schneller macht und vom Autoverkehr trennt. Der so ebenfalls ungestörter fließen kann.
Außerdem werden wir die Mobilitätswende nicht schaffen und unsere Städte nicht lebenswerter machen, wenn wir nur den Antrieb der Autos austauschen. Wer Straßen baut, wird Verkehr ernten. Aber wer Radwege baut, wird Radverkehr ernten und so den Anteil des Autos am Model Split senken. Auch dass zeigt das Stück im ZEIT Magazin, dass mit guter Infrastruktur, die Radfahrenden von ganz alleine kommen.
Auch in anderen Städten gibt es Radentscheide. Schaut doch einfach mal vorbei und unterstützt die Initiativen mit einer Unterschrift!
Das größte E-Mobilitätstreffen im Schwarzwald und wahrscheinlich in ganz Baden-Württemberg am 8. und 9. September in Horb am Neckar wirft seine Schatten voraus. Jérôme ist voll in der Planung und berichtet im Podcast vom Programm der beiden Tage. So wird es nicht nur die Möglichkeit geben, am Stadtfest die Elektromobilität zu prominent zu präsentieren, sondern es sind zahlreiche Vorträge geplant und es soll eine emobile Ausfahrt durch den Schwarzwald nach Calw geben.
Die drei Jungs vom Cleanelectric-Podcast werden aller Voraussicht nach auch mit von der Partie sein und Jana und Jérôme werden wieder eine Folge live vor Publikum aufzeichnen. Dieses Mal gibt es auch eine schönere Location für die Vorträge und die Aufzeichnungen.
Electrify-BW wird vor Ort wieder dafür sorgen, dass jeder genug Strom bekommt, um sicher wieder heim fahren zu können. Um einen Überblick über die Menge an Besucherinnen und Besucher zu haben, bittet Jérôme darum sich über die Webseite kostenlos anzumelden.
Jana durfte auf Einladung von Renault Deutschland in der Eifel die neue Renault ZOE R110 fahren. Renault hat der ZOE einen neuen, leistungsstärkeren Motor kredenzt. Statt bisher 68 Kilowatt, stehen jetzt maximal 80 Kilowatt oder 108 PS zur Verfügung. Zudem gibt es neue Felgen und mit Aubergine eine neue Farbe, die sich auch im Interieur wiederfindet. Ansonsten ist bei der jetzt schon fünf Jahre alten ZOE alles beim Alten geblieben. Den neuen Motor gibt es nur in Verbindung mit der 40 Kilowattstunden-Batterie Der Preis ohne Akku steigt dabei auf 27.900 Euro abzüglich Umweltbonus.
Die 12 Kilowatt mehr Leistung überzeugen Jana vor allem bei der Elastizität des Antriebs. Vor allem zwischen 70 und 110 Stundenkilometer entwickelt der Motor mit jetzt 225 Newtonmeter Drehmoment mehr Vortrieb.
Unter dem Strich sind sich Jana und Jérôme einig, dass die ZOE derzeit nur noch von ihrer verhältnismäßig kurzen Lieferzeit profitiert. Neben Autos wie dem Hyundai ioniq electric ist der Preis der ZOE nämlich nicht mehr konkurrenzfähig. Bei Hyundai gibt es für ein bisschen mehr Geld, deutlich mehr Auto. Allein der ioniq hat derzeit Lieferzeiten von bis zu zwölf Monaten, während die ZOE beim richtigen Händler schon innerhalb von drei Monaten verfügbar ist.
In Baden-Württemberg steht eine Reform der Landesbauordnung an. Electrify-BW hat eine Allianz mit dem Bundesverband eMobilität und dem ADFC Baden-Württemberg geschmiedet und fordert die Landesregierung auf, bei der Reform des Gesetzes den Radverkehr und die Elektromobilität nicht unter den Tisch fallen zu lassen.
Als Lesetipp gibt Jana noch den Hörerinnen und Hörern einen Artikel der Süddeutschen Zeitung zum Thema eFuels mit auf den Weg.
Als Reaktion auf unsere vergangene Sendung hat der Energieversorger EnCW reagiert und sein von Jana heftig kritisiertes Preismodell angepasst. Jérôme hat derweil den neuen Supercharger in Herbolzheim inoffiziell eingeweiht.
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Jana ist mit dem neuen Nissan Leaf durch den Taunus gekurvt. Jérôme berichtet über die neuesten Entwicklungen bei der EnCW und beide werfen einen gemeinsamen Blick zurück in die Vergangenheit.
Schon in der vergangenen Folge haben Jana und Jérôme im neuen Nissan Leaf Probe gesessen. Ende April war Jana dann von Nissan zu einem Fahrevent in den Taunus eingeladen. Zwei Tage ging es die Berge rund um Wiesbaden auf und ab. So konnte Jana sich einen ersten Fahreindruck vom neuen Nissan Leaf verschaffen. Im Podcast berichtet sie ausführlich vom neuen Nissan Leaf und hat auch ein Interview mit dem Leaf-Produktmanager Michel Jansen mit zurück nach Stuttgart gebracht.
Natürlich hatte Jana alle wichtigen Fragen im Gepäck. Dreiphasenladung, Rekuperationsleistung, CHAdeMO-Leistung und natürlich nach dem sogenannten „#Rapidgate“. Dabei ist der Fahrspaß aber nicht zu kurz gekommen. Und denn hatte Jana offensichtlich, wenn man ihr zuhört. Das neue e-Padal überzeugte die erfahrene Elektromobilistin auf Anhieb. Mit dem alten Leaf hat der Nachfolger nur noch wenig zu tun. Mehr Leistung, mehr Drehmoment, mehr Batteriekapazität und ein völlig überarbeitetes Design, an dem sich künftig wohl weniger hitzige Diskussionen entzünden als beim Vorgänger.
Allein im Innenraum finden sich einige Elemente aus dem alten Leaf wieder. Die Schalter für die elektrischen Fensterheber, die Klimaanlage oder die Sitzheizung sind aus dem Vorgänger übernommen worden. Auch beim Start-Knopf und dem Fahrwahlknuppel in der Mittelkonsole müssen sich geübte Leaf-Fahrerinnen und Fahrer nicht umgewöhnen. Auch sie hat Nissan eins zu eins vom Vorgänger übernommen.
Ein ausführlicher Testbericht erscheint in den kommenden Tagen auf dem Energiedienst-Blog und auf ihrem eigenen Blog ZoePionierin.de (Links folgen).
Jérôme wurde unterdessen vom Energieversorger EnCW zur Vorstellung ihres neuen Tarifmodells eingeladen. Im Interview erklärt Ricarda Becker, Assistentin der Vertriebsleitung bei der EnCW die Neuerungen. Künftig wird die EnCW nach einem kombinierten Zeit- und Kilowattstundentarif abrechnen. Die Kilowattstunde kostet dann 24 Cent plus 5,90 Euro pro Stunde Ladevorgang. Roaming und Abrechnung per EC-Karte sind ebenfalls in Planung und sollen noch dieses Jahr umgesetzt werden.
Neben den Ladesäulen engagiert sich die EnCW auch beim Carsharing mit Elektroauto im Ländlichen Raum. Auch hier plant der Energieversorger im Zusammenarbeit mit den Kommunen in diesem Jahr zu expandieren. Gute Nachricht für Jérôme: Auch in Horb soll es demnächst ein E-Carsharing geben. Die Preise sind konkurrenzlos günstig. Für 4,50 Euro die Stunde oder 29,90 Euro am Tag, schlägt die EnCW großstädtische Anbieter wie Car2go oder DriveNow. Dann kann Jérôme künftig öfter auf eine geteilte ZOE umsteigen und so die teuren Reifen seines Teslas schonen.
Das neue Tarifsystem führte natürlich zu Diskussionen zwischen Jana und Jérôme im Podcast. Denn der Kombitarif macht das öffentliche Laden für viele Elektromobilisten unattraktiv. Schnarchlader, die nur mit 3,7 Kilowatt Wechselstrom laden können, zahlen dann 1,80 für eine Kilowattstunde. Selbst bei einem Auto, dass mit 11 Kilowatt laden kann, liegt der umgerechnete Kilowattstundenpreis bei 78 Cent. Da müssen sich viele zweimal überlegen, ob sie laden wollen oder nicht. „Da erwürgt man das Kind, bevor es auf die Welt kommt“, sagt Jana im Podcast zu dem Tarifmodell.
Wie steht ihr dazu? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
Vor einiger Zeit erreichte uns eine Mail von unserem Hörer Julian Hitschler, der in einem Museum in Portugal eine ganz besondere Entdeckung gemacht hat:
„Vielen Dank für euren interessanten Podcast. Ich besitze zwar kein Auto (weder elektrisch noch Oldtimer), beschäftige mich aber gerne und viel mit Zukunftsthemen.
Wir waren im Urlaub unter anderem in Lissabon, wo wir im Elektrizitätsmuseum eine Entdeckung gemacht haben, die ich mit euch teilen wollte: Dort steht das erste Elektroauto Portugals, ein Enfield 8000 aus dem Jahr 1975, gebaut in Griechenland. Es hatte immerhin schone eine Reichweite von 40 bis 90 km. Erstaunlich, was damals schon möglich war, wenn man nur wollte.“
Und tatsächlich der Enfield 8000 war eine Antwort auf die Ölkrise der 1970er Jahre. Mit Bleibatterien und einem sechs Kilowattmotor, sollte der Enfield die Briten vom schwarzen Gold entwöhnen. Der Erfolg war nur mäßig. Die Aluminiumkarosserie war ihrer Zeit zwar weit voraus, aber der Enfield sah aus wie das hässliche Kind eines Trabant 601 und eines Mini Coopers. Wenig überraschend also, dass der Enfield 8000 heute nur noch wenigen Menschen bekannt ist.
Trotzdem bekam der Enfield 8000 im Jahr 2016 nochmal seine 15 Minuten Ruhm. Der Engländer Jonny Smith – der inzwischen Co-Moderator bei der englischen YouTube-Show „Fully Charged“ ist – baute die Seriennummer 3 des Enfield 8000 in das schnellste Straßenzugelassene Elektroauto um. Ein Gefährt, dass immer noch sehr hässlich ist, aber sichtbar Spaß macht.
Auf YouTube berichtet der Amerikaner „Rich the Car Guru“ darüber, wie aus einem Tesla, der bei einer Flut tagelang in Salzwasser stand und einem Tesla, der eine Auseinandersetzung mit einem SUV hatte ein funktionstüchtiges Tesla Model S baut. Unter dem Strich zahlt er dafür nur 6.500 US-Dollar. Inzwischen ist er dabei, das ganze zu wiederholen und sich ein zweites Tesla Model S zu bauen.
Ansonsten gibt es in der aktuellen Sendung noch einen Blick auf die aktuellen Zulassungszahlen und den Umweltbonus. Jérôme berichtet vom Elektroautotreffen in Sinsheim und gibt einen Ausblick auf das Elektromobilitätstreffen am 8. und 9. September in Horb am Neckar.
Zudem gibt natürlich die aktuelle Terminvorschau. Am 9. Mai diskutiert Jana bei der CDU Waiblingen mit Staatssekretär Steffen Bilger, Oberbürgermeister Andreas Hesky, dem Landtagsabgeordneten Siegfried, Herrn Prof. Ralf Wörner, Senior Manager Testing Powertrain der Daimler AG und Herrn Franz Loogen Geschäftsführer e-Mobil BW über die Zukunft der Mobilität.
Die Edition 2 unseres Elektroauto-Quartetts soll bald in den Druck gehen. Aber wir brauchen dazu nochmal eure Hilfe. Wir suchen Fotos und/oder Daten zu den folgenden Fahrzeugen:
Wenn ihr eigene Bilder habt – ihr müsst das Bild selbst gemacht haben und alle Rechte an dem Bild besitzen – und uns bei den Daten weiterhelfen könnt, freuen wir uns auf eine Mail an [email protected]
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Jérôme und Jana machen einen Rundgang über die i-Mobility und begutachten den Jaguar I-PACE und den neuen Nissan Leaf.
Electrify-BW e.V. war auch in diesem Jahr wieder auf der i-Mobility in Stuttgart vertreten. Mit 360 Quadratmetern bespielte der Verein die mit Abstand am größten Fläche. Wie in der vergangenen Folge schon angekündigt, beschäftigte sich der Stand mit dem Thema Logistik auf der letzten Meile. So startete auch der Messerundgang von Jérôme und Jana auf dem Stand von Electrify-BW.
Das größte Fahrzeug auf der Messe war das Bakery Vehicle One oder kurz BV1. Der einzige 3,5 Tonnen Elektrotransporter. War bisher nur der Prototyp zu sehen, konnte Electrify-BW nun die Serie Nummer 1 zeigen. Das BV1 baut auf einem StreetScooter auf und bekommt ein neues Niederflurfahrwerk mit Kofferaufbau von TBZ in Bretten. Dort stehen bereits die nächsten drei Fahrzeuge zur Montage bereit. Noch diesen Monat sollen die ersten beiden Fahrzeuge in Betrieb gehen.
Auch ein klassischer StreetScooter Work war auf dem Electrify-BWs Stand vertreten. Inzwischen gibt es das Fahrzeug für jedermann zu kaufen oder leasen. Dabei kann man zwischen verschiedenen Größen und Aufbauten wählen. Auch eine 40 kWh-Batterie gibt es jetzt für den StreetScooter. Damit sollten locker 150 Kilometer Reichweite möglich sein. Zudem soll es bald auch einen optionalen 11 Kilowatt Wechselstrom Lader geben.
Ein weiterer Hingucker war der Goupil G4. Ein Fahrzeug, dass man eher auf dem Bahnsteig oder im Werksverkehr erwartet. Mit seiner 7,2 Kilowatt Lithium-Ionen-Batterie und einer möglichen Zuladung von 1,2 Tonnen ist das kleine und wendige Fahrzeug ideal für die Logistik in der Stadt.
Wer es noch kompakter und wendiger braucht, wird bei Carla Cargo fündig. Ein Lastenanhänger fürs Fahrrad Made in Baden-Württemberg. Bis zu 150 Kilogramm lassen sich zuladen. Für bergiges Terrain gibt es sogar eine Motorunterstützung für den Radanhänger. Durch die lenkfähige Deichsel ist das Fahrrad-Anhänger Gespann extrem wendig. Außerdem lässt sich der Hänger auch als Handkarren verwenden und darf hier sogar 300 Kilogramm zuladen.
Im Interview berichtet Peter Bering von seinem Plan 1.000 Kilometer mit dem Elektroauto durch Deutschland fahren zu wollen. Und zwar ohne Ladekabel und Ladekarten. Seine ElectricChallange1000km startet am 11. Mai 2018. Wer möchte kann sich beteiligen.
Ein Kuriosum auf der Messe war ein Tragschrauber mit Straßenzulassung. Nach der Landung auf einem Flugplatz, lässt sich der Rotor abnehmen und mit dem Tragschrauber auf der Straße fahren. Rein elektrisch angetrieben kann der Tragschrauber 70 Kilometer oder 40 Minuten fliegen.
Ein weiterer Publikumsmagnet auf der i-Mobility war der Jaguar I-PACE, der sich erstmals in Deutschland einer größeren Öffentlichkeit gezeigt hat. Gleich zwei I-PACE ließen sich sowohl von außen und innen bestaunen. Jana und Jérôme werfen im Podcast daher auch einen ersten Blick auf den Jaguar I-PACE. In vielerlei Hinsicht ein Fahrzeug, dass das Zeug hat mit Tesla mitzuhalten. Die Werte versprechen jedenfalls ein richtiges Elektroauto und nicht bloß ein Convenience Car. Vor allem wer Wert auf edle Verarbeitung legt, wird sich im Jaguar I-PACE wohl fühlen.
Nachdem die ersten neuen Nissan Leaf ZE1 schon auf der Straße sind, zeigte sich der Nachfolger des meistverkauften Elektroautos der Welt auf der i-Mobility. Im Design gefälliger, in der Ausstattung üppiger und mit einer größeren Batterie, als der Vorgänger möchte Nissan einen würdigen Erben für den Leaf auf die Straße zu bringen. Auf den ersten Blick macht der Leaf einen guten Eindruck auf die beiden. Wie sich der neue Nissan Leaf ZE1 auf der Straße schlägt, wird sich zeigen. Ende April darf Jana bei einem Fahrevent auf Einladung von Nissan zwei Tage mit dem Leaf durch den Taunus sausen.
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Shownotes folgen in Kürze! Und mit viel Würze!
Vergangene Woche hat das Bundesverwaltungsgericht höchstrichterlich entschieden, dass die Kommunen Fahrverbote verhängen dürfen. Doch bis tatsächlich die ersten Euro 4/IV und Euro 5/V Diesel aus den Innenstädten verbannt werden, wird es noch ein bisschen dauern. Das Gericht hat zwar den Kommunen grundsätzlich erlaubt Einfahrtsbeschränkungen verhängen zu dürfen, hat aber gleichzeitig auch die Verhältnismäßigkeit solcher Maßnahmen angemahnt.
Zu dieser Verhältnismäßigkeit gehört auch, dass vor dem 1. September 2019 keine Einfahrtsbeschränkungen für Euro 5/V Diesel verhängt werden dürfen. Alleine Euro 4/IV dürften die Kommunen ab sofort die Einfahrt verweigern. Laut Bundesverwaltungsgericht würden stichprobenartige Kontrollen ausreichen, um das Verbot zu kontrollieren. Einen Auftrag an den Bund, eine bundeseinheitliche Regelung, etwa in der von Baden-Württemberg und vielen Verbänden favorisierten Blauen Plakette https://www.baden-wuerttemberg.de/de/bw-gestalten/nachhaltiges-baden-wuerttemberg/verkehr/faq-blaue-plakette/, zu schaffen hat das Gericht nicht gegeben.
Verbot ohne Kontrolle
Sollten also Fahrverbote kommen, wären Sie ohnehin nicht zu kontrollieren. Es sein denn, was verhindern möge, jede Kommune ihre eigene Plakette schafft.
Für die abgasgeplagten Anwohnerinnen und Anwohner in den betroffenen Städten könnte sich das Urteil also als Pyrrhussieg herausstellen. Trotzdem wird das Urteil sicher dafür sorgen, dass der Absatz von Diesel-Pkw weiter sinken wird und sich vielleicht mehr Menschen früher für ein Elektroauto https://electrify-bw.de/das-elektroauto-quartett-ist-da/ oder zumindest einen Plug-In-Hybrid entscheiden.
Kommt die Zombieapokalypse?
Allein die Niederspannungsnetze – also von der Trafostation in die Häuser – bereiten den Netzbetreibern Bauchschmerzen. Bei NetzeBW weiß man aber damit umzugehen und hat auch schon die richtige Medizin bereitliegen. Herr Ratajczak erklärte auch, warum die Wissenschaft immer wieder Horrorszenarien aufzeigt. Das ist keineswegs böser Wille, sondern liegt an den Prämissen, mit denen die Wissenschaft derzeit an die Berechnung solcher Modelle herangehen muss.
Das A und O für die Netzbetreiber ist aber zu wissen, wo eine Ladestation installiert ist. Das gilt vor allem für private Ladestationen. Ladestationen mit einer Leistung von 4,6 bis 11 Kilowatt sind daher meldepflichtig. Ab 12 Kilowatt muss der Netzbetreiber die Station zudem genehmigen. Derzeit würde aber alles genehmigt. Und wenn, würde sich die Genehmigung nur so lange verzögern, bis der Netzbetreiber geeignete Maßnahmen getroffen hat, das lokale Netz zu verstärken. Bis dahin darf man dann nur mit maximal 11 Kilowatt laden.
Wer also der Elektromobilität keinen Bärendienst erweisen möchte und nicht will, dass eines Tages wirklich die Lichter in der Straße ausgehen, sollte – sofern noch nicht geschehen – seine Ladestation unmittelbar seinem Netzbetreiber melden.
NetzeBW: Informationen und Meldeunterlagen Elektromobilität https://www.netze-bw.de/hausanschluss/elektromobilit%C3%A4t
Jo, GroKo!
Bei der Aufzeichnung der Sendung am vergangenen Donnerstag war noch nicht klar, wie sich die SPD-Basis in Sachen Große Koalition entscheiden wird. Inzwischen wissen wir, dass knapp zwei Drittel der gültigen Stimmen sich für die Große Koalition entschieden haben. Wenn also nichts mehr dazwischenkommt, haben wir bald wieder eine richtige Regierung, die die Amtsgeschäfte nicht nur Geschäftsführend führt.
Für die individuelle Wahlentscheidung und die Beurteilung eines Koalitionsvertrages gibt es sicher mehr Kriterien als nur der Umgang mit der Mobilitätswende. Da wir aber einen Podcast zu eben diesem Thema machen, haben Jana und Jérôme einen Blick auf das Thema Elektromobilität im Koalitionsvertrag geworfen. Insgesamt findet sich das Wort „Elektromobilität“ zehn Mal auf den 179 Seiten des Vertrags.
Schön zu lesen ist, dass sich die neue Bundesregierung bewusst ist, dass es auch in Europa eine Zellfertigung braucht und man sich nicht langfristig in die Abhängigkeit von Asien und Amerika begeben darf. Schließlich wohnt der Batterie derzeit noch mit die größte Wertschöpfung bei einem Elektroauto inne. Es wäre auch unklug, in Europa erlangtes Know-how in chinesischen Fabriken zusammenbauen zu lassen.
„Wir wollen die Industrie dabei unterstützen, die gesamte Wertschöpfungskette der Elektromobilität in Deutschland und Europa vorzuhalten. Die Ansiedlung einer Batteriezellfertigung ist für Deutschland und Europa ein wichtiges wirtschafts- und industriepolitisches Handlungsfeld.“ Ein neuer Aufbruch für Europa. Eine neue Dynamik für Deutschland. Ein neuer Zusammenhalt für unser Land. Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD, S. 57.
Wasserstoff bleibt für die Bundesregierung eine Option
Die große Koalition wird auch in den kommenden Jahren weiter auf Technologieoffenheit und dabei neben der reinen Elektromobilität vor allem auf Wasserstoff und Power-to-Gas setzen.
„Wir wollen das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie fortführen. Wir wollen die Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie (MKS) technologieoffen weiterentwickeln und die Mittel zu deren Umsetzung erhöhen. Wir wollen die Sektorenkopplung voranbringen und den regulativen Rahmen ändern, so dass „grüner Wasserstoff“ und Wasserstoff als Produkt aus industriellen Prozessen als Kraftstoff für die Herstellung konventioneller Kraftstoffe (z. B. Erdgas) genutzt werden kann. Wir wollen die TMG Quote weiterentwickeln, um die Produktion von Biokraftstoffen abfall- und reststoffbasiert sowie auf Pflanzenbasis zu unterstützen.“ Ebd. S. 76f.
Gute Nachrichten gibt es für dienstlich genutzte Elektroautos. Hier sinkt die pauschale Dienstwagenbesteuerung von einem auf ein halbes Prozent. Dass dies auch für Hybride gelten soll, ist sicher dem aktuellen Programm deutscher Autobauer geschuldet. Das zu einer Zeit, in der andere Länder Förderungen für Hybride massiv zurückfahren oder ganz streichen. Ist der Nutzen der Technologie doch zumindest umstritten.
„Bei der pauschalen Dienstwagenbesteuerung werden wir für E-Fahrzeuge (Elektro- und Hybridfahrzeuge) einen reduzierten Satz von 0,5 Prozent des inländischen Listenpreises einführen.“ Ebd., S. 77.
Förderung privater Ladestationen
Für Lisa Müller und Otto Normal dürfte die Ankündigung eines massiven Ladeinfrastruktur-Ausbaus und einer Förderung für private Ladestationen wohl die spannendste Nachricht aus dem Koalitionsvertrag sein. Zudem soll endlich die gesetzliche Grundlage dafür geschaffen werden, damit Mieter und Wohneigentümer Ladestationen an ihren Stellplätzen errichten dürfen.
„Wir wollen die Elektromobilität (batterieelektrisch, Wasserstoff und Brennstoffzelle) in Deutschland deutlich voranbringen und die bestehende Förderkulisse, wo erforderlich, über das Jahr 2020 hinaus aufstocken und ergänzen. Wir wollen den Aufbau einer flächendeckenden Lade- und Tankinfrastruktur intensivieren. Ziel ist, bis 2020 mindestens 100 000 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge zusätzlich verfügbar zu machen – wovon mindestens ein Drittel Schnellladesäulen (DC) sein sollen. Zudem wollen wir die Errichtung von privaten Ladesäulen fördern. Für eine nachhaltige Umstellung der Busflotten auf alternative Antriebe sind neben den Fahrzeugen auch eine geeignete Ladeinfrastruktur sowie Betriebsmanagementsysteme erforderlich. Den Einbau von Ladestellen für Elektrofahrzeuge von Mieterinnen und Mietern sowie Wohnungseigentümerinnen und Wohnungseigentümern werden wir rechtlich erleichtern. Außerdem werden wir die gesetzlichen Bedingungen für benutzerfreundliche Bezahlsysteme verbessern.“ Ebd., S. 77f.
Die Handwerker, die ob des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts schon das Ende des Abendlandes eingeläutet haben – obwohl es für sie wohl großzügige Ausnahmen geben dürfte –, können sich über eine Sonder-Afa für gewerbliche genutzte Elektrofahrzeuge freuen.
Gewerbeverkehr elektrisieren
Die „Nationale Plattform Elektromobilität“ soll mit einem neuen Kleid wieder auferstehen. Das dürfte aber ob der Aktivitäten des Bundesverbands Elektromobilität (BEM) http://www.bem-ev.de/ wohl obsolet sein. http://www.cleanelectric.de/kurt-zum-sonntag/
Es findest sich also einiges im Koalitionsvertrag zwischen CDU, SPD und CSU, was das Elektromobilisten-Herz erfreut. Nichtsdestotrotz ist es erstmal nur eine Absichtserklärung. Wir müssen also der Bundesregierung in den kommenden Jahren auf die Finger schauen und an ihren Taten messen.
Elektromobilisten aller Länder vereinigt euch!
Es ist also höchste Zeit, dass sich jemand im Bund für die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher mit Elektrofahrzeugen stark macht. Jana gibt im Podcast einen Einblick in aktuelle Überlegungen von Electrify-BW e.V. und andere wie ein solcher Verband aussehen könnte und wo derzeit noch die Hürden und Stolpersteine sind. So sammelt der Verein gerade Kontakte zu allen Vereinen, Initiativen, Clubs, Stammtische in Deutschland. Das Ziel ist ins Gespräch zu kommen und am Ende eine Dachorganisation zu haben, die auch im Bund für die Interessen der Elektromobilisten eintreten kann. Sie erklärt dabei auch, warum der BEM diese Aufgabe nicht übernehmen kann und will.
Endlich wieder Podcast! Wir waren in Oslo, haben ABB auf den Zahn gefühlt und fragen uns, was ein Tesla Roadster im Weltall macht.
Lange nicht mehr gehört?! Aber auch dieses Mal haben unsere beiden Podcaster Jérôme Brunelle und Jana Höffner wieder passende Ausreden parat, warum sie es mal wieder so lange nicht gemeinsam vors Mikrofon geschafft haben. Jérôme ärgert sich mit der Airbagleuchte in seinem Tesla Model S rum und Jana hat sich in Oslo mal erklären lassen, wie das in Norwegen mit der Elektromobilität funktioniert.
Zu Beginn der Sendung werfen die Beiden aber auf die spektakuläre Reise von Elon Musks Roadster ins All. Space X hat am 6. Februar erfolgreich die derzeit stärkste Weltraumrakete der Welt getestet https://www.youtube.com/watch?v=aBr2kKAHN6M&list=PLF0D3A9748DC5E42D. Statt eines Betonklotzes als Testgewicht für den Jungfernflug schraubte SpaceX kurzerhand Elons Roadster in die Rakete. Das Ergebnis haben inzwischen wohl alle gesehen. Epische Bilder von einem kirschroten Roadster, der majestätisch an unserem kleinen blauen Punkt vorbeizieht.
Das eigentlich spektakuläre war aber, dass die Rakete die Last sicher ins All befördert hat und die beiden seitlichen Booster danach synchron auf den Punkt genau wieder in Cape Canaveral gelandet sind. Das Haupttriebwerk hat sich ebenfalls zurück auf den Weg zu Erde gemacht. Die Landung auf dem Drohnenschiff im Atlantik hat aber leider nicht funktioniert und das Triebwerk ist im Meer zerschellt.
Im Januar war Thomas Hering von ABB zu Gast in der Mäulesmühle. Sein Vortrag gab einen Blick in die nicht mehr allzu ferne Zukunft von Hochleistungsladestationen und der zunehmenden Vernetzung der Infrastruktur. Er hatte auch die Antwort auf die Frage dabei, warum die Renault ZOE gerade solche Probleme an den EnBW ABB-Ladestationen hat und es dort nur noch 22 statt 43 Kilowatt Ladeleistung gibt. Nach dem Vortrag nutzte Jana die Gelegenheit Herr Hering zu interviewen. Die gute Nachricht ist, dass Licht am Horizont ist und eine Lösung des ZOE-Problems in Sicht ist.
Jana hat gemeinsam mit unserem Vorstandsmitglied Andreas Hohn Electrify-BW auf dem Nordic EV-Summit in Oslo repräsentiert. Im Podcast berichtet sie begeistert von der Stimmung, den Vorträgen https://event.tu.no/event/nordic-ev-summit-2018-144856/presentasjoner und der allgemeinen Can-Do-Attitüde vor Ort. Organisiert hat den Kongress unter anderem der Norsk Elbilforening (Norwegische Elektrofahrzeugvereinigung) https://elbil.no/ organisiert. Deren Kommunikationschef Petter Haugneland hat uns ja auch schon in der Mäulesmühle besucht.
Electrify-BW hat nicht nur spannende internationale Projekte rund um die Elektromobilität – vom Pedelec bis zum Elektroflugzeug – kennengelernt, sondern sich auch fleißig mit anderen Vereinen und Organisationen aus aller Welt vernetzt. So spielt man jetzt auch bei PlugIn America https://pluginamerica.org/ Elektroauto-Quartett https://electrify-bw.de/das-elektroauto-quartett-ist-da/.
Nach dieser Folge wird es wohl niemand mehr wagen, Jérôme und Jana als Tesla-Fanboy respektive Fangirl zu bezeichnen. Beide berichten ausführlich aus eigenen Service-Center und Store Erfahrungen. Dabei halten sie mit Kritik und Ärger nicht hinter dem Berg. Auch wenn sie ihr Auto trotzdem gegen kein Geld der Welt eintauschen würden, gibt es bei Tesla in Deutschland noch einige Baustellen, die Tesla spätestens bis zum Start des Model 3 beheben muss.
Jana wirft noch einen Blick auf die Zulassungszahlen des vergangenen Monats. https://twitter.com/ZoePionierin/status/961876986040868864
Der Film über die Airbagleuchte: https://www.youtube.com/watch?v=qN_eacY2qww&t=10s
Tesla-Marcus bei SAP:
In der ersten Ausgabe im neuen Jahr haben unsere Podcaster Jana und Jérôme einiges aufzuholen.
Wer zwischen den Folgen Sehnsucht nach Jérôme bekommt, kann ihm jetzt auch bei seinen elektromobilen Abenteuern auf YouTube begleiten. Auch wenn es ihn jetzt ins Rampenlicht und vor die Kamera zieht, bleibt Jérôme dem Podcast treu. Aber es gibt so viele Geschichten zu erzählen, dass es einfach nicht mehr in den Podcast passt.
Irgendwo in Afrika
Im Interview berichtet Michael Bär von seinem Abenteuer mit der ZOE in Afrika. Für die Rive Maroc ist er gemeinsam mit seiner Freundin in einer 22 Kilowattstunden ZOE bis nach Afrika gefahren und dann 1.600 Kilometer durch Marokko. Damit hat Michael Bär die Grenzen für das vermeintliche Stadtauto wieder ein bisschen verschoben. Er erzählt von großen Plänen die Marokko in Sachen erneuerbaren Energien und Elektromobilität hat. Er malt das Bild von einem Land, das sich mit großen Schritten auf das postfossile Zeitalter vorbereitet. Beim Zuhören bekommt man Lust, das E-Auto zu packen und sich ins Abenteuer zu stürzen.
Sein Bericht zeigt aber auch ein Land, in dem die Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen
Plug-In-Hybride sind besser als ihr Ruf
Während manche Elektroautopuristen bei Plug-In-Hybriden (PHEV) abfällig das Gesicht verziehen, hat die Technik mehr Berechtigung als angenommen. Das zumindest ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Sie haben die Telemetrie- und Fahrdaten von 49.000 Batterieautos und 73.000 Plug-In-Hybriden ausgewertet. Das Ergebnis ist, dass PHEV mit einer realistischen Reichweite von 60 Kilometern auf die gleiche elektrische Fahrleistung kommen, wie rein elektrische Autos. Durch die kleinere Batterie im PHEV ist der CO2-Rucksack kleiner. Damit sind die PHEV laut der Studie in Sachen Klimaschutz im Vorteil.
Die Forscher sagen aber auch, dass dies nur eine Momentaufnahme sei. Laut der Studie werden die abnehmenden Kohlendioxid-Emissionen während der Batterieproduktion und die zunehmende Verbreitung von Schnellladesäulen diesen Vorteil jedoch in den kommenden Jahren immer mehr in Richtung der reinen Batterieautos verschieben.
Licht am Ende des Abrechnungstunnels
Es mehren sich die Zeichen, dass das Abrechnungschaos in Deutschland bald ein Ende hat und flächendeckend eine Kilowattstunden-basierte Abrechnung eingeführt wird. Wenn alles gut geht, erzählen wir uns vielleicht schon Geschichten von Früher, als Elektroauto aufladen mancherorts nur was für Reiche war. Ob der Aussichten geht mit Jérôme die Phantasie durch und er malt ein paradiesisches Abrechnungsszenario.
Einspruch!
In der vergangenen Folge hat Jana sich ein bisschen weit aus dem Fenster gelehnt und behauptet, dass sich nur Menschen einen neuen Tesla Roadster reservieren, die nicht mehr wissen wohin mit ihrem Geld. Der aus YouTube bekannte Teslamarcus alias Marcus Mayenschein
Janas Nerven schützen, Bus benützen!
Der Aufreger in dieser Folge sind sogenannte Elterntaxis. Jérôme, der im wirklichen Leben Lehrer ist und Jana, die im wirklichen Leben morgens mit dem Fahrrad an einer Schule vorbeifährt geht dieses Phänomen tierisch auf die Nerven. Und so lässt Jana denn auch kaum ein gutes Haar an Eltern, die ihre Kindern mit dem SUV bis ins Klassenzimmer fahren. Jérôme ist da differenzierter und kann zumindest auf dem Land nachvollziehen, warum Eltern ihre Kinder mit dem Auto in die Schule bringen.
Sag mir wo die PHEVs sind, wo sind sie geblieben
Der Blick auf die Zulassungs- und Umweltbonuszahlen des vergangenen Jahres führt zu einer Gesangseinlage der beiden. Während bei den Zulassungszahlen die reinen Elektroautos hinter den PHEV zurückfallen, wurde fast doppelt so oft für Batterieautos wie für PHEV beantragt. Wie diese krasse Differenz zustande kommt lässt sich aus den puren Zahlen nicht erklären. So bleibt nur Spekulation.
Die gute Nachricht ist, dass 2017 über 25.000 neue Elektroautos und knapp 30.000 PHEV zugelassen wurden. Zulassungskönigin bei den Elektroautos war auch 2017 wieder die Renault ZOE.
Renault ZOE 4.322 (Marktanteil 17,3 %) [2016: 1. 2.807; 24,6 %]
VW Golf 3.026 (Marktanteil 12,1 %) [2016: 5. 860 7,5 %]
Smart Fortwo 2.987 (Marktanteil 11,9 %) [2016: 15. 79 0,7 %]
Kia Soul EV 2.933 (Marktanteil 11,7 %) [2016: 4. 1.384 12,14 %]
BMW i3 (ohne REX) 2.791 (Marktanteil 11,1 %) [2016: 2. 1.521 13,3 %]
Tesla Model S 2.241 (Marktanteil 8,9 %) [2016: 3. 1.474 12,9 %]
Tesla Model X 1.090 Marktanteil (4,4 %) [2016: 9. 430 3,8 %]
VW eUp 1.078 (Marktanteil 4,3 %) [2016: 7. 592 5,2 %]
Hyundai Ioniq 881 (Marktanteil 3,5 %) [2016: 13. 80 0,1 %]
Nissan Leaf 841 (Marktanteil 3,4 %) [2016: 5. 1.121 9,82 %]
Jana hat auf ihrem Twitterkanal wieder alle Zahlen für 2017 grafisch aufbereitet.
Selbstverständlich könnt Ihr Jana und Jérôme mit einem Tesla-Referral-Code unterstützen. Wenn ihr einen Tesla kauft und dabei einen der beiden Links nutzt bekommt ihr den Strom Kostenlos.
Janas Referral-Link.
Jérômes Referral-Link.
VW findet plötzlich den Diesel doof, die Schweden bauen wieder „Autos“ und Jérôme und Jana überziehen gewaltig.
Die nachfolgenden Podcasts verzögern sich um mehrere Stunden. Die letzte Folge liegt so lang zurück, dass diese Folge pickepacke voll ist. Lacht Jana nach etwa 40 Minuten über andere länger Podcasts werden es am Ende auch fast drei Stunden. Aber es gab auch jede Menge zu besprechen.
VW sagt zum Abschied leise Servus
„Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass wir Sinn und Zweck der Dieselsubventionen hinterfragen sollten“, sagte der VW-Manager Matthias Müller dem „Handelsblatt“. „Wenn der Umstieg auf umweltschonende E-Autos gelingen soll, kann der Verbrennungsmotor Diesel nicht auf alle Zeiten weiter wie bisher subventioniert werden.“ Das hat für Aufmerksamkeit gesorgt. Nach der Aufzeichnung ließ sich die FDP-Generalsekretärin noch dazu hinreißen, Müller einen Diesel-Judas zu nennen. Für Jana ist aber schon vorher klar gewesen. Meinen wir es mit Mobilitätswende und Klimaschutz ernst, müssen alle Subventionen auf den Prüfstand. Denn der Staat darf das, was unsere Lebensgrundlagen bedroht nicht auch noch mit Steuergeldern fördern. Vielmehr muss das Geld in nachhaltigere Technologien fließen. http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/beers-angriff-auf-vw-chef-mueller-diesel-judas-gruene-fordern-entschuldigung-von-fdp/20712030.html
Daimler glaubt, noch viel Zeit zu haben
Der Daimler Personalvorstand Wilfried Porth sieht keinen schnellen Handlungsbedarf: „Richtig ist, dass ein sehr langer Übergang stattfinden wird, dessen Dauer und Intensität
Vaterschaftstest beim Smart (ED)
Zu Wasser
Das Elektromobilität nicht nur auf der Straße funktioniert, zeigt eine Moselfähre bei Wasserbillig in Rheinland-Pfalz. Eine neue elektrische Fähre hat dort eine 40 Jahre alte Dieselfähre abgelöst. Sie spart im Jahr 14.000 Liter Diesel und damit spart sie knapp 37 Tonnen CO2 im Jahr ein – vorausgesetzt, sie fährt mit Ökostrom. Jana und Jérôme sind sich einig: Bitte mehr davon! https://www.swr.de/swraktuell/rp/neue-moselfaehre-sankta-maria-ii-feierlich-getauft/-/id=1682/did=20693508/nid=1682/vhuwug/index.html
Twizy in geil?
Mit dem Unity One melden sich die Schweden als Autobauer zurück. Das optisch etwas gewöhnungsbedürftige Gefährt schickt sich an, die urbane Mobilität neu zu definieren. Dabei geht das Konzept noch konsequenter den Weg des Smartphones auf Rädern. So sehr sogar, dass der Unity One nicht beim Autohändler, sondern beim Elektroriesen MediaMarkt vertrieben werden soll. Der Unity ist ein perfektes Beispiel, wie sehr sich die Automobilindustrie in den kommenden Jahren verändern wird. Denn um ein Auto zu bauen, braucht es nicht mehr über 100 Jahre Know-how in Motorentechnik. Es braucht eine gute Idee, ein cleveres Geschäftsmodell und einen zuverlässigen Lieferanten für den Antriebsstrang. Vielleicht sehen wir in Zukunft Fabriken in denen ganz verschiedene Fahrzeuge unterschiedlicher Unternehmen vom Band laufen.
Elektromobilität für (fast) jedermann und jedefrau
Ein Elektroauto ist viel zu teuer für mich! Das ist oft das Totschlagargument gegen ein Elektroauto und warum man sich doch wieder ein Verbrenner gekauft hat. Doch ein Blick auf einschlägige Gebrauchtwagenbörsen im Internet zeigt, dass der Einstieg in die Elektromobilität inzwischen auch für kleineres Geld zu haben ist. Das Angebot gebrauchter Elektroautos wächst fast täglich. Schon für 5.000 Euro gibt es kleine Elektroflitzer, die vor allem als Zweitwagen taugen. Klassiker wie die Renault ZOE sind in Frankreich schon für 8.000 Euro zu haben. Ein Peugeot iOn mit Batterie gibt es schon ab 7.000 Euro.
Der Beef
In der vergangenen Folge haben Jana und Jérôme einen Blick auf einen Techblog geworfen, die ihrer Meinung nach eine einseitige Berichterstattung über Tesla und Elektromobilität machen. Das hat zu einem Artikel geführt, in dem der Blog nicht nur auf die Vorwürfe reagiert, sondern leider unsere beiden Podcaster persönlich angreift und sie in die Nähe „Lügenpresse“ schreiender Pegidisten rückt. Wer Jana und Jérôme kennt, weiß, dass keine Unterstellung absurder sein könnte. Beide nehmen zu den Vorwürfen Stellung. Da es nichts bringt, immer nur übereinander zu reden, haben beide Seiten sich darauf verständigt miteinander zu reden. Leider hat es aus Termingründen in dieser Folge noch nicht geklappt. Aber wir bleiben dran!
Wenn du noch einmal Tesla sagst…
Manche Hörerinnen und Hörer beschweren sich zu Recht, dass Jérôme und Jana nicht aufhören können über Tesla zu sprechen. Wobei es auch schwer ist, bei dem Thema um den heißen Schlitten drumherum zu sprechen. Also gab es in dieser Folge mit einem Rückblick auf den Tesla Semi und den neuen Tesla Roadster nur ein Tesla-Thema. Trotzdem kamen die beiden nicht umhin, das T-Wort zu vermeiden. So mussten sie in dieser Folge für jedes Mal Tesla oder Elon Musk einen Euro spenden. Am Ende kam ein kleiner Beitrag zusammen, um das Kinderhospiz in Stuttgart zu unterstützen. Electrify-BW legt noch fünf Elektroauto-Quartette drauf.
http://www.hospiz-stuttgart.de/service/untersttzung-hospiz-1.html
Sonderkonto Kinderhospiz
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Das Model 3 kommt etwas später und in den Medien geht der Abgesang auf Tesla los. Ein Blog sticht beim Tesla Bashing besonders hervor.
Die Meldung der Woche: Der Produktionshochlauf des Tesla Model 3 wird sich um drei Monate verzögern. Schuld sind laut Tesla Lieferengpässe bei den Batteriezellen. Elon verspricht (mal wieder), dass man es jetzt im Griff habe und nennt ein neues Datum für den Produktionshochlauf.
Ein neues Fahrzeugmodell kommt etwas später als geplant auf dem Markt. Das wäre eigentlich kaum eine Meldung wert. Erinnern wir uns zum Beispiel an die Renault ZOE, die am Ende über ein halbes Jahr später kam. Seit Markteinführung kam es immer wieder zu Verzögerungen und längeren Lieferzeiten. Und auch bei thermischen Fahrzeugen ist es eigentlich nichts Besonderes, wenn es unerwartet doch mal ein paar Monate länger dauert.
Die Teslakalypse ist nah!!!111!!ELF!
Wer die Überschriften in den Medien verfolgt hat, der konnte aber den Eindruck gewinnen, die Fabrik wäre abgebrannt, Elon Musk mit dem Firmenkapital durchgebrannt und alle bisherigen gebauten Autos hätten sich in Luft aufgelöst. Der Aktienmarkt reagierte entsprechend und die Teslaaktie bekam einen deutlichen Knick nach unten – kostet aber immer noch mehr als im April dieses Jahres. Egal auch daraus ließen sich noch ein paar teslakalyptische Schlagzeilen produzieren.
Sicher hat der kalifornische Autobauer so seine Probleme. Es ist lange nicht alles Gold, was aus Freemont kommt. Besitzer von Montagsautos können davon ein Lied singen. Elon Musk ist nicht der Heiland, sondern ein Mensch mit der einen oder anderen Charakterschwäche.
Unseren täglichen Clickbait gib uns heute
Nun gibt es aber einen Unterschied zwischen einer auf jeden Fall berechtigten Kritik und unreflektiertem Bashing. Ein Motiv ist sicher, dass Tesla in der Überschrift Klicks bringt und das Thema sich hervorragend als Clickbait eignet. Und wenn man sich am „Unglück“ des vermeintlichen Überfliegers aus Kalifornien weiden kann, umso besser.
Jérôme und Jana werfen im Podcast einen genaueren Blick auf den Techblog Mobilegeeks (www.mobilegeeks.de), die ihrer Ansicht nach, beim Teslabashing und einer tendenziösen Berichterstattung besonders hervorstechen. Zwar stellt sich Mobilegeeks auf Facebook der Diskussion, doch wollen sie am Ende immer Recht behalten.
Janas Tesla-Empfehlungslink:http://ts.la/jana6690
Jérômes Tesla-Empfehlungslink: http://ts.la/jerome6841
Shell übernimmt den Roaminganbieter NewMotion – das löst bei Jérôme und Jana gemischte Gefühle aus.
– hat den Mobility Service Provider NewMotion übernommen. Damit gehört Shell nun der größte europäische Roaminganbieter für Elektroauto-Ladeinfrastruktur. NewMotion bietet europaweit Zugang zu 50.000 Ladepunkten. Auch in Deutschland stellt NewMotion einen Zugang zu den allermeisten Ladestationen zur Verfügung.
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