Electrify-BW – Der Podcast

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By Jerome BrunelleLeisureAutomotive
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Electrify-BW – Der Podcast episodes

  • Electrify-BW – Der Podcast #7: In 80 Tagen um die Welt
    Ausserdem Vorurteile

    Kann man mit einem Elektroauto um die Welt fahren und was passiert eigentlich mit den alten Batterien?

    Fabian Becker ist bei der 80edays mit einem Tesla Model S P85+ um die Welt gefahren. Bei seinem Vortrag am 21. Februar in der Mäulesmühle hat er über seine Weltumrundung berichtet. Nach seinem unterhaltsamen und kurzweiligen Bericht hatten wir die Gelegenheit ihn zu seinen Erfahrungen zu interviewen.
    Über ein Jahr Planung
    Wer mit dem Auto –und vor allem mit einem Elektroauto – einmal um die Welt fahren möchte, der kann nicht einfach ein Ladekabel einpacken und sich auf den Weg machen. Im Vorfeld gibt es einiges zu organisieren. Nicht nur, um die Autos über den Atlantik und den Pazifik zu transportieren, sondern auch braucht es die richtige Versicherung, einen ganzen „Frunk“ – so heißt der vordere Kofferraum beim Tesla – voller Kabel und Adapter und noch einiges mehr. Strom gibt es zwar in den entlegensten Ecken der Welt und das Ladegerät von Tesla ist in Sachen Spannung und Strom sehr flexibel, doch mit unserem Schuko- und CEE-Steckern kommt man nicht weit.
    Die Versicherung hat es schon abgelehnt, das Auto auch nur in Russland zu versichern. So hat es eine Weile gedauert, eine Versicherung zu finden, die das Auto auf einer solchen Gewalttour versichert. In China ist der internationale Führerschein nicht gültig und auch die deutsche Zulassung nicht erlaubt. Dazu kommen Visa, Zoll und manch politische Hürde bei so einer Reise hinzu.
    Von wegen „not possible“
    Zwar kann ein europäischer Tesla auch in den USA mit dem CHAdeMO-Adapter an entsprechenden Ladesäulen mit bis zu 47 Kilowatt laden, doch nutzt Tesla in den USA einen eigenen Stecker für die Supercharger, der mit dem europäischen Typ 2-Anschluss nicht kompatibel ist. Und so reichlich sind auch die USA nicht mit CHAdeMO-Ladesäulen gesegnet. Fabian Becker ging daher pragmatisch an die Sache heran und hat mit Hilfe der Tesla-Community in den USA ausbaldowert, wie er einen Supercharger-Adapter bauen kann.
    Und tatsächlich hat es funktioniert. Selbst die Ingenieure bei Tesla in Freemont waren von der Leistung beeindruckt. Was sich genau im Adapter befindet, sagt Fabian nicht – nur so viel, es braucht mehr als nur die Kabel von einem auf den anderen Anschluss umzulöten.
    Völkerverständigung
    Eine besondere Geschichte der Reise hat in den USA begonnen und ging bis zum Ziel in Spanien und zeigt, wie Völkerverständigung über Kontinente und Kulturen funktionieren kann. In den USA lernte Fabians Team eine junge Chinesin kennen. Diese war so begeistert von der Weltumrundung, dass sie versprach, jenseits der chinesischen Supercharger – die wieder den europäischen Standard benutzen – das Team mit ausreichend Strom zu versorgen. Und tatsächlich hat sie sich durch Berge von Formularen gewühlt, hier und dort telefoniert, um entlang der Route in China Starkstromanschlüsse zu besorgen.
    Als Dank luden Fabian und sein Team sie nach Europa ein. In Rumänien stieß sie wieder zum Team und bekam als Dank eine Tour durch Europa im Model S.
    Während die 80eDays in Deutschland nur wenig Medienecho bekam, mobilisierte die Tour vor allem in China einen riesigen Pressetross, der die Tour begleitete. Mehrere zehntausend Menschen kamen zu Vorträgen und Veranstaltungen rund um die Tour. Unter anderem Kasachstan, Russland und der Ukraine bekamen die Tourteilnehmer tatkräftige Unterstützung von örtlichen privaten Tesla-Clubs und Elektromobilitäts-Enthusiasten.
    Geschafft!
    Weit ab von jeglichem Servicecenter mussten die Teams Probleme und Pannen selbst beheben oder sich auf die Improvisationskünste örtlicher Schrauber verlassen. Nach einem Parkrempler in China reparierten kundige Schrauber Beckers Tesla in Rekordgeschwindigkeit. „Die Spaltmaße waren nach der Reparatur besser als vorher“, sagte Fabian Becker als er Bilder von der umfangreichen Reparatur an der Front seines Autos zeigte.
    Am Ende standen sie nach 80 Tagen und 30.000 gefahrenen Kilometern erschöpft aber glücklich wieder am Startpunkt in Spanien.
    Welches Abenteuer als nächstes ansteht, weiß Fabian Becker noch nicht. Jetzt gilt es immer noch die unzähligen Eindrücke dieser Tour zu verarbeiten. „Jetzt muss ich auch erstmal wieder arbeiten“, sagte der Binnenschiffer Becker.
    Ich habe nichts gegen Elektroautos, aber…
    In der Diskussion mit vielen Menschen und auch in manchen Fernsehbeiträgen und Zeitungsartikeln begegnet man immer wieder den gleichen Vorurteilen. Daher haben wir in dieser Folge mal einen kurzen Blick auf die gängigsten Legenden über Elektroautos geworfen. Nicht selten ziehen Journalisten bei der Argumentation „uralte“ Studien von 2011 ins Feld und kommen zu dem abstrusen Ergebnis, dass ein Elektroauto schmutziger sei als ein Auto mit Benzin oder Dieselmotor. Wegen des Braunkohlestroms sei der CO2-Ausstoß viel höher.
    Zwei Beispiele zeigen aber, dass selbst mit dem heutigen deutschen Strommix ein Elektroauto klimafreundlicher fährt als ein Verbrenner. Von den fehlenden Stickoxid- und Lärmemissonen mal ganz abgesehen. Durch das kontaktlose regenerative Bremssystem entsteht auch beim Bremsen deutlich weniger Feinstaub. Allerdings sind die Reifenhersteller dringend gefragt, Reifen zu entwickeln, die beim Abrieb weniger Feinstäube produzieren.
    Selbst mit deutschem Graustrom deutlich weniger CO2
    2015 fielen im Strommix pro erzeugter Kilowattstunde (kWh) 535 Gramm CO2 an.
    Ein Tesla Model S braucht 21 kWh / 100 km. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 11,235 kg / 100 km.
    Ein vergleichbarer Audi A7 3,0 TDI braucht 8 Liter Diesel / 100 km. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 21,12 kg / 100 km.
    Ein vergleichbarer Audi A7 3,0 TSFI braucht 11,8 Liter Benzin / 100 km. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 27,494 kg / 100 km.
    Auch in der Mittelklasse ist diese Rechnung positiv für das Elektroauto:
    eGolf (116 PS): 16,64 kWh / 100 km = 8,902 kg CO2 / 100 km
    Golf Diesel (100 bis 130 PS): 5,56 Liter / 100 km = 14,678 kg CO2 / 100 km
    Golf Benzin (100 bis 130 PS): 7,32 Liter / 100 km = 17,056 kg CO2 / 100 km
    (Quellen: Umweltbundesamt, Spritmonitor.de)
    Zudem wird der Strom in den meisten Industrienationen immer grüner, da der Anteil an erneuerbaren Energien im Strommix ständig steigt. Viele Elektroautobesitzer laden außerdem mit echtem Ökostrom. Mit jedem gefahrenen Kilometer investieren sie so in den weiteren Ausbau.
    Vekehrswende und Energiewende müssen Hand in Hand gehen
    Bleibt noch der große CO2-Rucksack aus der Batterieproduktion. Hier braucht es heute tatsächlich noch mehr Energie ein Elektroauto zu bauen, als ein Verbrennerauto. Aber auch hier steigt der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Produktion der Zellen weiter an. So wird sich Teslas neue Batteriefabrik – die größte der Welt – wohl vollständig mit regenerativem Strom aus Sonne, Wind und Erdwärme versorgen. Riesige Batteriespeicher puffern Strom, für den Fall, dass die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.
    Beim Recycling der Batterien gibt es heute noch nicht gelöste Detailfragen. So kann das Elektrolyt derzeit nicht recycelt werden und landet in der Verbrennung. Ansonsten können die Hersteller alle Rohstoffe aus der Batterie zurückgewinnen und daraus neue Batterien bauen.
    Weitere urbane Legenden zum Elektroauto besprechen wir im Podcast.
    Links zu Sendung:
    80eDays: Der Blog von Fabian Becker mit vielen Bildern (https://www.nomiev.com/)

    80eDays: Teamseite Germany III (http://80diaselectricos.com/elduro-2016/13-germany/)

    Flickr: Bilder von Fabian Beckers Vortrag (© Thomas Igler https://www.flickr.com/photos/128650663@N08/albums/72157677072511514)

    ZoePionierin: Kauf den nicht! Warum ein neuer Verbrenner nicht mehr lohnt. (http://zoepionierin.de/kauf-den-nicht-warum-ein-neuer-verbrenner-nicht-mehr-lohnt/)

    ZoePionierin: Der Elektrocamper – aktuelle Infos und Bilder zu Janas Umbauprojekt (http://zoepionierin.de/der-elektrocamper-ich-will-nicht-auf-vw-warten/)

    Janas Tesla-Empfehlungslink (http://ts.la/jana6690)

    Jérômes Tesla-Empfehlungslink (http://ts.la/jerome6841)

    1 hr 6 min
  • Electrify-BW – Der Podcast #6: Watt ihr wollt
    Lecker!

    Wenn ihr bei Kilowattstunde und Ampere nur Bahnhof versteht, seid ihr hier genau richtig.

    In dieser Folge haben wir versucht einen Überblick über die verschiedenen Einheiten zu geben. Da sich das ja keiner beim Zuhören merken kann gibt es hier noch mal einen Überblick.

    Leistung und Arbeit

    Die Kapazität einer Batterie wird beim Elektroauto in der Regel in Kilowattstunden (kWh) angegeben. Allein der i3 gibt die Kapazität in Amperestunden (Ah) an. Kilowattstunden sind die Einheit für Arbeit oder Energie. Die Leistung des Motors geben die Hersteller in Kilowatt (kW) an. Watt ist das Produkt aus Spannung und Strom. Wattstunden ist das Produkt aus Leistung und Zeit.

    Spannung, Strom und Widerstand

    Die Einheit für Spannung ist Volt (V) – die Einheit für Strom ist Ampere (A). Während die Spannung zwischen dem Plus- und Minuspol ansteht, fließt der Strom zwischen den Polen. Umso geringer der Widerstand – seine Einheit ist Ohm – desto mehr Strom kann fließen. Die Stromstärke berechnet sich aus Spannung geteilt durch Widerstand. Habe ich eine Batterie mit 1,5 Volt und eine Birne mit einem Widerstand von 10 Ohm, fließen im Stromkreis 0,15 Ampere oder 150 Milliampere. Hat die Batterie einen Energiegehalt von 1.500 Milliamperestunden kann sie das Birnchen 1.500 Milliamperestunden geteilt durch 150 Milliampere gleich 10 Stunden (h) lang brennen lassen.

    Von der Spannung zur Leistung

    Um herauszufinden welche Leistung das Birnchen hat, muss man den Strom und die Spannung multiplizieren. Dann kommt man auf 0,225 Watt. Will man wissen wie viele Wattstunden 1.500 Milliamperestunden sind muss man ebenfalls die Batteriespannung mit den Milliamperstunden multiplizieren. Das Ergebnis ist 2,25 Wattstunden.

    Hier noch mal alle Rechnungen im Überblick

    1,5 V / 10 Ohm = 0,15 A (Strom der durch das Birnchen fließt)

    1,5 Ah / 0,15 A = 10 h (Wie lange die Batterie das Birnchen leuchten lassen kann)

    1,5 V * 0,15 A = 0,225 W (Welche Leistung das Birnchen hat)

    1,5 V * 1,5 Ah = 225 Wh (Wie viele Wattstunden hat die Batterie)

    225 Wh / 0,225 W = 10 h (Wie lange die Batterie das Birnchen leuchten lassen kann)

    In der Physik unterscheidet man zwischen den Einheiten und den zugehörigen Formelzeichen. So findet man in Formeln nicht etwa V * A = W (Einheiten) sondern U * I = P (Formelzeichen)

    Die wichtigsten Einheiten ihre Abkürzungen und Formelzeichen

    Spannung: Volt (V) Formelzeichen: U

    Strom: Ampere (A) Formelzeichen: I

    Leistung: Watt (W) Formelzeichen: P

    Arbeit: Wattstunde (Wh) Formelzeichen: W oder E

    Widerstand: Ohm (Ω) Formelzeichen: R

    Kapazität: Farad (F) Formelzeichen: C

    Induktivität: Henry (H) Formelzeichen: L

    Zu den Einheiten gibt es oft einen Präfix wie „m“; „M“; „k“; „µ“. Diese geben den Faktor an.

    Zum einen nach oben:

    Kilo (k) = 1.000

    Mega (M) = 1.000.000

    Giga (G) = 1.000.000.000

    Tera (T) = 1.000.000.000.000

    Peta (P) = 1.000.000.000.000.000

    Ein Kilowatt sind also Tausend Watt ein Megavolt sind eine Million Volt.

    Zum anderen nach unten:

    Milli (m) = 0,001

    Micro (µ) = 0,000.001

    Nano (n) = 0,000.000.001

    Piko (p) = 0,000.000.000.001

    Femto (f) = 0,000.000.000.000.001

    Ein Milliwatt (mW) ist also ein Tausendstel Watt, ein Microvolt (mV) entspricht einem Millionstel Volt.

    Links zur Sendung:

    Smart stellt die Verbrennungsmotoren in Nordamerika ein https://www.electrive.net/2017/02/14/smart-verkaufsstopp-fuer-benzinmotoren-in-nordamerika/

    Opel will zur reinen Elektroautomarke werden http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/opel-umbau-zur-elektromarke-als-alternative-zum-verkauf-an-peugeot-a-1134571.html

    Daimlers elektrischer 25-Tonner, Urban eTruck www.daimler.com/produkte/lkw/mercedes-benz/urban-etruck-kleinserie.html

    Wikipedia: Vorsätze für Maßeinheiten https://de.wikipedia.org/wiki/Vors%C3%A4tzef%C3%BCrMa%C3%9Feinheiten

    Spannung, Strom, Widerstand und der ganze Rest www.sengpielaudio.com/Rechner-ohm.htm

    Janas Crowdfunding für den Elektrocamper: https://www.kickstarter.com/projects/371727398/der-elektrocamper

    Janas Tesla-Empfehlungslink: http://ts.la/jana6690

    Jérômes Tesla-Empfehlungslink: http://ts.la/jerome6841

    46 min
  • Electrify-BW – Der Podcast #5: Warten auf Horst
    Folge 5

    Neue Zahlen zur Umweltprämie

    Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat am 31. Januar die aktuellen Zahlen für die Umweltprämie veröffentlicht. Insgesamt wurde die Prämie inzwischen 10.835-mal beantragt. 6.117 Anträge für Elektroautos, 4.716 Anträge für Plug-In-Hybride und zwei für Autos mit Brennstoffzellen.

    Damit kamen im Januar 1.812 Anträge hinzu. Die Renault ZOE hat mit 1.814 ihren Spitzenplatz eingebüßt und der BMW i3 ist mit 1.889 Anträgen neuer Spitzenreiter. Der Hyundai Ioniq steigt neu mit 182 Anträgen ein. Das Tesla Model S kommt immerhin auf 169 Anträge.

    Der Blick auf die Zulassungszahlen im Januar gibt Hoffnung für 2017. 1.323 neue Elektroautos und 1.533 neue Plug-In Hybride erblickten im Januar das Licht der Zulassungsstelle. Es war der mit Abstand beste Januar seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011. Normalerweise ist der Januar der schwächste Monat bei den Neuzulassungen. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Zulassungen bei den Elektroautos aber um 177 Prozent. Bei den Plug-In-Hybriden stiegen die Zahlen im Vergleich zum Januar 2016 um 57 Prozent.

    Die Raststätte der Zukunft

    Nach seinem Vortrag in der Mäulesmühle steht uns Ralf Wagner im Interview Rede und Antwort. Die klassische Raststätte mit fossiler Tankstelle, Sanifair und Restaurant ist ein Auslaufmodell. Ralf Wagner ist Energieanlagenelektroniker und Diplom-Ingenieur (FH) für Elektrische Energietechnik. Seit 1990 ist er selbst elektrisch unterwegs und beschäftigt sich seitdem auch beruflich mit dem Thema. Seit 1998 betreibt er das Elweb – eines der ältesten Informationsnetzwerke für Elektrofahrer. Seit 2002 arbeitet er bei Drees & Sommer Stuttgart, Consultant, Projektpartner für Energiedesign, Energiemanagement, Gebäudetechnik. 2009 kam die Ladeinfrastuktur ins Portfolio der Firma hinzu.

    Dazu gehört auch die Planung neuer moderner Raststätten. Vom Stromanschluss bis zur eigenen Energiegewinnung und Speicherung. Auf dem Rastplatz der Zukunft braucht es (noch) weiter fossile Tankstellen, aber auch Schnellladeinfrastruktur für Elektroautos in ausreichender Zahl, und eine Wasserstofftankstelle. Ralf erarbeitet mit seiner Firma Konzepte, diese verschiedenen Herausforderungen bestmöglich zu integrieren und die Energie optimal zu nutzen.

    Quo vadis Daimler

    Mercedes hat diese Woche angekündigt auch im Werk in Sindelfingen Elektroautos seiner Submarke EQ bauen zu wollen. Das sind gute Nachrichten für die Region Stuttgart. Denn der Markt steht kurz vor einem Tipping-Point und ab 2020 – da sind sich Jana und Jérôme einig – wird es schwerer werden, noch Autos mit Verbrennungsmotor an die Frau oder den Mann zu bringen. Der Gründer des Techblogs Mobile Geeks, Sascha Pallenberg ist seit dieser Woche offiziell Daimler-Mitarbeiter und soll dort Inhalte an der Schnittstelle zwischen Auto- und IT-Industrie für Daimlers Online-Medien aufbereiten.

    Jana hatte die Woche auf einer Veranstaltung im Mercedes-Benz Museum die Möglichkeit sich mit Pallenberg über die elektromobile Zukunft von Daimler zu unterhalten. Kurios genug – obwohl beide im gleichen Raum waren, fand die Diskussion über Twitter statt. Pallenberg versicherte, dass Daimler 2018 richtig loslegen würde und schon einiges in der Pipeline habe. Hoffentlich wird es nicht wieder so ein Flop wie der Mercedes B250e.

    Wir drehen uns um uns selbst

    In diesem Podcast ging es auch um Jérôme und Jana. Jérômes Tesla hat endlich die USA verlassen und schippert gerade über den Großen Teich. Wahrscheinlich kann kommt er Anfang März in Stuttgart an. Dabei haben wir auch über die Ergebnisse der aktuellen Crashtests gesprochen. Tesla scheint hier Probleme mit dem Gurtstraffer zu haben. Gerade beim Small Overlap Crash strafft sich der Gurt zu spät und der Fahrer schlägt hart mit dem Kopf aufs Lenkrad. Noch gibt es keine Informationen von Tesla zu einem möglichen Rückruf. Dieser dürfte aber sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen.

    Jérôme sucht auch noch einen Namen und ein Nummernschild für seinen Tesla. In Anlehnung an das Horber Kennzeichen „HOR“ haben wir uns vorerst auf Horst geeinigt. Mal schauen, ob er bis März noch eine bessere Idee hat.

    Jana hat ein neues Projekt gestartet und will einen 1982er VW Bus von seinem fossilen Laster befreien und auf Elektroantrieb umrüsten. Der Bus mit Motorschaden ist bereits gekauft und auf dem Weg nach Stuttgart. Dort soll er dann ein bisschen aufgehübscht werden und dann zum Umrüster gehen. 200 Kilometer und Gleichstrom-Schnellladung sind Pflicht. Gerade sammelt sie auf Kickstarter Geld für die Umrüstung. Wer Investiert kann Werbefläche auf dem Bus mieten, ein Wochenende oder eine Woche mit dem fertigen Elektrocamper verreisen oder sich von Jana ein Wochenende lang im Tesla Model S chauffieren lassen.

    Beim vergangene Folge ausgerufenen Tesla-Referral-Battle zwischen Jana und Jérôme steht es derweil 0:0.

    43 min
  • Electrify-BW – Der Podcast #4: Elektrisch transportieren
    Nutzfahrzeuge

    PODCAST

    ELECTRIFY-BW – DER PODCAST #4: ELEKTRISCH TRANSPORTIEREN
    Veröffentlicht vor 21 Minuten von JanaHoeffner

    In dieser Folge werfen wir einen Blick auf elektrische Transporter und geben einen kleinen Überblick über den noch sehr überschaubaren Markt.

    ↓ Der Podcast zum Anhören gibt es unter dem Text ↓

    Preise für Teslas Supercharger

    Unsere Meldung der Woche: Tesla hat nun die Preise für die Supercharger bekannt gegeben. Wie versprochen orientieren sich die Preise an den lokalen Märkten. In Europa liegen die Preise zwischen 0,32 Euro in Dänemark und 0,16 Cent in Norwegen. Im Schnitt liegt der Preis bei 0,20 Euro pro Kilowattstunde.

    In Deutschland muss Tesla das Laden nach Zeit berechnen. So lange der Tesla mit mehr als 60 Kilowatt Leistung lädt kostet die Minute 0,34 Euro. Wenn es weniger als 60 Kilowatt Ladeleistung sind fallen 0,17 Euro pro Minute an. Auch in Polen wird nach Zeit abgerechnet. In Österreich und der Schweiz kostet die Kilowattstunde 0,23 Euro.

    Trotz der Zeitabrechnung ergeben sich auch in Deutschland und Polen faire Preise. Tesla hat also Wort gehalten und versucht nicht die Kundinnen und Kunden beim Laden zu schröpfen – wie es leider manch anderer Infrastrukturanbieter gerade versucht. Tesla baut zwar die teuersten Elektroautos bietet aber derzeit die wohl konkurrenzlosesten Schnellladetarife. Leider können bisher nur Teslas die Supercharger nutzen.

    Ist der Ladevorgang beendet, fällt eine Strafgebühr an von um die 35 Cent pro Minute an, wenn das Auto nicht nach fünf Minuten umgeparkt wird. Dies gilt auch für Autos, die noch unbegrenztes Superchargen haben. Damit will Tesla das Dauerparken an den Superchargern bekämpfen.

    Batterie-Transporter

    Unser Hauptthema dreht sich dieses Mal um elektrische Transporter. Während es ein breite Palette an elektrisch betriebenen Nischenfahrzeugen wir Golfcarts und Spezialfahrzeugen gibt, ist der Markt an serienmäßigen Transportern mehr als nur überschaubar. Eigentlich gibt es derzeit nur den Renault Kangoo Z.E. und den Nissan e-NV200 zu kaufen.

    Der Kangoo Z.E. wird seit 2011 technisch weitestgehend unverändert gebaut. In der Elektromobilität sind das gefühlte Jahrzehnte. Mit seiner 22 Kilowattstunden Batterie, dem 3,7 Kilowatt Bordlader und der antiken Heißluftheizung wirkt er wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten. In Brüssel hat Renault jetzt den Kangoo Z.E. 33 vorgestellt, der auch bald in den Autohäusern stehen soll. Die Batterie wächst bei gleichen Ausmaßen auf eine Kapazität von 33 Kilowattstunden, er bekommt eine Wärmepumpe und kann künftig einphasig mit 32 Ampere – also 7,2 Kilowatt laden. Warum Renault auf die bewährte Drehstromladung verzichtet und auch dem Kangoo Z.E. 33 keinen CCS-Anschluss spendiert bleibt wohl vorerst ein Rätsel. Mit einer realen Sommerreichweite von fast 200 Kilometern wird der neue Kangoo Z.E. 33 aber für viel mehr Handwerker und Gewerbetreibende interessant. Selbst mit nur sieben Kilowatt ist er in fünf Stunden wieder aufgeladen.

    Renault elektrifiziert die Sprinterklasse

    Die größere Überraschung dürfte aber der Renault Master Z.E. sein. Der Master spielt in der Sprinterklasse. Er bietet mit Kastenaufbau ein Ladevolumen von acht bis 13 Kubikmetern und kann 1.000 bis 1.300 Kilogramm zuladen. Mit Kofferaufbau stehen sogar 22 Kubikmeter und 1.400 Kilogramm Zuladung zur Verfügung. Außerdem soll er auch als Fahrgestell mit Führerhaus erhältlich sein. So sind verschiedene weitere Aufbauten wie Pritsche oder Kipper möglich.

    Der Motor leistet 57 Kilowatt und die Höchstgeschwindigkeit liegt je nach Kundenwunsch zwischen 80 und 115 Stundenkilometern. Ab Ende 2017 soll der Renault Master Z.E. erhältlich sein. Sein ebenfalls 33 Kilowattstunden großer Akku soll eine NEFZ-Reichweite von 200 Kilometern ermöglichen. In der Praxis werden es dann wohl eher 100 bis 130 Kilometer sein. Der Renault Master Z.E. ist damit ein weiterer wichtiger Schritt, den Lieferverkehr in unseren Städten zu elektrifizieren und damit ein lebenswertes urbanes Umfeld zu schaffen.

    Nissans Komforttransporter

    Der Nissan e-NV200 setzt auf die bewährte Technik des Nissan Leaf. Wie der Renault Kangoo ist er als Babybomber oder Handwerkerschaukel zu haben. Im Gegensatz zum Kangoo, bietet er auf Wunsch statt fünf auch sieben Sitzplätze an. Als Transporter schluckt der Laderaum zwei Europaletten. Der 80 Kilowatt-Elektromotor und der tiefe Schwerpunkt verwandelt jeden Meter in pures Fahrvergnügen. Seine 24 Kilowattstunden Batterie reicht für 100 bis 130 Kilometer. Ende 2017 solle es auch hier eine größere Batterie geben. Laden kann der eNV200 gegen Aufpreis einphasig mit 6,6 Kilowatt und CHAdeMO. Bei entsprechender Schnellladeinfrastruktur vor Ort kann der Nissan e-NV200 den ganzen Tag im Einsatz sein. 30 Minuten Mittagspause reichen aus, um mit CHAdeMO den Akku wieder von null auf 80 Prozent zu laden.

    Der Renault Kangoo Z.E. und der Nissan e-NV200 sind beide ab gut 20.000 Euro zuzüglich Batteriemiete zu haben. Da der e-NV besser ausgestattet ist, mehr Laderaum bietet und eine Schnellladeoption hat, nannte Jana ihn in ihrem Test den Kangoo-Killer. Mit der neuen Z.E. 33 Batterie dürfte Renault jedoch die Karten zu seinen Gunsten neu gemischt haben.

    Marke Eigenbau

    Eine besondere Geschichte ist der Streetscooter. Ein Fahrzeug, das gezielt für den Kurzstreckeneinsatz entwickelt und produziert wird. Im Fokus stehen dabei Fahrzeuglösungen für die Zustellung auf der sogenannten „letzten Meile“. Erst 2012 feierte das Start-up aus Aachen die Premiere des Streetscooter Work. Schon gut drei Jahre später lief die Serienproduktion an. 2017 will Streetscooter 10.000 Transporter bauen.

    Streetscooter hat von Anfang an bei der Entwicklung eng mit der Deutschen Post/DHL zusammengearbeitet. 2014 hat die Deutsche Post das Unternehmen dann ganz übernommen. Auch weil sie bei etablierten Herstellern mit ihrem Wunsch nach einem wirtschaftlichen elektrischen Zustellfahrzeug auf taube Ohren gestoßen ist. Nach und nach will die Post alle 70.000 Zustellfahrzeuge durch Streetscooter ersetzen. Dabei will die Post nicht die Welt retten oder den ideologischen Kampf gegen Verbrenner anführen. Sie hat einfach den Taschenrechner ausgepackt und gemerkt, dass heute eine Flotte elektrischer Zustellfahrzeuge wirtschaftlicher ist. Ob der Streetscooter auf dem offenen Markt erhältlich sein wird, ist derzeit noch nicht final entschieden.

    E-Transporter-Selbsthilfegruppe

    Dass der Bedarf an elektrischen Lieferfahrzeugen existiert zeigt auch eine ganz besondere Selbsthilfegruppe, die sich um wohl Deutschlands bekanntesten Biobäcker Roland Schüren gegründet hat. In seiner Bäckerei in Hilden hat er bereits drei Nissan e-NV 200 und zwei auf Elektroantrieb umgerüstet Sprinter im Einsatz.

    Binnen weniger Tage hat die Selbsthilfegruppe allein über Facebook und Mundpropaganda über 100 ernsthafte Kaufoptionen für einen Elektrotransporter in der Sprinterklasse gesammelt. Nun erarbeitet die Selbsthilfegruppe in Workshops die Kriterien für ein solches Fahrzeug. Dann soll es eine Ausschreibung für den Bau oder Umbau der Fahrzeuge geben. Vielleicht sehen wir hier den Beginn einer weiteren Erfolgsgeschichte à la Streetscooter. Wir sind gespannt und bleiben auf jeden Fall dran.

    Der Referral-Code-Battle

    Jérôme und Jana haben gewettet, wer die meisten Empfehlungen in Teslas aktuellen Refferalprogramm bis 15. März schafft. Wer den Empfehlungslink beim Kauf angibt, spart 1.000 Euro. Jérôme und Jana wollen beide den Mini-Tesla von Radioflyer mit Empfehlungen verdienen. Jérome für seinen Sohn, Jana für ihren Patensohn. Mögen die Spiele beginnen.

    Jérômes Empfehlungslink

    https://www.tesla.com/referral/jerome6841

    Janas Empfehlungslink.

    https://www.tesla.com/referral/jana6690
    Links zur Sendung

    1 hr 15 min
  • Electrify-BW – Der Podcast #2: Alles rund ums Laden
    Der Elektromobilitätspodcast

    CHAdeMO, CCS oder AC? – Wir bringen Ordnung ins Ladechaos.

    In dieser Folge geht es darum, wie der Strom ins Auto kommt. Wir geben dabei Antworten auf die wichtigsten Fragen und erklären die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ladesystemen. Dabei gehen wir auf das asiatische CHAdeMO-System, das europäische CCS und die Schnellladung mit Wechselstrom ein. Was sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme? Warum gibt es überhaupt verschiedene System und welches System wird sich am Ende durchsetzen?

    Jérôme Brunelle und Jana Höffner versuchen ein bisschen Ordnung in die unübersichtliche Welt des Ladens zu bringen. Aber wer es bisher geschafft hat, keinen Diesel in seinen Benziner zu schütten, wird auch mit den verschiedenen Ladesteckern zurecht kommen.

    Weiterführende Links zur Sendung

    The CHAdeMO-Association (englisch)
    Wikipedia: CHAdeMO
    Wikipedia: Combined Charging System (CCS)
    Wikipedia: EN 62196 Typ 2
    GoingElectric: Stromtankstellenverzeichnis und Routenplaner für Elektroautos
    ZoePionierin.de: Das Elektroauto-Starterset

    59 min

About Electrify-BW – Der Podcast

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Die Mobilität der Zukunft ist elektrisch. Davon sind wir überzeugt. Egal ob Fahrräder, öffentliche Verkehrsmittel oder Autos. Der Trend geht zum Strom. Diese Entwicklung möchten wir begleiten. Der Schwerpunkt liegt dabei natürlich beim Auto.

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