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Nikolaikirchenpfarrer Bernhard Stief mit Pastor Seung Jae Yang
Auf den ersten Blick wirkt das verrückt: Südkoreanische Christen wollen die Leipziger Nikolaikirche als Symbol für die Friedliche Revolution in ihrem eigenen Land nachbauen. Und zwar in einem Friedenspark in direkter Nähe des entmilitarisierten Grenzstreifens. Die Kirche soll ein Ort des Gebets werden für die Einheit der Christen und für die Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel.
Initiator des Projekts ist Pastor Seung Jae Yang, Vorsitzender der christlichen Initiative „Korean Informational Association“. „In Südkorea gibt es mittlerweile rund 30 000 Flüchtlinge aus Nordkorea,“ sagt Pastor Yang. „Durch Gespräche mit ihnen ist mir klar geworden, wie wichtig es ist, die Wiedervereinigung voranzutreiben. Wir müssen für diese Menschen die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung haben und ich bitte Gott darum, auch in schwierigen Situationen an dieser Hoffnung festhalten zu können.“
Und die Situation scheint schwieriger denn je: Mitte Oktober ließ Nordkorea wichtige Verkehrswege zwischen den beiden Ländern sprengen.
Die Leipziger Nikolaikirchengemeinde hat sich begeistern lassen von den südkoreanischen Christen und deren Wunsch nach Wiedervereinigung. Im Oktober hat der Kirchenvorstand mit der „Korean Informational Association“ eine Kooperationsvereinbarung geschlossen: „Wir wollen sie im Gebet begleiten – und mit der Hoffnung, dass Gott wirkt,“ sagt Nikolaikirchenpfarrer Bernhard Stief. In einem Jahr soll der Bau fertig sein. Ein Beitrag von Regina König.
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