Christen sind im Nahen Osten heute eine Minderheit - und das obwohl der christliche Glaube dort seinen Ursprung hat. In den meisten Ländern der Region werden sie skeptisch betrachtet, wenn nicht sogar offen angefeindet und verfolgt. Gleichzeitig sind diese Christen genauso Teil der politischen und gesellschaftlichen Debatten, wie ihre muslimischen Nachbarn. Da macht besonders das Thema Israel zu einem heißen Eisen.
Yousef* kennt als koptischer Christ diese unterschiedlichen Spannungen. In Das Gespräch mit Hanna Willhelm berichtet der Ägypter darüber, wie es den Christen in seinem Heimatland geht. Außerdem erzählt er, warum er Juden früher abgelehnt hat und wie sich das veränderte. Yousef setzt sich heute mit dem Philippus Dienst für die Verständigung zwischen arabischen Christen und Jesus gläubigen Juden ein.
Zu dieser Versöhnungsarbeit gehört auch das Austauschprogramm Yad B' Yad für junge palästinensische, jüdische und deutsche Erwachsene. Die Teilnehmer des Projekts Yad b’Yad (hebräisch/arabisch für „Hand in Hand“) erleben eine intensive Gemeinschaft, die Begegnung, Versöhnung und das Überwinden von Grenzen in den Mittelpunkt stellt und oft zum ersten Mal eine vorurteilsfreie Begegnung mit der anderen Glaubensrichtung und Kultur ermöglicht.
Das Besondere dabei: Der Austausch findet mit der Unterstützung unterschiedlicher Kirchen in Deutschland statt. Denn Yousef ist überzeugt, dass Christen in Deutschland viel zu einem friedlichen Miteinander im Nahen Osten beitragen können.
*Der richtige Name ist der Redaktion bekannt.
Weitere Sendungen zum Thema:
Ruben Sill, Geschäftsführer des Philippus Dienstes in Das Gespräch bei ERF Plus
So erleben Teilnehmer Yad B' Yad (YouTube Video zum Austauschprogramm 2022)
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Hanna Willhelm
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Bildnachweis: © Martin Sill/ Philippus Dienst/ Yad b' Yad