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Stellt euch vor: Ihr seid 27, mitten im Leben und plötzlich verändern ein paar blaue Flecken alles. Jasmins Geschichte über Krebs, ihre Stammzelltransplantation und eine unbekannte Lebensretterin aus Deutschland hat mich tief bewegt. Über ihren “zweiten Geburtstag” und was sie durch ihre Krankheit über das Leben gelernt hat.
🙆 Jasmin Poschmaier ist Ergotherapeutin und mittlerweile Lehrende für Ergotherapie an der FH Campus Wien. Jasmins Blog zum Nachlesen: https://www.dein-meinblut.at/
Diese Bücher empfiehlt Jasmin:
Jasmins Shoutout für Medien
Was nehme ich mir mit?
Weiterführender Link:
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DAS TEAM
🗞️ Wie öffnen wir uns der Welt und ihren Krisen, ohne daran kaputt zu gehen? Das habe ich den Medienwissenschafter Bernhard Pörksen gefragt. Was er mir antwortete, beschäftigt mich bis heute intensiv. Ein Gespräch über das Hinschauen und Wegschauen.
🙆 Bernhard Pörksen ist Medienwissenschaftler und an der Universität Tübingen tätig. Er gehört zu den führenden deutschsprachigen Intellektuellen, wenn es um die Analyse von Diskurs geht.
Diese Bücher empfiehlt Bernhard:
Bernhards Shoutout für Medien…
… ist ein Plädoyer für Medienpluralität statt einer einzigen „Sichtröhre zur Welt“:
Was nehme ich mir mit?
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Wir besprechen euer Feedback und eure Kritik + Pläne für den Herbst + wie es finanziell läuft + was wir zuletzt so getrieben haben + coole Events mit der Community. Ab jetzt daten wir euch einmal im Quartal ausführlich über unsere Arbeit up :)
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DAS TEAM
In Krisengebieten reicht es nicht, einfach mit weißen Kitteln und Medikamenten anzukommen. Doris Burtscher, Medizinanthropologin bei Ärzte ohne Grenzen, erklärt Andreas: Erfolgreiche medizinische Hilfe beginnt mit Verstehen, nicht mit Behandeln.
🙆 Doris Burtscher ist Kultur- und Sozialanthropologin. Seit Oktober 2011 erstellt sie für Ärzte ohne Grenzen Studien zur kulturellen Wahrnehmung von Gesundheit und Krankheit sowie den Umgang damit.
Diese Bücher empfiehlt Doris:
1. Une médecine inhospitalière (Deutsch: „Eine nicht-willkommensfreundliche Medizin“), Jean-Pierre Olivier de Sardan, Yannick Jaffré. Analyse, wie Patienten in westafrikanischen Gesundheitseinrichtungen empfangen werden. Zeigt die Bedeutung des „Willkommen-Seins“ in der Medizin.
2. Der scharlachrote Gesang, Mariama Bâ. Roman über die Ehe zwischen einem senegalesischen Lehrer und seiner französischen Frau. Bietet tiefe Einblicke in gesellschaftliche Strukturen und Familienbeziehungen in Westafrika sowie die Herausforderungen interkultureller Beziehungen.
3. Into the Quick of Life: The Rwandan Genocide – The Survivors Speak, Jean Hatzfeld. Überlebende des Völkermords sprechen über ihre Erfahrungen. Wichtig zum Verständnis der historischen Wurzeln aktueller ostafrikanischer Konflikte.
Doris‘ Shoutout für Medien
1. Radio Ö1. Qualitätsjournalismus und morgendliche Information (Morgenjournal um 7 Uhr)
2. Der Standard. Tageszeitung für vertiefende Analyse
Was nehme ich mir mit?
1. Was Medizinanthropologie ist. Doris zeigt schön, wie wichtig es ist zu verstehen, wie verschiedene Kulturen mit Krankheit umgehen. Nicht überall entscheidet man alleine, zum Arzt zu gehen – oft sind es Familienentscheidungen, besonders die Schwiegermutter hat oft das Sagen.
2. Die Macht des Verständnisses. Der traditionelle Heiler im Senegal war nicht nur Mediziner, sondern auch Berater, Seelsorger und wichtige Bezugsperson. Menschen brauchen Zeit, Aufmerksamkeit und das Gefühl, verstanden zu werden – nicht nur eine schnelle Diagnose. Egal ob im Senegal oder in Österreich.
3. Brücken statt entweder-oder. Es geht nicht darum, traditionelle gegen moderne Medizin auszuspielen, sagt Doris. Die Kombination macht's – wie die Frau, die sowohl Antibiotika nahm als auch zum Heiler ging. Man hat im Gespräch gemerkt, dass Doris und ich da ein bisschen anders ticken, aber solange man evidenzbasierte Medizin nicht untergräbt, soll mir alles recht sein, was Menschen hilft.
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DAS TEAM
Was macht ein glückliches und zufriedenes Leben aus? Das Beste, was die Wissenschaft aus tausenden Studien darüber weiß, dröselt die ehem. Universitätsprofessorin für Psychologie, Inga Grossmann, im Gespräch mit Andreas auf. Mit vielen Ratschlägen für ein besseres Leben!
🙆 Dr. Inga Grossmann war Universitätsprofessorin für Psychologie an der Media University of Applied Sciences in Berlin. Jetzt ist sie Geschäftsführerin und Gründerin von Rethink Wellbeing, einer NGO, die sich dafür einsetzt, die mentale Gesundheit von Weltverbesserern zu verbessern.
Was nehme ich mir mit?
1. Es gibt ein Grundniveau an Zufriedenheit. Manche Menschen wachen auf und sind von Grund auf happier als andere und das war schon immer so. Da spielen unsere Gene eine Rolle, aber auch unser Aufwachsen. Damit müssen wir leben - oder leben lernen.
2. Beziehungen sind der wichtigste Faktor für Glück. Wer ein paar Menschen im Leben hat, auf die er oder sie sich verlassen kann, bei denen man so sein kann, wie man ist und sich aufgehoben und akzeptiert fühlt, der hat schon die halbe Miete. Gute Beziehungen, ob das jetzt Freundschaften, romantische, familiäre etc sind, federn viele negative Dinge ab.
3. Der zweite große Faktor ist Sinn im Leben. Der kann hochsubjektiv definiert werden. Für den einen kann das sein, die Welt besser zu verstehen und andere auf dem Weg mitzunehmen. Sinn kann man in der Erziehung der eigenen Kinder finden, im Helfen anderer, dabei, ein Unternehmen aufzubauen, das einen überlebt, oder auch durch Spiritualität.
Weiterführende Links
1. Meta-Studie: How Can People Become Happier? A Systematic Review of Preregistered Experiments, Dunigan Folk and Elizabeth Dunn,
2. Happier Lives Institute
3. World Happiness Report
4. Does Money Buy Happiness? Actually, Yes
5. Can You Have Too Much Free Time?
6. Thanks A Thousand: A Gratitude Journey (TED Books), AJ Jacobs
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DAS TEAM
Wir sollten über Abtreibungen so reden wie über Knie-OPs, findet der Gynäkologe Andreas Glasner. Im Podcast erklärt er, wie ein Schwangerschaftsabbruch typischerweise abläuft – und welche zwei medizinischen Methoden es gibt. Abtreibung, erklärt.
🙆 Andreas Glasner ist Gynäkologe. Er ist Leiter der Femina-Med, dem Zentrum für ambulanten Schwangerschaftsabbruch, in Graz.
Was nehme ich mir mit?
1. Es gibt mehr Abtreibungen als Knie-OPs. Aber über eine der beiden Dinge reden wir viel offener. Das muss sich ändern. Ich habe die Perspektive von Andreas geliebt: Er ist seit Jahrzehnten im Bereich Schwangerschaftsabbrüche aktiv und für ihn ist es das Normalste der Welt. Ich wünsche uns im deutschsprachigen Raum, dass das bald überall so ist.
2. Österreich ist liberaler als Deutschland. Es gibt in Österreich keine verpflichtende Wartezeit, wenn man zum ersten Mal zum Arzt oder zur Ärztin geht. Man kann in Österreich eine Abtreibung gleich durchführen. Meine persönliche Meinung: Ich finde das gut und die Situation in Deutschland eher bevormundend. Trotzdem sind Abtreibungen in Österreich nicht noch ganz entkriminalisiert, was eine absurde Situation ist.
3. Die Ethik der Abtreibung.
Wir haben das heute großteils ausgespart, weil mein Gast ein Arzt ist und kein Ethiker, aber aus meiner Recherche will ich teilen. Ethiker:innen unterscheiden zwischen dem Beginn des biologischen Lebens – das beginnt mit der Verschmelzung von Eizelle und Samenzelle – und dem Beginn der moralischen Schutzwürdigkeit. Am Anfang ist die moralische Schutzwürdigkeit noch sehr gering und nimmt dann graduell zu. Wenn noch kein Bewusstsein da ist, keine koordinierten Hirnaktivitäten, dann spricht man noch nicht von einem empfindungsfähigen Menschen sondern einer Vorstufe davon. In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft überwiegt klar das Selbstbestimmungsrecht der Frau, später dann der Lebensschutz des ungeborenen Kindes.
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Fast alles, was wir über den Effekt von Social Media auf unsere Welt glauben zu wissen, ist falsch. Fake News, Filterblasen, Polarisierung, Radikalisierung von Menschen. Die Psychologin und Neurowissenschaftlerin Hannah Metzler ordnet den Stand der Forschung ein.
🙆 Hannah Metzler ist Psychologin und Neurowissenschaftlerin.
Das Buch, über das Hannah und Andreas die meiste Zeit reden: "Not Born Yesterday" von Hugo Mercier. Später reden sie auch über "Breaking the Social Media Prism" von Chris Ball.
Diese Bücher empfiehlt Hannah:
Hannahs Shoutout für Medien
Was nehme ich mir mit?
1. Wir reden über die falschen Dinge. Die Menschen radikalisieren sich nicht in großen Mengen auf sozialen Medien. Sondern radikale Menschen suchen sich dort radikale Inhalte, ob jetzt auf Tiktok, YouTube und Co. Die Menschen ändern nicht ihr Verhalten oder ihre Einstellung in großen Mengen wegen Fake News, sondern sie haben schon diese Einstellungen. Und wenn sie dann die entsprechenden Fake News finden, rechtfertigen sie ihre Position damit. Das läuft unbewusst ab. Das echte Problem ist mangelndes Vertrauen in Institutionen wie Medien oder Wissenschaft, soziale Isolierung, Statusverlust, eine niedrige Selbstwirksamkeit im Leben, Kontrollverlust. Alles viel komplizierter, als über Fake News zu reden.
2. Wir leben alle in Bubbles. Aber im Internet, in sozialen Medien, im Durchschnitt weniger, als im echten Leben. Ob am Land oder in der Stadt, ob unter Arbeitern oder Akademikerinnen, wir suchen uns alle Menschen, die so ähnlich sind wie wir. In sozialen Medien kommen wir viel öfter mit Andersdenkenden in Berührung. Das ist gar nicht unbedingt gut, weil dort das Umfeld dazu führt, dass wir uns eher von Andersdenkenden entfernen, als sie verstehen. Auf Social Media sind die Radikalsten am lautesten, alle anderen sind eher leise. Darum haben wir das Gefühl, die Welt ist viel polarisierter, als sie tatsächlich ist. Die meisten Menschen haben zu den meisten Themen eine moderate Position und man kann mit ihnen gut reden.
3. Wir sind nicht leichtgläubig. Wir sind von Natur aus unwissend, aber wahrheitssuchend. Und wir sind hypersoziale Wesen. Wir glauben nur Dinge, die uns irgendetwas bringen. Entweder sie unterhalten uns – wie ein Gerücht über einen Promi –, oder sie helfen uns dabei, etwas zu rechtfertigen. Etwa: Ich will mich nicht wegen eines Virus sozial isolieren. Das tut mir nicht gut. Dann führt das unbewusst dazu, dass wir das Virus leugnen. Wenn uns jemand von etwas überzeugen will, sind wir von grundauf skeptisch. Oft hinterfragen aber Dinge nicht, weil das in unserem Umfeld sonst schwierig werden würde. Wer in einem grünen Öko-Milieu lebt hat es schwer, wenn er drauf kommt, dass Gentechnik und Atomkraft super sind und dass Bio-Landwirtschaft eigentlich relativ wenig bringt und das nichts je die Armut so gesenkt hat wie Wirtschaftswachstum und Globalisierung. Darum sind die meisten Menschen in diesem Milieu nicht offen dafür. Umgekehrt gilt das auch, wenn Rechte hören, dass Migration, egal woher die Leute kommen, rein volkswirtschaftlich ein Gewinn für alle ist. Oder dass auch Männer unter autoritären Männlichkeitsnormen leiden und Feminismus ihnen etwas bringt. Oder dass eine Gesamtschule auch besseren Schüler:innen nutzen würde.
Weiterführende Links
1. Präsentation von Hannah: „Der Einfluss von Algorithmen, Echokammern und KI auf den digitalen Diskurs und was zu tun ist“, https://hannahmetzler.eu/klimaaktiv/#/soziale-medien-sind-kein-klimakiller
2. Präsentation von Hannah: „Five Myths about Misinformation“, https://hannahmetzler.eu/misinfomyths/#/five-myths-about-misinformation
3. Studie: „Misunderstanding the harms of online misinformation“, https://doi.org/10.1038/s41586-024-07417-w
4. Artikel von Hannah: „Mythos Fehlinformation: Warum soziale Medien weniger gefährlich sind, als wir denken“, https://hannahmetzler.eu/2024-09-13-Mythos_Fehlinformation/
5. Der Newsletter in den USA, der Nachrichten von links und rechts einordnet, heißt „Tangle“, https://www.readtangle.com/
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Eine der Folgen, die sich in den letzten Jahren am meisten Menschen gewünscht haben: Was ist da in Palästina eigentlich los? Muriel Asseburg erklärt Palästina vom osmanischen Reich bis heute. Warum man mit Schwarz-Weiß-Denken nicht weit kommt – und warum trotzdem klar ist, wer hier wen unterdrückt.
🙆 Muriel Asseburg ist Politikwissenschafterin und Nahostexpertin. Sie ist Senior Fellow in der Foschungsgruppe Afrika und Mittlerer Osten bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).
Diese Bücher empfiehlt Muriel:
Muriels Shoutout für Medien:
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ChatGPT ist wie eine neue Mitarbeiterin am ersten Tag: Total motiviert, aber noch ziemlich planlos. Wie man ChatGPT richtig für seinen Job und seine Firma “einschult”, darüber habe ich mit Anita Zielina gesprochen. Ein Guide für alle, die mit ChatGPT schneller bessere Arbeit leisten wollen.
🎥 Anita Zielina ist CEO des Better Leaders Lab.
Diese Bücher empfiehlt Anita:
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Ich liebe die Bücher von Caro Wahl. Darum habe ich mich extrem gefreut, mit ihr im Podcast darüber zu reden. Ein persönliches Gespräch über Bücher, Kreativität und ein gutes Leben.
🙆 Caroline Wahl ist eine der erfolgreichsten Autorinnen Deutschlands. Ihr Debütroman »22 Bahnen« wurde über 300.000mal verkauft. Die Fortsetzung »Windstärke 17« war ebenfalls ein voller Erfolg und derzeit schreibt Caro am nächsten.
Diese Bücher empfiehlt Caro:
Caros Shoutout für Medien
1. ARD-Morgenmagazin mit Tagesschau, https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/index.html
2. Die Zeit, https://www.zeit.de/index
Was nehme ich mir mit?
1. Menschen zu beobachten hilft. Wer eher ruhig oder introvertiert ist und sich in Gruppen zurückhält kann andere Menschen oft besser beobachten. Das kann beim Schreiben eine echte Superpower sein, etwa in dem man authentische Figuren erschafft.
2. Schreiben, um sich selbst zu finden. Kreatives Schreiben kann ein Weg sein, um zu sich selbst zu finden und innerlich erfüllt zu sein. Caro hat erzählt, dass sie mit dem Schreiben jetzt endlich eine Heimat gefunden hat. Das finde ich total schön.
3. Die eigenen Wünsche aussprechen. Ich bewundere Caro total dafür, wie offen sie mit ihren eigenen Gefühlen, Wünschen und Träumen umgeht. Ich bin überzeugt davon, dass sie eher in Erfüllung gehen, wenn man sie laut ausspricht. Das macht verletzlich, aber dafür das Leben viel schöner und reicher.
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