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European-Security.com episodes

  • Dossier Epstein : de nouveaux risques de sécurité

    L’Europe n’est pas la Californie, et trois différences comptent. D’abord, les données : l’industrie américaine des courtiers en données, qui revendent adresses et profils, est beaucoup moins développée dans l’Union européenne, où le RGPD donne aux personnes un droit à l’effacement (article 17) et un droit d’opposition (article 21). L’exposition y vient plutôt des registres publics.

    Ensuite, les registres : en 2022, la Cour de justice de l’Union européenne a invalidé l’accès du public aux registres des bénéficiaires effectifs des sociétés, et en Allemagne une personne en danger peut demander un blocage des informations du registre de résidence (Auskunftssperre, § 51 de la loi fédérale sur la déclaration de résidence).

    Enfin, le droit contre l’exposition : la France punit la diffusion de données personnelles qui expose une personne à un risque direct (article 223-1-1 du Code pénal, 2021), et l’Allemagne punit la « publication dangereuse de données personnelles » (§ 126a du Code pénal, 2021). Dans les deux pays, publier l’adresse d’une personne nommément désignée pour l’exposer constitue en soi une infraction.

    20 min
  • Akte Epstein: Neue Sicherheitsrisiken

    Europa ist nicht Kalifornien, und drei Unterschiede zählen. Erstens die Daten: Die amerikanische Branche der Datenhändler, die Adressen und Profile weiterverkaufen, ist in der Europäischen Union weit weniger entwickelt, und die DSGVO gibt Betroffenen ein Recht auf Löschung (Artikel 17) und ein Widerspruchsrecht (Artikel 21). Die Exposition entsteht dort eher durch öffentliche Register.

    Zweitens die Register: 2022 hat der Gerichtshof der Europäischen Union den öffentlichen Zugang zu den Registern der wirtschaftlich Berechtigten von Unternehmen für ungültig erklärt, und in Deutschland kann eine gefährdete Person eine Auskunftssperre im Melderegister beantragen (§ 51 Bundesmeldegesetz).

    Drittens das Recht gegen die Preisgabe: Frankreich bestraft die Verbreitung personenbezogener Daten, die eine Person einem unmittelbaren Risiko aussetzt (Artikel 223-1-1 des Strafgesetzbuchs, 2021), und Deutschland bestraft die „gefährdende Veröffentlichung personenbezogener Daten“ (§ 126a StGB, 2021). In beiden Ländern ist es für sich genommen eine Straftat, die Adresse einer namentlich genannten Person zu veröffentlichen, um sie bloßzustellen.

    23 min
  • The Epstein Files: New Security Risks

    Europe is not California, and three differences matter. First, the data: the American industry of data brokers that resell addresses and profiles is far less developed in the European Union, where the GDPR gives individuals a right to erasure (Article 17) and a right to object (Article 21). Exposure there comes more from public registers.

    Second, the registers: in 2022 the EU Court of Justice struck down public access to company beneficial-ownership registers, and in Germany a person at risk can ask for a block on information from the residents’ register (Auskunftssperre, § 51 of the Federal Registration Act).

    Third, the law against exposure: France punishes the publication of personal data that exposes a person to a direct risk (Article 223-1-1 of the Penal Code, 2021), and Germany punishes the « dangerous publication of personal data » (§ 126a of the Criminal Code, 2021). Whoever publishes a named person’s address in order to expose them is, in both countries, committing an offence in itself.

    21 min
  • Ostsee: Wo beginnt der Krieg?

    Jérôme Denariez untersucht die zunehmenden Spannungen in der Ostsee zwischen Russland und der NATO, die sich in einer hybriden Konfrontation unterhalb der Schwelle eines offenen konventionellen Konflikts äußern. Er hebt hervor, wie schwierig es für die westlichen Demokratien ist, bei Vorfällen wie der Sabotage von Unterseekabeln oder dem Einsatz von Geisterflotten rasch die Verantwortung zuzuweisen, da Moskau bewusst Unsicherheit schürt. Angesichts dieses Klimas der Unsicherheit passen die am stärksten betroffenen Anrainerstaaten dringend ihre Doktrinen der aktiven Verteidigung und ihre Fähigkeiten zur Seeüberwachung an. Die entscheidende Herausforderung liegt nun in der Fähigkeit der europäischen Verbündeten, die Zeit bis zur Analyse und politischen Entscheidung zu verkürzen, um diesen Bedrohungen entgegenzuwirken, bevor sie eskalieren.

    21 min
  • The Baltic: Where Does the War Begin?

    Jérôme Denariez examines the escalation of tensions in the Baltic Sea between Russia and NATO, which manifests itself through a hybrid confrontation that falls below the threshold of an open conventional conflict. He highlights the difficulty Western democracies face in quickly attributing responsibility for incidents—such as the sabotage of undersea cables or the use of ghost fleets—due to the uncertainty perpetuated by Moscow. Faced with this climate of insecurity, the coastal countries most at risk are urgently adapting their active defense doctrines and maritime surveillance capabilities. The crucial challenge now lies in the ability of European allies to shorten the time required for analysis and political decision-making in order to counter these threats before they escalate.

    18 min
  • Le Pape a dit, MBS s’est tu

    Hedy Belhassine est un homme de culture et de courage. Celui de dire les choses même quand elles fâchent. Ici il compare de manière satirique les visites en France du pape et du prince héritier saoudien MBS. Alors que le souverain pontife est accueilli par le peuple français avec un immense enthousiasme et une vénération spirituelle, l’accueil réservé au monarque autoritaire saoudien semble plutôt mystérieux et motivé par des considérations politiques. Hedy Belhassine oppose l’énorme pouvoir informatif et le rayonnement moral du Vatican à l’attitude matérialiste et belliqueuse du souverain saoudien. Enfin, il regrette que MBS, contrairement au chef de l’Église tant acclamé, n’ait pas proclamé de message d’unité et de paix.

    14 min
  • Baltique : où commence la guerre ?

    Les analyses d'European Security examinent la montée des tensions en mer Baltique entre la Russie et l'OTAN, qui s'exprime à travers une confrontation hybride sous le seuil d'un conflit conventionnel ouvert. Jérôme Denariez met en lumière la difficulté pour les démocraties occidentales d'attribuer rapidement la responsabilité d'incidents, tels que le sabotage de câbles sous-marins ou l'utilisation de flottes fantômes, en raison de l'incertitude entretenue par Moscou. Face à ce climat d'insécurité, les pays riverains les plus exposés adaptent en urgence leurs doctrines de défense active et leurs capacités de surveillance maritime. L'enjeu crucial réside désormais dans la capacité des alliés européens à réduire le délai d'analyse et de décision politique pour contrer ces menaces avant qu'elles ne dégénèrent.

    17 min
  • Fac Europam magnam iterum ! (2) DE

    Leo XIV. in Metz
    Nach einem Pressespiegel zum Besuch des Papstes in Frankreich wollen wir uns nun mit der Europa-Rede befassen, die Papst Leo XIV. am Ende seiner Frankreichreise in Metz gehalten hat. Leo XIV. vertritt eine bestimmte Vision und verfolgt dabei seine eigene Methode: Dazu bedient er sich einer einzigartigen rhetorischen Strategie, die darin besteht, Staatschefs wie Wladimir Putin und Donald Trump zu kritisieren, ohne jemals deren Namen zu nennen. Wir werden versuchen zu entschlüsseln, wie der Papst das Völkerrecht und den Multilateralismus angesichts der zunehmenden weltweiten Barbarei verteidigt. Schließlich ist der Kontrast zwischen den gegensätzlichen Visionen zweier bedeutender amerikanischer Persönlichkeiten – des Oberhaupts der Kirche und des Staatsoberhaupts – auffällig.
    Warum gerade diese Methode, und warum gerade jetzt?

    Man kann darin eine elementare diplomatische Entscheidung sehen – ein Staatsoberhaupt des Heiligen Stuhls, das weiterhin mit allen sprechen muss, auch mit denen, die es missbilligt, hat kein Interesse daran, Türen zuzuschlagen, indem es seine Zielpersonen namentlich nennt. Doch damit würde man Leo XIV. auf eine reine Vorsichtsmaßnahme reduzieren, während dieses Vorgehen auch eine theologische Kohärenz aufweist: die Tat kritisieren, ohne die Person zu exkommunizieren; die Sünde benennen, ohne den Sünder zu verurteilen; stets eine Tür zur Umkehr offenlassen, statt zum Bruch. Das ist eine alte Tradition der Kirche, die dieser amerikanische Papst offenbar perfekt in seinen Stil integriert hat, wo andere vor ihm manchmal der Schmähung nachgaben.

    Allerdings nimmt nicht jeder dies auf die gleiche Weise wahr. Fabienne Keller, Europaabgeordnete der Partei „Renaissance“, begrüßt die Rede, lehnt es jedoch ab, einem Teil davon zu folgen: „Ich glaube nicht, dass wir uns heute in einem [Wettrüsten] befinden. Wir befinden uns vielmehr in einer Aufholphase. […] Europa muss wieder über ausreichende Verteidigungskapazitäten verfügen, um seine Souveränität zu gewährleisten.“ Entgegen der Position des Papstes verteidigt sie zudem die französische nukleare Abschreckung. Das ist eine nützliche Erinnerung: Die Methode von Léon XIV., so geschickt sie auch sein mag, findet nicht unbedingt Zustimmung in der Sache – selbst bei den überzeugtesten Europäern.

    Vielleicht gibt es noch eine dritte Lesart, die für seine europäischen Leser unangenehmer ist: Indem er niemanden namentlich nennt, weigert sich der Papst auch, sich zwischen Washington und Moskau zu entscheiden, was nicht dasselbe ist wie sich ein Urteil zu verweigern. Das Recht, auf das er sich beruft, die Lüge, die er anprangert, die Barbarei, die er feststellt: Das sind Kriterien, keine Eigennamen, und vielleicht ist es genau das, was sie auf beide gleichermaßen anwendbar macht, ohne Unterscheidung nach Grad. Eine Lesart, die denjenigen in Europa wenig gefallen wird, die von ihm eine deutlichere Verurteilung des einen gegenüber dem anderen erwarten würden.

    Dennoch ist die Botschaft auf beiden Seiten angekommen: ein Weißes Haus, das gegen einen Satz über die Instrumentalisierung Gottes protestiert, ein Kolumnist des „Figaro“, der selbst benennt, was der Papst andeutet. Kurz gesagt: Niemand musste darauf hingewiesen werden, wer das Ziel ist

    15 min
  • Fac Europam magnam iterum ! (2) (EN)

    Leo XIV in Metz
    After reviewing press coverage of the Pope’s visit to France, let’s take a closer look at the speech on Europe delivered in Metz by Pope Leo XIV at the end of his trip to France. Leo XIV shares a vision and has his own method: to this end, he employs a unique rhetorical strategy that consists of criticizing leaders such as Vladimir Putin and Donald Trump without ever mentioning their names. We will attempt to decipher how the Supreme Pontiff defends international law and multilateralism in the face of rising global barbarism. Finally, it is clear that the contrast between the opposing visions of two major American figures—the head of the Church and the head of state—is striking.
    Why this method, specifically, and why now?

    One might see this as a basic diplomatic choice—a head of state of the Holy See who must continue to speak to everyone, including those with whom he disagrees, has no interest in slamming doors by naming his targets. But that would be to reduce Leo XIV to a mere exercise in prudence, whereas the approach also has theological coherence: criticizing the act without excommunicating the person, naming the sin without judging the sinner, always leaving the door open to repentance rather than to a rupture. This is an old tradition of the Church, one that this American pope seems to have fully incorporated into his style, whereas others before him sometimes succumbed to invective.

    Not everyone, however, sees it the same way. Fabienne Keller, a Renaissance member of the European Parliament, praises the speech but refuses to accept part of it: “I don’t think we are currently in an [arms race]. Rather, we are in a situation where we need to catch up. […] Europe must regain sufficient defense capabilities to guarantee its sovereignty.” She also defends France’s nuclear deterrent, contrary to the pope’s position. This is a useful reminder: the “Leo XIV” approach, however skillful it may be, does not necessarily win support on the substance—even among the most committed Europeans.

    There may be a third interpretation, one that is more uncomfortable for his European readers: by naming no one, the Pope also refuses to take sides between Washington and Moscow, which is not the same as refusing to pass judgment. The right he invokes, the lie he denounces, the barbarity he observes: these are criteria, not proper names, and that is perhaps precisely what makes them applicable to both equally, without distinction of degree. This interpretation will do little to satisfy those in Europe who would like him to issue a clearer condemnation of one side over the other.

    Still, the message was heard on both sides: a White House protesting a single sentence about the instrumentalization of God, a columnist for Le Figaro who himself names what the pope is suggesting. In short, no one needed to have the target pointed out to them.

    21 min
  • Fac Europam magnam iterum ! (2)

    Léon XIV à Metz
    Après une revue de presse sur la visite du pape en France, penchons nous sur le discours européen prononcé à Metz par le pape Léon XIV à la fin de son voyage en France. Léon XIV partage une vision et il a sa méthode : pour cela, il met en lumière une stratégie rhétorique singulière qui consiste à critiquer des dirigeants comme Vladimir Poutine et Donald Trump sans jamais mentionner leurs noms propres. Nous allons tenter de décrypter la manière dont le souverain pontife défend le droit international et le multilatéralisme face à la montée de la barbarie mondiale. Enfin, il est clair que le contraste entre les visions opposées de deux personnalités américaines majeures, le chef de l'Église et le chef de l'État est saisissant.
    pourquoi cette méthode, précisément, et pourquoi maintenant ?

    On peut y voir un choix diplomatique élémentaire — un chef d’État du Saint-Siège qui doit continuer à parler à tout le monde, y compris à ceux qu’il désapprouve, n’a pas intérêt à claquer des portes en nommant ses cibles. Mais ce serait réduire Léon XIV à un calcul de prudence, alors que le procédé a aussi une cohérence théologique : critiquer l’acte sans excommunier la personne, nommer le péché sans juger le pécheur, laisser toujours une porte ouverte au repentir plutôt qu’à la rupture. C’est une vieille tradition de l’Église, que ce pape américain semble avoir parfaitement intégrée dans son style, là où d’autres avant lui cédaient parfois à l’invective.

    Tout le monde ne l’entend cependant pas de la même oreille. Fabienne Keller, eurodéputée Renaissance, salue le discours mais refuse d’en suivre une partie : « Je ne pense pas que nous soyons aujourd’hui dans une [course au réarmement]. Nous sommes plutôt dans une situation de rattrapage. […] L’Europe doit retrouver des capacités de protection suffisantes pour garantir sa souveraineté ». Elle défend aussi, contre la position du pape, la dissuasion nucléaire française. C’est un rappel utile : la méthode de Léon XIV, aussi habile soit-elle, n’emporte pas nécessairement l’adhésion sur le fond — même chez les Européens les plus convaincus.

    Il y a peut-être une troisième lecture, plus inconfortable pour ses lecteurs européens : en ne nommant personne, le pape refuse aussi de choisir un camp entre Washington et Moscou, ce qui n’est pas la même chose que refuser de juger. Le droit qu’il invoque, le mensonge qu’il dénonce, la barbarie qu’il constate : ce sont des critères, pas des noms propres, et c’est peut-être précisément ce qui les rend applicables aux deux à la fois, sans distinction de degré. Une lecture qui arrangera peu ceux qui, en Europe, voudraient de lui une condamnation plus nette de l’un plutôt que de l’autre.

    Reste que le message a été entendu, des deux côtés : une Maison-Blanche qui proteste contre une phrase sur l’instrumentalisation de Dieu, un chroniqueur du Figaro qui nomme lui-même ce que le pape suggère. Personne, en somme, n’a eu besoin qu’on lui désigne la cible.

    13 min

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