Exzellent erklärt - Spitzenforschung für alle

Exzellent erklärt - Spitzenforschung für alle

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Exzellent erklärt - Spitzenforschung für alle episodes

  • Der Ozeanboden: Unerforschte Schnittstelle der Erde

    Es gibt noch viele offene Fragen, was die Ozeane und den Ozeanboden betrifft. Vor allem, wenn wir die Auswirkungen des Klimawandels auf die Meere betrachten. Prof. Michal Kucera erforscht anhand von Sedimentproben fossiles Plankton und zieht dadurch Rückschlüsse auf dessen Wanderungsbewegungen sowie die Artenvielfalt der vergangenen 100.000 Jahre – auch mithilfe von sogenannter „alter DNA“ (aDNA). Dr. Miriam Römer fährt ein bis zwei Mal im Jahr auf hohe See, um sogenannte „Kalten Quellen“ zu erforschen und herauszufinden, wieviel Methan am Meeresboden gebunden ist und eventuell austreten wird, sobald sich das Klima weiter erwärmt. Beide helfen mit ihrer Forschung, den Ozeanboden als Schnittstelle zu erforschen – im Cluster „Ozeanboden – unerforschte Schnittstelle der Erde“, der an der Universität Bremen angesiedelt ist.

    Die Expert:innen

    Prof. Michal Kucera studierte Geologie in Prag und promovierte an der Universität Göteborg in Schweden. 2012 wechselte er nach Bremen an den Fachbereich Geowissenschaften und an das MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen als Professor für Mikropaläontologie/Paläozeanographie. In seiner Forschung untersucht Michal Kucera den Einfluss des Klimawandels in der älteren und jüngeren Vergangenheit auf die marine Umwelt und deren Bewohner.
    https://www.marum.de/Prof.-michal-kucera.html

    Dr. Miriam Römer ist seit 2008 als marine Geowissenschaftlerin am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften und dem Fachbereich Geowissenschaften der Universität Bremen tätig und forscht über Prozesse an Kalten Quellen im Meer. Vor allem die Methan-Emissionen, die als Gasblasen vom Ozeanboden in die Wassersäule und teilweise auch in die Atmosphäre gelangen, stehen im Fokus ihrer Untersuchungen. Sie erhielt 2022 für ihre Forschung den Hermann-Credner-Preis der Deutschen Geologischen Gesellschaft–Geologischen Vereinigung.

    https://www.marum.de/Dr.-miriam-roemer.html

    Der Cluster

    Der Cluster setzt sich zum Ziel, ein neues Kapitel der Ozeanbodenforschung aufzuschlagen und die Austauschprozesse an dieser bedeuten¬den Grenzfläche und deren Rolle im Erdsystem zu quantifizieren. Dafür gilt es
    • zu entschlüsseln, welche Prozesse den Transport von biogenen Partikeln zum Ozeanboden und deren Umwandlung unter sich verändernden Umweltbedingungen steuern,
    • den Transfer von Kohlenstoff und anderen Elementen zwischen Ozeanboden und Meerwasser zu bilanzieren,
    • zu verstehen, wie Ökosysteme am Ozeanboden auf Umweltveränderungen reagieren, und
    • aus den Klimaarchiven des Ozeanbodens mit Hilfe von Klimamodellen Szenarien für eine ›wärmere Welt‹ zu entwickeln.

    https://www.marum.de/Ozeanboden.html

    Der Podcast

    57 Exzellenzcluster, 1 Podcast. Regelmäßig berichtet „Exzellent erklärt“ aus einem der Forschungsverbünde, die im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder gefördert wird. Die Reise geht quer durch die Republik, genauso vielfältig wie die Standorte sind die Themen: Von A wie Afrikastudien bis Z wie Zukunft der Medizin. Seid bei der nächsten Folge wieder dabei und taucht ein in die spannende Welt der Spitzenforschung! Wenn Euch der Podcast gefallen hat, abonniert „Exzellent erklärt“ bei dem Podcast-Anbieter Eurer Wahl.

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    36 min
  • Dunkle Materie: Auf der Suche nach den fehlenden Teilchen

    Niemand hat bisher den direkten Beweis erbracht, dass es Dunkle Materie gibt. Doch die meisten Physikerinnen und Physiker zweifeln nicht mehr daran, dass im Universum etwas existiert, das einen weit größeren Anteil an dessen gesamter Masse ausmacht als die sichtbare Substanz. Im Exzellenzcluster „Quantum Universe“ geht man verschiedenen Ansätzen nach, um dieser geheimnisvollen Materie auf die Spur zu kommen.

    Die Expert*innen

    Prof. Erika Garutti ist Teilchenphysikerin und Spezialistin in der Detektorphysik. Sie entwickelt Detektoren verschiedenster Art, unter anderem um die Dunkle Materie aufzuspüren.

    Prof. Marcus Brüggen ist theoretischer Astrophysiker. Er entwickelt Computer-Simulationen, um Dunkle Materie zu errechnen. Außerdem beobachtet er Zwerggalaxien, um aus ihnen Rückschlüsse auf fehlende Elementarteilchen zu ziehen.

    Der Cluster

    Der Exzellenzcluster „Quantum Universe“ der Universität Hamburg beschäftigt sich mit grundlegenden Fragestellungen rund um den Ursprung, die Entwicklung und die Zusammensetzung des Universums:

    • Wie hat sich das Universum kurz nach dem Urknall entwickelt?
    • Was ist Dunkle Materie und wie ist sie entstanden?
    • Wie beeinflussen Teilchenphysik und Gravitation die Entwicklung des Universums?
    • Wie können wir mit der Hilfe von Gravitationswellen etwas über das frühe Universum lernen?
    • Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters „Quantum Universe“ konzentrieren sich bei der Beantwortung dieser Fragestellungen auf das Verständnis von Masse und Gravitation an der faszinierenden Schnittstelle zwischen Quantenphysik und Kosmologie. https://www.qu.uni-hamburg.de/

      Der Podcast

      57 Exzellenzcluster, 1 Podcast. Regelmäßig berichtet „Exzellent erklärt“ aus einem der Forschungsverbünde, die im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder gefördert wird. Die Reise geht quer durch die Republik, genauso vielfältig wie die Standorte sind die Themen: Von A wie Afrikastudien bis Z wie Zukunft der Medizin. Seid bei der nächsten Folge wieder dabei und taucht ein in die spannende Welt der Spitzenforschung! Wenn Euch der Podcast gefallen hat, abonniert „Exzellent erklärt“ bei dem Podcast-Anbieter Eurer Wahl.

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      44 min
    • Grüne Chemie – Katalyseprozesse können nachhaltig sein

      Prof. Matthias Drieß ist Chemiker aus Leidenschaft. Mit Begeisterung erzählt er von der grünen Chemie, von der Vorstellung, dass wir eines Tages zu Hause unseren eigenen Wasserstoff und Methanol herstellen, um damit unsere Autos zu betanken und unseren „persönlichen“ Energiebedarf zuhause zu decken. In der grünen Chemie geht es um die umweltschonende Herstellung von Chemikalien, um die Minimierung von „Abfall“ in chemischen Prozessen und darum, die Natur zum Vorbild zu nehmen.

      Der Experte

      Prof. Matthias Drieß ist Professor für Metallorganische Chemie und Anorganische Materialien an der Technischen Universität Berlin. Er setzt sich besonders für das Thema „Grüne Chemie“ ein. Seit 2019 ist Matthias Drieß Co-Sprecher des Exzellenzclusters UniSysCat.

      Das Cluster

      Im Exzellenzcluster UniSysCat – Unifying Systems in Catalysis - beleuchten Forschende aus verschiedensten naturwissenschaftlichen Disziplinen die Katalyse aus unterschiedlichen Perspektiven. Wie in einem Puzzle soll das Zusammenfügen ihrer Erkenntnisse ein ganzheitliches Bild ergeben. Ein Ansatz ist hierbei von der Natur zu lernen: Biokatalysatoren, nämlich die in den Zellen vorhandenen Enzyme, sind viel präziser als jeder von Menschenhand geschaffene Katalysator. Nach dem Beispiel der Natur will UniSysCat den Weg zu einer nachhaltigen Chemie ebnen. https://www.unisyscat.de/

      Der Podcast

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      22 min
    • Das „ORIGINS of Life Lab“: Der Entstehung des Lebens auf der Spur

      Wie ist das Leben entstanden? Über die Anfänge des Lebens ist recht wenig bekannt. Der Exzellenzcluster ORIGINS in München versucht, Leben im Labor entstehen zu lassen. Die Forschenden wollen nicht die biologische Evolution nachzeichnen, die sich im Stammbaum von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen widerspiegelt. Sie denken eher an sehr rudimentäre Formen des Lebens: An die ersten Moleküle, die sich selbst vervielfältigen und dabei selbstständig Information weitergeben konnten. Solche Einheiten müssen sich in einer Evolution der Moleküle aus weitaus einfacheren Bausteinen entwickelt haben.

      Die Experten

      Professorin Petra Schwille ist Direktorin der Abteilung „Cellular and Molecular Biophysics“ am Max-Planck-Institut für Biochemie (MPIB). In ihrer Forschung versucht sie aus einzelnen Bausteinen ein System zu erschaffen, das sich selbst repliziert – eine Urzelle. Sie wurde für ihre Forschung mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Philip Morris Research Prize und der Leibniz-Preis der DFG.
      https://www.biochem.mpg.de/de/schwille

      Dieter Braun ist Professor für Biophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) seit 2007. In seiner Forschung ist er dem molekularen Ursprung des Lebens auf der Spur. Dieter Braun hat für seine Arbeit bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter der Klung-Wilhelmy-Weberbank-Preis und zwei ERC Grants.

      https://www.biosystems.physik.uni-muenchen.de/index.html

      Der Cluster

      Was ist Dunkle Materie? Woher kommen Sterne und Galaxien? Wie entstand das Leben auf der Erde und gibt es auch anderswo Leben im Weltall? Genau an diesen und anderen Fragen forscht der Exzellenzcluster ORIGINS mit über 120 Arbeitsgruppen aus den Bereichen Astro-, Bio- und Teilchenphysik.
      ORIGINS ist ein gemeinsames Projekt der Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität München (TUM). Beteiligt sind auch die Max-Planck-Institute für Plasmaphysik, Astrophysik, Extraterrestrische Physik, Physik und Biochemie, die Europäische Südsternwarte, das Leibniz-Rechenzentrum und das Deutsche Museum. Sprecher des Clusters sind Professor Andreas Burkert (LMU) und Professor Stephan Paul (TUM). Der interdisziplinäre Forschungsverbund wird im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder seit Januar 2019 gefördert und baut auf den weltweit beachteten Forschungsleistungen des Exzellenzclusters Universe (2006-2018) auf.
      https://www.origins-cluster.de

      Der Podcast

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      41 min
    • Woraus ist unsere Zukunft gemacht? Aktive Materialien und bio-inspiriertes Design

      Im Cluster „Matters of Activity“ geht es um die Frage nach aktiver Materialität. Der von ihnen selbst geschaffene interdisziplinäre Ansatz gibt den Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit, aus verschiedenen Blickwinkeln auf die zentralen Fragen zu blicken: Wie gehen wir mit Materialität im Zeitalter der Digitalisierung um? Können andere Material-Verständnisse zu anderen Produktionsweisen oder anderen Lebensweisen führen? Weitere Themen sind Nachhaltigkeit und bio-inspiriertes Design, also beispielsweise Textilien, die sich Mechanismen der Natur bedienen, um selbst zu aktiven Materialien zu werden.

      Die Expert*innen

      Prof. Dr. Claudia Mareis ist Designerin und Kulturwissenschaftlerin. Seit 2021 ist sie Professorin für Gestaltung und Wissensgeschichte am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Geschichte, Theorie und Methodologie des Designs im 20. Jahrhundert, Wissenskulturen im Design, experimentelle Design- und Medienpraktiken, Kulturgeschichte der Kreativität, Design- und Materialpolitiken. Claudia Mareis ist Co-Sprecherin von „Matters of Activity“.

      Dr. Khashayar Razghandi ist Materialwissenschaftler und Design-Lehrer und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter sowohl am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung als auch am Exzellenzcluster »Matters of Activity« an der Schnittstelle von Naturwissenschaft und Design. Seine Forschungsinteressen kreisen um Materie aus einer zusammenführenden Perspektive von Materialwissenschaft, Materialphilosophie und Materialdesign, um neue Ansätze für Materielle Nachhaltigkeit zu erforschen. Außerdem ist Khashayar Razghandi Vorstandsmitglied von „Matters of Activity“.

      Der Cluster

      Der Exzellenzcluster „Matters of Activity“ untersucht die eigene innere Aktivität von Materialien, die als neue Quelle für innovative Strategien und Mechanismen zum Umdenken in der Beziehung zwischen analog und digital und zur Entwicklung nachhaltiger und energieeffizienter Technologien entdeckt werden kann. Dabei verschränken sich Biologie und Technik, Geist und Material, Natur und Kultur in neuartiger Weise. Mehr Informationen gibt es unter www.matters-of-activity.de.

      Der Podcast

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      32 min
    • Krebsforschung - Mit veränderten T-Zellen dem Krebs an den Kragen

      Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Bei den 45- bis 65-Jährigen ist eine Krebserkrankung sogar die häufigste Todesursache. Der Exzellenzcluster „iFIT“ forscht deshalb an neuen und innovativen Behandlungsmöglichkeiten, um dieser tückischen Krankheit Herr zu werden. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei unser Immunsystem. Wie schaffen wir es, dass unser eigenes Immunsystem dem Krebs zu Leibe rückt?

      Eine entscheidende Rolle spielen die T-Zellen. Sie erkennen körperfremde Proteine, wenn sie auf einer körpereigenen Zelle präsentiert werden. Nicht immer können sie jedoch die Tumorzellen als Gefahr wahrnehmen. Damit T-Zellen in der Lage sind, auch Tumorzellen zu erkennen und zu töten, erforscht Nachwuchsgruppenleiterin Dr. Judith Feucht gemeinsam mit ihrem Team eine neue Möglichkeit: Mithilfe eines gentechnologischen Verfahrens können körpereigene T-Zellen im Labor zu chimären Antigenrezeptor-T-Zellen, kurz CAR-T-Zellen, umgewandelt und anschließend in den menschlichen Organismus zurück transferiert werden. Mit diesen Antigenrezeptoren ausgestattet, sind die T-Zellen dann in der Lage, die Tumorzellen im Körper aufzuspüren und zu bekämpfen.
      Aber wie können wir überprüfen, ob die Therapie auch anschlägt? Hier kommen Prof. Dr. Bettina Weigelin und ihre Forschungsgruppe ins Spiel. Ausgestattet mit hochmodernen Intravitalmikroskopen bringen sie das ans Tageslicht, was für das menschliche Auge allein nicht sichtbar wäre: Wie die modifizierten T-Zellen die Tumorzellen bekämpfen. Im Zusammenspiel können die beiden Wissenschaftlerinnen genau beobachten, ob die modifizierten T-Zellen ihre Aufgabe erfüllen und entscheiden, ob im Labor noch nachgebessert werden muss.

      Die Expertinnen

      Prof. Dr. Bettina Weigelin ist W2-Professorin für Präklinische Bildgebung des Immunsystems und als Teil des Forschungsschwerpunktes „Molekulare und funktionelle multiparametrische Bildgebung“ im iFIT Exzellenzcluster tätig. Als Forschungsgruppenleiterin liegt Weigelins Schwerpunkt auf dem Gebiet der Intravitalmikroskopie der Immunfunktion in soliden Tumoren und deren Metastasen sowie der Tumorinvasion und der allgemeinen Biologie von Krebserkrankungen.

      Dr. Judith Feucht forscht zur Weiterentwicklung und Verbesserung von zellulären Immuntherapien, insbesondere an chimären Antigenrezeptor T-Zellen („CAR-T-Zellen“) und ist im Forschungsschwerpunkt „Immuntherapien“ ebenfalls Teil des iFIT Exzellenzclusters. Sie ist Nachwuchsforschungsgruppenleiterin und gleichzeitig als Ärztin in der Tübinger Kinderklinik tätig.

      Der Cluster

      Im Tübinger Exzellenzcluster „Image-Guided and Functionally Instructed Tumor Therapies” (iFIT) arbeiten mehr als 130 Forschende daran, grundlegende tumorbiologische Prozesse besser zu verstehen, um neue und innovative Krebstherapien zu entwickeln. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Forschungsbereichen „Funktionelle Targetidentifizierung und molekulare Tumortherapien“, „Immuntherapien“ und „Molekulare und funktionelle multiparametrische Bildgebung“ arbeiten dafür Hand in Hand in einem interdisziplinären Umfeld. https://www.medizin.uni-tuebingen.de/go/iFIT

      Der Podcast

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      31 min
    • Archäologie – Von gestern für heute lernen

      Prof. Johannes Müller und Dr. Katharina Fuchs forschen zu verschiedenen Fragen, die unsere Wurzeln betreffen. Es geht sowohl um den Klimawandel, um Nachhaltigkeit, um Ungleichheit & Identität, Mobilität & Migration und Konflikte. Erstaunlich ist, dass bei näherer Beschäftigung unsere heutigen Themen gar nicht so neu sind wie es uns scheint. Der Mensch hat schon vor Tausenden von Jahren seine Umwelt verändert, beispielsweise durch die Jagd. Und Migration hat es ebenfalls schon immer gegeben, wie Prof. Johannes Müller betont.

      Die Experten

      Prof. Dr. Johannes Müller ist Professor für Urgeschichte am Institut für Ur- und Frühgeschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Sprecher des Exzellenzclusters „ROOTS – Social, Environmental and Cultural Connectivity in Past Societies“. Seine inhaltlichen Schwerpunkte bilden die Landschafts- und Sozialarchäologie. Im Cluster ROOTS ist er im Teilbereich „ROOTS of Inequalities“ aktiv an der Erforschung sozialer Ungleichheit im Neolithikum Mitteleuropas beteiligt. (Johannes Müller bei Wikipedia)

      Dr. Katharina Fuchs ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im „Ancient DNA Laboratory“ am Institut für Klinische Molekularbiologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Als ausgebildete Archäologin und physische Anthropologin hat sie ein besonderes Interesse an interdisziplinärer Forschung mit einem Fokus auf Gesundheit und Krankheit in vergangenen Gesellschaften. Das zeigt sich unter anderem in ihrer Arbeit im ROOTS Teilbereich „Dietary ROOTS: Domestication, Diet, and Diseases. (Zur Dissertation)

      Das Cluster

      Das Exzellenzclusters „ROOTS – Social, Environmental and Cultural Connectivity in Past Societies“ ist an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel angesiedelt. Es erforscht die Wurzeln sozialer, ökologischer und kultureller Phänomene und Prozesse, die die menschliche Entwicklung in der Vergangenheit wesentlich geprägt haben. Neben ArchäologInnen und HistorikerInnen sind zahlreiche naturwissenschaftliche Disziplinen beteiligt, unter anderem Genetik, Botanik, Geographie, Geologie und Klimaforschung. Und auch philosophische und soziologische Aspekte werden untersucht. Die Grundannahme ist, dass Mensch und Umwelt sich gegenseitig tiefgreifend geformt haben und dabei sozio-ökologische Zusammenhänge geschaffen haben, die bis heute fortbestehen. Ein besseres Verständnis der verflochtenen sozio-ökologischen Dynamiken der Vergangenheit bietet Perspektiven dafür, wie mit heutigen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Herausforderungen und Krisen umgegangen werden kann.

      Der Podcast

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      Mitarbeit an dieser Episode: Andrea Ricci (ROOTS-Cluster)

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      33 min
    • Computersimulationen - Per Modell zum Erkenntnisgewinn in der Optik

      In dieser Folge kommen Physiker und Physikerinnen vom Exzellenzcluster PhoenixD zu Wort: Sprecher Prof. Dr. Uwe Morgner, Dr. Oliver Melchert und Doktorandin Stephanie Willms. Die drei sind Spezialisten für die Simulation von optischen, also lichtbasierten Phänomenen. Mit dem Computer berechnen sie physikalische Gesetzmäßigkeiten so exakt, dass ihre Vorhersagen praktische Experimente ergänzen und teilweise überflüssig machen. Dieses sogenannte dritte Standbein der Wissenschaft — neben dem Experiment und der Theorie —, wird mit stetig zunehmenden Rechenkapazitäten immer wichtiger.

      Bei PhoenixD untersuchen die drei Forschenden das Verhalten neuartiger Materialien und Verfahren, mit denen die Leistungsfähigkeit optischer Technologien gesteigert werden kann. Anwendungsbereiche sind beispielsweise höhere Datenübertragungsraten per Glasfaser, eine präzisere medizinische Diagnostik mittels stark gebündelter Röntgenstrahlung oder die Entwicklung hochempfindlicher Sensoren zur Erkennung von Bio-Markern wie dem Eiweißgehalt im Blut.

      Die Experten

      Prof. Dr. Uwe Morgner ist seit 2004 Professor für Experimentalphysik an der Leibniz Universität Hannover (LUH). Die Forschung an neuen Quellen von Femto- und Sub-Femtosekunden-Laserpulsen im Experiment und in der Theorie/Numerik ist der Schwerpunkt seiner Arbeitsgruppe. Aktuelle Arbeiten befassen sich mit optisch-parametrischen Verstärkern, Hochleistungs-Scheibenlaserkonzepten und kohärenter Erzeugung von Röntgenstrahlen.

      Morgner ist Sprecher des Exzellenzclusters PhoenixD, Gründungsvorsitzender der Leibniz Forschungsschule für Optik & Photonik an der LUH sowie Wissenschaftlicher Direktor am Laser Zentrum Hannover e. V. (LZH). Im Cluster leitet er den Forschungsbereich Optik-Simulation, dem Dr. Oliver Melchert und Stephanie Willms ebenfalls angehören.

      In seiner Forschung konzentriert sich Dr. Oliver Melchert auf numerische Methoden zur akkuraten Vorhersage der Propagationsdynamik von Laserpulsen in nichtlinearen Wellenleitern. Ihn begeistert an seiner Arbeit, dass mit Computersimulationen komplexe Modelle von physikalischen Problemen untersucht werden können, umso ein besseres Verständnis von optischen Phänomenen zu gewinnen.

      Die Physikerin Stephanie Willms erforscht in ihrer Doktorarbeit mit Hilfe von Simulationen Licht-Licht Wechselwirkungen in Glasfasern. Wenn sie eine Forschungsfrage bearbeitet, schaut sie in bestehender Literatur auch nach Modell-Analogien aus anderen naturwissenschaftlichen Bereichen.

      Der Cluster

      Smartphone-Kameras, Online-Streaming per optischer Glasfaser, Laserschweißen von Autokarosserien und 3D-Abbildungen in der Medizin — optische Technologien machen unseren digitalen Alltag erst möglich. Die Leistungsfähigkeit dieser Schlüsseltechnologien weiterzuentwickeln ist das Ziel des Exzellenzclusters PhoenixD: Photonics, Optics, and Engineering — Innovation across Disciplines an der Leibniz Universität Hannover. Mehr als 120 Forschende aus den sechs Fachdisziplinen Physik, Maschinenbau, Chemie, Elektrotechnik, Informatik und Mathematik entwickeln die Präzisionsoptik der Zukunft. Gemeinsam untersuchen die Optikforscherinnen und -forscher, wie komplexe Optiksysteme durch moderne Fertigungsverfahren — beispielsweise den 3D-Druck — für einen Bruchteil des heutigen Preises in einer kurzen Entwicklungszeit realisiert werden können. Der angestrebte Paradigmenwechsel in der Optikproduktion wird durch zwei Trends ermöglicht: leistungsstärkere Datenverarbeitung und verbesserte Fertigungsmethoden. Dadurch können die Forschenden eine digital und physikalisch vernetzte Produktionsplattform für optische Bauteile und Systeme realisieren. Erfahren Sie mehr über die Arbeit des Clusters auf unserer Webseite www.phoenixd.uni-hannover.de oder im neuen PhoenixD-Magazin: http://go.lu-h.de/PhoenixD-Magazine.

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      Die redaktionelle Verantwortung für diese Folge liegt beim Exzellenzcluster PhoenixD.

      23 min
    • Zukunft des Hörens - Der Weg zum Übermorgen-Hörsystem

      Schwerhörigkeit ist eine Volkskrankheit. 15 Milionen Menschen sind in Deutschland davon betroffen, ab dem 70. Lebensjahr hat jeder zweite Mensch in Deutschland Probleme mit dem Hören. Das Exzellenzcluster Hearing4All möchte Abhilfe schaffen. Zum einen geht es hier um die Grundlagenforschung zum individuellen Gehör, zum anderen um bessere Hörhilfen und zum dritten um Lösungen, damit ein Hörverlust frühzeitig diagnostiziert werden kann. Untersucht werden auch Zusammenhänge zwischen Schwerhörigkeit und Demenz sowie die Möglichkeit, Cochlea-Implantate möglichst minimalinvasiv zu operieren.

      Die Experten

      Prof. Dr. Christiane Thiel ist forscht und lehrt seit 2005 an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Bereich Biologische Psychologie und ist Mitglied des Vorstands im Exzellenzcluster Hearing4all. Sie ist Vizepräsidentin für Forschung und Transfer und beschäftigt sich mit den Mechanismen visuell räumlicher und auditorischer Aufmerksamkeit sowie anderer kognitiver Funktionen im menschlichen Gehirn. Seit 2020 ist sie Mitglied im Fachkollegium Psychologie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und seit 2021 im Vorstand der neurowissenschaftlichen Gesellschaft.

      Dr.-Ing. Thomas S. Rau leitet seit mehr als 6 Jahren die Arbeitsgruppe „Computer Assisted Surgery (CAS) und Elektrodenentwicklung“ der HNO-Klinik an der Medizinische Hochschule Hannover. Nach dem Diplomstudium der Mechatronik an der Technischen Universität Ilmenau kam er 2006 als wissenschaftlicher Mitarbeiter der AG CAS an die HNO-Klinik. Schon 2011 wurde er technischer Leiter der AG CAS und promovierte 2014 mit Auszeichnung über mechatronische Assistenzsysteme für die minimal-invasive CI-Chirurgie. Zahlreiche Publikationen und Patente dokumentieren sein wissenschaftliches Wirken.

      Der Cluster

      Unser Name ist unser Programm: Hearing4all - also das Hören für alle. Unser Ziel ist es, die negativen Auswirkungen eines Hörverlustes auf den Einzelnen zu beseitigen, indem leicht zugängliche und erschwingliche, effiziente und effektive technische Hörlösungen für alle Menschen, an jedem Ort und zu jeder Zeit ermöglicht werden.

      Der Podcast

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      30 min
    • SMARTe Pflanzen für die Sicherung unserer Ernährung

      Die Folgen des Klimawandels gefährden unsere Ernten und damit die Ernährung der Weltbevölkerung. Wie können wir Nutzpflanzen züchten, die ertragreich und gesund sind, zugleich aber auch zunehmender Hitze, Dürre und Krankheiten standhalten? Dazu forschen Professorin Maria von Korff Schmising und Dr. Markus Stetter bei CEPLAS, dem einzigen Exzellenzcluster Deutschlands im Bereich der Pflanzenforschung, in Düsseldorf, Jülich und Köln. Zu Gast beim Podcast „Exzellent erklärt – Spitzenforschung für alle“ berichten sie, welche Vorteile mehrjährige gegenüber einjährigen Nutzpflanzen haben und was uns die vergangene Domestizierung von Pflanzen darüber lehrt, wie wir neue Kulturpflanzen mit besonderen Nährstoffen und guter Anpassung an den Klimawandel gewinnen.

      Die Expert*innen

      Maria von Korff Schmising ist Professorin für Pflanzengenetik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Sie möchte mit ihrer Forschung herausfinden, welches die Unterschiede zwischen mehrjährigen und einjährigen Pflanzen sind und somit die wissenschaftlichen Grundlagen für die Züchtung mehrjähriger Getreide schaffen.
      https://www.pflanzengenetik.hhu.de/en.html

      Dr. Markus Stetter ist Gruppenleiter am Institut für Pflanzenwissenschaften an der Universität zu Köln und erforscht die Domestizierung von Amaranth, das den Inkas und Azteken jahrhundertelang als Hauptnahrungsmittel diente und heute als gesundes „Superfood“ wiederentdeckt wird.

      https://cropevolution.org

      Das Cluster

      CEPLAS (Cluster of Excellence on Plant Sciences) untersucht, wie sich Pflanzen an veränderte Umweltbedingungen anpassen, wie sie fast jeden Lebensraum der Erde besiedeln können und wie diese Erkenntnisse von der Landwirtschaft genutzt werden können. Der Schlüssel zum Verständnis dieser Anpassungsfähigkeit ist das Erbgut, denn Gene steuern das pflanzliche Wachstum und die Umwandlung von Lichtenergie in chemische Energie. Durch diese Erkenntnisse sollen Pflanzen an sich verändernde Bedingungen angepasst werden, womit ein wesentlicher Beitrag zur Lösung einer globalen Herausforderung – der Sicherung unserer Ernährung – geleistet werden kann.

      CEPLAS bündelt die Ressourcen der Universitäten Düsseldorf und Köln, des Max-Planck-Instituts für Pflanzenzüchtungsforschung und des Forschungszentrums Jülich zu einem international führenden Zentrum für Pflanzenforschung.

      https://www.ceplas.eu

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      37 min

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