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Jeder erinnert sich an den ersten Einsatz. Das Gefühl, wenn der “Piepser” das erste mal “ernsthaft” geht. Das ist der Moment, auf den man in zahllosen Mini- bzw. Jugenddiensten hingefiebert hat. Jetzt wird es ernst und es geht richtig los. Natürlich, da ist auch eine Portion Angst im Spiel und das dürfen auch harte Frauen und Männer zugeben. Es geht ja schließlich manchmal auch um die Wurst und es wird gefährlich. Das haben wir zwar vorher “gewusst”, aber jetzt fühlen wir das. Einerseits verursacht das einschießende Adrenalin und Cortisol, dass man hellwach und hochkonzentriert ist, andererseits hat man das Gefühl der Angst, der Vorsicht, “hoffentlich passiert nichts”. Beides hat seine Berechtigung und beides machen den Einsatzdienst so aufregend.
Nach den ersten paar gefahrenen Einsätzen beruhigt sich dieses Gefühl etwas, aber trotzdem: aufregend bleibt es immer. Wenn dann noch das entsprechende Einsatzstichwort alarmiert wird, kommt die Aufregung erneut voll durch. Das Abenteuer Feuerwehreinsatz bleibt einem auch nach über 40 Jahren Feuerwehrdienst erhalten, das hört nie auf und das ist auch gut so. Zum einen befähigt uns das vorsichtig zu sein und auf uns und unsere Kameraden/innen aufzupassen, zum anderen ist diese Aufregung auch ein ganz großer Motivator für unser Feuerwehrleben. Nicht falsch verstehen, wir wünschen niemanden einen Schaden, aber Einsätze sind eben die Existenzgrundlage für die Feuerwehren. Was passiert aber jetzt, wenn mal eine ganze zeitlang Einsätze ausbleiben? Oder es beim typisch Fehlalarm bleibt? Sinkt dann automatisch die Motivation? Treten dann Kameraden/innen aus, weil sie keinen Bock mehr haben?
Was gibt es denn für Möglichkeiten, diese Form der Demotivation zu verhindern? Man hat schon vom Feuerwehrmann als Brandstifter gehört und manchmal hört man in der Bevölkerung:”…jaja der Feuerwehrmann ist ja auch Brandstifter”. Dabei liegt nachgewiesenermaßen der Anteil von Feuerwehrleuten als Brandstifter bei 0,03 %, also verschwindend gering. Nein es muss natürlich andere Möglichkeiten geben, die Motivation oben zu halten. Zum Beispiel ist eine Möglichkeit sich BEWUSST zu machen, dass solche Wellenbewegungen normal sind. Man kann vieles über Übungen bzw. Alarmübungen kompensieren. Man kann Alarmpläne überprüfen, ob Stadtteile zusammen ausrücken sollten, natürlich nur wenn nötig. Es gibt ein paar Möglichkeiten, mit dieser Problematik umzugehen. Aber wie immer geht es uns Brand Punkten darum, zunächst einmal offen darüber zu sprechen. Denn wenn wir akzeptieren, dass fehlende Einsätze demotivierende Wirkung haben und uns dafür nicht schämen müssen, denn der Fußballer trainiert auch für das Spiel, also für den “Ernstfall”.
By Hermann ZengelerJeder erinnert sich an den ersten Einsatz. Das Gefühl, wenn der “Piepser” das erste mal “ernsthaft” geht. Das ist der Moment, auf den man in zahllosen Mini- bzw. Jugenddiensten hingefiebert hat. Jetzt wird es ernst und es geht richtig los. Natürlich, da ist auch eine Portion Angst im Spiel und das dürfen auch harte Frauen und Männer zugeben. Es geht ja schließlich manchmal auch um die Wurst und es wird gefährlich. Das haben wir zwar vorher “gewusst”, aber jetzt fühlen wir das. Einerseits verursacht das einschießende Adrenalin und Cortisol, dass man hellwach und hochkonzentriert ist, andererseits hat man das Gefühl der Angst, der Vorsicht, “hoffentlich passiert nichts”. Beides hat seine Berechtigung und beides machen den Einsatzdienst so aufregend.
Nach den ersten paar gefahrenen Einsätzen beruhigt sich dieses Gefühl etwas, aber trotzdem: aufregend bleibt es immer. Wenn dann noch das entsprechende Einsatzstichwort alarmiert wird, kommt die Aufregung erneut voll durch. Das Abenteuer Feuerwehreinsatz bleibt einem auch nach über 40 Jahren Feuerwehrdienst erhalten, das hört nie auf und das ist auch gut so. Zum einen befähigt uns das vorsichtig zu sein und auf uns und unsere Kameraden/innen aufzupassen, zum anderen ist diese Aufregung auch ein ganz großer Motivator für unser Feuerwehrleben. Nicht falsch verstehen, wir wünschen niemanden einen Schaden, aber Einsätze sind eben die Existenzgrundlage für die Feuerwehren. Was passiert aber jetzt, wenn mal eine ganze zeitlang Einsätze ausbleiben? Oder es beim typisch Fehlalarm bleibt? Sinkt dann automatisch die Motivation? Treten dann Kameraden/innen aus, weil sie keinen Bock mehr haben?
Was gibt es denn für Möglichkeiten, diese Form der Demotivation zu verhindern? Man hat schon vom Feuerwehrmann als Brandstifter gehört und manchmal hört man in der Bevölkerung:”…jaja der Feuerwehrmann ist ja auch Brandstifter”. Dabei liegt nachgewiesenermaßen der Anteil von Feuerwehrleuten als Brandstifter bei 0,03 %, also verschwindend gering. Nein es muss natürlich andere Möglichkeiten geben, die Motivation oben zu halten. Zum Beispiel ist eine Möglichkeit sich BEWUSST zu machen, dass solche Wellenbewegungen normal sind. Man kann vieles über Übungen bzw. Alarmübungen kompensieren. Man kann Alarmpläne überprüfen, ob Stadtteile zusammen ausrücken sollten, natürlich nur wenn nötig. Es gibt ein paar Möglichkeiten, mit dieser Problematik umzugehen. Aber wie immer geht es uns Brand Punkten darum, zunächst einmal offen darüber zu sprechen. Denn wenn wir akzeptieren, dass fehlende Einsätze demotivierende Wirkung haben und uns dafür nicht schämen müssen, denn der Fußballer trainiert auch für das Spiel, also für den “Ernstfall”.

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