Der Audi A8 D2 – Der verführerische Widerspruch
Audi hatte bereits mit dem 200er und mit dem V8 seine Ambitionen in die Oberklasse vorzudringen, klar gemacht. So war der A8 im Grunde von langer Hand geplant und angekündigt. Als es dann Mitte 1994 so weit war und der erste A8 auf die Straße entlassen wurde, hatte Audi eine Luxuslimousine erschaffen, die einen Widerspruch in sich trug: der neue Oberklasse-Bolide war, zumindest mit dem Achtzylinder als Quattro, zu sportlich für einen gediegenen Gleiter. Gleichzeitig war diese Sportlichkeit aber schon immer Audis Markenversprechen: Technische Finesse, qualitativ hochwertige Verarbeitung und Sportlichkeit. All das machte eben auch den Reiz des A8 aus. Hier wurde die Oberklasse nahezu neu interpretiert. Wer Audi A8 fuhr, gehörte nicht zur bräsigen Elite sondern eben zu den dynamischen Machern. So zeigte sich auch Gerhard Schröder gerne im A8 und in der Folge dann auch, zumindest anfänglich, Angela Merkel. Neben der neuen Sportlichkeit gab es aber auch Verwunderung über den neuen Hecht im Fischteich: Wer die kleinen Motoren in der Serienausstattung und nicht als Quattro orderte, bekam einen Fronttriebler. Dieses Novum wurde vielfach belächelt, allerdings grundlos. Auch mit Vorderradantrieb zeigte der A8 ein ausgesucht gutes Handling, nicht zuletzt wegen der technisch aufwendigen Mehrlenker-Einzelradaufhängung, die das Auto sauber in der Spur hält. Später kamen dann der S8 und sogar ein Zwölfzylinder in W-Form dazu.
Insgesamt verkaufte sich Audis Luxusschlitten bis 2002 runde 100.000 mal, was vor allem darauf zurückgeführt wird, dass die S-Klasse W 140 seinerzeit nicht den Geschmack der Oberschicht traf und der geneigte gutbetuchte Kunde dann lieber zum Audi griff.
Ron und Frederic sind sich mal wieder einig: wenn A8 dann S8 in Vollausstattung. Während Ron allerdings in einem schwarzen Brummer flexen würde, zieht es Frederic eher zu einem gesetzten Dunkelgrün.
Was das alles mit dem Film Ronin, Jason Statham und Aluminium zu tun hat – das erfahrt ihr in diesem Podcast.