Der Audi F 103 – Die Geburtsstunde eines Automobil-Giganten
So unscheinbar der Audi F103 auch daherkommt, so bedeutend war er für den Volkswagenkonzern und seine Tochter, die Audi AG. Ausgangspunkt war der DKW F102, der schon rein optisch seine Ahnenfunktion nicht verleugnen kann. Das Problem des DKW: Er war die letzte in West-Deutschland produzierte Limousine mit Zweitakt-Motor und stand entsprechend wie Blei in den Händlerräumen. Das Schicksal aber hielt für den F 102 einige Wendungen bereit, die ihm ein zweites Dasein sicherten. So spielte der Ingenieur und Motorenentwickler Ludwig Kraus eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung hin zum ersten Audi. Kraus kam von Mercedes und hatte dort einen Vielstoffmotor für das Militär entwickelt, der aber nie gebaut wurde. Als dann Mercedes damals Auto-Union kaufte, ging eben jener Ludwig Kraus mit seinem Vielstoffmotor mit dem Code-Namen Mexiko zu Auto-Union und wurde dann kurzerhand mit der Marke an Volkswagen verkauft. Aus dem Vielstoffmotor wurde ein technisch interessanter Viertakter, der keinfach in den nnur wenig modifizierten DKW F 102 gebaut wurde. Noch eine kleine Änderung an den Heckleuchten und -zack- war der Audi F 103 geboren und mit ihm die gleichnamige Firma. Das war 1965. Und da es im Programm des zukünftigen Automobil-Giganten noch kein weiteres Modell gab, hieß der F-103 von nun an auch einfach nur „Audi“.
Heute ist er ein gesuchter Klassiker, der noch dazu günstig zu haben ist. Das ist insbesondere deshalb verwunderlich, weil gieriger Rostfraß die meisten der fast 400.000 produzierten Autos vernichtet hat.
Ron und Fredo sind sich ungewöhnlich einig: Sie finden den Audi hübsch und halten die Kombi-Ausführung Variant am begehrenswertesten, am besten als Super 90.
Was das alles mit dem AMC Gremlin, Klebefolie und August Horch zu tun hat – das erfahrt ihr in diesem Podcast.