Der Mercedes SLK – Retroflitzer mit Kultfaktor
Noch sind sie günstig zu haben – die Mercedes SLK der Baureihe R170. Dabei ist die erste Serie des erfolgreichen Roadsters absolut alltagstauglich und seit diesem Jahr auch an der Schwelle zum H-Kennzeichen. Im Herbst 1996 erblickten die ersten Exemplare Deutschlands Straßen und das mit durchschlagendem Erfolg. Andere Hersteller waren längst auf den Roadster-Zug aufgesprungen. Neben MX5, MG-F und Porsche Boxster war vor allem der BMW Z3 die natürliche Konkurrenz auf dem deutschen Markt. Mit mehr als 300.000 verkauften Exemplaren war der Mercedes SLK der erfolgreichste.
Dabei war die Idee gar nicht so neu. Schon 1992 war der SLK im Grunde fertig entwickelt, einzig der damalige Daimler-Chef Dr. Wolfgang Peter kassierte das Konzept und strich es ersatzlos. Erst als Dieter Zetsche in Stuttgart das Ruder übernahm, durfte der SLK als Einsteigermodell für die betuchte SL-Kundschaft an den Start gehen. Technisch war nicht viel neues unter dem spritzigen Blechkleid: die Plattform stammte von der C-Klasse, inklusive der Motorenpalette.
Preislich sind die frühen SLKs gerade im Tal der Tränen angekommen. Mit der H-Zulassung in Aussicht dürfte jetzt aber der Anstieg der Preise losgehen. Wer also einen schönen Oldtimer-Roadster mit Daily-Driver-Qualitäten haben möchte, sollte möglichst bald zuschlagen – bevor die Preise steigen.
Frederic und Ron sind sich mal wieder einig: es soll der 230 Kompressor sein, bestenfalls der ersten Serie. Beide finden die AMG-Variante mit 354 PS für den SLK, der kein Sportwagen in reinen Sinne ist, übertrieben.
Was das alles mit Mauerblümchen, Powerdomes und Flüssigkeiten zu tun hat – das erfahrt ihr in diesem Podcast.