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Zwei Müllsammler finden in einem verlassenen Gebäude ein Gerät für Strahlentherapien. Sie nehmen es mit und verkaufen es an einen Schrotthändler: So beginnt im Herbst 1987 die Geschichte der bislang größten zivilen Nuklearkatastrophe.
Es werden zwar nur wenige Gramm des radioaktiven Caesium-Isotops 137 freigesetzt, doch die Auswirkungen sind gravierend: Vier Menschen sterben unmittelbar, nach dem Kontakt mit dem leicht blau leuchtenden Pulver, und 500 Menschen in Goiânia leiden noch heute unter den Folgen des Nuklearunfalls.
Vielen Dank an Florian Aigner, der uns in der Folge als Experte unterstützt und uns über radioaktive Strahlung aufklärt. Er ist auf Twitter zu finden und hat vor kurzem mit seinem neuen Buch eine Liebeserklärung an die Wissenschaft herausgebracht: „Die Schwerkraft ist kein Bauchgefühl“.
Der Abschlussbericht der IAEA ist hier veröffentlicht.
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Wir springen in dieser Folge in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Aristokrat Sir Roger Tichborne bricht nach Südamerika auf, um sich von seinem Liebeskummer abzulenken. Doch im Zuge einer Schiffsreise verschwindet er spurlos, und erst nach mehr als zehn Jahren dringt ein Lebenszeichen zu seiner Mutter, die als Einzige nicht an seinen Tod glaubte.
Wir sprechen in dieser Folge über die Rückkehr des Sohnes, warum beinahe alle außer seiner Mutter an ihm zweifelten, und wie sich das Ganze zu einem der größten Skandale des viktorianischen Englands entwickelte.
Das erwähnte Buch heißt "The Tichborne Claimant", von Rohan McWilliam.
Das Episodenbild zeigt den Tichborne Claimant in einer Skizze aus den 1870er Jahren.
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Es sind die Wochen der Unruhen bei „Geschichten aus der Geschichte“! In dieser Folge sprechen wir über Ausschreitungen in New York, die am 10. Mai 1849 mehr als 20 Menschen das Leben gekostet haben.
Ausgelöst wurde der Aufstand durch den Streit zweier Schauspieler, die an diesem Abend, nur wenige Straßen voneinander entfernt, auf der Bühne standen und die Hauptrolle in einer der berühmtesten Tragödien der Theatergeschichte spielten: Macbeth von William Shakespeare. Der eine, Edwin Forrest, war der erste US-amerikanische Star, der andere, William Macready, einer der bekanntesten britischen Schauspieler seiner Zeit.
Wir sprechen darüber, wie es kam, dass dieser Streit mehr als 10.000 Menschen mobilisiert hat und warum es eigentlich um viel mehr ging: Nämlich um einen sozialen Konflikt zwischen Upperclass und Working Class und die Frage nach einer eigenständigen US-amerikanischen Kultur.
Das in der Folge erwähnte Buch heißt „The Shakespeare Riots“ von Nigel Cliff.
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Wir springen in dieser Folge ins Frankreich des 18. Jahrhunderts. Der alte König ist tot, der neue gerade erst auf dem Thron, und sein Finanzminister Turgot, inspiriert vom Geiste der Aufklärung, beschließt einen wichtigen Teil des französischen Wirtschaftssystems zu reformieren.
Doch es kommt alles ganz anders, als erhofft.
Das erwähnte Buch heißt "The Flour War" von Cynthia Bouton
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1873 war ein außergewöhnliches Jahr für die Stadt Wien: Es fand nicht nur die Wiener Weltausstellung statt, sondern es kam auch zu einem heftigen Börsenkrach und im Sommer brach auch noch die Cholera aus. Doch das war noch nicht alles. Im Oktober wurde ein gigantisches Projekt fertiggestellt, das die Stadt bis heute prägt und zur hohen Lebensqualität beiträgt. Zahlreiche Stollen und 30 Aquädukte sorgen dafür, dass Wien mit Hochquellwasser aus 100 Kilometer Entfernung versorgt wird.
Wir sprechen in der Episode über Cholera, wie sie mit Wasserleitungen und Filteranlagen bekämpft wurde und über die letzte große Cholera-Epidemie in Deutschland, die 1892 in Hamburg ausbrach.
Das Episodenbild zeigt die berühmte Karte von John Snow, mit der er zeigen konnte, dass eine Wasserpumpe in Soho die Ursache für den Londoner Cholera-Ausbruch von 1854 war.
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Wir springen in dieser Folge ins 18. Jahrhundert. Wilhelm Herschel, Musiker aus Hannover, versucht sein Glück als Musiker und Komponist in England. Doch bald entwickelt er eine neue Leidenschaft, die nicht nur ihn, sondern schließlich auch seine Schwester Caroline weltberühmt machen wird.
Wir sprechen darüber, wie das Geschwisterpaar, ohne offizielle Ausbildung nicht nur musikalisch, sondern auch wissenschaftlich für Furore sorgte, und warum wir auch heute noch ihre Namen überall finden.
Vielen Dank an Florian Freistetter für seine großzügige Hilfe, wer mehr von ihm hören will kann dies bei seinen ausgezeichneten "Sternengeschichten" tun.
Literatur
Michael Hoskin - "Discoverers of the Universe"
Das Episodenbild zeigt die Herschels in einer Lithographie aus dem Jahr 1896.
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Wir springen in dieser Folge ins Mittelalter und beschäftigen uns mit dem Leben eines Ritters: Guillaume le Maréchal oder William Marshal, 1. Earl of Pembroke war aber nicht irgendein Ritter. Zu Lebzeiten galt er als der beste aller Ritter, was mit seinen Erfolgen auf diversen Turnieren zusammenhängt. Er diente unter allen englischen Königen während der Zeit des Angevinischen Reichs, darunter auch Richard Löwenherz.
Am Ende schaffte er es sogar zum Regenten von England und übernahm die Vormundschaft für den noch unmündigen König Heinrich III., der die Krone beinahe an den französischen Prinzen verloren hätte. Dass wir so viel über das Leben dieses mittelalterlichen Ritters wissen, ist einem Zufall zu verdanken: Denn in den 1880er-Jahren wurde eine zeitgenössische Biographie über ihn wiedergefunden – mit immerhin 19.214 achtsilbigen Verszeilen.
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Wir springen diesmal nach Korea und Japan, wo im Mai des Jahres 1592 eine der größten militärischen Auseinandersetzungen des 16. Jahrhunderts beginnt.
Wir sprechen darüber, warum der japanische Herrscher Toyotomi Hideyoshi sein Heer von beinahe 160.000 Mann in Korea einmarschieren ließ, und was ein paar portugiesische Händler, die im Jahr 1543 an einer kleinen japanischen Insel landeten, damit zu tun haben.
Das Episodenbild zeigt die Landung der japanischen Flotte in Busan.
Die erwähnte Podcast-Folge der Wissenswelle mit Julia-Niharika Sen findet sich hier und hier lässt sich die Wissenswelle abonnieren.
Samuel Hawley – “The Imjin War”
Kenneth W. Swope – “A Dragon’s Head and a Serpent’s Tail”
Stephen Turnbull – “The Samurai Invasion of Korea”
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Wir springen in dieser Folge an das Ende des 19. Jahrhunderts und beschäftigen uns mit der Geschichte der frühen Arbeiterbewegung. Es geht um den Aufstieg der Gewerkschaften um 1900 und das stärkste Mittel, das beim Kampf um bessere Arbeitsbedingungen zur Verfügung steht, nämlich den Streik.
Dazu beschäftigen wir uns mit der beeindruckenden Biographie von Paula Thiede, die als Anlegerin in der Druckbranche angefangen hat und zur weltweit ersten Vorsitzenden einer Gewerkschaft wurde, in der Männer und Frauen Mitglied waren.
Das erwähnte Buch ist von Uwe Fuhrmann “Frau Berlin,” Paula Thiede (1870-1919): vom Arbeiterkind zur Gewerkschaftsvorsitzenden. Als Open Access ist von Uwe Fuhrmann ebenfalls erschienen: Feminismus in der frühen Gewerkschaftsbewegung (1890-1914). Die Strategien der Buchdruckerei-HilfsarbeiterInnen um Paula Thiede
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Wir springen in dieser Folge ins 18. Jahrhundert. Schauplatz ist der Süden Frankreichs, wo zwischen 1764 und 1767 eine Bestie ihr Unwesen treibt und nicht nur die lokale Bevölkerung, sondern auch die gesamte französische Öffentlichkeit in Atem hält.
Wir sprechen darüber, warum diese Geschichte so nur zu jener Zeit und nur an jenem Ort stattfinden konnte und warum sie, trotz der vielen zu beklagenden Toten, eigentlich gar nicht so außergewöhnlich war, wie es scheint.
Die erwähnten Bücher sind “Monsters of the Gévaudan” – von Jay M. Smith und “Beast – Werewolves, Serial Killers and Man-Eaters” von Gustavo Sanchez Romero und S.R. Schwalb.
Das Episodenbild zeigt eine Darstellung der angreifenden Bestie aus dem 19. Jahrhundert.
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