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Wir springen in das Jahr 1903 und beschäftigen uns mit einer wissenschaftlichen Entdeckung: Der französische Physiker René Blondlot beobachtete bei Experimenten mit Röntgenstrahlen, dass sich die Helligkeit einer Lichtquelle veränderte. Er erklärte das mit einer neuen Art von Strahlung, die er zu Ehren der Universität in Nancy N-Strahlen nannte.
Die N-Strahlen hätten eine der wichtigsten wissenschaftlichen Entdeckungen des 20. Jahrhunderts werden können. Viele Forscher haben begeistert Experimente mit den neuen Strahlen gemacht – aber einige wurden skeptisch. Und so stellte sich bald heraus: Die N-Strahlen gibt es gar nicht. Blondlot hatte sich selbst getäuscht und etwas beobachtet, was gar nicht existiert.
In dieser Folge werden wir unterstützt von Florian Freistetter. Florian ist nicht nur Science Buster, Autor und Podcaster, er hat sich auch vor einiger Zeit einmal mit Blondlot und den N-Strahlen beschäftigt.
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Wir springen in dieser Folge an den Anfang des 20. Jahrhunderts. In der kleinen Stadt Zabern im Elsass – das zu jenem Zeitpunkt gerade erst seit knapp zwei Jahren volles Mitglied des deutschen Kaiserreichs ist – sorgen im Oktober 1913 die Aussagen eines jungen deutschen Soldaten für Aufruhr. Schnell schaukelt sich die Sache zu einer veritablen innenpolitischen Krise hoch, die sich als symptomatisch für das militarisierte Kaisertum Wilhelms II. herausstellen wird.
Das erwähnte Buch ist Around the World in 80 Words von Paul Anthony Jones, außerdem war für diese Folge die Dissertation über Berthold von Deimling von Kirsten Zirkel äußerst hilfreich.
Das Episodenbild zeigt patroullierende deutsche Soldaten in Zabern im Jahr 1913.
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Wir beschäftigen uns in dieser Folge nicht mit einer Geschichte, sondern gleich mit vier Geschichten. Es geht um kuriose, historische Berufe, die es heute nicht mehr gibt: Eine Familie, die die korrekte Uhrzeit verkauft hat; Menschen, die „Planeten“ in einem Bauchladen von Mäusen oder Papageien an Kundinnen und Kunden übergeben haben; Soldaten, die auf der Suche nach Kaffee waren; und Personen, die als bezahlte Eremiten in den Parkanlagen Adliger gelebt haben.
Wer mehr über die Schmuckeremiten erfahren möchte, findet beim Podcastkollegen Der Buddler eine Folge aus dem Geheimen Kabinett dazu.
Den Uni Hamburg-Podcast Wissenswelle, den Daniel erwähnt hat und der jetzt alle 14 Tage erscheint, könnt ihr hier abonnieren.
Das Episodenbild zeigt Kaffeeriecher bei der Arbeit – nach einem Gemälde von L. Katzenstein, das in der Gartenlaube 1892 in einem Beitrag über die Kaffeeriecher abgedruckt wurde.
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Wir springen in dieser Folge ins 18. Jahrhundert. Es ist das Jahr 1778 und der Wiener Arzt Friedrich Anton Mesmer lässt sich in Paris nieder, um dort eine Praxis zu eröffnen. Schnell zieht er jedoch die Skepsis der etablierten Mediziner des Landes auf sich, denn er erfreut sich schnell großer Beliebtheit, doch seine Behandlungsmethoden sind mehr als außergewöhnlich.
Wir sprechen darüber, was es mit Mesmers Behandlungsmethoden auf sich hatte, wie er dazu kam, was sie ihm einbrachten und was heute noch davon übrig ist.
Die erwähnte multimediale Aufbereitung Mesmers und seiner Nachfolger gibt’s hier zu sehen.
Das Episodenbild zeigt einen Holzstich mit Mesmers Porträt, Ursprung unbekannt, Datum unbekannt.
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Wir springen ins Jahr 1904 in die USA. Elizabeth Magie bekommt ein Patent für das Brettspiel „The Landlord’s Game“, mit dem sie nicht nur den Kapitalismus ihrer Zeit kritisiert, sondern auch eine andere Wirtschafts- und Gesellschaftstheorie verbreiten möchte: Das Single-Tax-Prinzip nach Henry George.
Das Spiel verbreitet sich in den folgenden Jahrzehnten in unterschiedlichen Communities, etwa in US-Colleges oder den Quäkern in Atlantic City. So entdeckt es auch Charles Darrow, der eine Variante des Spiels als „Monopoly“ der Spielefirma Parker Brothers anbietet. Darrow galt daher lange Zeit als Erfinder des Spiels, das heute wie kein anderes für den Kapitalismus steht und zu den erfolgreichsten Brettspielen überhaupt zählt.
Das Episodenbild zeigt das „The Landlord’s Game“-Spielbrett aus dem Jahr 1904.
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Wir springen in dieser Folge mitten ins 20. Jahrhundert. Schauplatz ist die Schweiz, wo seit Jahrzehnten eine Industrie den Weltmarkt beherrscht: die Uhrenindustrie.
Doch all das gerät in den 1970er Jahren ins Wanken, als eine neue Technologie für einen Umbruch sorgt, der tausende Arbeitsplätze vernichten und unzählige Betriebe in den Abgrund stürzen wird.
Wir sprechen darüber, wie es dazu kam und wie die Schweiz sich mit aller Macht dagegen stemmte.
Das Episodenbild zeigt keine Quarzuhr, sondern das Uhrwerk einer Taschenuhr, ca. Ende 19. Jahrhundert.
Wer mehr über die Quarzkrise und weitere Revolutionen der Uhrenindustrie lesen will, sollte sich diese Reihe auf Hodinkee zu Gemüte führen.
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Wir springen nach Russland an den Anfang des 20. Jahrhunderts: Ernest Beaux kreiert für den russischen Zarenhof zum 300-jährigen Thronjubiläum der Romanows ein Parfüm. Und wie sich herausstellt, wird es zur Grundlage für das bekannteste Parfüm der Welt: Denn aufgrund des Ersten Weltkriegs und der Oktoberrevolution in Russland kehrt Beaux zurück nach Frankreich, wo er in Grasse, der Welthauptstadt des Parfüms, seinen Duft weiterentwickelt und 1920 auf Coco Chanel trifft.
Doch es gibt noch ein zweites Parfüm, das seinen Duft dem Thronjubiläum der Romanows verdankt: Der am weitesten verbreitete Duft in der Sowjetunion: Das Rote Moskau, Krasnaja Moskwa, vom ebenfalls französischen Parfümeur Auguste Michel.
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Wir springen diese Woche ins San Francisco des 19. Jahrhunderts. Joshua Norton, Kind schottischer Eltern, aufgewachsen in der Kapkolonie, schafft es dort mit gutem wirtschaftlichem Gespür zu rechtem Wohlstand. Doch all das ändert sich schlagartig im Jahr 1852, als ein Ereignis nicht nur Nortons wirtschaftlichen Status verändern wird.
Das Episodenbild zeigt ein Porträt Joshua Nortons.
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Wir springen in das viktorianische England, wo in den 1850er-Jahre ein Projekt gestartet wurde, dessen Anspruch nicht größer sein konnte: Für ein neues Wörterbuch sollte nicht nur jedes Wort der englischen Sprache erfasst werden, sondern auch seine Geschichte und unterschiedlichen Bedeutungen mit Zitaten belegt werden. 70 Jahre sollte es schließlich dauern, bis die erste vollständige Ausgabe des „New English Dictionary on Historical Principles“ erschien. Bis heute ist es das umfangreichste Wörterbuch in englischer Sprache, bekannt als Oxford English Dictionary.
Um das Mammutprojekt möglich zu machen, waren die Herausgeber auf Freiwillige angewiesen, die Bücher lasen und Belegstellen einschickten: Am Ende waren es 6 Millionen. Einer der wichtigsten Zuarbeiter war William C. Minor, der wegen Mordes in einer psychiatrischen Anstalt war.
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Wir springen in dieser Folge in die USA des 19. Jahrhunderts. William Miller, Bauer und Laienprediger, stellt nach intensivem Studium des Neuen Testaments eine Theorie auf. Eine Theorie, die ihm für einige Jahre eine nicht ganz geringe Anhängerschaft bringen wird. Doch die Bewegung hat ein Ablaufdatum, und sie wird schließlich in einem Ereignis enden, das in die Geschichte als The Great Disappointment of 1844, also die Große Enttäuschung von 1844 eingehen wird.
Das Episodenbild zeigt William Miller, wahrscheinlich im Jahr 1840.
Die beiden Bücher, die sich am eingehendsten mit der Thematik auseinandersetzen sind:
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