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Wir springen in dieser Folge ins Jahr 1284. In der niedersächsischen Stadt Hameln wird in diesem Jahr ein geheimnisvoller Flötenspieler nicht nur Ratten, sondern auch 130 Kinder ins Verderben locken. Die Geschichte übt eine solche Faszination auf die Menschen aus, dass sie im Laufe der Jahrhunderte zu einer der bekanntesten Sagen Deutschlands wird.
Wir sprechen in dieser Folge darüber, was es mit möglichen historischen Hintergründen dieser Geschichte auf sich hat.
Der erwähnte Artikel von Prof. Udolph ist hier zu finden.
Das Episodenbild zeigt den erwähnten Ausschnitt des Kirchenfensters in der Marktkirche in Hameln.
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Wir springen in das Jahr 1943 an die spanische Küste: In Huelva findet ein Fischer die Leiche des britischen Soldaten Major William Martin – zusammen mit vertraulichen Dokumenten – und übergibt sie dem spanischen Militär. Was sie nicht merken: Major William Martin hat es nie gegeben und die Dokumente, die er bei sich trug, waren präpariert und sollten die Nationalsozialisten davon überzeugen, dass keine Invasion Siziliens geplant war. Eine Geschichte, wie aus einem James-Bond-Film, und tatsächlich hatte auch Ian Fleming, der Autor der James-Bond-Reihe, seine Finger im Spiel.
In der Folge erwähnte Literatur:
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Wir springen in dieser Folge ins Jahr 1862. Ort sind die USA, wo seit einem Jahr der Sezessionskrieg tobt. Im Zuge dessen wird nun ein Plan ausgeheckt, der – falls erfolgreich – den Nordstaaten einen erheblichen Vorteil bringen könnte.
Wir sprechen in dieser Folge über Sabotage, Pläne mit unvorhergesehenen Stolpersteinen und eine Verfolgungsjagd, die wahrscheinlich die erste ihrer Art war.
Das Episodenbild zeigt die Andrews Raiders, samt Lokomotive, in einer Zeichnung aus dem Jahr 1901.
Die verwendete Literatur ist “The Great Locomotive Chase” von Gordon L. Rottman.
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Wir beschäftigen uns in dieser Folge mit dem Leben des Alexander von Humboldt. Es geht um zwei Lebensabschnitte des berühmten Naturforschers: Zuerst springen wir nach Südamerika und begleiten ihn auf eine seiner Forschungsreisen, dann nach Berlin, wo er in seinen späteren Jahren als wohl einer der ersten großen Wissenschaftskommunikatoren gewirkt hat.
Dies ist eine Spezialfolge, denn nicht wir erzählen uns die Geschichte, sondern Jasmin (@lavievagabonde) und Lorenz (@lorenzadlung) haben sie uns mitgebracht. Die beiden erzählen sich sonst jede Woche Geschichten aus der (Bio-)Wissenschaft in ihrem Podcast Bugtales.fm. Vielen Dank dafür!
Episodenbild zeigt Humboldt und Bonpland im Urwald, auf einem Gemälde um die Mitte des 19. Jahrhunderts.
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Wir springen in die Schweiz und beschäftigen uns mit den Anfängen der Alten Eidgenossenschaft im Mittelalter. Warum wird in der Schweiz der 1. August 1291 als Gründungstag gefeiert und hat Wilhelm Tell tatsächlich einen Apfel vom Kopf seines Sohnes geschossen und den tyrannischen Landvogt Gessler ermordet? Wie bei vielen Nationalgeschichten mischen sich auch in diesem Fall Ereignisse und Mythen wild durcheinander.
In dieser Episode beschäftigen wir uns mit einigen der Schweizer Nationalmythen und schauen uns an, was dahintersteckt und wir aus den Quellen darüber wissen.
Folgende Bücher werden in der Folge erwähnt:
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Wir springen in dieser Folge ins Japan des sehr frühen 18. Jahrhunderts. Im Jahr 1703 überfallen 47 herrenlose Samurai – sogenannte Ronin – das Haus eines hohen Beamten des Shogunats. Das daraus resultierende Blutvergießen wird in die japanische Geschichte als Nationalmythos Einzug finden.
Wir sprechen darüber, was wahrscheinlich geschah, warum diese Geschichte solch eine Faszination auf die Menschen zu jener Zeit ausübte und warum sie auch heute noch gern erzählt wird – trotz historischer Ungereimtheiten.
Die verwendete Literatur ist “Forty Seven Ronin – The Vendetta in History”, von John A. Tucker und “The Revenge of the 47 Ronin”, von Stephen Turnbull.
Das Episodenbild zeigt den Angriff Asanos auf Kira, in einem Holzschnitt aus dem 18. Jahrhundert.
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Wir beschäftigen uns dieser Folge mit Kautschuk und seiner zentralen Bedeutung für die Industrialisierung und Kolonialisierung Anfang des 20. Jahrhunderts: Der zunehmende Bedarf an Gummi sorgte für einen Kautschuk-Boom in Brasilien, wo im Amazonasgebiet der Kautschukbaum Hevea brasiliensis wächst. Der Boom dort war aber bald vorbei, nachdem Henry Wickham 70.000 Samen des Baumes nach London schmuggelte und kurze Zeit später in Südostasien die ersten Kautschuk-Plantagen angelegt wurden.
Die in der Folge angesprochenen Bücher sind The Devil’s Milk und The Thief at the End of the World.
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Wir springen in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts. England, unter Elizabeth I., ist zwar eine wichtige Macht in Europa, doch was koloniale und auch wirtschaftliche Bestrebungen angeht, hinken sie den Seefahrernationen Spanien und Portugal ziemlich hinterher.
Wir sprechen in dieser Folge über Martin Frobisher, eigentlich Freibeuter, der einen Plan ausheckt, auch England am Kuchen der Globalisierung mitnaschen zu lassen. Allerdings wird sich bald rausstellen, dass das alles gar nicht so einfach ist.
Das Episodenbild zeigt Martin Frobisher auf einem Gemälde aus dem Jahr 1777 von Cornelis Ketel.
Die verwendete Literatur ist einerseits “The Queen’s Conjurer” von Benjamin Woolley und spezifisch zu Frobisher das Buch “Sir Martin Frobisher” von Taliesin Trow.
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Wir springen in dieser Folge nach Harvard in die USA an die Sternwarte, das Harvard College Observatory. Der langjährige Direktor dort, Edward Pickering, setzte auf eine neue Technik, mit der in der Astronomie eine neue Ära eingeläutet wurde: die Fotografie. Die Auswertung der vielen Fotoplatten übernahm eine Gruppe Frauen, die heute als Harvard Computers bekannt ist. Diese Pionierinnen haben wegweisende Arbeiten gemacht und die Astrophysik auf ein neues Level gehoben, in einer Zeit, in der Frauen die wissenschaftliche Anerkennung verwehrt wurde.
Vielen Dank an Karl Urban, der uns nicht nur auf das Thema hingewiesen hat, sondern in dieser Folge als Experte zur Verfügung stand und uns die damals entdeckten astronomischen Erkenntnisse genauer erklärt hat. Karl macht neben seinen journalistischen Arbeiten auch seit vielen Jahren einen Podcast über Sterne und Steine: AstroGeo.
Das in der Folge erwähnte Youtube-Video, mit einem Einblick in das gigantische Glasplattenarchiv, findet sich hier.
Das Episodenbild zeigt die Harvard Computers mit Edward Pickering im Jahr 1913.
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Wir springen diesmal in die 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Automaten, also mechanische Konstrukte, die selbständig jene Dinge tun, die eigentlich lebenden Wesen vorbehalten waren, sind gerade der große Renner. Und auch in Wien konstruiert der Beamte Wolfgang von Kempelen einen solchen Automaten um die Kaiserin zu beeindrucken.
Wir sprechen über diesen Automaten – den Schachtürken – und die Erfolge, die er bald darauf in ganz Europa feiern wird. Doch der faszinierende Automat birgt ein Geheimnis, das die Menschen selbst lang nach dem Ableben seines Erschaffers beschäftigen wird.
Das Episodenbild zeigt eine Gravur aus dem Pamphlet über den Schachtürken von Karl Gottlieb von Windisch.
Die verwendete Literatur ist „Kempelen – Zwei Maschinen“ von Brigitte Felderer und Ernst Strouhal, und “The Turk” von Tom Standage.
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