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Wir springen nach Hamburg in den recht noblen Stadtteil Harvestehude. Im bolivianischen Generalkonsulat wurde dort am 1. April 1971 der Konsul Roberto Quintanilla Pereira erschossen. Am Tatort bleibt ein Zettel zurück: „Victoria o Muerte. ELN“. Die Tat konnte bis heute nicht aufgeklärt werden, wird aber meistens Monika Ertl zugeschrieben, die mit ihrer Familie in den 1950er-Jahren nach Bolivien ausgewandert ist.
Roberto Quintanilla Pereira war vor seiner Zeit in Hamburg an der Ermordung von Che Guevara und weiteren Rebellen und Guerilleros beteiligt. Es geht in dieser Folge um die Umstände der Tat, den NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie und warum die Tatwaffe von dem Mann stammte, der das berühmte Bild Guevaras (auch das Episodenbild) in Europa vermarktete.
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Wir springen in dieser Folge ins 19. Jahrhundert. Schauplatz ist der kleine Ort Battle Creek im US Bundeststaat Michigan. Dort wächst John Harvey Kellogg auf, Spross einer Siebentageadventistenfamilie, und bald angesehener Leiter des dortigen Wellnessinstituts. Und, im Zuge seiner Arbeit, entwickelt er etwas, das auch heute noch in aller Munde ist.
Wir sprechen darüber, wie es dazu kam, was sein Bruder Will damit zu tun hat und warum seine Erfindung eigentlich nach gar nichts schmecken hätte sollen.
Das Episodenbild zeigt Werbung aus dem Jahr 1910.
Das erwähnte Buch heißt “The Kelloggs – The Battling Brothers of Battle Creek” von Howard Markel.
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Wir beschäftigen uns in dieser Folge mit dem Dunklen Jahrhundert (saeculum obscurum) des Papsttums. Und einem Tiefpunkt in der Geschichte der katholischen Kirche: Der verstorbene Papst Formosus wird von einem seiner Nachfolger exhumiert und vor Gericht gestellt. Wie es zu dem Prozess kam, wie er ausging und welche Folgen er hatte, schauen wir uns genauer an.
Das Papsttum war zu dieser Zeit ein Spielball unterschiedlicher Gruppen und Adelsfamilien in Rom und längst nicht so stabil, wie wir es heute kennen: Wirren, Intrigen, Mord und Totschlag standen auf der Tagesordnung.
Daniel war bei Andreas im Tonmobil zu Gast und hat bei „Das Ziel ist im Weg“ ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Danke für die Einladung! Die Folge könnt ihr hier hören:
Wir springen in dieser Folge ins Jahr 1415. Heinrich V., König von England, landet am 14. August in der Normandie und beginnt damit eine Kampagne, die ihren Höhepunkt in einer der best dokumentierten Schlachten des Mittelalters finden sollte: der Schlacht von Azincourt.
Wir sprechen über diese auch im heutigen England noch mythisch verklärte Schlacht des Hundertjährigen Krieges und werden dabei auch erklären, warum der Langbogen der Engländer nicht die Wunderwaffe war, als die er gern mal hingestellt wird.
Das Episodenbild zeigt eine Darstellung der Schlacht aus dem 15. Jahrhundert.
Die hauptsächlich dafür verwendete Literatur ist von Anne Curry und heißt “1415 Agincourt – A New History”.
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Wir beschäftigen uns in dieser Folge mit der Geschichte einer Krankheit und wie sie zu ihrem Namen kam: Syphilis. Erstmals beschrieben wurde Syphilis Ende des 15. Jahrhunderts nach der Belagerung von Neapel durch das Heer des französischen Königs Karl VIII., doch es dauert einige Jahrhunderte, bis sich der heute verwendete Name durchsetzte.
Bestand die Behandlung zunächst aus Quecksilberkuren, wurden im 20. Jahrhundert Arsen- und Malaria-Therapien entwickelt, für die es auch Nobelpreise gab. Ab den 1940er-Jahren stand dann mit Penicillin ein effektives Medikament gegen die Geschlechtskrankheit zur Verfügung.
Außerdem sprechen wir über das längste Menschenexperiment des 20. Jahrhunderts: In den USA wurde von 1932 bis 1972 die Tuskegee-Syphilis-Studie durchgeführt. Ein menschenverachtendes Experiment, das gegen alle medizinethischen Grundsätze verstieß.
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Wir springen in dieser Folge ins 7. Jahrhundert, Schauplatz ist das Königreich Silla, das in späterer Folge zum Vorläufer Koreas werden wird.
Wir sprechen in dieser Folge über Seondeok, die als erste Königin Koreas gilt, und in deren Regierungszeit das Reich zwar noch nicht seine volle Größe erreichte, die aber großen Einfluss auf die wissenschaftliche und kulturelle Entwicklung Koreas hatte.
Das Episodenbild zeigt (wahrscheinlich) Seondeok.
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Um 1900 ändern sich die Behandlungsmethoden in den Psychiatrien grundlegend: Bettbehandlung und Dauerbäder stehen jetzt im Zentrum der Einrichtungen. Die Historikerin Monika Ankele beschäftigt sich mit Psychiatriegeschichte und sie hat die Auswirkungen dieser neuen Therapien in einem Forschungsprojekt untersucht.
Dieses Extra ist gleichzeitig eine Jubiläumsfolge: Auf den Tag genau vor zehn Jahren hat Daniel seinen ersten Podcast veröffentlicht. Damals ein Gespräch für die „Stimmen der Kulturwissenschaften“, gemeinsam mit Anna Masoner. Zu Gast war damals: Monika Ankele, die gerade ihre Dissertation abgeschlossen hatte und uns von ihrem Buch über den Alltag in Psychiatrien um 1900 berichtete. Zehn Jahre später gibt es nun also die Fortsetzung.
Ein großer Dank an der Stelle an Martin Gasteiner und Anna Masoner, ohne die es diese erste Folge wohl so nie gegeben hätte. Auf die nächsten zehn Jahre!
Das in der Folge erwähnte Buch: Material Cultures of Psychiatry
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Wir springen ins 18. Jahrhundert und beschäftigen uns mit Chemie – und wie die Chemie zu einer modernen Wissenschaft wurde. Dem Theologen Joseph Priestley gelang es in den 1770er-Jahren, Sauerstoff zu isolieren. Als Anhänger der Phlogiston-Theorie zog er allerdings noch die falschen Schlüsse aus seinen Experimenten, denn er ging davon aus, phlogistonfreie Luft entdeckt zu haben. Antoine Laurent de Lavoisier fand dann schließlich die Lösung, die zur Begründung der Chemie als Naturwissenschaft führte.
Heute zählt Lavoisier zu den bekanntesten Chemikern der Geschichte, der die chemische Revolution einleitete. Eine andere Revolution hat er nicht überlebt: Während der sog. Terrorherrschaft im Zuge der Französischen Revolution wurde er für seine Tätigkeit als Steuereintreiber hingerichtet.
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Wir springen in dieser Folge ins Jahr 1922, Ort des Geschehens ist New York City, und dort geschieht am 13. September etwas, das stark mit einer ganze bestimmten Sache verwoben ist: Hüten!
Wir sprechen daher etwas über die Bedeutung von Hüten, warum sie, auch noch Anfang des 20. Jahrhunderts zu teils erheblichen Auseinandersetzungen führen konnten und warum wir heute so gut wie keine Hüte mehr tragen.
Das Episodenbild zeigt Athlet und Manager Connie Mack im Jahr 1911 mit einem “Boater” Strohhut.
Das erwähnte Buch heißt: “HATS – A History of Fashion in Headwear” von Hilda Amphlett.
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Wir springen ins 19. Jahrhundert und beschäftigen uns mit der Biographie von Adam Worth. Er hat nicht nur zahlreiche Verbrechen auf mehreren Kontinenten verübt, in London ein Verbrechens-Kartell aufgebaut und das damals teuerste Gemälde gestohlen, sondern war auch als „Napoleon des Verbrechens“ die Inspiration für den Gegenspieler von Sherlock Holmes: Professor Moriarty.
Das Episodenbild zeigt das Gemälde von Thomas Gainsborough mit Georgiana Cavendish, das Adam Worth stiehlt, nachdem es erst kurz zuvor bei einer Auktion für einen Rekordpreis verkauft wurde. Als Literatur für das Thema wird in der Folge das Buch „The Napoleon of Crime: The Life and Times of Adam Worth, Master Thief“ von Ben Macintyre erwähnt.
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