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Wir springen in das 17. Jahrhundert: New York hieß noch Nieuw Amsterdam und auf einer kleinen Inselgruppe im heutigen Indonesien, den Molukken, kämpften zwei Kolonialmächte um die Vorherrschaft. Es ging um ein Handelsmonopol auf ein begehrtes Gewürz, das zu diesem Zeitpunkt weltweit nur auf den Banda-Inseln wuchs: Muskat.
Der Handel mit Muskatnüssen war derart lukrativ, dass die Niederländer sogar den Anspruch auf Manhattan aufgaben, um weiterhin die kleine Muskat-Insel Run zu kontrollieren. Die Stadt Nieuw Amsterdam wurde umbenannt und ist heute die bevölkerungsreichste Stadt in den USA. Und das Monopol auf den Muskathandel? Wurde durch Biopiraterie gebrochen.
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Wir springen in dieser Folge ins antike Griechenland und die damalige Mythologie, die vor allem von einem Gedanken beseelt ist: Roboter, Androiden und ähnliche Automaten.
Wir sprechen darüber, wie diese Mythen schon damals vor allem Tyrannen und andere Machthaber dazu inspirierten, sich allerlei Mechanisches anfertigen zu lassen und wie die Angst vor unkontrollierbaren Maschinen schon damals die Menschen bewegte.
Diese Folge hat das großartige Buch “Gods and Robots” von Adrienne Mayor zur Basis.
Das Episodenbild zeigt den in der Folge erwähnten Sizilianischen Bullen.
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Wir springen in die USA ins Jahr 1898 und sprechen über den einzigen erfolgreichen Putsch in der US-Geschichte. In Wilmington, North Carolina, kam es zwei Tage nach Wahlen, die geprägt waren von einer aggressiven White Supremacy-Kampagne zu einem Angriff auf die schwarze Bevölkerung, bei dem mindestens 60 Schwarze zu Tode kamen.
Im Zuge der Ausschreitungen wurde die gewählte Regierung gewaltsam abgesetzt. Konsequenzen für die Putschisten hatte das nicht. Der Gouverneur von North Carolina griff nicht ein und auch der US-Präsident William McKinley, der im Vorfeld über die Pläne informiert war, schaute tatenlos zu. Die Ereignisse in Wilmington hatten nicht nur Vorbildwirkung auf andere Südstaaten, sondern etablierten einen strukturellen Rassismus, der zur Rassentrennung führte und der schwarzen Bevölkerung das Wahlrecht verwehrte.
Literatur
Das Episodenbild zeigt eine Gruppe Red Shirts während der Wahl am 8. November 1898 in North Carolina.
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Wir springen in dieser Geschichte ins Oxford des Jahres 1355. Genauer: der 10. Februar, auch bekannt als Tag der Sankt Scholastika. Aber: dieser Tag wird sich als alles andere als heilig herausstellen. Im Gegenteil: ein Disput in einer Taverne über mangelhaften Wein wird für eine der blutigsten Auseinandersetzungen sorgen, die die Stadt Oxford in ihrer Geschichte erleben wird.
Wir sprechen darüber wie es dazu kam und warum die Folgen dieser Auseinandersetzung noch bis ins Jahr 1955 andauerten.
Das Episodenbild zeigt den Schlusspunkt des Aufruhrs (auf einer Postkarte aus dem Jahr 1907).
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Wir springen ins Jahr 1925 nach Paris. Der Trickbetrüger Victor Lustig plant seine bislang spektakulärste Aktion: Er will den Eiffelturm an einen Pariser Schrotthändler verkaufen. 7.000 Tonnen Eisen stellt er, getarnt als Generaldirektor des französischen Postministeriums, in Aussicht.
Victor Lustig zählt zu den bekanntesten Trickbetrügern – oder Con Men. Er hat nicht nur den Eiffelturm verkauft, sondern auch Boxen, die angeblich Geld kopieren konnten, und er war einer der erfolgreichsten Geldfälscher in den 1920er-Jahren. Was schließlich den Secret Service auf den Plan rief, der nicht nur den US-Präsidenten schützen, sondern auch Geldfälschungen aufdecken soll.
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Wir springen in dieser Folge in die 40er Jahre des 19. Jahrhunderts. Nachdem der Welt im Jahr 1839 eine neue Technologie, im wahrsten Sinne des Wortes, geschenkt wird, macht sich der Mathematiker Josef Maximilian Petzval daran, diese Technologie noch zu verbessern.
Wir sprechen darüber, wie es dazu kam, welche Folgen seine Forschungen für die Geschichte der Fotografie und damit auch für unser aller Leben haben sollte und warum sein Leben trotzdem nicht in Ruhm und Reichtum endete.
Das Episodenbild zeigt den Nachbau eines Petzvalobjektivs auf einer Voigtländerkamera.
Der erwähnte Artikel von Dan Colucci ist hier zu finden.
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Wir springen etwa 100 Jahre zurück und beschäftigen uns mit dem Alchemisten und Goldmacher Franz Seraph Tausend. Der umtriebige Geschäftsmann verkaufte nicht nur Lack, der versprach, Geigen wie Stradivaris klingen zu lassen, sondern plante die Goldherstellung in industriellem Maßstab.
Er knüpfte Kontakte zur völkischen Bewegung und mit Erich Ludendorff stieg einer ihrer prominentesten Vertreter in das Gold-Geschäft mit ein. Tausend wurde zum Geldbeschaffer für die Gegner der Weimarer Republik. Und nach seiner Verhaftung 1929? Verwandelte er unter strenger Kontrolle Blei zu Gold. Oder doch nicht?
Das genannte Buch über Tausend ist von Franz Wegener: Der Alchemist Franz Tausend.
Hier geht es zur Aktion „Deine Spende als Geschenk“ von Viva con Agua.
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Wir sprechen in dieser Folge über Napoleon – DEN Napoleon. Allerdings nicht über seine Schlachten, seinen bleibenden Einfluss auf Europa oder gar über die Schlacht von Waterloo. Na gut, ein bisschen auch über die Schlacht von Waterloo, aber tatsächlich sprechen wir darüber, was mit dem Mann passierte, nachdem er aufhörte Kaiser zu sein.
Es geht um die entlegene Insel St. Helena, um ein feuchtes Gefängnis und warum ein britischer Offizier Napoleon die letzten Jahre seines Lebens etwas schwer machte.
Literatur
Das Episodenbild zeigt Napoleon auf St. Helena in einem Gemälde von Franz Josef Sandmann.
Und auch die im Feedbackteil erwähnte Animation der Jahrhunderte, in denen unsere Geschichten bisher stattgefunden haben, soll nicht vergessen werden. Sie ist hier zu finden. Danke Simon!
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Wir springen in dieser Folge ins 18. Jahrhundert und beschäftigen uns mit Theatergeschichte. Zu dieser Zeit ziehen zahlreiche Schauspielgruppen von Stadt zu Stadt. Star der Theatertruppen war der Hanswurst – eine Figur, die recht derben Humor auf die Bühne brachte.
Caroline Neuber war damals nicht nur eine der bekanntesten Schauspielerinnen, sondern auch Prinzipalin der Neuber’schen Komödiantengesellschaft. Ihr Ziel: Den Hanswurst loswerden und das Theater von einer Jahrmarktsattraktion zu einer bürgerlichen Institution zu machen. Wir sprechen über das Leben der Neuberin – wie sie genannt wurde – und warum der Hanswurst schließlich von der Bühne verbannt wurde.
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Wir springen in dieser Folge ins 12. Jahrhundert, mitten ins Heilige Römische Reich. Im Zentrum der Geschichte stehen drei Männer: zwei, die sich streiten und einer, der den Streit schlichten soll. Der Streitschlichter ist Heinrich VI., Sohn des Kaisers Barbarossa und eigentlich ja auf einem Feldzug nach Polen, die Streithähne sind Erzbischof Konrad I. von Mainz und Landgraf Ludwig III. von Thüringen. Doch, es kommt alles ganz anders, und es kommt alles viel schlimmer.
Ganz zu Beginn der Folge sprechen wir auch noch kurz über etwas in eigener Sache, das zwar schwerwiegend wirkt, aber schlussendlich dann wahrscheinlich nicht ganz so schlimm sein wird.
Das Episodenbild zeigt Braemar Castle, das zwar weder aus dem Hochmittelalter ist, noch im Heiligen Römischen Reich lag, aber das aufgrund seiner Konstruktion relevant für diese Folge ist.
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