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Dies ist eine Sonderfolge mit Dr. Emma Southon, Historikerin und Autorin des Buches “A Fatal Thing happened on the Way to the Forum“. Teile des Interviews gab es in Folge 288 zu hören, im vollen Interview sprechen wir u.a. darüber, wie es zu einem Buch über Morde im antiken Rom kam, und auch ein bisschen mehr über die Geschichte des Tiberius Gracchus.
Das Interview ist auf Englisch (bis auf Bruno Kreisky, der weiterhin auf Deutsch begrüßt und verabschiedet).
This is a special episode featuring Dr. Emma Southon, historian and author of “A Fatal Thing happened on the Way to the Forum“. Parts of this interview were used for episode 288, in this full version of the interview we talk, among other things, about her motivation to write about murder in ancient Rome and discuss the fate of Tiberius Gracchus in some more detail.
The interview is in English (save for Bruno Kreisky in our intro and outro).
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Wir springen in dieser Folge ins 2. Jahrhundert vor der Zeitenwende. Ort des Geschehens ist Rom, wo der Volkstribun Tiberius Gracchus versucht, mit einer Landreform mehrere Probleme Roms gleichzeitig in den Griff zu kriegen. Doch die reichen Mitglieder des Senats sind diesem Vorschlag gar nicht wohlgesonnen und was folgt wird nicht nur das Leben des Tiberius Gracchus nachhaltig verändern, sondern auch das Ende der römischen Republik einläuten.
Zu Gast in dieser Folge ist – wieder einmal – Dr. Emma Southon, die nach ihrem Werk über Agrippina – der Folge 183 gewidmet war – nun mit “A Fatal Thing Happened On The Way To The Forum” ein Buch über Morde im antiken Rom verfasst hat. Das gesamte Interview mit ihr wird übrigens in naher Zukunft als Sonderfolge nachzuhören sein.
Das Episodenbild zeigt eine Darstellung des Senats zur Zeit Ciceros.
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Ende des 18. Jahrhunderts beginnt die Geschichte der Luftfahrt: Die ersten Ballons fuhren in bislang nicht erreichte Höhen und es kam zu einem regelrechten Ballonfieber. In spektakulären Shows begeisterten Ballonfahrerinnen und Ballonfahrer mit Luftakrobatik und gefährlichen Stunts ein großes (Eintritt zahlendes) Publikum.
Schon bald nachdem die Gebrüder Montgolfier den ersten bemannten Heißluftballon steigen ließen und Jacques Charles den Gasballon erfand, sprang ein anderer Ballonfahrer erstmals aus der Gondel: 1797 wagte André-Jacques Garnerin den ersten Fallschirmsprung. Und überlebte die Aktion, anders als viele andere Pionierinnen und Pioniere von denen wir in dieser Geschichte erzählen. Einer davon ist Hermann Lattemann, der mit seinem Fallschirm-Ballon tödlich verunglückte. Seine Lebensgefährtin, Käthe Paulus, erfand dann den Paketfallschirm und wurde zur ersten Berufsluftschifferin in Deutschland.
Das Episodenbild zeigt die Ballon- und Fallschirmpionierin Käthe Paulus beim Absprung aus einem Ballon – es ist eine Fotomontage, die um das Jahr 1890 entstanden ist.
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Wir springen in dieser Folge wieder mal nach Island, und sprechen im Zuge dieser Folge nicht nur über eine der bekanntesten Seefrauen Islands, sondern gehen auch der Frage nach, warum Frauen zwar noch während der Frühen Neuzeit zu großen Teilen am Fischfang beteiligt waren, sich das aber ab der Mitte des 19. Jahrhunderts drastisch änderte.
Basis für diese Folge ist das großartige Buch “Seawomen of Iceland” der Ethnografin Margaret Willson, ohne deren Forschung die Seefrauen Islands heutzutage wahrscheinlich so gut wie nicht mehr bekannt wären.
Das Episodenbild zeigt eine isländische Fischerinnenhütte im 19. Jahrhundert.
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Um 1900 sorgten Erpresserbriefe im New Yorker Stadtteil Little Italy für Angst und Schrecken. Unterschrieben waren die Drohungen mit einer Zeichnung: einer schwarzen Hand. Italienische Einwanderer brachten die Black Hand-Methode mit in die USA, wo sich gleichzeitig die Mafia etablierte.
Ein italienischer Einwanderer sollte der organisierten Kriminalität in New York Einhalt gebieten: Joseph Petrosino. Er wurde Leiter der Italian Squad der New Yorker Polizei. Doch schon bald geriet er selbst ins Visier der Mafia. Während er auf Sizilien ermittelte, wurde er 1909 in Palermo getötet.
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Wir springen in dieser Folge ins London des frühen 19. Jahrhunderts. Dort hat sich der Deutsche Friedrich Accum – nunmehr Frederick Accum – einen Namen als Chemiker gemacht. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist er aber auch Showman und Aufklärer, der sich vor allem mit einem beschäftigt: verfälschten Lebensmitteln.
Wir sprechen in dieser Folge darüber, wie Lebensmittel gefälscht oder für Gewinnmaximierung verändert wurden und wie Friedrich Accum versuchte, dieser Praxis anhand angewandter Chemie Einhalt zu gebieten.
Das in der Folge erwähnte Buch von Bee Wilson heißt “Swindled: The Dark History of Food Fraud, from Poisoned Candy to Counterfeit Coffee”.
Friedrich Accums Treatise kann auf archive.org gelesen oder runtergeladen werden.
Das Episodenbild zeigt Friedrich Accum ums Jahr 1820.
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Sie war eine der bekanntesten Frauen Mitte des 19. Jahrhunderts: Elizabeth Rosanna Gilbert. Ein Name, den sie aber mit 22 Jahren ablegte und fortan als die spanische Adlige Maria de los Dolores Porrys y Montez durch die Welt zog. Sie tanzte, hatte eine Affäre mit dem bayerischen König Ludwig I. und war bekannt dafür, Ohrfeigen zu verteilen.
Was bei all den Skandalen oft untergeht: Lola Montez war nach ihrer Münchner Zeit eine erfolgreiche Schauspielerin und Vortragsreisende, mit Tourneen durch die USA und Australien. Wir sprechen in der Folge über ihre turbulente und für das 19. Jahrhundert außergewöhnliche Biographie und wie es zur Verwandlung kam, von einer viktorianischen Salondame zur spanischen Tänzerin.
Das in der Folge erwähnte Buch: „Ich habe dem starken Geschlecht überall den Fehdehandschuh hingeworfen“ von Marita Krauss.
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Wir springen diesmal ins frühe Mittelalter. Ort des Geschehens ist das heutige Frankreich, wo sich im 6. Jahrhundert mehrere Brüder aus dem Geschlecht der Merowinger das fränkische Königreich teilen. Doch der Friede trügt, und er ist immer nur von kurzer Dauer.
Wir sprechen darüber, wie die Hochzeit mit einer westgotischen Prinzessin und die darauffolgenden Ereignisse einen Konflikt auslösen werden, der über Jahrzehnte andauern und das Ende des merowingischen Herrschergeschlechts einläuten wird. Und immer im Zentrum des Ganzen: die Königinnen Fredegund und Brunhild.
Das Episodenbild zeigt Chlothar II., Sohn des Chilperich und der Fredegund auf einer Goldmünze.
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Der 23. Februar 1981 ging als der Tag – und die Nacht – in die Geschichte Spaniens ein, an dem die junge Demokratie auf dem Spiel stand. Viele verfolgten live über ihr Transistorradio, wie Antonio Tejero mit Teilen der Guardia Civil das Parlament stürmte, an die Decke schoss und die Abgeordneten als Geiseln nahm. Gleichzeitig ließ der Mitverschwörer Milans del Bosch in Valencia Panzer durch die Straßen fahren.
Während Tejero im Parlament auf den „Elefante Blanco“ wartete, bereitete der König und Oberbefehlshaber der Armee, Juan Carlos I., seine öffentliche Reaktion auf den Putschversuch vor – eine Fernsehansprache, die kurz nach 1 Uhr nachts ausgestrahlt wurde. Der Putsch brach daraufhin zusammen. Viele Fragen sind aber bis heute ungeklärt.
Vielen Dank an unseren Experten Julian Rieck, der auch in dieser Episode vom sehr empfehlenswerten Fußballpodcast Hörfehler zu hören ist.
Das in der Folge erwähnte Buch (das Richard vor einiger Zeit mal Daniel geschenkt hat): Javier Cercas: Anatomie eines Augenblicks: Die Nacht, in der Spaniens Demokratie gerettet wurde.
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Wir springen in dieser Folge ins 19. Jahrhundert und widmen uns nichts Geringerem als einem ganzen Kontinent: Lemuria. Im Jahr 1864 stellt nämlich der britische Biologe Philip Sclater die Theorie auf, dass eben jener Kontinent – mittlerweile versunken – eine wichtige Rolle in der Entwicklung der afrikanischen und indischen Fauna gespielt haben muss.
Wir sprechen darüber, was es mit diesem Kontinent tatsächlich auf sich hatte, warum er heute in der Wissenschaft kaum noch Erwähnung findet, dafür aber in einem ganz anderen, recht zweifelhaften Bereich so beliebt ist, wie nie zuvor.
Das Episodenbild zeigt einen Lemur, genauer einen Halsbandmaki.
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