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Wir springen in die Niederlande und beschäftigen uns mit einem der erfolgreichsten Kunstfälscher des 20. Jahrhunderts: Han van Meegeren. Ihm ist es gelungen, gefälschte Bilder Jan Vermeers an die bedeutendsten Kunstsammlungen der Niederlande zu verkaufen und Millionen damit zu verdienen. 1943 verkaufte er eine seiner Fälschungen an Hermann Göring – was sich nach dem Zweiten Weltkrieg als verhängnisvoll herausstellen sollte.
Ohne der Fälschung überführt zu werden, gestand er schließlich kurz nach dem Ende der Besatzung durch Nazi-Deutschland 1945 den Betrug. Wir sprechen darüber, wie es dazu kam und warum van Meegeren seinen letzten Vermeer während seiner Zeit in U-Haft gemalt hat.
Das Episodenbild zeigt Han van Meegeren beim Malen seines letzten Vermeers 1945: Jesus unter den Schriftgelehrten
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Wir springen in dieser Episode ins 15. Jahrhundert und beschäftigen uns mit Cyriacus: eigentlich ausgebildeter Händler, entdeckt dieser Mann aus Italien bald eine Passion, die ihn bis ans Ende seines Lebens nicht loslassen wird: alte Gebäude, Monumente und Ruinen – kurz: die Überbleibsel längst vergangener Kulturen.
Wir sprechen darüber, wie dieser Mann einerseits den Tourismus und andererseits die Archäologie erfunden hat, dabei zu einem Star der Humanisten und zu einem allseits gern gesehenen Gast an den Höfen diverser Machthaber wurde.
Literatur zu dieser Folge ist das Buch: To wake the dead: A renaissance merchant and the birth of archaeology von Marina Belozerskaya.
Das Profilbild zeigt Cyriacus in einer Darstellung aus dem Jahr 1459.
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Eishockey hatte für die DDR-Sportführung bis 1968 eine besondere Bedeutung: Weil die beiden deutschen Staaten ein gemeinsames Team zu den olympischen Spielen schickten, entschied das Eishockey-Team bei den Winterspielen über den Chef de Mission, den Leiter der gemeinsamen Olympia-Delegation. Nach 1968 ändert sich die Situation grundlegend: Mit dem Leistungssportbeschluss von 1969 sollte Eishockey nicht mehr gefördert werden. Und doch bestand ab 1970 bis zum Ende der DDR eine Profiliga, die jedoch nur mehr aus zwei Mannschaften bestand: SC Dynamo Berlin und SG Dynamo Weißwasser.
Der Historiker René Feldvoß hat eine Dissertation über Eishockey in der DDR geschrieben, die kleinste Liga der Welt, und wir haben über die Hintergründe gesprochen und welche Rolle Erich Mielke, Minister für Staatssicherheit, dabei gespielt hat.
Vielen Dank an René für das Gespräch! Er hat die Geschichte schon einmal für die Bundeszentrale für politische Bildung aufgeschrieben: Dynamo gegen den Rest der Republik – Das DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess.
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Wir springen in dieser Folge nur wenige Jahrzehnte zurück und sprechen über ein Kapitel aus der Geschichte der DDR. Zwischen 1970 und 1990 spielten nur zwei Mannschaften in der Eishockey-Oberliga, der höchsten Spielklasse: SC Dynamo Berlin und SG Dynamo Weißwasser. Bis 1968 hatte Eishockey einen besonderen Status in der DDR aufgrund des gesamtdeutschen Olympiateams, doch mit dem Leistungssportbeschluss von 1969 sollte die Förderung komplett wegfallen. Dass dennoch zwei Mannschaften weitergespielt haben, ist vor allem mit einem Namen verbunden: Erich Mielke, Minister für Staatssicherheit in der DDR.
Vielen Dank an unseren Experten für diese Folge: René Feldvoß. Er hat gerade eine Dissertation über das Thema abgeschlossen und die Geschichte schon einmal für die Bundeszentrale für politische Bildung aufgeschrieben: Dynamo gegen den Rest der Republik – Das DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess.
Das Episodenbild zeigt eine Szene aus einem Länderspiel der DDR-Auswahl gegen Norwegen 1974. Bundesarchiv, Bild 183-N0317-008 / Koard, Peter / CC-BY-SA 3.0
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Wir springen in dieser Folge in die USA des 19. Jahrhunderts. Protagonist ist ein junger Chirurg, der drauf und dran ist, die gesamte Disziplin und die dafür benötigte Ausbildung zu revolutionieren. Wir unterhalten uns über eine Chirurgie, die zu jener Zeit gerade erst im Begriff ist, zu jener Chirurgie zu werden, wie wir sie heute kennen.
Es geht um Schmerzen, Gummihandschuhe und schließlich auch um ein Geheimnis, das der begabte Mediziner bis an sein Lebensende mit sich tragen wird.
Die für diese Episode vorwiegend verwendete Literatur ist “Genius on the Edge” von Gerald Imber.
Das Episodenbild zeigt Halsted in einer Fotografie aus dem Jahr 1922.
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In dieser Folge eine Premiere: wir sprechen mit Markus Widmer und Harald Eckmüller vom 3W6 Podcast. Da es bei ihrem Podcast nebst Rollenspielen auch ums Geschichtenerzählen geht, war es nur passend, dass auch sie uns eine Geschichte aus der Geschichte mitgebracht haben.
Es ist unser erster Ausflug in der Spielgeschichte, aber einer, der es in sich hat. Es geht in dieser Geschichtes des Rollenspiels “Dungeons & Dragons” um Erfolge, Niederlagen und Intrigen. Kurz, genau die Dinge, die eine gute Geschichte aus der Geschichte braucht.
Danke an Markus und Harald, deren Podcast im Web hier zu finden ist, und ansonsten überall im gut sortierten Podcasthandel. Wer will, kann ihnen auch auf Twitter folgen oder etwas zu ihrem Patreon beisteuern.
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Wir springen in das Jahr 1945 auf Schloss Itter nach Tirol und beschäftigen uns mit einem der letzten Gefechte des Zweiten Weltkriegs in Europa. Das Schloss war ein KZ-Außenlager in dem prominente Gefangene interniert waren. Dazu zählten die wichtigsten politischen Persönlichkeiten Frankreichs der Zwischenkriegszeit: die letzten beiden Premierminister Édouard Daladier und Paul Reynaud sowie die Armeechefs Maxime Weygand und Maurice Gamelin. Außerdem befanden sich unter den Gefangenen Marie-Agnès Cailliau, Schwester von Charles de Gaulles und der spätere Friedensnobelpreisträger Léon Jouhaux.
Die Befreiung gilt als einziges Gefecht des Zweiten Weltkrieges, bei dem US-Soldaten mit Wehrmachts-Soldaten und einem hochrangigen SS-Offizier gemeinsam gekämpft haben.
Update: Daniel behauptet in der Folge, es gäbe keine nach Josef Gangl benannte Straße in Wörgl, dafür eine in Wien. Das stimmt aber so nicht: Es gibt eine Sepp-Gangl-Straße in Wörgl und die Josef-Gangl-Straße in Wien ist nach dem Schauspieler und Schriftsteller Josef Gangl benannt.
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Wir springen in dieser Folge in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Die relativ neu gegründete Zoological Society in England will ihren Zoo im Regent’s Park um einen Star erweitern. Sie beschließen, dass dieser Star ein Nilpferd sein muss, und mit Hilfe des ägyptischen Machthabers, wird dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt.
Wir sprechen in dieser Folge über dieses Nilpferd, Obaysch: woher es kam, was es so besonders machte, was es für das viktorianische England bedeutete und welches Vermächtnis es hinterließ.
Die erwähnte Literatur ist das Buch “Obaysch – A Hippopotamus in Victorian London” von John Simons.
Das Profilbild zeigt Obaysch auf einer Fotografie aus dem Jahr 1852.
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Wir springen in das Jahr 1939 und beschäftigen uns diesmal mit Südtirol: Nach dem Hitler-Mussolini-Abkommen im Oktober 1939 mussten sich deutschsprachige Südtiroler und Ladiner bis Ende des Jahres entscheiden, ob sie ins Deutsche Reich auswandern oder in Italien bleiben, wo sie sprachlich und kulturell unterdrückt wurden. Und obwohl ein Großteil optiert hat, sind nur wenige tatsächlich ausgewandert.
Die Geschichte hat Anna Masoner mitgebracht, die uns vor einiger Zeit einmal von einem Rosengarten in Portland erzählt hat. Sie hat ihre Familiengeschichte recherchiert und ist im Archiv auf die Akten ihrer Großeltern gestoßen.
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Wir beschäftigen uns in dieser Folge mit dem wichtigsten diagnostischen Verfahren der vormodernen Medizin: der Uroskopie. Über viele Jahrhunderte war nicht das Stethoskop der charakteristischste Gegenstand für einen Arzt, sondern das Harnglas. Am Urin, so war die damalige Überzeugung, könne ein Arzt mittelbar alle Krankheiten erkennen.
Doch ab dem 16. Jahrhundert regte sich Kritik an der Harnschau und die gelehrten Ärzte überließen das Feld den Brunzdoktoren und Seichguckern, denn in der Bevölkerung erfreute sich die Harnschau bis ins 20. Jahrhundert hinein großer Beliebtheit. Über einen der bekanntesten Harnschauer aus Österreich sprechen wir daher auch: Johann Reinbacher, besser bekannt als Höllerhansl.
Damit nicht genug: Am Ende der Folge geht es noch über die Geschichte des Schwangerschaftstests und warum das gegenwärtige Amphibiensterben damit zusammenhängt.
Wir konnten leider aus lizenzrechtlichen Gründen keine Version des Höllerhansl-Lieds spielen, dafür gibt es hier ein Video. Und wer das Lied selbst spielen möchte, findet hier die Noten.
Das Episodenbild zeigt das Gemälde „De bleekzuchtige vrouw“ von Samuel van Hoogstraten. Es stammt aus den 1660er-Jahren und ist eines von vielen Beispielen aus der Genremalerei, das Ärzte bei der Harnschau zeigt.
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