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Wir springen in dieser Woche durch die Zeiten, vom 2. Jahrtausend vor der Zeitenwende, bis zur Gegenwart: denn wir besprechen die Geschichte des Eises, genauer, die Geschichte des Speiseeises. Die Süßigkeit, an der sich heutzutage Millionen von Menschen so selbstverständlich laben, hat eine bewegte Geschichte hinter sich, im wahrsten Sinne des Wortes.
Als Inspiration und Vorlage diente dieser Artikel, das erwähnte Buch von Jerio Quinzio heißt “Of sugar and snow: A history of ice cream making” und die Erkenntnisse der erwähnten Historikerin Dr. Melissa Calaresu zu Speiseeis in Neapel lassen sich hier nachlesen.
Das Episodenbild zeigt Speiseeis, von Daniel aufgenommen.
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Wir freuen uns auch immer, wenn ihr euren Freundinnen und Freunden, Kolleginnen und Kollegen oder sogar Nachbarinnen und Nachbarn von uns erzählt!
Sie ist da, die große 200. Das bedeutet 200 Wochen jede Woche eine Folge, jede Woche eine neue Geschichte aus der Geschichte. Endlich Zeit mal abzurechnen, und dafür weichen wir von unserem ursprünglichen Konzept etwas ab.
Denn in dieser Folge widmen wir uns ganz und gar euren Fragen: wir sprechen darüber, wie wir das alles hier produzieren, wir sprechen über uns, über die Geschichtswissenschaft und was euch sonst so interessiert hat. Es ist eine Nabelschau, ein Plaudern aus dem Nähkästchen, das sich gewaschen hat: zum ersten Mal hat eine Folge so richtig Überlänge.
Der Plan, aufgrund der Länge endlich mal Kapitelmarken einzubauen wurde schnell verworfen, und so ist es ein Potpourri aus Einspielern, Champagner- und Ingwersudtrinken und vielen, vielen Worten.
Wir bedanken uns bei allen die uns bisher gehört haben, Feedback und Hinweise gegeben haben, Geld gespendet haben, als Expertinnen und Experten zur Seite gestanden sind, uns ihre Geschichten geliehen haben, uns ihren Freundinnen und Freunden, Nachbarinnen und Nachbarn oder vielleicht sogar Wildfremden empfohlen haben oder uns einfach auf die ein oder andere Art unterstützt haben. Ohne euch gäbe es uns in der Form sicher nicht.
In diesem Sinn: wir freuen uns auf mindestens 200 weitere Folgen!
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Wir springen etwa 100 Jahre zurück und beschäftigen uns mit einem U-Boot: UC 71. Das U-Boot liegt in der Nähe von Helgoland auf dem Meeresboden. Doch es ist nicht während der Kampfhandlungen untergegangen, sondern kurz bevor es nach Ende des Krieges im Februar 1919 an Großbritannien übergeben werden sollte.
Florian Huber ist Unterwasserarchäologe und er hat herausfinden können, wie es zum Untergang von UC 71 gekommen ist. Er unterstützt uns in dieser Folge als Experte und erzählt auch von Georg Trinks, der als Maschinist lange an Bord von UC 71 war und zwei Tagebücher hinterlassen hat, die uns einen Einblick über das Leben an Bord geben.
Außerdem sprechen wir über die Bedeutung des U-Boot-Kriegs im Ersten Weltkrieg und welche Gegenmaßnahmen die Royal Navy gegen den uneingeschränkten U-Boot-Krieg der Kaiserlichen Marine unternommen hat.
Für die Jubiläumsfolge planen wir eine Spezialausgabe, in der wir mit euch ins Gespräch kommen wollen und über diesen Podcast sprechen möchten. Wenn ihr immer schon mal was über Geschichten aus der Geschichte oder uns wissen wolltet, dann ist jetzt die Gelegenheit. Außerdem interessiert uns natürlich, wann, wie, wo und warum hört ihr uns und was ihr so erlebt habt beim Hören. Daher: Erzählt uns eure Geschichten!
Schickt uns also Fragen, Kommentare, Kritik, Lob oder einfach Grüße zum Jubiläum per Mail an (feedbackATgeschichte.fm) oder via Twitter (@GeschichteFM).
Wer auch mal in diesem Podcast zu hören sein will, kann die Frage, den Kommentar oder die Grüße auch selbst einsprechen und sie uns per WhatsApp oder Signal schicken: Und zwar an die Nummer 0151 56556145. Wichtig: Das Ganze muss uns bis zum 21. Juli 2019 erreicht haben.
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Wir springen in dieser Folge in das Gebiet der heutigen Ukraine. Die Zeit ist das 10. Jahrhundert nach der Zeitenwende, und beherrscht wird die Gegend von Warägern, Wikingern die seit dem 8. Jahrhundert in der Gegend Handel und Unwesen treiben.
Doch Herrschen ist nicht einfach, wie Prinz Igor I. erkennen muss. Wir sprechen in dieser Folge aber weniger über ihn, sondern mehr über seine Frau Olga, die zwar heute als Heilige verehrt wird, davor aber für einen Rachefeldzug bekannt wurde, der seinesgleichen sucht.
Das Episodenbild zeigt Olga in einer Darstellung des Künstlers Nicholas Roerich.
Für die Jubiläumsfolge planen wir eine Spezialausgabe, in der wir mit euch ins Gespräch kommen wollen und über diesen Podcast sprechen möchten. Wenn ihr immer schon mal was über Geschichten aus der Geschichte oder uns wissen wolltet, dann ist jetzt die Gelegenheit. Außerdem interessiert uns natürlich, wann, wie, wo und warum hört ihr uns und was ihr so erlebt habt beim Hören. Daher: Erzählt uns eure Geschichten!
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Wir springen ins 20. Jahrhundert und beschäftigen uns mit der finnischen Geschichte – und der (sehr) kurzen Geschichte des Königreichs Finnland. Nur einen Monat vor dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde Friedrich Karl von Hessen zum finnischen König ernannt – obwohl der deutsche Adlige keinerlei Bezug zu dem Land hatte. Mit der Niederlage des Deutschen Reichs und der Abdankung des Kaisers Wilhelm II. folgte auch die Abdankung des finnischen Königs – der noch nicht einmal inthronisiert war und Finnland nie betreten hatte.
In der Folge sprechen wir darüber, wie es dazu kam, dass Finnland, das als erstes europäisches Land das Frauenwahlrecht eingeführt, kurzzeitig Monarchie wurde und was das mit dem Großfürstentum Finnland unter der Herrschaft des russischen Zaren und dem finnischen Bürgerkrieg zu tun hat.
Vielen Dank an Michael Jonas, Historiker an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg, der uns als Experte zur Verfügung stand!
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Wir springen in dieser Folge an einen aus früheren Folgen bekannten Ort: Panama. Dort existiert ein Isthmus – eine Landbrücke – die Nord- und Südamerika trennt und seit Jahrhunderten die Fantasie diverser Mächte beflügelt.
Wir sprechen in dieser Folge darüber, wie nach vielen Anfängen schließlich der Kanal gebaut wird, der Karibisches Meer und Pazifik verbinden wird. Es ist eine Geschichte voller Hybris, Misswirtschaft und wie so oft voller Katastrophen.
Die in der Folge nicht erwähnte, aber trotzdem für diese Episode verwendete Literatur ist Hell’s Gorge: The Battle to Build the Panama Canal von Matthew Parker.
Das Episodenbild zeigt den Culebra Cut, der am schwersten zu bewältigende Teil des Kanalbaus.
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Wir springen in das Jahr 1938 und beschäftigen uns mit der außergewöhnlichen Flucht von Gerta und Moses Stern. Beide wachsen in Wien auf und sie beschließen nach ihrer Hochzeit im Oktober 1938 auszuwandern. Das Ziel ist Johannesburg in Südafrika.
Für die Visa fahren sie nach Hamburg, wo Moses Stern zu Beginn der Novemberpogrome am 9. November verhaftet und in das KZ Sachsenhausen gebracht wird. Doch Gerta Stern gelingt es, mit einer waghalsigen Aktion, ihren Mann aus dem KZ zu befreien und mit Hilfe eines Unbekannten die Flucht nach Panama zu organisieren.
Das in der Folge erwähnte Buch: Anne Siegel, Señora Gerta. Wie eine Wiener Jüdin auf der Flucht nach Panama die Nazis austrickste
Update mit einer Ergänzung von Anne Siegel:
1/2 Liebe @GeschichteFM Männer! Danke für diese schöne Folge, in der Ihr mein Buch #SeñoraGerta vorstelltet! Es gibt davon eine neue Fassung, die mit weiteren 40 Seiten als #TB bei @piperverlag erschien. Gertas heimlichen Retter fand ich durch die 1. Auflage im @EuropaVerlag!
— Anne Siegel (@TheAnneSiegel) June 20, 2019
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Wir springen in dieser Folge nach Nordamerika. Genauer: in den Süden Nordamerikas, an die Ufer des Mississippi. Es ist Anfang des 18. Jahrhunderts, und Frankreich hat sich ein riesiges Gebiet unter den Nagel gerissen, nennt es Louisiana und trifft dort nun auf das Indianervolk der Natchez.
Wir sprechen darüber, wie dieser Kontakt in Auseinandersetzungen mündet, die schließlich für Frankreich und Natchez weitreichende Folgen haben werden.
Die erwähnte Literatur ist das Buch “Natchez Country” von George Edward Milne.
Das Episodenbild zeigt eine Große Sonne in einer Zeichnung aus dem 18. Jahrhundert.
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In dieser Folge geht es um Vorarlberg kurz nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch der Habsburger Monarchie: Mit einer überwältigenden Mehrheit stimmte die Vorarlberger Bevölkerung in einer Volksbefragung am 11. Mai 1919 dafür, Verhandlungen über den Beitritt zur Schweiz zu führen. Wir sprechen darüber, wie es dazu kam und warum daraus nichts wurde und Vorarlberg noch heute als Kanton Übrig bekannt ist.
Die Geschichte erzählt uns diesmal wieder ein Gast: Florian Gasser (@FlorianGasser), Journalist bei der ZEIT, für die er auch den Podcast Servus. Gruezi. Hallo. macht. Florian hat diese Geschichte für die ZEIT recherchiert (Zu hülf, ihr Eidgenossen!) und er erzählt uns von den Hintergründen: Eine zentrale Rolle spielt der Lehrer und antisemitische Agitator, Ferdinand Riedmann, der kurzfristig politische Erfolge feierte – bis er wegen Vergewaltigung eines jungen Mädchens verurteilt wurde.
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Gab es mal eine Zeit, in der Tiere in Strafprozessen zum Tode verurteilt wurden? Und Insekten von der Kirche exkommuniziert wurden, wenn sie sich geweigert haben, Felder oder Weinberge freiwillig zu verlassen? In dieser Folge beschäftigen wir uns mit Tierprozessen. Diese Prozesse tauchen vereinzelt in den Quellen ab dem 13. Jahrhundert auf und erreichen im 16. Jahrhundert ihren Höhepunkt.
Wir sprechen außerdem über die problematische Quellenlage dieser Geschichte: Denn vielleicht gehen die Tierprozesse gar nicht auf echte Gerichtsverfahren zurück, sondern auf das Genre der fiktiven Prozesse, das angehenden Juristen die Grundsätze des „gelehrten römisch-kanonischen Prozesses in erbaulicher Art und Weise“ vermitteln sollte.
Der von Richard in der Folge angesprochene Artikel: When Dickens met Dostoevsky
Vielen Dank an Rene für den Hinweis!
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