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Wir springen in dieser Folge wieder mal in die Antike, und zwar in die frühe Kaiserzeit, also jene von Caligula, Claudius und Nero. Allerdings sprechen wir weniger über diese Männer, und mehr über jene eine Frau, die all diese Männer verbindet: Agrippina die Jüngere.
Zur Unterstützung ist diesmal Dr. Emma Southon mit dabei, die mit ihrem im Jahr 2018 veröffentlichten Werk über Agrippina die wohl unterhaltsamste Bearbeitung dieser komplexen Person geschrieben hat.
Wer nach dieser Episode noch mehr von Dr. Emma Southon hören will, kann sich das (beinahe) ungeschnittene Gespräch als Bonusfolge anhören, die im Lauf der Woche veröffentlicht werden wird. Außerdem ist sie eine Hälfte des History is Sexy Podcasts, der übrigens auch auf unserer Geschichtspodcastsliste zu finden ist.
Dr. Emma Southons Buch “Agrippina – Empress, Exile, Hustler, Whore” gibt’s z.B. hier zu kaufen.
Das Episodenbild zeigt eine Büste Agrippinas, Künstler unbekannt.
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Wir springen in die 1920er Jahre und beschäftigen uns mit Streichhölzern: Genauer gesagt, mit dem Mann, der mit Streichhölzern ein gigantisches Firmenimperium aufgebaut hat, im Zentrum des amerikanischen Börsenbooms stand, zahlreiche Finanzprodukte erfunden und einen Finanzskandal ausgelöst hat, der 1933 und 1934 zur Regulierung der Börsen in den USA geführt hat.
Sein Geschäftsmodell: Kredite an Staaten zahlen und im Gegenzug dort ein Zündholzmonopol erhalten. Auf diese Weise wurde Kreuger zum größten Kreditgeber für Europa. Der Deal mit Deutschland aus dem Jahr 1930 hatte bis ins Jahr 1983 bestand. Bis dahin durften in Deutschland nur Zündhölzer der Marken Welthölzer und Haushaltsware produziert und verkauft werden.
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Wir springen in dieser Folge in die ungarische Tiefebene, wo vor Jahrhunderten Viehhirten eine Suppe kreierten, die in weiterer Folge ein identitätsstiftendes Merkmal ungarischer Kultur werden sollte.
Wir sprechen über das, was diese Suppe ausmacht, wann das Paprikapulver dazukam und warum Gulasch heute als ungarisches Nationalgericht gilt.
Die am Anfang der Folge erwähnte Episode des Zeitspeise Podcasts über Pizza findet sich hier.
Das Episodenbild ist aus dem frühen 21. Jahrhundert und zeigt Pörkölt mit traditionell dazu gereichten Kartoffeln.
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Wir springen nur einige Jahrzehnte zurück und beschäftigen uns in dieser Episode mit einem Schiffskonvoi, der im Sueskanal während der Zeit des Sechstagekriegs und des Jom-Kippur-Kriegs ankern musste – nachdem der Kanal für die Schifffahrt gesperrt wurde. Die 14 Frachtschiffe wurden als Gelbe Flotte bekannt und waren 8 Jahre lang inmitten des weltpolitischen Geschehens, denn der Sueskanal bildete während der Zeit die Frontlinie: Auf der Westseite des Kanals stand das ägyptische Militär und auf der Ostseite das israelische Militär.
Was passierte aber mit der Ladung der Schiffe und wie haben sich die Schiffscrews während der langen Zeit im Großen Bittersee beschäftigt?
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Wir springen in dieser Folge ins Deutschland des 17. Jahrhunderts. In Frankfurt wird Maria Sibylla Merian geboren, Tochter des berühmten Kupferstechers und Verlegers Matthäus Merian, und schnell stellt sich heraus, dass auch sie über außergewöhnliches Talent verfügt.
Wir sprechen über Maria Merians Leben und was die Dinge sind, die sie noch so außergewöhnlich machten.
Die erwähnte Literatur ist:
Das Episodenbild ist ein Ausschnitt aus dem Titelblatt des ersten Raupenbuchs aus dem Jahr 1679.
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Wir springen diese Woche in die Mitte des 19. Jahrhunderts nach Rom und beschäftigen uns mit einem Klosterskandal, der von der Inquisition nach Anzeige der adligen Novizin Katharina von Hohenzollern-Sigmaringen aufgedeckt wurde. Es geht um Visionen, Wunder, Nonnen, die sich als Heilige verehren lassen, Teufelsaustreibungen, sexuellen Missbrauch und Giftanschläge.
Doch hinter dem Skandal steckt noch mehr, denn die Vorgänge in Sant’Ambrogio wurden in einem Netzwerk von einigen hochrangigen Jesuiten mit sehr guten Kontakten zu Papst Pius IX. gedeckt. Und so zeigt sich an dem Fall der Kampf um die künftige Ausrichtung der katholischen Kirche. Eine Auseinandersetzung, bei der sich am Ende die reaktionären Hardliner um den Papst durchsetzen – was sich zum Beispiel am Unfehlbarkeitsdogma und der Neuscholastik zeigt.
Das in der Folge erwähnte Buch: Die Nonnen von Sant’Ambrogio
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Wir springen in dieser Zeitsprung-Spezialfolge etwas weiter zurück als sonst und beschäftigen uns zum ersten Mal mit einem archäologischen Thema. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museums in Hamburg, ist zu Gast und erzählt im Interview von einer Kultur, die erst seit wenigen Jahrzehnten erforscht wird und in Fachkreisen einen wenig einprägsamen Namen hat: BMAC, Bactria-Margiana-Archeological-Complex.
Eine Kultur aus der Bronzezeit in der Gegend der Karakum-Wüste im heutigen Turkmenistan. Wir sprechen darüber, was von der Margiana-Kultur überliefert ist und was das Besondere an dieser Kultur ist. Dabei geht es unter anderem um schnell rotierende Töpferscheiben und Baktrische Prinzessinnen.
Infos zur Ausstellung, mit Bildern und einem Rundgang: https://amh.de/ausstellungen/margiana-ein-koenigreich-der-bronzezeit-in-turkmenistan/
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Wir springen in dieser Folge in die Mitte des 19. Jahrhunderts, Schauplatz der Geschichte ist China. Protagonist ist Robert Fortune, Botaniker und Experte für exotische Pflanzen. Seine Aufgabe: den wohl wertvollsten Schatz Chinas zu finden und außer Landes zu schaffen: Tee!
Die erwähnte Folge über den ersten Opiumkrieg gibt’s hier.
Die erwähnte Literatur:
Und die beiden von Fortune verfassten Werke:
Das Episodenbild zeigt Blätter unterschiedlicher Teepflanzen.
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Wir springen mal wieder in die Mitte des 19. Jahrhunderts und beschäftigen uns diesmal mit den Anfängen des Anarchismus und der Schweizer Uhrenindustrie. In den 1860er- und 1870er-Jahren war die Gegend um Saint-Imer im Berner Jura eine Hochburg des Anarchismus in seiner Entstehungsphase als internationale politische Bewegung und gleichzeitig ein Zentrum der Uhrenindustrie, die in dieser Zeit dort weltweit führend war.
In der Episode sprechen wir darüber, wie sich die Arbeitsbedingungen der Uhrmacher in der Schweiz veränderten durch die Globalisierung und der Streit zwischen Marxisten und Anarchisten zum Bruch der Ersten Internationalen führte – und damit die Juraföderation für kurze Zeit zum Zentrum der anarchistischen Bewegung wurde.
Unterstützt werden wir dabei wieder von einem Experten. Florian Eitel hat ein Buch zu dem Thema geschrieben: Anarchistische Uhrmacher in der Schweiz. Mikrohistorische Globalgeschichte zu den Anfängen der anarchistischen Bewegung im 19. Jahrhundert, das als Open Access-Publikation vorliegt.
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Wir springen in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Telegraph ist soeben erfunden und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt worden, und sowohl in Europa als auch den USA wird fleißig ferngeschrieben. Doch zwischen den Kontinenten herrscht noch immer Funkstille – einzig die Schifffahrt ermöglicht Nachrichtenaustausch. Wir sprechen darüber, wie ein Unternehmer sich daran macht, dieses Problem zu lösen und warum alles überhaupt nicht so einfach war, wie erwartet.
Die versprochene Karte mit der Visualisierung der beide Orte – Knightstown auf Valentia Island in Irland und St. John’s in Kanada – zwischen denen das Kabel schlussendlich verlegt wurde:
Die erwähnte Literatur ist “A thread across the ocean” von John Steele Gordon.
Das Episodenbild zeigt den Kabelauslieferungsmechanismus auf der Great Eastern.
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