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Wir springen diesmal in die USA und beschäftigen uns mit einer der bekanntesten Persönlichkeiten der US-Geschichte: Harriet Tubman. Sie war eine der erfolgreichsten Aktivistinnen der Underground Railroad, einem Netzwerk von Personen, die Sklaven und Sklavinnen bei der Flucht in den Norden geholfen haben.
In der Folge sprechen wir über ihr Leben vor der Flucht und ihre Zeit als “Conductor” der Underground Railroad. Außerdem streifen wir noch ihre Beteiligung am Sezessionskrieg, bei dem sie als Kundschafterin, Soldatin und Krankenschwester die Unionstruppen unterstützt hat.
Die Folge hat wieder einen Themenpaten: Michael hat einen Hinweis zum Roman “The Underground Railroad” von Colson Whitehead geschickt, was Ausgangspunkt für die Recherche zum Thema war. Außerdem noch ein Podcast-Tipp: Travis Dow hat für “Americana für Euch” kürzlich eine Folge zum Thema “Underground Railroad” gemacht.
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Wir springen in dieser Folge in die Mitte des 17. Jahrhunderts. Nicolas Fouquet, höchster Finanzbeamter Frankreichs und damit einer der mächtigsten Männer des Landes, beschließt die – wie er hofft – bald bevorstehende Krönung seiner Karriere mit dem Bau eines Anwesens zu feiern, das Frankreich bisher noch nicht gesehen hat.
Wir sprechen über dieses Anwesen und warum der Bau für Fouquet ungeahnte Konsequenzen hatte.
Das Anwesen selbst kann heute auch noch besucht werden, alle Infos und Fotos des Gartens und des Schlosses gibt’s auf der offiziellen Website.
Das Profilbild ist ein Ausschnitt einer Radierung aus dem 17. Jahrhundert, und zeigt den Eingangsbereich des Schlosses Vaux-le-Vicomte.
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Wir beschäftigen uns in dieser Folge mit dem Thema Armut und sprechen darüber, wie sich der Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit verändert hat – und welche Auswirkungen das hatte.
In der Zeit von 1500 bis 1850 nahm Armut in Europa deutlich zu und stieg vor allem die Anzahl der Personen, die auf Lohnarbeit angewiesen waren. In weiten Teilen Europas setzt sich in dieser Zeit das Gemeindeprinzip durch: Armenunterstützung wurde lokal organisiert und Hilfsleistungen erhielten Personen nur in ihren Heimatgemeinden. Gleichzeit wurde Betteln immer mehr kriminalisiert.
In England lassen sich dann um 1600, mit der Etablierung der Old Poor Laws, die Anfänge des Sozialstaats beobachten. Und nicht nur das, mit den Speenhamland-Tabellen verbreitete sich ab 1795 ein System, das die Hilfsleistungen einheitlich regelte und an die reale Preisentwicklung koppelte. Bis 1834, da kam es dann zur Reform der Armengesetze und für unterstützte Personen wurde die Unterbringung in Arbeitshäusern verpflichtend.
Der in der Folge erwähnte Vortrag ist von Philipp Lepenies: „Armut und die Geburt des Wohlfahrtsstaats“.
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Wir springen in dieser Folge in die frühe Neuzeit und sehen uns an, welche Bedeutung die Nacht für den Menschen hatte und wie die wohl häufigste Tätigkeit der Nacht – der Schlaf – gemeinhin praktiziert wurde.
Dabei treffen wir auch auf eine Schlaftechnik, die über Jahrhunderte vorherrschend war, heutzutage aber so gut wie vergessen ist.
Die erwähnte Literatur ist das Buch von A. Roger Ekirch “At Day’s Close – Night in Times Past”.
Das Profilbild ist “Landschaft bei Mondschein” von Jules Dupré aus dem Jahr1852.
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In dieser Episode gehen wir auf Schatzsuche. Auf der Kokos-Insel, einer kleinen Insel vor Costa Rica, soll ein legendärer Piratenschatz versteckt sein: Der Kirchenschatz von Lima. Wir beschäftigen uns mit dem Mythos des Schatzes und einem Mann, der sein halbes Leben mit der Suche nach dem Schatz auf der Insel verbracht hat. Doch August Gissler wurde, wie so viele vor und nach ihm, nicht fündig.
Bei der Gelegenheit sprechen wir gleich noch über das „Goldene Zeitalter der Piraterie“ und über Freibeuter und Kaperfahrer, die gerade im Pazifik häufig anzutreffen waren.
Diese Folge hat wieder einen Themenpaten, vielen Dank an André für den Hinweis!
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Wir springen in dieser Episode nach China. Es ist das Jahr 1958 und Mao Zetung, Vorsitzender der kommunistischen Partei, hat den „Großen Sprung nach vorn“ ausgerufen, der China innerhalb kürzester Zeit an die Spitze der Industriestaaten katapultieren soll.
Doch die Maßnahmen des „Großen Sprungs“ schlagen fehl. Wir sprechen in dieser Folge darüber, wie Misswirtschaft, Korruption und Pseudowissenschaft das Land in eine bis dahin noch nicht dagewesene Katastrophe führen.
Die in der Folge erwähnte Literatur sind Jesper Beckers “Hungry Ghosts” und Frank Dikötters “Mao’s Great Famine”.
Das Episodenbild zeigt Mao mit Landbevölkerung, gegen Mitte des Jahres 1958.
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Wir springen etwa 100 Jahre zurück und beschäftigen uns in dieser Folge mit den Anfängen der US-amerikanischen Filmindustrie: Carl Laemmle, aus dem kleinen Ort Laupheim im Süden Deutschlands, wandert mit 17 Jahren im Jahr 1884 in die USA aus und ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass heute in Hollywood Filme gedreht werden.
Nachdem sich Laemmle erfolgreich gegen die Klagewelle durch Thomas Edison und seinen Trust (Motion Picture Patents Company) wehren konnte, war der Weg frei für die Independents, die unabhängigen Filmproduzenten. Mit einigen von ihnen gründete er 1912 die Universal Motion Picture Manufacturing Company und baute das erste Filmstudio in Hollywood.
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In dieser Spezialepisode geht es um eine im Mittelalter weit verbreitete Tradition, die im Laufe der Frühen Neuzeit wieder in Vergessenheit geriet: das Kinderbischofsfest. Die Historikerin Tanja Skambraks, vom Historischen Institut der Universität Mannheim, hat ihre Dissertation zu dem Thema geschrieben und sie erzählt uns, aus welcher Tradition das Kinderbischofsfest hervorging, was das mit dem Nikolaus zu tun hat, welche Funktion es hatte und warum es mit der Reformation aus den Kirchen wieder verschwand.
Viele Kirchen greifen seit einigen Jahrzehnten die Kinderbischofs-Tradition wieder. So werden auch in Hamburg seit 1994 jedes Jahr am 6. Dezember drei Kinder zu Bischöfen ernannt.
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Wir springen in dieser Episode an die Anfänge des 18. Jahrhunderts. Protagonistin ist eine einfache Magd, die einige Monate lang mit einer noch nie dagewesenen Sensation das medizinische Establishment Englands in Atem hält.
Wir sprechen über eine unglaubliche Geburt, wie’s dazu kam und die teils schwerwiegenden Folgen für die involvierten Personen.
Das Episodenbild zeigt eine Darstellung der Geschehnisse des in der Episode erwähnten William Hogarth.
Mehr zum Thema mit Bildern zeitgenössischer Darstellungen und Pamphlete gibt’s hier.
Dank an Kurt für den Hinweis, der selbst einen sehr empfehlenswerten Geschichtsblog betreibt.
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Wir springen für diese Folge nach Wien in die Zwischenkriegszeit: Siegmund Bosel wird in nicht einmal 10 Jahren vom kleinen Textilverkäufer zum vielleicht reichsten Österreicher, mit einem weitverzweigten Firmenimperium. Jedoch verliert Bosel durch Währungsspekulationen und die Verwicklung in den größten Finanzskandal der 1920er-Jahre sein Vermögen nach kurzer Zeit wieder.
In der Episode sprechen wir darüber, wie es Bosel gelingt, so viel Geld anzuhäufen und unter welchen Umständen er es dann wieder verliert. Gleichzeitig ist es auch eine Geschichte der politischen Systeme im Nachkriegs-Österreich: vom Kaiserreich, zur 1. Republik, dem Ständestaat bis hin zur NS-Diktatur. Außerdem sprechen wir über Bosels tragisches Ende – denn er wird von einem der meistgesuchten NS-Verbrecher, Alois Brunner, 1942 während der Deportation nach Riga ermordet.
Das erwähnte Buch von Georg Ransmayr heißt „Der arme Trillionär. Aufstieg und Untergang des Inflationskönigs Sigmund Bosel“ und die ORF-Doku „Der Massenmörder und der Trillionär“ findet sich noch in der Mediathek.
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