Glaubensdenker

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Glaubensdenker episodes

  • Berührt vom Leben: Ostern, Glaube & Hoffnung – Nina Hagens Weg zwischen Absturz und Auferstehung
    Wie extreme Erfahrungen, Spiritualität und Alltag zusammenfinden – und warum Glaube ein Gegenmittel zur Angst sein kann
    In dieser Folge sprechen wir über eine außergewöhnliche Glaubensgeschichte: Nina Hagen und ihre radikale Erfahrung zwischen Drogen, Gebet und Rettung.
    Ausgehend von ihrem intensiven Erlebnis tauchen wir ein in große Fragen:
    Was passiert, wenn das Leben uns an unsere Grenzen bringt? Warum entstehen gerade in Krisen neue Formen von Glauben? Und was hat das alles mit Ostern zu tun?
    Wir diskutieren, wie Glaube nicht als Flucht, sondern als echte Resilienzquelle wirken kann – und warum bewusste Unterbrechungen im Alltag (wie Meditation oder Liturgie) ein Schlüssel gegen Angst und Orientierungslosigkeit sein können.
    Eine Folge über Grenzerfahrungen, Hoffnung, gesellschaftliche Dynamiken – und die vielleicht wichtigste Frage:
    Wie füllen wir die „Lücken“ unseres Lebens?
    https://taz.de/Nina-Hagen-ueber-Gott-und-Punk/!6161519/
    26 min
  • Die unsichtbare Apostelin – Feminismus in der Bibel neu entdeckt
    Warum die Samariterin mehr ist als eine Randfigur – und was die Kirche oft verschweigt
    In dieser Folge von Glaubensdenker wird es unbequem – und gleichzeitig inspirierend. Ausgehend vom Weltfrauentag werfen Clemens und Jan einen neuen Blick auf eine bekannte Bibelstelle: die Begegnung Jesu mit der Samariterin am Brunnen.
    Was passiert, wenn genau diese Geschichte in der Kirche oft gekürzt wird – und dabei ausgerechnet die Frau verschwindet? Welche Rolle spielen patriarchale Strukturen in der Überlieferung biblischer Texte? Und warum kann man die Samariterin eigentlich als Apostelin verstehen?
    Die beiden diskutieren über feministische Theologie, blinde Flecken der kirchlichen Tradition und die zeitlose Frage nach Würde – damals wie heute. Eine Folge, die herausfordert, Perspektiven verschiebt und Mut macht, genauer hinzuschauen.
    Shownotes:
    Gottes Wort weiblich (Blog von Annette Jantzen)
    👉 https://www.gotteswortweiblich.de
    Feministische Exegese und neue Perspektiven auf biblische Texte – eine zentrale Inspiration für diese Folge.
    Bibelstelle: Die Samariterin am Brunnen (Johannes 4,5–42)
    👉 https://www.bibleserver.com/EU/Johannes4
    Die vollständige Geschichte – unbedingt in der Langfassung lesen, um die ganze Tiefe zu erfassen.
    Katholische Leseordnung (Infos & Hintergründe)
    👉 https://www.erzabtei-beuron.de/schott/
    Hier findest du die offiziellen Lesungstexte und kannst nachvollziehen, wie und warum Kürzungen entstehen.
    Weltfrauentag (Hintergrundinfos)
    👉 https://www.un.org/en/observances/womens-day
    Warum dieser Tag wichtig ist – und warum er perfekt zu dieser Folge passt.
    Buchempfehlung aus der Folge:
    „Die Frau und das Judentum – Enzyklopädie“
    (je nach Ausgabe variierend erhältlich im Buchhandel)
    Ein umfassender Überblick über weibliche Figuren und Rollen im Judentum und Alten Testament.
    24 min
  • Der erste Atemzug – Wenn Wissenschaft den Glauben berührt
    Wie Sauerstoff, Bibelgeschichten und der menschliche Körper eine gemeinsame Ursprungsgeschichte erzählen
    Was verbindet den ersten Sauerstoff auf der Erde mit der biblischen Schöpfungsgeschichte? In dieser besonderen Folge gehen wir auf Spurensuche zwischen Naturwissenschaft und Glauben – und entdecken überraschende Parallelen.
    Ausgehend von einem Buchimpuls entfaltet sich ein faszinierender Gedanke: Was, wenn die großen biblischen Bilder wie Adam und Eva eine metaphorische Beschreibung dessen sind, was auf molekularer Ebene tatsächlich geschah? Der Moment, in dem Sauerstoff entstand, wird zur Brücke zwischen Biologie und Theologie – zwischen messbarer Realität und sinnstiftender Erzählung.
    Dabei geht es nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Staunen über das Zusammenspiel von Körper, Natur und Bewusstsein. Wir sprechen über die Intelligenz unseres Körpers, über die Sehnsucht nach Verbindung, über Einsamkeit und Gemeinschaft – und darüber, wie Wissenschaft den Glauben nicht ersetzt, sondern vertiefen kann.
    Eine Folge über den Anfang von allem – und darüber, was es bedeutet, Mensch zu sein.
    Shownotes
    - Giulia Enders – Organisch
    - Meir Shalev – Aller Anfang: Die erste Liebe, das erste Lachen und andere erste Male in der Bibel
    28 min
  • Warum Gemeinschaft mehr ist als ein Livestream
    Zwischen Bildschirm und Begegnung: Glaube, Segen und die Sehnsucht nach echter Nähe
    Was passiert, wenn Glaube nicht nur konsumiert, sondern gemeinsam gelebt wird?
    In dieser Folge sprechen Jan und Clemens über die wachsende Sehnsucht nach Gemeinschaft – besonders bei jungen Menschen, die sich taufen lassen oder neu auf Kirche zugehen. Es geht um die Frage, was digitale Formate leisten können (und was nicht), warum gemeinsames Beten Beziehungen verändert und weshalb echte Begegnung durch keinen Bildschirm vollständig zu ersetzen ist.
    Ein Gespräch über Resonanz, Moral, Segen „per Fernseher“, neue Aufbrüche in der Kirche und die große Chance, Gemeinschaft heute neu zu denken.
    Shownotes:
    https://www.ardmediathek.de/video/aus-christlicher-sicht/aus-christlicher-sicht-05-02-2026/sr/Y3JpZDovL3NyLW9ubGluZS5kZS9BQ1NfMTY0MjYy
    25 min
  • Gemeinsam beten – gemeinsam schwingen
    Wie Gebet Beziehungen verändert, Empathie stärkt und Räume öffnet – auch jenseits des Glaubens
    Was passiert eigentlich, wenn Menschen gemeinsam beten?
    Ist es mehr als ein Ritual – vielleicht sogar eine Erfahrung, die Beziehungen verändert?
    In dieser Folge sprechen Jan und Clemens über Gebet als Resonanzraum:
    nicht als fromme Pflicht oder Wunschliste an Gott, sondern als Praxis, die Menschen emotional aufeinander einstimmt, Empathie fördert und Gemeinschaft vertieft.
    Ein Agnostiker erzählt offen von seiner überraschenden Annäherung an das gemeinsame Beten. Ein Priester ordnet diese Erfahrung theologisch ein – mit Blick auf kommunikative Theologie, Fürbitten, digitale Gottesdienste und die gesellschaftliche Kraft der Seligpreisungen.
    Eine Folge über Offenheit, innere Haltung, das „Mehr“ im Miteinander – und darüber, warum gemeinsames Beten selbst dann etwas verändert, wenn nicht alle dasselbe glauben.
    Shownotes:
    Kommunikative Theologie
    Matthias Scharer & Bernd-Jochen Hilberath
    Ein grundlegendes Werk zur kommunikativen Theologie, das Glauben als Beziehungsgeschehen versteht:
    zwischen Individuum, Gemeinschaft, Welt (Rahmen) und Gott. Das Buch verbindet humanwissenschaftliche Ansätze (u. a. themenzentrierte Interaktion) mit Theologie und zeigt, warum gemeinsames Sprechen, Schweigen und Beten verwandelnde Kraft entfalten kann.
    25 min
  • Moralspektakel
    Über Empörungskultur, Ethik und die Frage, wie wir wieder vernünftig miteinander umgehen können
    In dieser Folge starten Jan und Clemens mit einem ganz besonderen Muskelkater in das neue Jahr: nicht nur in den Beinen, sondern vor allem im Kopf. Ausgelöst durch Spannungen in sozialen Hilfesystemen und verhärtete Fronten in der Geschlechterdebatte, stoßen die „Glaubensdenker“ auf ein hochaktuelles Werk: „Moralspektakel“ von Philipp Hübel.
    Gemeinsam analysieren sie, warum Moral heute oft nur noch als Statussymbol zur Selbstdarstellung dient und wie soziale Medien uns dazu bringen, emotionale Trigger in ein rationales Gewand zu hüllen.
    Die Themen im Überblick:
    - Der Fallstrick der Identität:Warum wir uns in Schaukämpfen über Comedians und Straßennamen verlieren, während die „dicken Dinger“ wie Armut und Gewalt vernachlässigt werden.
    - Zeichensysteme & Trump: Wie emotionale Manipulation durch rationale Ästhetik (KI und Social Media) unsere Wahrnehmung verzerrt.
    - Ausblick 2026: Clemens ruft das „Jahr der Moral“ aus, während Jan als Theologe präzisiert: Es muss das Jahr der Ethik werden – das vernunftbegabte Nachdenken über unsere Prinzipien.
    Eine Folge für alle, die genug vom „Babygeheule“ des Online-Prangers haben und stattdessen nach einer stabilen Identität und echter Gerechtigkeit suchen.
    Buch "Moralspektakel": https://www.penguin.de/buecher/philipp-huebl-moralspektakel/buch/9783827501561
    24 min
  • Der 30-Jahre-Quantensprung - vom Handwerker zum Messias
    Zwischen unauffälligem Alltag in Nazareth, weiblichen Geistkräften und der Sehnsucht nach dem „Superman“ unserer Zeit
    In dieser Folge tauchen Jan und Clemens tief in die Bedeutung der Taufe Jesu ein und hinterfragen das „Vakuum“ der 30 Jahre davor. Wie wird aus einem ledigen Handwerker aus Nazareth plötzlich das „Lamm Gottes“?
    Die beiden diskutieren:
    Feministische Exegese: Warum die Taube, der Geist (Ruach) und die Weisheit eigentlich weibliche Symbole für zärtliche Liebe und Fruchtbarkeit sind.
    Reife statt „Fließbandreligion“: Warum es vielleicht gesund war, dass Jesus erst mit 30 Jahren seinen Auftrag annahm, während wir heute Kinder oft durch Traditionen „pressen“, bevor sie reflektieren können.
    Politische Sehnsucht: In einer Welt voller „Putins und Trumps“ wächst der Wunsch nach einem starken Retter. Doch das Evangelium bietet keinen „Deus Ex Machina“ mit Schwert, sondern einen normalen Menschen und die „Waffen des Lichts“.
    Ein „wilder Ritt“ durch Etymologie, persönliche Krisen bei der Konfirmation und die Frage, ob wir Jesus damals überhaupt geglaubt hätten.
    23 min
  • Fürchtet Euch nicht vor 2026!
    Warum wir uns trotz Robotern, Kriegen und Dilemmata nicht fürchten müssen.
    Es ist die letzte Folge des Jahres – und sie beginnt ungewohnt.
    Kein klassischer Jahresrückblick, sondern ein Vorausblick: auf die Burg, auf das kommende Jahr und auf die Frage, wie wir mit Zukunft umgehen.
    Was ist eine wahrscheinliche Zukunft?
    Was ist eine gewünschte Zukunft?
    Und was hat Glaube damit zu tun, nicht in Angst zu erstarren, sondern Gestaltungsspielräume zu nutzen?
    Zwischen Weltpolitik, Adventstexten aus Jesaja, Engeln mit dem Satz „Fürchtet euch nicht“ und ganz konkreten Dilemmata unseres Alltags sprechen Jan und Clemens über Hoffnung ohne Naivität, Verantwortung ohne Moralfinger – und darüber, warum Haltung der Schlüssel für jede Zukunftsgestaltung ist.
    Eine Folge über Angst, Ambivalenz, Glauben – und die Freiheit, sich bewusst für Hoffnung zu entscheiden.
    24 min
  • Segen: Einander gut heißen und wachsen lassen
    Vom lateinischen Benedicere, jüdischen Lobpreis und warum wir auf Instagram mehr Segen statt Hass brauchen.
    Es ist noch nicht Weihnachten, auch wenn Clemens schon fast „Stille Nacht“ anstimmen möchte – wir sind erst im dritten Advent. In dieser Folge bringt Jan einen starken Impuls von einer Begegnung mit einer Kardijn-Gemeinschaft mit: Es geht um die Kraft des Segens.
    Doch was bedeutet Segnen eigentlich? Jan und Clemens tauchen tief in die Wurzeln des Wortes ein: Vom lateinischen Benedicere – dem „Gutsagen“ oder „Gutheißen“ – bis zum hebräischen Berakah, dem Lobpreis für das, was uns leben lässt. Sie entdecken, dass Segen kein magischer Zauber ist, sondern ein dialogisches Geschehen, das den anderen groß sein lässt und Wachstum ermöglicht.
    Die beiden Glaubensdenker schlagen dabei die Brücke in die heutige Zeit:
    Warum ein elterlicher Segen so einfach wie „Gut, dass du da bist“ sein kann.
    Wie wir unsere Kommunikation auf Social Media verändern würden, wenn wir den Anspruch hätten, für andere ein Segen zu sein, statt Aggression zu verbreiten.
    Warum Segen auch immer ein Auftrag ist – gesellschaftlich und politisch – und was das mit Demut und persönlichen Grenzen zu tun hat.
    Eine Folge, die perfekt in die Adventszeit passt, um sich daran zu erinnern, wie wir einander zum Licht werden können.
    26 min
  • Soziale Ruhe im KI-Sturm – Wie wir laufen lernen in einer schnellen Welt
    Wie Digitalisierung Tempo macht, unser Miteinander verändert – und was Hoffnung heute wirklich bedeutet
    In dieser Episode diskutieren Jan und Clemens, wie die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz unser Leben, Arbeiten und Zusammenleben auf den Kopf stellt. Auf Basis persönlicher und gesellschaftlicher Erfahrungen beleuchten sie Themen wie den Hype-Cycle der Technologie, die wachsende Überforderung und den Begriff der „sozialen Ruhe“. Sie fragen, wie Gesellschaft, Kirche und Einzelne in Zeiten disruptiver Innovation Resilienz finden und welchen Platz Hoffnung im Wandel haben kann. Zwischen Alltagsbeispielen und biblisch-apokalyptischen Bildern geht es um die Kunst, neugierig und ruhig zu bleiben, wenn die Welt immer schneller läuft – und darüber, warum Abschalten und stille Praxis heute relevanter denn je sind.
    25 min

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Agnostiker trifft Priester! -- Über Glauben wird selten gesprochen. Da wir vernünftige und realistische Menschen sind, kommen uns Hoffnungen auf alles, was größer ist als die Welt, komisch vor. Mit welchen Vokabeln kann man sich ernsthaft darüber unterhalten, was man schließlich doch irgendwie glaubt oder hofft? Je mehr wir uns darüber austauschen, was wir vom Leben denken, und welche Vorstellung wir von seinem Urgrund haben, desto weniger verrückt kommen uns die eigenen Gedanken dazu vor, die sich doch ab und an ins Bewusstsein stehlen. Und dann gibt es da noch die Kirchen mit allen ihren Themen und Problemen, zwischen denen man echt schnell vergessen kann, dass es eigentlich immer ums Leben geht, um sinnvolles Leben.

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