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In dieser Folge „Trump-Watch“ bespricht Host Christian Lammert, Professor für Politikwissenschaft am John-F.-Kennedy-Institut, mit Sonja Álvarez, Chefkorrespondentin USA bei der „Wirtschaftswoche“, über die neuen Zölle des US-Präsidenten Donald Trump. Und auch darüber, warum diese Politik weit mehr ist als normale Wirtschaftspolitik.
„Trumps Zollpolitik kann nicht mehr nur als einzelner Handelsstreit verstanden werden. Es geht um eine breitere Eskalation“, sagt Álvarez. Seit Ende Juli gelten neue US-Zölle von zehn bis 12,5 Prozent auf Importe von rund 60 Handelspartnern. Die Maßnahme folgt auf eine Phase, in der ein befristeter globaler Zollsatz auslief und sofort durch neue, rechtlich anders begründete Abgaben ersetzt wurde.
Lesetipp: Dieser Mann ist Donald Trumps neues Milliardenrisiko
Trumps neuer Zollhammer könnte zum Eigentor werden
Moderiert von Christian Lammert
Produziert von Christian Heinemann
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Washington DC ist derzeit eine große Baustelle, denn Donald Trump hat gewaltige Projekte angestoßen. Allein der Ballsaal im Weißen Haus soll 600 Millionen Dollar kosten. In dieser Sommerfolge beschreiben die beiden Hosts, wie der Immobilienunternehmer, der US-Präsident geworden ist, durch seine geplanten Bauten den Charakter der Hauptstadt weit über seine Amtszeit hinaus verändern dürfte – und welche Folgen das haben könnte.
„Das Weiße Haus rückt weg vom Bild des Arbeitsortes der Republik hin zum Mittelpunkt eines Präsidialhofes mit diesem Ballsaal, einer privaten Promenade und umgestalteten Gärten“, sagt Co-Host Christian Lammert, der Professor für die politischen Systeme Nordamerikas an der FU Berlin ist. Washington habe bisher bewusst auf große Triumphgesten verzichtet, „gewissermaßen ein architektonisches Understate“. Die Hosts analysieren, wie Ballsaal und Triumphbogen, Heldenpark und der veränderte Reflecting Pool das Bild des politischen Zentrums der USA verändern, Trump ein bleibendes Denkmal setzen und vielleicht auch die Art der Politik künftiger Präsidenten dauerhaft beeinflussen.
Hört dazu passend auch gerne die
In den Trump-News analysiert Christian gemeinsam mit Handelsblatt-Chefautor Jens Münchrath die wichtigsten Entwicklungen der Woche – unter anderem Gerichtsprozesse und Diskussionen über das Wahlrecht vor den Zwischenwahlen.
Moderiert von Nicole Bastian und Christian Lammert
Produziert von Lukas Teppler
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Die Trump-Regierung lässt kritische Journalisten vorladen oder stellt sie an einen digitalen Medienpranger. Sie verklagt Zeitungsverlage und Fernsehsender auf Millionenentschädigungen und beeinflusst Medienhäuser über Lizenzen und Fusionserlaubnisse. „Spätestens mit der zweiten Amtsübernahme ist jetzt eigentlich klar, dass hier fundamental die Macht der Exekutive ausgenutzt wird, um die Medien anzugreifen“, sagt Curd Knüpfer, Professor für politische Kommunikation an der University of Southern Denmark. Die Folge sei, dass mittlerweile rechte Medien die politische Öffentlichkeit dominierten und professioneller Journalismus in eine Nische verbannt werde.
Einzelne Medien- und Tech-Unternehmen nutzten die Medienpolitik Trumps aus. Es sei erschreckend, wie schnell amerikanische Unternehmen und Einzelakteure Trumps neue Medienpolitik ausgenutzt hätten, um im Weißen Haus Dinge durchzusetzen, sagt Knüpfer.
Moderiert von Nicole Bastian und Christian Lammert
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Donald Trump gilt nicht als besonders religiös, aber Teile der christlichen Religion sind für ihn ein wichtiges politisches Machtinstrument. Über die Akteure und Profiteure geht es in dieser Folge von Trump-Watch. Unter anderem besprechen die Hosts Nicole Bastian und Christian Lammert mit Religionswissenschaftlerin Maren Freudenberg den Einfluss der konservativen Evangelikalen und der christlichen Rechten in den USA.
„Wir haben es an der Spitze des evangelikalen Milieus mit sehr reichen Individuen und Gruppen zu tun. Das sind vor allem Netzwerke, die Wahlkampfgelder eintreiben, die viel Geld zur Verfügung stellen, um politische Kandidaten zu pushen“, sagt Freudenberg, die am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien an der Ruhr-Universität Bochum lehrt. Zudem könnten die Gruppen ihre Mitglieder zur Wahl motivieren.
Der Einfluss der christlichen Rechten lasse sich in Trumps Anti-Abtreibungspolitik ablesen, aber auch an der religiösen Motivation in seinem Regierungsteam. Verteidigungsminister Pete Hegseth als Christlicher Rekonstruktionist, einer neocalvinistischen Strömung, Trumps spirituelle Beraterin Paula White-Cain aus dem charismatischen Dominionismus und Vizepräsident JD Vance als konservativer bekehrter Katholik: Im Podcast gehen die Hosts mit Maren Freudenberg den verschiedenen religiösen Strömungen auf den Grund und besprechen, wer aus dem republikanischen Lager am Ende wohl am ehesten die wichtige Rückendeckung der Evangelikalen bekommen könnte – auch mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen 2028.
Außerdem in den Trump-News: Die jüngsten Trump-Volten im Iran-Krieg, der Tod von Lindsey Graham und die Mehrheit im Senat, die Anhörung von Todd Blanche als künftiger Justizminister, ICE-Tötungen – und der Testosteron-Test von Kriegsminister Pete Hegseth.
Lesetipp: Deutsche Reeder fürchten Trumps Schutzgebühren [https://www.handelsblatt.com/politik/international/iran-krieg-deutsche-reeder-fuerchten-trumps-schutzgebuehr-plaene/100240095.html]
Moderiert von Nicole Bastian und Christian Lammert
Produziert von Christian Heinemann
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Donald Trumps Firmenimperium umfasst mehrere Hundert Unternehmen und Holdings – und anders als seine Vorgänger hat sich der US-Präsident nicht während seiner zweiten Amtszeit von ihnen getrennt. Sein jährlicher Finanzbericht von Ende Juni macht das Ausmaß der Geschäfte deutlich: Trump, dessen Amtszeit im Januar 2025 begann, erzielte im vergangenen Jahr rund 2,2 Milliarden US-Dollar an Einnahmen, 1,4 Milliarden davon allein durch Kryptogeschäfte.
Von Golf über Hotels und Krypto beleuchten die Hosts in dieser Folge alle Ebenen des wirtschaftlichen Geflechts und stellen eine Verquickung von präsidialer Macht und Trumps persönlichen finanziellen Interessen fest.
„Es herrscht ein permanentes, strukturelles Insiderrisiko“, sagt Christian Lammert, Professor für die politischen Systeme Nordamerikas an der FU Berlin. Selbst im Geschäft mit Gefängnissen ist der US-Präsident involviert.
Hörtipp: Sicherheitsexperte Peter Neumann zu Trumps Außenpolitik im Podcast Handelsblatt Today
Moderation: Nicole Bastian, Christian Lammert
Produktion: Christian Heinemann
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Der Oberste Gerichtshof hat gerade mehrere Urteile gefällt – davon mehrere zum Schaden der US-Demokratie, analysiert Politikstrategin Cathryn Clüver Ashbrook von der Bertelsmann Stiftung. Besonders die Einschränkung der Befugnisse des Kongresses und die Stärkung der präsidialen Macht hält sie für besorgniserregend: "Das ist das, was die Verfassungsväter nicht wollten. Das fanden sie monarchistisch." Gingen die Strukturen einer liberalen Demokratie aber einmal verloren, sei der Rückbau extrem schwierig und "eine historische Aufgabe".
Die US-Bevölkerung sei jedoch mit einer Demokratiedebatte nicht mehr zu gewinnen, stattdessen könne man sie damit überzeugen, dass die Korruptheit des jetzigen Präsidenten eingehegt werden müsse. Zudem warnt die Amerikanerin vor dem wachsenden Einfluss des christlichen Nationalismus, der noch weitaus radikaler sei als die MAGA-Bewegung (Make America Great Again) um Donald Trump.
Moderiert von Nicole Bastian und Christian Lammert
Produziert von Maximilian Rex
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Die Demokratische Partei könnte im November die US-Zwischenwahlen gewinnen – und trotzdem keine Mehrheit in den beiden Kammern des Kongresses erhalten. In dieser Folge analysieren die Hosts die Gründe. „Die Demokraten haben den Wind der öffentlichen Meinung zwar im Rücken, kämpfen aber gleichzeitig mit einem leckgeschlagenen Schiff“, sagt Christian Lammert, Professor für die politischen Systeme Nordamerikas an der FU Berlin. „Und die Lecks sind strukturelle Nachteile im Wahlsystem und die eigene Basis, die unzufrieden ist.“
Unter anderem muss die Partei es schaffen, progressive Forderungen nicht abzutun – und zugleich für Wechselwähler der Mitte attraktiv zu sein. Wem dies zu den Zwischenwahlen gelingt, der könnte sich zugleich für die Präsidentschaftswahlen 2028 empfehlen. Unter anderem sprechen die Hosts über Senator Jon Ossoff und Gouverneur Gavin Newsom.
Folge zum Gerrymandering und dem Kampf um den Zuschnitt der Wahlkreise
Moderiert von Nicole Bastian und Christian Lammert
Produziert von Christian Heinemann
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Donald Trump hat Kevin Warsh an die Spitze der US-Notenbank Fed gesetzt und von ihm weitere Zinssenkungen erwartet. Jetzt ist klar: Warsh verspricht, die Inflation auf zwei Prozent zu senken – und steuert eher in Richtung Zinserhöhungen.
„Irgendwann wird es da zum Konflikt mit Trump kommen“, sagt Volker Wieland, Professor für Finanzökonomie an der Goethe-Universität Frankfurt im Podcast „Trump Watch“. Wieland hat früher selbst als Ökonom bei der Fed in Washington gearbeitet. „Ich glaube, er hat wahrscheinlich im Hintergrund schon auch dafür gesorgt, dass Trump ihn jetzt nicht gleich direkt angreift, sondern ihm eine gewisse Zeit lässt, die Fed zu drehen“, sagt er.
Die Hosts Nicole Bastian und Christian Lammert sprechen mit Wieland über die Herausforderungen der Notenbank und die zweigeteilte Lage der US-Wirtschaft. Zudem analysieren sie in den Trump-News das Abkommen zwischen den USA und dem Iran.
Moderiert von Nicole Bastian und Christian Lammert
Produziert von Maximilian Rex
Lesetipp: Kevin Warsh ist nicht der Totengräber der US-Notenbank
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Ein laufender Krieg mit dem Iran, Einreiseprobleme erster Teilnehmer, die Mobilisierung der ICE-Abschiebetruppen und enorme Preise für Eintrittskarten: Die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Kanada, Mexiko und vor allem in den USA startet unter besonderen Bedingungen. Kann Donald Trump sie dennoch politisch für sich nutzen?
Und wie unterscheidet sich diese WM von der letzten in den USA 1994, fragen sich die Co-Hosts zusammen mit ihrem Gast, dem Kulturwissenschaftler Martin Lüthe von der FU Berlin.
Das Frappierende bei diesem Großevent laut Lüthe: Viele würden denken, dass so vieles nicht miteinander vereinbar sei, dass es Probleme geben müsse. „Aber ich glaube, das wird einfach eine große WM, eine lange WM, sie wird das Publikum ermüden. Und am Ende wird Trump behaupten, es war die größte WM aller Zeiten.“ Zudem könne er so von den vielen Absagen zu den Feierlichkeiten am 250. Unabhängigkeitstag ablenken.
Moderiert von Nicole Bastian und Christian Lammert
Produziert von Max Rex
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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, offiziell mittlerweile US-Kriegsminister, proklamiert „Frieden durch Stärke“. Er ist derjenige in Trumps Kabinett, der am stärksten auf Militärschläge im Iran gedrängt hat. Hegseth will amerikanische Interessen ohne Zurückhaltung verteidigen – „militärisch, technologisch, kulturell“, wie er sagt.
Diese Trump-Watch-Folge wirft einen Blick auf die bisherige Bilanz des US-Verteidigungsministers und analysiert seine Position gegenüber China, seine Auseinandersetzung mit der KI-Firma Anthropic und seine Charmeoffensive im MAGA-Lager.
Co-Host Christian Lammert, Professor für die politischen Systeme Nordamerikas an der FU Berlin, vermisst eine umfassende Strategie des Ministers. Stattdessen setze Hegseth auf einzelne Militärschläge wie in Venezuela. „Insgesamt ist er ein polarisierender Akteur nicht nur im Ausland, sondern inzwischen auch im Inland. Und da muss er aufpassen.“
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