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Wenn man Google fragt, wie man Selbstwertgefühl steigern kann, kommen über 23 Millionen Antworten innerhalb von weniger als eine Sekunde auf dich zu. Und es ist klasse! Denn man hat definitiv jede Menge Ressourcen zu lernen. Aber es ist auch überwältigend… So viele Infos auf einmal, so viele Impulse und so viele glückliche Storys von Menschen, Therapeuten, Coachen, die es bereits geschafft haben.
Was und wie wir über uns denken bestimmt über unser Verhalten, Resilienz, mental health, auch darüber wie wir anderen Menschen begegnen, mit Problemen umgehen und welche Visionen wir uns zutrauen. Selbstwertgefühl bestimmt auch wie wir das Verhalten anderer Menschen aufnehmen und sortieren, und ob wir das auf uns persönlich beziehen und in welchem Aufmaß. Selbstwertgefühl kann sogar diktieren, wie arg wir uns um unsere Ziele kümmern, oder auch wie viel wir verdienen.
Wenn du erst damit Probleme hast, überhaupt deinen Wert zu sehen, werden diese Tipps für dich höchstwahrscheinlich nicht funktionieren. Nicht nur wird das nicht funktionieren, sondern kann es auch eher kontraproduktiv sein, weil du permanent im Widerstand bist und irgendwann reisst die Spannung und bricht ab, also lässt du es und kehrst zurück zur inneren Kritik, zu den Selbstzweifeln, Unterordnen und siehst dich wieder im schlechten Licht.
Ich könnte wahrscheinlich dir gleich ein ganzes Workshop zu diesem Thema anbieten, oder zumindest einige Stunden darüber reden und ganz viele Tipps auflisten, aber ich will heute wirklich erst auf 5 Schritte eingehen, die für den Anfang sehr wichtig sind. Sie haben auch mir geholfen, meinen Wert besser zu sehen und darauf zu bauen, sie haben auch bereits anderen Menschen geholfen, und wenn du gerade mit diesem Thema zu knabbern hast, können sie hoffentlich auch dich dabei unterstützen, dich als den wunderbaren Menschen zu sehen, der du bist.
Das Negative annehmen, das Positive dazu denken
Erlaubnisse statt Affirmationen
Alles oder Nichts denken verlernen
“Noch nicht” Denkweise aufnehmen und verinnerlichen
Kümmere dich um dich: Selbstliebe
Wenn du denkst, mehr schaffen zu müssen aber fühlst dich gerade nicht in der Lage, frag dich erstmal:
KANN ich gerade überhaupt mehr?
Und höre wirklich auf die Antworten und darauf, was dein Körper dir erzählt. Vielleicht bist du gerade wirklich am Limit und kannst nicht mehr weiter machen, vielleicht brauchst du gerade Ruhe. Oder vielleicht gibt es keinen richtigen Grund, aber es ist trotzdem so, dass du momentan nicht Gas geben kannst. Abgesehen vom Gas geben, vielleicht bist du generell aus der Puste und musst dich einfach erholen.
Ist das dein Leistungsdruck? Ist das Perfektionismus? Ist das eine Absprache? Ehrgeiz? Angst?.. Es können viele Dinge sein. Finde aber heraus, warum du gerade mehr machen willst, obwohl es dir nicht danach ist.
Wenn du gerade nicht kannst, dann solltest du nicht danach suchen, wie du deine Produktivität jetzt auf einmal steigern kannst. Du solltest vielmehr nach dir schauen und auf deine Bedürfnisse hören. Verlange von dir das nicht, wogegen dein Körper und deine Psyche sich gerade wehren. Frag dich wie gesagt, warum du das so nötig hast, mehr zu machen.
Bevor du aber mehr machst auf Kosten deiner Gesundheit, solltest du lieber anhalten und dir etwas Gutes tun. Denn auf lange Sicht bringt dir diese unnatürliche Produktivität nichts, außer vielleicht Stress, Burn-out oder auch schlechtes Immunsystem. Lass kurz los…
Du darfst dich ausruhen.
Dein Ziel sollte nicht sein, dich krank arbeiten, sondern langfristig und achtsam deiner Arbeit, deinen Hobbys und deinen Projekten nachgehen können, weil dein Körper fit genug ist, um produktiv zu bleiben. Das geht aber nur, wenn du ihn mit Respekt behandelst und auf die Schwankung achtest, wie Flut und Ebbe, so gehst du auch durch Phasen. Wenn dir nach weniger ist, darf es auch weniger sein, denn so kannst du richtig umsetzen, sobald die Phase für mehr kommt. Wenn du aber permanent gegen dich arbeitest und die Energie aufbrauchst, die du gerade nicht wirklich da hast, dann kommt zwar die Phase, wo du mehr geben könntest, du hast dann aber nichts mehr übrig und fühlst dich dabei naja, eher suboptimal. Und wenn du da noch aus Prinzip weiter machst, dann wird das nicht besser.
Achte auf dich. Es darf mehr sein, aber es darf auch weniger sein. Das ist wie Yin und Yang und geht Hand in Hand.
Ich gestalte meinen Alltag möglichst ruhig, denn als hochsensibler Mensch reagiere ich auf alles eben verstärkt. Die Reize werden schnell multipliziert und beeinflussen mich enorm. Die nicht hochsensiblen Menschen müssen sich in der Regel gar keine Gedanken um den regulären Alltag machen, aber mit Hochsensibilität kann der Alltag recht gefährlich werden.
Vielleicht kennst du das auch, vielleicht bist du auch hochsensibel oder auch sensibler als der Durchschnitt? Vielleicht kennst du es gar nicht und kannst in dieser Folge einfach eine für dich neue Welt etwas besser verstehen. Ich denke eben, dass jeder von uns schon mal Situationen hatte, wo die Reize zu laut, zu viel und zu mächtig waren. Auch die nicht hochsensiblen Menschen kennen das sicherlich, denn “zu laut” gibt es sogar objektiv und dann wird es zu viel. Nur… wenn man hochsensibel ist, zerrt das einen absolut, es belastet und ist psychologisch schwer bis manchmal kaum zu ertragen.
Ich habe bereits über meine Hochsensibilität kurz in der 7. Folge meines Podcasts geredet, aber heute greife ich einen ganz speziellen Bereich auf, und zwar die Hochsensibilität im Alltag. Hochsensibilität kann auch sehr schön sein, denn ich kann vieles auf dieser Welt wohl wahrscheinlich genauer, tiefer, stärker erleben und wahrnehmen und ich liebe es im Großen und Ganzen. Es ermöglicht mir einfach sehr viel und deswegen bin ich dankbar für diese Gabe. Aber die Nachteile sind leider wirklich recht groß. Und wenn man sich selbst nicht schützt oder schützen KANN, wird sogar das aller Banalste im Alltag zur Last.
Es ist sehr belastend… Aber keiner ist daran Schuld. Das Leben geht weiter, die Dinge müssen gemacht werden, ich weiss, dass ich nicht alles still stehen lassen kann. Aber stellt dir vor, alles, absolut alles ist zu viel und gleichzeitig schmerzhaft. Es. Treibt. In. Den. Wahnsinn. Ich werde unruhig, unglücklich, überreizt und will einfach nur flüchten…
Vielleicht musst du dir das gar nicht vorstellen, weil du selbst hochsensibel bist…
Was tun?
Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung
Was ist denn Minimalismus?
“Minimalismus ist eine Lebenseinstellung und ein stetiger Prozess mit dem Ziel, alles Überflüssige zu entfernen und Platz für das Wesentliche zu schaffen.”
"Bewusste Beschränkung auf ein Minimum, auf das Nötigste”
“ein Lebensstil, siehe Einfaches Leben"
Der Ursprung des Minimalismus liegt in der Kunstszene. In den 1960er Jahren bildete sich in den USA die sogenannte Minimal-Art Strömung heraus. Jene hat sich als Gegenbewegung zur gestischen Malerei des Abstrakten Expressionismus gebildete. Die Künstler und Künstlerinnen fokussierten sich auf das Einfache und Übersichtliche.
Worauf verzichte ich nicht? Bücher, Pflanzen und Küchenutensilien.
Worauf könnte ich nicht verzichten? Kunstmaterialien, weil man als Künstler einfach unterschiedliche Tools braucht. Oder auch beim Sticken.
Was mein erster Schritt war? Konsumverhalten anpassen.
Was mein einfachstes Aussortieren war? Kleidung.
Was mein schwerstes Aussortieren war? Kleidung.
Schmeisse ich alles weg? Nein.
Für mich ist es vor allem ein Prozess. Und es ist für mich eine Lebenseinstellung die einfach übergreifend ist. Ich sehe all die Zwischenstopps darin und versuche das als Meilensteine der Entwicklung wahrzunehmen.
Was bringt es mir denn eigentlich?
Freiheit
Ich bin definitiv kein klassischer Minimalist, manche Bereiche sind mehr davon betroffen, manche weniger. Aber ich merke selbst, dass es stark zunimmt und ich bin mir sehr sicher, dass es sich wirklich stark weiter entwickelt.
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