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In dieser Folge geht es um ein Erkenntnis, was bei mir ewig gedauert hat. Ich habe das viel zu lange nicht akzeptieren wollen und es hat mich soooo viel Zeit, Energie und Nerven gekostet. Das dient auch ein bisschen wie eine Erinnerung, denn manchmal bin ich immer noch rückfällig und baue mir selber unnötig Druck.
Kennst du das, wenn du dir Dinge vornimmst, deine to-do Liste gut durchplanst und einen Tag hast, wo alles so gut läuft, und dann hast du auch noch zwischendurch Wege erledigt und am Abend noch Wäsche gemacht und Müll runter gebracht und das war alles so toll? Aber dann nächsten Tag konntest du nicht mal die Hälfte davon schaffen, und nach dem Tag warst du nicht nur unzufrieden, sondern hast dich als WENIGER gefühlt. Weniger gut, weniger produktiv, weniger erfolgreich…
So was passierte mir ständig. Und es hat mich miserabel gemacht…
Ich habe mir immer meine Tage oder Phasen als Maßstab genommen, wo ich nicht nur 100% sondern auch teilweise mehr als das gebracht hab und habe von mir erwartet, dass es immer so läuft.
Es gibt nämlich oft Tage, wo wir nicht soviel schaffen. Und es gibt sooo viele Gründe dafür. Vielleicht sind sie objektiv und pragmatisch, vielleicht bewegen wir uns auf der Gefühlseben, vielleicht gibt es Außeneinflüsse, die grad stören oder vielleicht… und das kann auch sein - es ist einfach nicht unser Tag.
Ich persönlich habe den großen Fehler gemacht, immer das maximale anzustreben, und wenn ich das nicht geschafft habe, war ich sofort unzufrieden. Ich war enttäuscht von mir, unruhig, genervt und habe mir Vorwürfe gemacht. Dann den Tag später habe ich mir noch mehr Druck aufgebaut, jetzt nun alles “perfekt” zu machen. Das ist definitiv der falsche Weg.
Anstatt dich zu beschuldigen, dass du nicht genug geschafft hast, kannst du auch erstmal einen Schritt zurück gehen und dir frische Luft schnappen. Es geht nicht darum, die to-do Listen immer abzuarbeiten, sondern LANGFRISTIG Leistung erbringen und dazu gehören auch Phasen, wo wir nicht so viel machen können. Das Leben ist zyklisch. So ähnlich wie die Jahreszeiten.
Wir arbeiten eigentlich non-stop. Der Körper und der Kopf sind pausenlos am tun. Es ist kein Wunder, dass es Zeiten gibt, wo wir eine Pause brauchen, und wenn wir darauf nicht achten, machen wir uns krank.
Wenn du merkst, dass du heute nicht das Gleiche machen kannst wie gestern, dann solltest du das auf jeden Fall akzeptieren. Wenn du es akzeptierst, dass du heute Dinge langsamer angehen musst, dann baust du dir keinen Druck mehr, der wirklich komplett unnötig ist.
Du musst auch nicht sofort aufgeben, aber man kann sich anpassen, wenn man sich selbst genug Aufmerksamkeit schenkt. Und sobald man merkt, uh, heute geht’s irgendwie nicht, dann passt man sich an. Die to-do Listen können wir überarbeiten, manche Emails können bis morgen warten und es ist auch OK, eher ins Bett zu gehen.
Ein kürzerer Tag tut keinem weh.
Wir entscheiden selbst, wie wir mit uns umgehen. Unser Körper zeigt uns oft, wo die Grenzen sind, aber es liegt dann in unserer Hand diese zu respektieren oder zu missachten. Wenn wir immer so eine verzerrte Erwartung von uns selbst haben, bekommen wir nie einen Moment zum durchatmen, die Energie wieder aufzuladen und uns so richtig zu erholen.
Die to-do Listen, an den wir arbeiten ist von uns selbst gemacht. Und dieses Konzept von 100% ist absolut imaginär. Es ist etwas, was in unseren Köpfen entsteht und somit lässt sich auch durch Grenzensetzung, Akzeptanz und Selbstachtung verändern.
Es ist ein Thema, welches wirklich jeden einzelnen Menschen auf dieser Welt berührt. Und es darf nicht vernachlässigt werden, nur leider wird das in der Regel nicht wirklich so beigebracht, beziehungsweise - und das ist noch schlimmer - es wird eher negativ und schlecht angesehen.
Ich bin die aller erste Priorität in meinem Leben. Punkt. Das sehe ich so, und das sollte jeder für sich so sehen.
Egoismus wird oft mit schlechter Bedeutung verknüpft. Auf Duden kann man zum Beispiel diese Bedeutung finden:
“Von Egoismus bestimmt; selbstsüchtig; eigennützig” und “nur auf sich oder den eigenen Vorteil bedacht”.
Aber ich will mal das Wort genauer anschauen. Vor allem, will ich die Bedeutung etwas ergänzend betrachten. Und vielleicht schaffe ich das eines Tages, das die Leute die bei Duden arbeiten, diesen Podcast sich anhören und sich dabei denken: ahja, Zeit für Veränderung.
Denn Egoismus muss nicht schlecht sein. Bzw. Im Kern ist es absolut nicht schlecht… Ich denke man könnte dieses Wort soziologisch und antropologisch richtig auseinander nehmen und man würde wahrscheinlich so ungefähr den Zeitpunkt oder auch die Ereignisse finden, welche dieses Wort mit der schlechten Verbindung versehen haben.
Was bedeutet also egoistisch, wenn man diese schlechten Definitionen erstmal zur Seite legt.
Egoistisch ist
Achtsam mit sich selbst
Ich würde so weit gehen, und sagen, dass es auch bedeutet, dass man ganz realistisch die Lage betrachtet und darauf den Fokus wirft, was wirklich in unserer Hand liegt. Aber dazu komme ich etwas später.
Also wenn man jetzt den Duden aufschlagen würde, und es steht:
ego | is | tisch
Respektvoll und achtsam an sich selbst denkend
Wer würde dann dem widersprechen? Wenn ich jetzt dich fragen würde: Solltest du an dein Wohlbefinden, deine Gesundheit und deine Grenzen achten? Würdest du sicherlich JA sagen. Ich hab noch eine Frage: Denkst du, dass du dafür sorgen solltest, dich selbst etwas Gutes zu tun? Oder noch eine: Solltest du zusehen, dass es dir insgesamt gut geht? Ich glaube oder hoffe zumindest auch hier würdest du mit einem JA beantworten.
So, jetzt habe ich noch eine andere Frage, und diese katapultiert mich dann auch langsam dazu, was ich dann mehr auspacken möchte:
Denkst du, dass jemand anders sich mehr um dich sorgen soll oder kann, als um sich selbst?
Ich habe es auch anders gelernt. Ich habe gelernt, auf gar keinen Fall egoistisch zu sein, ich habe als Kind gelernt, dass man doch alle anderen erstmal umsorgen soll, das man sich nicht zu wichtig nimmt - und all die ähnlichen Glaubenssätze. Mir wurde es definitiv beigebracht: Egoisten sind schlechte Menschen. Und ich wollte ja auf gar keinen Fall ein schlechter Mensch sein!
Ich habe es viel zu oft auf meinen eigenen Kosten gemacht. Meine Anliegen sind liegen geblieben, ich hatte dann keine Kraft mehr, und ich wollte nie NEIN sagen. Ich habe immer meine Termine verschoben oder abgesagt, um anderen zu helfen. Ich dachte, so bin ich ein guter Mensch, eine gute Freundin, vor allem auch eben zuverlässig und hilfsbereit. Und dann irgendwann ging es einfach nicht mehr… Als ich krank geworden bin, konnte ich keinem helfen, denn ich nicht mal die Kraft hatte, mir selbst zu helfen. Und dann war es aber ganz klar, wer an erster Stelle versorgt werden musste, wenn ich mal ein bisschen Kraft gefunden habe. Nicht mein Partner, nicht meine Freunde, nicht meine Mitarbeiter und auch nicht meine Familienmitglieder. Ich musst erstmal nach mir schauen.
Ich war insgesamt 2,5 Jahre berufsunfähig. Und in dieser Zeit habe ich konstant an meiner Gesundheit und mir gearbeitet. Ich habe viel gelernt. Und eine der Lehren war, mich selbst als Nummer 1 zu sehen.
Egoistisch sein, indem man an sich selbst denkt, und sich um sich selbst kümmert ist weder schlecht, noch falsch. Es ist gesund, realistisch und sogar notwendig! Es ist der gesunde Egoismus, den man wirklich auch braucht.
Gesunder Egoismus ist nichts anderes als Selbstacht. Jeder ist Nummer 1 im eigenen Leben. Ich habe es entdeckt, als ich meine Kraft und Kapazitäten bereits aufgebraucht habe und nichts mehr übrig für mich hatte… Ich will das gern bei anderen verhindern.
Lass dich nicht verunsichern, lass dir das nicht einreden, dass du kein guter Mensch bist, wenn du an dich denkst. An sich selbst denken bedeutet nicht, dass du anderen Schaden zufügst und darum geht’s. Wir drehen also die Perspektive mehr auf dich selbst.
Was passiert eigentlich, wenn wir keine Energie mehr für uns selbst haben? Ganz easy: Wir können auch anderen keine Energie mehr schenken. Mir persönlich ist es immer wichtiger, ein ausgeglichener fähiger Mensch zu sein. Und das kann ich nur dann schaffen, wenn es mir gut geht. Sicherlich, tragen dazu auch andere Menschen bei, aber keiner kann sich so gut sorgen um mich, wie ich selbst, denn ich gebe auch den Ton an. Nur wenn ich meine Grenzen, Bedürfnisse und Wünsche anerkenne und respektiere, kann ich diese dann auch kommunizieren. Nur ich kann JA oder NEIN erteilen, nur ich kann über meine Zeit bestimmen. Ich habe alle Macht der Welt, mich gesund, zufrieden und glücklich zu halten.
Wenn ich zum Beispiel, nicht mehr um mich sorge und unzufrieden, unglücklich und unausgeglichen bin, dann fang ich auch öfter an zu klammern. Ich zerre an anderen, und das ist recht belastend. Ich habe gelernt, meine Beweggründe zu hinterfragen, ich habe gelernt, meine Grenzen zu setzen und vor allem auch, erstmal mich an der ersten Stelle zu sehen. Wenn es mir gut geht, geht’s auch meinem Umfeld damit besser, weil ich nicht nur keine Last bin, sondern auch Energie abgeben kann. Das geht aber nur, wenn mein Glas, mein mentales Glas voll ist, wenn mir also nichts im Inneren fehlt. Sollte mein Glas leer sein - und das stimme ich selbst ab - kann ich keinem was einschenken.
Ich persönlich weiss: Wenn ich die Nummer 1 in meinem Leben bin, dann bin ich kein schlechter Mensch, sondern ganz im Gegenteil: ich bin glücklicher und ruhiger, bin eine bessere Partnerin und Freundin, kann konsequenter meine Leistung auf Arbeit erbringen und bin ingesamt gesünder. An der Stelle muss ich aber sagen, dass ich in der letzten Zeit, also in den letzten 3-4 Monaten 2020 das vernachlässigt habe. Ich habe vor allem meine Arbeit als die 1. Priorität gesehen, meine Kunden, mein Auftreten, also alles andere als meine Bedürfnisse. Und dann passierte natürlich das, was immer darauf folgt: Ich konnte nicht mehr… Es ging einfach nicht so weiter. Und anstatt, dass ich jetzt bestimmte Bereiche langsamer angehen könnte, muss ich erstmal diese Bereiche aufs Eis legen. Zum Beispiel in meinem Nebenprojekt bin ich grad gar nicht aktiv, und ich muss jetzt vielen Freunden ganz oft absagen, weil ich grade keine Kapazitäten habe. Das war so ein Moment, wo ich daran erinnert wurde - du musst die Nummer 1 für dich sein. Und es ist auch OK so. Wenn jeder für sich Nummer 1 ist, dann würde man auch mit den Grenzen von anderen viel besser umgehen können, denn das wäre normal. Ich glaube für mich persönlich hängt dieses 24/7 erreichbar sein sehr stark damit zusammen, dass ich manchmal nachgebe und mich selbst erst viel zu spät versorge. Darauf muss ich jetzt wieder vermehrt achten.
Egoistisch zu sein bedeutet nicht, dass man anderen was wegnimmt, dass man andere dazu zwingt etwas für uns zu tun, und es ist auch keine Manipulation oder Spielchen. Egoismus ist eigentlich recht intim, privat und persönlich. Es findet in uns statt, also wortwörtlich betrifft das unser EGO. Und unser Ego bedienen wir am besten nicht, wenn wir nach Außen schauen, sondern wenn wir nach Innen blicken. Daher finde ich das auch so schade, dass Egoismus so einen schlechten Ruf hat. Dabei sollte jeder egoistisch sein, nur das sollte eben auf uns selbst gerückt sein, und nicht abhängig von Außen gemacht werden.
Was natürlich auch wirklich dabei verstanden werden sollte ist, dass jeder egoistisch sein soll und kann. Das heisst, wenn dein Kumpel dir nicht zusagt, weil er oder sie auch mal alleine für sich sein will, oder etwas anderes schon vor hat, dann sollte man auf gar keinen Fall sauer sein, oder sich selbst als nicht genug fühlen. Dabei hilft es zu verstehen, dass dieser andere Mensch sich grad um sich selbst kümmert und was ist denn schöner, wenn es unseren Mitmenschen im Kern gut geht? Es ist eigentlich essentiell, egoistisch zu sein. Aber das schließt es auf gar keinen Fall aus, dass du da für andere bist. Eigentlich gehört das sogar zusammen. Wir sind sowohl egoistisch als auch altruistisch. Nur wir können nicht da für andere sein, wenn wir nicht erstmal für uns da sind.
Jeder Mensch ist EGO, und das ist vollkommen in Ordnung. Ich hab mein Ego, du hast dein Ego. Und das gehört zu uns, sonst wären wir nicht das, was wir sind. Und unser Ego hat eine Berechtigung. Wenn wir uns nicht mehr davon beeinflussen lassen, wie das Wort egoistisch beschrieben und definiert wird, können wir uns davon lösen. Das ist ein Glaubenssatz, der uns im Wege steht, unser volles Potenzial zu erreichen. Ich habe es für mich neu definiert. Ich finde es so schön, wenn ich um mich kümmere, und dann anderen noch mehr geben kann. Aber das war nur der erste Schritt für mich. Dann musste ich noch verstehen, dass auch die Menschen in meinem Umfeld eigene Bedürfnisse haben und sich als Nummer 1 sehen sollen. Jetzt bin ich so froh, tolle Menschen um mich herum zu haben. Menschen, die das eigene Glück erschaffen, Menschen, die Grenzen setzen, offen kommunizieren und Dinge hinterfragen. Ich pflege mich selbst, meine Mitmenschen sorgen für sich selbst, und dann treffen wir uns und können für einander da sein. Ein Traum… In meiner Welt hat Egoismus nicht nur seine Berechtigung, sondern auch die höchste Priorität.
Warum sollte man sich jeden Tag bewegen?
Um Schmerzen vorzubeugen, das Immunsystem zu stärken und die Psyche zu unterstützen.
Es gibt mittlerweile auch jede Menge Studien, die herausgefunden haben, dass psychische Gesundheit durch regelmäßigen Sport sehr unterstützt wird. Zum Beispiel man hat gesehen, dass Sport einen positiven Effekt hatte bei Depression, Angststörung und ADHS. Weiterhin bessert es auch unser Gedächtnis, milderst Stresssymptome und hilft dabei, besser zu schlafen. Und was ich total feiere: Es ist wirklich nachgewiesen, dass Sport unsere Stimmung besser macht.
Auch Susanna sieht das genau so. Man kann ganz viele innerlichen Prozesse beobachten, wenn man regelmäßig Sport treibt.
Ich kann mich gerade sehr schlecht motivieren, Sport zu treiben. Es ist mir fast peinlich, das zuzugeben.
Für viele fehlt der Raum, meinte Susanna.
Was würde auch der faulste Mensch schaffen?
Auch 7 Minuten am Tag sind besser als nichts! Hauptsache ist es, dass man sich regelmäßig bewegt.
Selbst-Liebe sollte eigentlich von jedem einzelnen Menschen auf diesem Planeten von großer Bedeutung sein. In diesem Begriff sind gaaanz viele unterschiedliche Aspekte zu finden. Selbstliebe ist also auch
Selbstliebe ist aber nicht unbedingt nur für dich allein gut, bzw. beschränkt sich nicht nur auf dich. Das hat einen enormen Einfluss auf dein Umfeld und andere Menschen. Das tut natürlich dir gut, weil du sicherer und ausgeglichener bist, du hast dann auch mehr Selbstvertrauen und kannst bessere Entscheidungen treffen, aber all das bedeutet auch, dass du deinem gegenüber auch sicherer und fairer auftreten kannst, du bist einfach ein besserer Mensch, wenn ich das so sagen darf. Ich glaube die Welt braucht definitiv noch einen großen Schub an Selbstliebe.
Der Begriff ist so ziemlich facettenreich. Selbstliebe kann man auch nicht in einem Satz oder einer Podcast-Folge zusammenfassen. Es ist etwas, womit ich mich selbst schon seit Jahren beschäftige, ich habe darüber schon ewig viel geschrieben und geredet und auch in meiner Arbeit, konkret in meinem Happiness Programm spielt Selbstliebe eine der größten Rollen. Wenn ich das jetzt einfach so sagen darf: Selbstliebe macht’s aus, wie du zu dir bist und zu den anderen, wie du dein Leben führst, wie du Erfolge und Misserfolge wertest, wie du mit deiner Zeit umgehst, wie du liebst und wie du mit Menschen, die uns unfreundlich, grob oder respektlos begegnen. Es ist wirklich ein Kern der Selbstfindung.
So genau so facettenreich ist auch die Ausführung von Selbstliebe. Ich könnte jetzt wahrscheinlich darüber 24 Stunden reden bis ich umkippe und erstmal schlafe und auch da wäre ich nicht fertig, deswegen breche ich das ein bisschen auseinander und fokusiere mich in dieser Folge nur auf die materiellen und schnell greifbaren Routinen der Selbstliebe, die ich eben selbst mag.
Ich rede hier auch aus persönlicher Erfahrung, von daher - lass dich einfach inspirieren: Vielleicht findest du einiges ganz cool, vielleicht passt das eine oder das andere gar nicht zu dir - das ist OK. Wir sind alle unterschiedlich…
Es geht darum, sich selbst etwas Gutes zu tun, sich aufzuheitern oder auch sich selbst sagen zu können: Das bin ich wert.
Ich habe mir während des Nichtstun meine top 10 Selbstliebe-Routinen überlegt, sodass ich nicht zu viel deiner Zeit nehme.
Das Nichtstun ist übrigens wirklich eine Goldmine. Ganz am Anfang meines Podcasts habe ich darüber geredet. Das war in aller ersten Woche und ich hab auch nachgeschaut - das ist die 5. Folge. Ich würde dir wirklich raten, dir das anzuhören, falls du es noch nicht getan hast. Ich habe das Nichtstun tatsächlich im Januar erst so wirklich bewusst ausprobiert und mittlerweile genieße ich das regelmäßig. Ich krieg währenddessen immer richtig viele Ideen und es ist echt schön, sich bewusst Zeit zu nehmen, naja für Nichts. Aber du kannst gern die 5. Folge aussuchen und mehr über die Vorteile erfahren. Und jetzt - zurück zu dem eigentlichen Thema: Selbst-Liebe.
Achtung, wenn du gerade akut gravierende Schwierigkeiten mit deinem Selbstwertgefühl hast, sind einige Routinen, die ich bald erwähnen werde, nicht passend für dich, also Routinen, die mit Anschaffung und Kaufen zu tun haben. Ich werde dann gleich noch was dazu sagen!
Zu den Punkten, wo man wirklich Geld in die Hand nimmt möchte ich nur 2 Sachen sagen.
Zum einen, solltest du auf jeden Fall verantwortlich damit umgehen. Man sollte jetzt auf keinen Fall das letzte Geld für eine Massage ausgeben oder sich ein 100€ Parüfum holen, wenn die Stromrechnung noch nicht bezahlt ist. Ich kenne das noch, wie das ist, wenn man zusehen muss wie man das nächste Brötchen bezahlt. Also geh mit deinem Geld respektvoll um. Nur wenn du das Geld wirklich ausgeben kannst, sollte das Optionen für dich sein. Sonst, ist es NOCH nicht das passende für dich.
Und zum zweiten, möchte ich eben den Selbstwert ansprechen. Wenn man etwas kauft, dann tut man das, weil das richtig für uns ist. Das beudetet man ist diese Investition wert und es bereichert uns. Es beduetet auf gaaar keinen Fall, dass wir erst dann was wert sind, wenn wir es kaufen. Das ist ganz wichtig! Egal, was wir mit unserem Geld machen und kaufen, das macht uns nicht wertvoller. Wir sind schon so genau richtig. Deswegen habe ich vorhin auch die Warnung ausgesprochen.
Meine top3 sind wohl das Baden, das Essen und sich einen Tag frei nehmen. Das fühlt sich einfach so gut, wenn ich mich entspanne, mich etwas verwöhne oder mir selbst freien Raum geben.
Viele müssen Selbstliebe leider erst lernen, weil man oft diese Werte nicht vermittelt bekommen hat. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich das schon als Teenager auf dem Schirm hatte - gar nicht. Auch ich musste es lernen, und es ist ein langer aber spannender Weg bis man sich selbst lieben kann, und das ohne Kompromisse, Ausreden oder Zweifel. Ich glaube es ist auch etwas, was man nie zu ende lernen kann, und hier zählt einfach jede Kleinigkeit, die wir für uns tuen, aus Liebe.
Mit diesen kleinen Routinen erschaffe ich mir Momente, in denen ich spüre, dass alles irgendwie in Ordnung ist, man ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort und so fühle ich mich unbeschwert, glücklich und geliebt.
Das wünsche ich auch dir. Finde Wege, wie du diese Momente für dich kreierst, probier dich aus, höre auf dich, denn dein Körper wird dir schon die Antworten geben, wenn du zuhörst. Verwöhn dich!
Vor kurzem hatte ich einen AHA-Moment.
Ich habe schon oft erwähnt, dass ich keinen Winter und auch keinen Schnee mag. Das hat sich nun verändert und ich habe das Mysterium aufgelöst.
Als ich ganz bei mir war und an nichts anderes dachte, kam ein Erkenntnis. Ich habe den Winter in Sachsen mit einer Erinnerung aus der Kindheit verbunden. Ich habe nämlich den Winter in Litauen nicht gemocht, weil ich generell keine Verbindung zu dem Land habe, obwohl ich dort geboren bin.
Ich fühlte mich in Litauen immer fremd, falsch und anders.
Die Landschaft in Sachsen im Winter ähnelt sich der eines Nachbarorts meiner Geburtsstadt. Mein Hirn hatte also mehrere Erinnerungen und Gefühle zusammen gewürfelt.
Auf einmal habe ich erkannt, dass ich Winter doch tolerieren kann. Es tut mir gut, es bringt mich zum Nachdenken und so wie diese Zeit der Natur dient, ist sie auch für mich förderlich. Das konnte ich aber nur dann erkennen, wenn ich keinen Widerstand mehr verspüre.
Ganz frei ziehen wir 7 Kärtchen raus und beantworten spontan diese Fragen.
Mit den Jahren ist es mir dann gar nicht aufgefallen, wie überreizt ich war und wie viel eigentlich um mich permanent passierte. Ich hatte vieles was mich unzufrieden gemacht hat, und konnte erstmal gar nicht verstehen, woher das kommt. Ganz oft hab ich dann an den Symptomen geschraubt und die Ursache missachtet. Heute sieht das ganz ganz anders aus. Wenn ich eine Zeitmaschine hätte, würde ich meiner jüngeren selbst sagen: GÖNN DIR RUHE.
Heutzutage konsumieren wir schnell.
42% unserer Zeit verbringen wir mit Screens: Handys, Tablets, Rechner, Fernseher
Wir haben uns sehr von Außeneinflüssen abhängig gemacht. Unser Glück, Zufriedenheit, Belohnung - all das liegt oft nicht mehr in unserer Hand.
Und das ist auch das Problem, warum sich Ruhe nicht so einfach entdecken lässt. Denn Ruhe kommt nicht von Außen, wir können es nicht erwerben, es kommt nicht von MEHR. Das ist etwas, was dann stattfindet, wenn wir reduzieren…
Es gibt viele Wege, die zu mehr Ruhe führen, aber vor allem ist es wichtiger, dass wir WENIGER tun, weniger Eile haben, weniger Reize wahrnehmen. Slow down…
Man kann die Ruhe sich auch etwas hervorrufen. Indem man zum Beispiel meditiert, oder Yoga macht, Ausdauer Sport hilft auch. Oder man sucht sich ein Hobby, was einen beruhigt, und das sollte aber auch recht objektiv sein - etwas, was langsam und leise ist.
Sobald du mehr Ruhe in deinem Leben verspürst, wird das auch mehr Sinn ergeben. Man merkt ziemlich schnell die Vorteile, die Ruhe mit sich bringt.
Wie kann man die Ruhe dann auch langfristig pflegen?
Kreiere dir bewusst die ICH-Momente. So eine ICH-Zeit sollte eine sehr hohe Priorität haben und kompromisslos umgesetzt werden. Trage dir das in den Kalender und lass dich von nichts stören. Handy aus, Laptop weg, und dann tu dir etwas Gutes.
Lerne, die kleinen Momente zu schätzen.
Atmungsübungen
Das Nichtstun ist dafür auch perfekt!
Wie bereits erwähnt, Yoga oder Meditation helfen
Langsame Hobbys
Und einfach mal bewusst weg von dem hektischen Alltag: Mach einen langen Spaziergang im Wald oder außerhalb der Stadt, fahre an den See, oder such dir zumindest eine ruhige Ecke in einem Park und schalte ab.
Wenn ich könnte, würde ich alle Fächer auf allen Unis der Welt studieren, alles forschen, in meinen Jobs 100% geben, alle Sprachen lernen, meine Fähigkeiten bessern, in meinen Hobbies immer exzellent sein, naja… Dafür habe ich aber leider weder die Gehirnkapazität, noch die Zeit. Und auch wenn ich jetzt nicht alle Sprachen der Welt fließend spreche, sind meine Tage voll.
Früher habe ich viel mehr auf das große Ganze geschaut, mir mein ganzes Leben als eine Einheit gesehen. Jetzt erkenne ich die Phasen, die Zyklen viel mehr. Für mich persönlich spielen 24 Stunden die größte Rolle. Ein Tag. Denn wir fangen jeden Morgen erneut an. Diese Sicht hat mich sehr entlastet, aber auch viel Klarheit gegeben und die Motivation, sich um einen Tag bestens zu kümmern ist bei weiten größer, als sich die ganze Zeit darüber Gedanken zu machen, die Welt zu bessern und das ganze Leben im Griff zu haben.
Vor allem habe ich für mich entdeckt, dass der Morgen WIRKLICH den Ton für den restlichen Tag setzt. Die Intention, die ich schon am Morgen verspüre zieht sich in der Regel wie ein roter Faden durch den Tag. Und sobald ich es erkannt hab, habe ich mehr Wert darauf gelegt, wie ich mit mir am Morgen umgehe. Und so habe ich für mich gelernt: slow start am Morgen, darauf kommt es an.
Slow start am Morgen gehört ja generell zu dem Konzept des slow living.
Es geht bei diesem Konzept vor allem darum, dass man ein ausgeglichenes, ruhigeres und für sich sinnvolles Leben führt. Meinen Lebensstil und meine Tagesabläufe diktiere also ich selbst. Es geht also darum, dass man achtsam ist, dass man bewusst das Umfeld wahrnimmt und nicht so blind durch’s Leben rennt. Man achtet auch mehr auf Respekt zu anderen Menschen und aber auch Dingen, man reduziert den Lärm im Leben, das Unnötige und Störende, man verlässt mehr auf die Zyklen des Lebens, auf die natürliche Abläufe und ich finde es insgesamt sehr schön. Für mich ergibt das absolut Sinn. Ein kleines bisschen mehr von dem Feeling, dass alles EINS ist - das ist genau mein Ding. Ich war schon immer ein Denker, mir ist es eben wichtig, Rücksicht zu nehmen und das slow living hat in meinem Leben eine Rolle gespielt, bevor ich überhaupt von dem Begriff wusste. Es war tatsächlich eine natürliche Entscheidung, so aus dem Bauchgefühl.
Auch wenn slow living nicht das Gleiche wie Minimalismus ist, gibt es dort Parallele. Man geht eben bewusster mit sich selbst um, und bemüllt den Kopf nicht ständig. Ich könnte jetzt nicht unbedingt sagen, ob ich das slow living gemeistert habe, weil ich das immer so aus dem Bauchgefühl schon gemacht habe, aber ich weiss, dass es immer eine größere Rolle spielt und ich möchte das immer mehr durchziehen. Minimalismus und slow living sind jetzt momentan sogar recht trendy, und man kann sich leicht darüber informieren. Ich würde auch dir raten, mal was darüber zu lesen. Im Prinzip ist das für jeden Menschen förderlich, denn grob genommen geht es darum, langsamer und vor allem bewusster das Leben anzugehen. Ich glaube davon könnten wir alle was lernen, so wie wir immer rennen, machen, tun und konsumieren.
Und das ist auch auf gar keinen Fall, dass man bei slow living weniger schafft oder macht - eigentlich ganz im Gegenteil. Ich schaffe sogar mehr, wenn mein Hirn und mein Tagesablauf sortiert sind. Ich schaffe eben mehr in den Bereichen meines Lebens, die mir wichtig sind. Und dann ist es ganz egal, dass Tausende Dinge auf der Strecke bleiben, denn sie dürfen auch auf der Strecke bleiben.
Wenn ich in den Tag langsam starte, bin ich in der Regel den ganzen Tag entspannt, konzentrierter, erfolgreicher und auch glücklicher und ausgeglichener. Sobald mir meine Morgen Routine fehlt, bin ich oft durch einander, finde die Motivation eher schlecht und mir fehlt auch das Durchhaltevermögen. Im Prinzip, belohne ich mich quasi schon am Morgen für den Tag, der kommen wird und nicht umgekehrt. Man sagt ja auch, dass man dafür dankbar sein sollte, was man in der Zukunft haben wird und dann kommt es auch so. Ich glaube auch daran, von daher ergab alles ziemlich Sinn.
Mein Morgen besteht im Prinzip aus drei Etappen.
Nach solch einem slow start am Morgen bin ich immer total gut aufgeladen, hab richtig gute Konzentration, und gehe durch meinen Tag mit einer gewissen Leichtigkeit. Es hat einfach was, die to-do Listen und die Zeit auszusortieren. Man kann schon ein bisschen sagen, dass slow living das Minimalismus für unseren Kopf und Psyche ist.
Kennst du dich vielleicht schon mit slow living aus? Ich würde mich natürlich freuen, auch dein Feedback dazu zu hören oder vielleicht kannst du mir auch ein Paar slow living Routinen teilen. Dann finde mich auf Instagram und schreib mir einfach!
Der Corona Alltag ist per sé nicht böse oder schlecht. Das ist ja nun, wie wir das sehen und werten. Und es liegt auch wirklich zum Großteil an uns, wie der Alltag dann am Ende ausschaut. Falls du dich auch immer wieder über die Tagesabläufe ärgerst, könnten diese Tipps und Anregungen dir helfen.
Erschaffe Routinen. Routinen entlasten das Hirn, weil man dann nicht mehr so viele Entscheidungen treffen muss, aber das Gute an den ist auch: Die geben Sicherheit. Vertrautheit ist uns allen wichtig, und somit ist es recht schön zu wissen, zum Beispiel, was wir wirklich jeden Morgen machen, oder wie wir uns bettfertig machen, oder auch Routinen für Arbeitsstart sind recht toll, denn es ist dann einfacher sich zu motivieren. Also - ROUTINEN. I love it. Irgendwann sitzen sie so fest, dass man daran gar nicht denkt.
Mach dich fertig für deinen Arbeitstag. Ganz egal was du sonst machst, mach es genau so, auch wenn du daheim bleibst. Wenn du dich immer schminkst, dann mach das, zieh dir was ordentliches an und dann geh wirklich mit der Intention zu arbeiten ran an deine Aufgaben. Klar, ist es echt verlockend in Jogginghose am Laptop zu sitzen und den Schlabberlook zu pflegen, aber das ist nicht super förderlich. Vor allem, wenn du Schwierigkeiten hast, dich zu konzentrieren. Ist auch wirklich klar: Wenn du dich für die Couch fertig machst, dann wird dir die Arbeit schwer fallen.
Reduziere die Nachrichten, vor allem wenn du sensibel bist. Die Pandemie findet so oder so statt, ganz egal, ob du täglich mehrmals ein Paar Artikel darüber liest oder nicht. Wenn es dir nicht gut damit geht, informiere dich nur wenn nötig und sonst - lass das Thema lieber sein.
Beweg dich! Bewegung ist nicht nur für deinen Körper sondern auch für die Seele wichtig. Baue kleine Bewegungseinheiten ein. Das muss auch keine täglichen 2-Stunden-Workouts sein - ein Spaziergang reicht auch! Regelmäßige Bewegung hilft deinem Immunsystem, deiner Psyche, es hilft auch beim Schlaf, Konzentration, Gedächtnis und guter Stimmung.
Sei trotzdem sozial. Heutzutage ist es nicht schwer, mit Menschen im Kontakt zu bleiben, auch wenn das online ist. Nutz die Möglichkeit und bleib im Gespräch mit Menschen, die dir gut tun.
Akzeptiere die Situation so wie sie ist. Du kannst die Pandemie dir nicht wegdenken, aber wenn du das mit Akzeptanz und Geduld behandelst, nimmst du dir den Ärger und auch den Druck weg.
Vergiss nicht, an die Vorteile vom Lockdown zu denken.
Übe Dankbarkeit. Wenn du dankbar bist, kannst du in dem Moment nicht böse oder sauer sein. Schau auf die positive Seite der Dinge und denk bewusst daran, was gut läuft und was du schon alles besitzt, kannst oder erreicht hast.
Kümmere dich um deine Bedürfnisse und tu dir regelmäßig etwas Gutes.
Geh deinen Hobbys nach.
Achte darauf, dass du weniger von den schnell lebendigen social media feeds bekommst und wirf deinen Fokus auf die old school Aktivitäten wie lesen, zeichnen, malen, basteln usw.
Vergiss nicht zu lachen! Comédies helfen sehr, oder auch YouTube Videos über süße Tiere.
Vor allem behalte es im Hinterkopf: Auch das wird vorbei sein.
TRIGGER WARNUNG
Tee zu heiß oder zu kalt? Das könnte mich zum Weinen bringen.
Wie erkenne ich, dass eine depressive Phase kommt?
Gedrückte Stimmung
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