Happy Place Podcast
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Happy Place Podcast episodes

  • #15 Sieben Gewohnheiten die schädlich für uns sind
    Was ich bereits beseitigt habe, und woran ich noch arbeite

    Ich würde so gern einfach alles einwandfrei umsetzen können, mich jeder Herausforderung stellen und quasi mein Leben im Griff haben. Leider ist es nicht wirklich der Fall.

    Mittlerweile erkenne ich schon die Gewohnheiten, die mir schaden und versuche mehr Fokus darauf zu richten. So kann ich dann meine Verhaltensmuster besser beobachten und dann hoffentlich - kann ich das auch bessern und verändern. Einiges habe ich auch bereits bekämpft. Aber es war null einfach! Das hat mir so viel Zeit und Energie gekostet, dass ich erstmal einige Gewohnheiten noch zulassen muss, bevor ich wieder daran arbeite. Das sind zwar jetzt Gewohnheiten, mit den ich persönlich zu kämpfen hatte, aber wenn ich so meine Freunde und Familie beobachte ist es doch recht uniform, und ich denke das könnte auch dich interessieren oder vielleicht betrifft es dich sogar. Also, das sind 7 Gewohnheiten, die schädlich sind und in den Müll gehören.

    • Handy vor dem Schlafen
    • Konstant an sich selbst etwas bemängeln
    • Beim Essen Serien schauen
    • Weiter essen, auch wenn man voll ist
    • Vergleiche mit anderen
    • Ewig auf dem Handy rumscrollen
    • Die negative Seite verstärkt sehen und die positiven vernachlässigen
    • Einiges hab ich auch mittlerweile echt im Griff. Ich hatte ein Paar hartnäckige Gewohnheiten, die null förderlich waren und trotzdem konnte ich sie ewig lang nicht ablegen.

      An manchen Gewohnheiten muss ich noch arbeiten, und ziemlich dringend.

      Ich war einfach lange Zeit unzufrieden und habe gar nicht bemerkt, dass meine Gewohnheiten so viel Einfluss darauf hatten. Weil man Gewohnheiten oft nicht direkt wahrnimmt, verliert man sie aus den Augen. Dann ist es eher so wie… “das mach ich einfach so” und “es ist einfach so”, aber das stimmt nicht wirklich. Klar, machen wir dann Dinge automatisch, wenn sich diese festigen, aber deswegen ist es förderlich, immer wieder eine Bilanz zu ziehen, und einen bewussten Blick darauf zu werfen, wie verhalten wir uns im Alltag und was unsere Automatismen sind.

      Um dein Leben zu verändern, verändere eben deine Gewohnheiten. Sei geduldig und liebevoll zu dir, aber wenn dir irgendwas nicht passt, dann mach dich ran an die Arbeit und trau dir zu, den ersten Schritt zu wagen.

      30 min
    • #14 Liebe dich mehr durch die best friend Perspektive
      Achte darauf, wie du über dich selbst redest

      Die letzten Tage hatte ich viel um die Ohren. Es fühlt sich manchmal echt wie verhext: Dinge gingen kaputt, auf Arbeit sind spontan einige Baustellen entstanden und auch zu Hause haben sich Aufgaben gesammelt.

      Es war dann auch wirklich so viel, dass ich Dinge bewusst liegen lassen musste. Ich musste eben nach Prioritäten schauen und das Ganze nach und nach abarbeiten. Und einiges hat gut geklappt, aber einiges blieb dann wirklich auf der Strecke… Ich hab definitiv nicht alles geschafft was ich schaffen wollte. Ich bin auch grad in einer schwierigen mentalen Phase und manches konnte ich einfach nicht erledigen. Ist so. Ich gebe mein Bestes und mehr kann ich dann auch nicht. Nur leider ist das grad nicht immer genug und dann greift man sehr schnell dazu, sich selbst für Dinge zu beschuldigen und ich bin definitiv keine Ausnahme, dass ich immer wieder zu mir selbst lieblos bin, mehr verlange als ich erbringen könnte, nicht zufrieden genug damit bin, was ich schaffe und dann mir auch Vorwürfe mache, dass ich ja viel mehr schaffen sollte. Das wird besser, es war mal wirklich schlimm mit diesem Eigenhass, mittlerweile ist es eher wie eine kleine Enttäuschung, dass ich irgendwas nicht gepackt habe. Aber es passiert immer noch ab und zu, und da bin ich nicht schnell genug hinterher, dass ich das gleich unterbinde.

      Genau in diesen Momenten ist es aber so wichtig, sich Liebe und Achtsamkeit zu schenken, denn nur das baut dann einen auf. Nur weil ich mir Vorwürfe mache oder nachts schlaflos da liege, weil ich an alles denke, was ich noch sonst tuen müsste, wird das nie besser. Ganz im Gegenteil: das raubt mir noch mehr Energie, Motivation und Lust. Es ist dann irgendwann auch so ein Teufelskreis. Sobald ich auch mit diesen Beschuldigungen los lege, bin ich auch nicht wirklich ganz bei mir und kann mich dann schlecht auf die Aufgaben konzentrieren.

      Zum Glück gibt es dafür ein richtig cooles Tool. Und zwar die Perspektive einer besten Freundin. Wenn es nicht so gut läuft, ist es immer gesund und clever, einen Schritt zurück zu gehen und die Situation wie von Außenseite zu betrachten. Aber jetzt sind wir mal ehrlich mit einander - wie oft gelingt das? Auch wenn wir das theoretisch so vorstellen, das passiert jetzt jemandem anders und du wirfst darauf einen neutralen Blick, ist der Blick nie so richtig neutral. Denn das geht trotzdem von dir aus. Das heisst, DU schaust dir die Situation an und DU wertest sie. Und dadurch entsteht auch nicht wirklich eine komplett nüchterne Perspektive, denn es geht gar nicht wirklich so einfach. Es ist schwer, sich von allem zu distanzieren, was man sonst für das Wertungssystem nimmt: Sprich die eigenen Erfahrungen, Erlebnisse und natürlich aus das Päckchen von zu Hause.

      Dabei solltest DU DICH gar nicht in jemanden anders versetzen, du solltest auch nicht überlegen wie wäre es wenn, und du brauchst dich auch deiner eigenen Situation nicht entfremden. Denn das gehört zu dir. Anstatt dass du die Situation als ein fremder Mensch betrachtest, gib es ab… Gib es deiner besten Freundin oder deinem besten Freund ab. Stell dir vor, all das woran du grad knabberst passiert deiner besten Freundin. AHA. Und dann ist es alles auf einmal ganz anders… Denn du musst nicht dein Hirn trainieren, die Situation neutral zu betrachten. Du darfst die Situation immer noch als DU SELBST sehen. Nur das Ganze passiert jetzt deiner besten Freundin, die du liebst, wert schätzt und auf die du stolz bist. Was sagst du ihr dann?

      Was sagst du deiner besten Freundin, wenn sie eine Prüfung nicht schafft? Sagst du ihr: Du bist echt dumm. Du schaffst es nie wieder. Jetzt siehst du zu, dass du nicht gebacken kriegst?Oder sagst du ihr: Ach Mensch… weisst du - so was passiert. Du kannst doch noch mal probieren. Und die Welt geht auch nicht unter.

      Siehst du, wie das funktioniert? Wir gehen mit Menschen die wir lieb haben gleich sanfter und liebevoller um. Genau das Gleiche verdienen wir aber auch.

      Sei liebevoll zu dir… Das kostet nichts und fühlt sich gut an denn du bist das definitiv Wert.

      22 min
    • #13 Ich bin dankbar für den Lockdown! Wie gehe ich damit um? Mit Übung!
      Warum ich dankbar bin und wie geh ich mit dem verlängerten Lockdown um

      Das ist nicht ganz einfach, zu verkraften. Es gibt die objektive Seite: Also wirtschaftlich und finanziell haben viele Menschen damit Probleme, es ist nicht einfach, wenn man die Kids zu Hause betreuen muss und auch noch im Home office produktiv sein will.

      Aber auch mental ist es grad recht schwer, denn ein längerer Lockdown bedeutet mehr Isolation, wenig Freiheit für etwas länger, und die Angst - die macht auch so ein bisschen was sie will. Also in mir löst der Lockdown immer wieder Angst, aber ich bleib tapfer und halte durch.

      Und trotzdem gibt es auch eine positive Seite.

      Wenn wir Mangel verspüren, uns ärgern oder unzufrieden sind etc. Fühlt man sich zunehmend schlecht, machtlos und enttäuscht.

      Mir tut zum Beispiel der Lockdown auch nicht gut, weil ich nur wenig Kontrolle über die Dinge habe, ich fühl mich manchmal so als ob ich ich alles über mich ergehen lassen muss. Und teilweise ist es so, denn ja, die Regeln und Gesetze und Vorschriften werden ja gemacht und das kann ich nicht beeinflussen. AAAABER ich hab mehr Kontrolle und Macht als man sich im ersten Moment denkt. Denn ich habe Kontrolle darüber, wie ich mit mir selbst in diesen Situationen umgehe, welche Gedanken ich zulasse, bzw. Welchen Gedanken ich Raum gebe und welchen eher weniger, und ich kann auch entscheiden, wie ich mit meiner Energie, Zeit und Routinen umgehe. Das ist ganz schön viel Kontrolle, nicht wahr?

      Und wenn ich schon über Gedanken rede, dann komme ich zu einem meiner Lieblingsthemen - Dankbarkeit!

      Was hilft, wenn man in Mangel denkt, was hilft, wenn man die negative Seite so stark vor der Augen hat, das alles andere regelrecht ausgeblendet wird, was hilft, wenn wir böse, trotzig, traurig und unzufrieden sind. Ja… DANKBARKEIT.

      Dankbarkeit ist einfach ein super Heilmittel bei all den negativen Gefühlen und bei dem echt unnötigen Denken, dass nichts mehr Gutes da ist, und wir sind von Schlechtem umgeben. Dabei ist es nicht so!

      Dieser Lockdown ist keine Ausnahme dafür. Natürlich hat es mich auch hart getroffen. Meine psychische Gesundheit leidet sehr, ich bin in vielen Bereichen rückfällig, ich habe jemanden verloren in meiner Familie, und finanziell… ja… das will ich erst recht gar nicht auspacken, denn meine Firma in Leipzig mit der Lage wirklich zu kämpfen hat. Also - schlecht, schlimm und furchtbar? Naja, nicht ganz.

      Um diesen negativen Gefühlen entgegen zu wirken, habe ich mich bewusst entschieden, mir die Lage genauer anzuschauen. Und ich habe jede Menge gefunden, wofür ich dankbar sein kann - und bin.

      • Zeit für mich
      • Mehr Ruhe zu Hause
      • So viel gelesen wie schon lange nicht mehr
      • Mit einer Weiterbildung angefangen
      • Diesen tollen Podcast auf die Beine gestellt
      • Habe sehr viel über mich wieder gelernt
      • Kann mehr auf mich wieder hören
      • Habe mit einem alten Hobby wieder angefangen
      • Ganz tolle neuen Freundschaften geknüpft, ja - das geht
      • Ganz viel Zeit mit meinem Partner gehabt
      • Hab den Weg zu meiner Schwester gefunden
      • Habe anderes Verhältnis zu meinen Gegenständen, vor allem, zu meiner Kleidung gewonnen
      • Akzeptiere die Lage, so wie ist erstmal ist. Das ist erstmal dein Ausgangspunkt. An dem kannst du in diesem Moment nichts mehr ändern, denn er ist schon so wie er ist. Und genau deswegen erstmal in sich gehen, sich die guten Dinge anschauen. Überprüf auch, was du schon alles kannst, besitzt und geschafft hast. Und auch wenn du, genau so wie ich, nicht weiss wie es weiter geht, hol dir damit etwas mehr Kontrolle zurück. Nämlich über deine Gedanken, deine Erlebnisse und deine Leistung, die du seit Anfang der Pandemie bereits gebracht hast. Denn das ist definitiv nicht wenig! Und von hier aus, kannst du gut geladen dir deine nächsten Tage und Wochen anschauen. Abgesehen davon, dass dir vielleicht auch ein Plan oder eine Liste hilft, wie zum Beispiel die to-dos aufzuschreiben oder generell durchzuplanen, was noch alles zu tun wäre, gibt es in der Zukunft Raum für Dankbarkeit.

        • Sei dankbar für das was kommt, denn…
        • Du wirst noch eine schwere Phase überleben. Und, du wirst es schaffen!
        • Du hast Zeit für dich.
        • Du musst vielleicht nicht zur Arbeit und sparst damit Zeit, Nerven im Stau oder auch Geld.
        • Du kannst vielleicht mehr kochen und Freude daran haben.
        • Oder vielleicht kannst du auch dir mal Zeit nehmen für das Nichtstun.
        • Es gibt unendlich viele Dinge, für die man dankbar sein kann: in der Vergangenheit, im Jetzt und aber auch in der Zukunft.

          Nimm dir einen Zettel und einen Stift, oder mach die Übung einfach in Gedanken. Du hast jetzt 90 Sekunden Zeit, um an all die Dinge zu denken, wofür du IN DIESEM LOCKDOWN dankbar bist: ganz egal wie groß oder klein sie sind, es gibt nichts zu banales oder unwichtiges - alles, worüber du dich freust zählt.

          20 min
        • #12 Mit 2 Outfits durch den Lockdown mit Lorenza
          Geht das überhaupt und was wir daraus lernen können

          Ich dachte gar nicht, dass es eine Lehre sein wird, aber es hat mich doch zum Nachdenken gebracht.

          Ich war in meinem Zuhause in Karlsruhe, länger als geplant und mit weniger als erwünscht.

          Lorenza blieb in Deutschland mit einem Koffer nicht nur einen Monat - wie geplant - sondern ein halbes Jahr.

          Lockdown hat uns einiges gezeigt.

          • Wir können mit weniger umgehen, als wir sonst gewohnt sind
          • Man kann seine Klamotten oder auch eben Gegenstände mehr wert schätzen
          • Wir müssen nicht ständig etwas neues zulegen
          • Viele Klamotten sind viel mehr einsetzbar als wir denken
          • und… die welt geht nicht unter.

            Auch wenn wir im Lockdown waren, habe ich persönlich trotzdem gearbeitet. Und ich arbeite viel mit social media, wo mich andere Menschen sehen. Ich hab mich fast gezwungen gefühlt, immer wieder was anderes an zu haben, aber irgendwann hat auch das sich geändert.

            Das war definitiv der Druck nach außen, den ich dann zum Glück bekämpft habe.

            25 min
          • #11 Dinge passieren FÜR dich
            Bist du ein Opfer oder ein Gewinner?

            Es ist schon ein Weilchen her, dass ich aufgehört habe, an reinen Zufällen zu glauben. Ich denke nämlich nicht, dass es Zufälle gibt. Ich bin stark davon überzeugt, dass es so kommt, wie es kommen muss im Leben, und auch, dass wir viel selber manifestieren, ganz egal ob wir das bewusst tun oder nicht. Dinge, die uns begegnen, habe eine Begründung. Und das Leben und das Universum zeigen mir das immer wieder, dass ich an dieser Stelle Recht habe.

            Mein Tag lief, wenn man sich auf das schlechte fokusiert eher suboptimal: Wir haben nicht so viel geschafft, wie wir wollten, und mein Auto ist stehen geblieben. Aber all das ist so was von unwichtig, denn ich habe einen tollen Austausch gehabt mit einem interessanten Menschen, mir wurde weiter geholfen und ich fühle mich grad so, als ob ich im Lotto gewonnen hätte. So schön ist das Gefühl!

            Das kann nur dann passieren, wenn man nicht gleich alles schwarz malt, wenn man sich nicht als Opfer darstellt und wenn man verinnerlicht:

            Dinge passieren nicht einfach so, und sie passieren nicht UNS, sondern FÜR UNS.

            Weg von der Opferrolle, du solltest viel lieber in eine Gewinner- bzw. Erobererrolle einsteigen!

            Du tust dir damit so viel gutes. Sobald du es verstehst, dass alles FÜR DICH passiert, damit du lernst, neue Dinge erfährst, dich weiter entwickeln kannst, dann siehst du auch alles gleich in einem anderen Licht. Du siehst die Welt auf einmal voller Möglichkeiten und Chancen, die einfach da sind für dich, du musst es nur zulassen.

            Anstatt zu fragen, Warum ist das mir passiert, warum muss es gerade so sein, warum fühle ich mich miserabel kann man doch auch ganz andere Fragen stellen, wie

            Warum ist für mich passiert, also was bedeutet das wirklich? Was wird das mir in der Zukunft bringen? Was kann ich mit meinem jetzigen Verhalten oder emotionallen Reaktion machen, was kann ich draus für Konsequenzen ziehen?

            Jeder hat unterschiedliche Menge an Empatie und Intuition, aber jeder kann weg von der Opferrolle gehen. So öffnet man ganz viele Türen, denn wenn schlimme Dinge passieren und man aber nicht mehr in der Opferrolle steckt, dann siehst du gleich zumindest eine Perspektive mehr: Nämlich, die objektive Situation aber auch warum das FÜR DICH passiert ist.

            Die Perspektive, die wir selber erschaffen macht sehr viel aus. Es ist unsere Entscheidung, was wir für uns mitnehmen.

            Warst du schon mal in einer Situation und dachtest: Oh nein, wieso ist das jetzt mir passiert? Und irgendwann später im Nachhinein musstest du vielleicht denken, ah, zum Glück hatte ich schon mal das erlebt? Wenn die Antwort ja ist, dann hast du schon mal einen Beweis dafür, dass Dinge FÜR DICH passieren.

            Ich kann aus meiner tiefsten persönlichen Erfahrung reden. Ich habe schon Dinge erlebt und ÜBERlebt, die ich meinem schlimmsten Feind nicht wünsche. Es gibt immer noch ganz viele Dinge, die so zerbrechend und hemmend sind, dass ich sie kaum teile. Nicht weil sie mir schlecht tuen, nein, das habe ich bereits verarbeitet, aber weil sie wirklich hart sind und krasse Energie in sich verbergen. Und ich war schon oft genug in der Opferrolle gewesen. Aber jetzt, Jahre später weiss ich all die Erfahrungen zu schätzen. Im Endeffekt, haben viele dieser Erlebnisse dazu geführt, dass ich jetzt als Life Coach arbeite, oder dass ich eine besserere Chefin sein kann, eine empathische und verständnisvolle Partnerin und eine Freundin, die in bestimmten kniffigen Situationen bereits Erfahrungen sammeln konnte. All das sehe ich als Mehrwert und bin dankbar dafür, denn ich habe in diesen Situationen ganz viel gewonnen.

            21 min
          • #10 Nicht so lange denken - einfach machen!
            Einfach machen - das Einfachste und das Schwierigste zugleich

            Einfach machen hilft wirklich dabei, wenn man sich unsicher fühlt oder zu lange überlegt.

            Ich nehme diese Folge auf, ohne mich vorzubereiten, weil es mir wichtig war, dies einfach zu tun, ohne dass ich mir selbst das Bein stelle.
            Wenn wir zu lange überlegen, verlieren wir so Energie und Zeit.

            12 min
          • #9 Angst vor Neubeginn: Wo die Komfortzone endet und die Angst beginnt
            Welche Ängste haben mich bei meinem Podcast-Start begleitet

            Etwas Neues verursacht oft Angst und Unsicherheit.

            Vor allem, wenn man schon mal schlechte Erfahrungen gemacht hat.

            Im NEUEN steckt wieder ganz stark unser innerliches Kind drin. Als Kinder haben wir für eine Weile nur Neues gemacht und ausprobiert. Das Probieren gehört nämlich zum Aufwachsen. Aber es sind auch ganz viele anderen Gefühle, die das Kind mit sich bringt:

            • Unsicherheit
            • Verletzungen
            • Scham
            • Das Gefühl, dass man nicht gut genug ist
            • Schlechte Erfahrungen
            • Ich habe es sehr früh von meiner Mama auch anders gelernt: Probieren, Scheitern, weiter Machen. Aber ich weiss - das kann nicht jeder, und auch ich kann das nicht immer, obwohl ich damit aufgewachsen bin.

              Vor allem, wenn man älter wird, haben die Ängste viel zu sagen. Warum? Weil wir viel mehr Referenzen haben, Erfahrungen und Erlebnisse. Nicht nur unsere eigene, sondern auch die der Freunde, Familie aber auch von ganz unbekannten Menschen. Wir haben es als Erwachsene gelernt, zu überlegen, zu überprüfen und eventuell uns anzupassen. Das was wir aus unserem Kind geerbt haben spielt eine große Rolle, nur - vwir haben auch etwas verlernt, was Kinder so wunderbar beherrschen: Einfach machen, Aufstehen, Tun, ohne großes Nachdenken sich Ausprobieren.

              Meine Ängste waren viele…

              Was wenn, …

              • ich nicht gut genug bin;
              • Zuhörer meine Stimme nicht mögen;
              • Keiner sich für die Themen interessiert;
              • Ich nicht guten genug Content mache;
              • Nicht genug wisse darüber, was ich bespreche;
              • Wenn jemand viel besser, interessanter, spannender als ich ist;
              • Ich irgendwelche Fähigkeiten noch nicht besitze;
              • etc. etc. etc.

                Ich war mit den Ängsten in irgendwelchen Zukunfts-Szenarien, die wahrscheinlich gar nicht stattfinden werden. Angst in solchen Situation ist eben imaginär, denn es ist nur in unseren Gedanken.

                Aber klar - Wir verlassen unsere Komfortzone.

                Komfortzone ist ein seeehr gefährliches Konstrukt. Es fühlt sich gut an, nichts fehlt auf den ersten Blick wohl bemerkt, alles ist so vertraut und bekannt und man fühlt sich zufrieden. Es fühlt sich auch vor allem so, als ob man alles im Griff hätte, solange das “alles” sich nur in dieser begrenzten Komfortzone stattfindet.

                Komfortzone dient auch zum Schutz vor Schmerz, Scheitern oder Unglück. Zumindest denkt man sich so… Aber die Begründung ist definitiv da. Ich habe bereits in einer der Folgen erwähnt, warum das Hirn viel einfacher schlechte Erinnerungen abrufen und speichern kann als die guten. Und Komfortzone erfüllt auch einen ähnlichen Zweck. Evolution hat dem Menschen beigebracht, sich zu schützen. Das heisst Angst gehört zu den Urgefühlen und -instinkten. Das ist definitiv nicht einfach etwas, was man über die Schulter werfen kann und man ist fertig damit. Und gewisse Angst ist auch essentiel für uns.

                Warum ist es aber gut, die Komfortzone mal zu verlassen?

                • Neue Fähigkeiten
                • Wachstum
                • Neue Möglichkeiten
                • Erlebnisse, die einem sonst ersparrt bleiben
                • Buntes Leben
                • Wie kann ich meine Komfortzone öfters verlassen?

                  • Neue Wege einschlagen
                  • Routine verändern
                  • Neue Dinge lernen
                  • Etwas ohne zu lange zu überlegen tun
                  • Bewusste Entscheidungen treffen, etwas zu tun, was unbequem ist
                  • Etwas annehmen und dem zusagen, was du normalerweise nicht tuen würdest
                  • Wie kann ich mit meinen Ängsten umgehen? Achtung - ich rede gerade nicht über Angstanfälle!

                    • Reality check: Ist es etwas, was wirklich passiert oder ist das nur ein Szenario in deinem Kopf?
                    • Erfahrungsberichte: Was hast du bereits geschafft in einer ähnlichen Situation
                    • Relativieren: Was kann denn WIRKLICH passieren? Und ist das WIRKLICH schlimm?
                    • Sich einen Plan aufstellen
                    • Nach Unterstützung fragen
                    • Mein Favorit: Denk 5 Jahre in die Zukunft. Ist es noch relevant, ist es wichtig?
                    • Sich das Gefühl vorstellen, nachdem du etwas geschafft hast
                    • Einen Schritt nach dem anderen tun
                    • Die Ängste laut benennen, sodass sie nicht nur in deinem Kopf für Chaos sorgen
                    • Du bist nicht allein mit solchen Ängsten. Wie du siehst, spielt das Hirn oft nur Spielchen mit dir. Die Ängste haben oft gar keine Berechtigung, aber deine Komfortzone versucht sich durchzusetzen.

                      Überprüfe die Situation, rede mit anderen Menschen, vertraue dir selbst. Komfortzone ist für dich nicht förderlich und wird dich nicht viel weiter bringen, und sobald es sich um diese handelt, sammle alle Mut der Welt und trau es dir zu, sich der Angst zu stellen.

                      Und vergiss nicht: Das schlimmste, was passieren kann ist dass du scheiterst. Und das ist bei weiten nicht so schlimm, wie wir uns das immer vorstellen. Wenn wir mal scheitern oder irgendwas schief läuft, heisst es wir können etwas draus lernen und besser werden. Und wenn du jetzt kurz überlegst: Was ist denn schöner, als besser werden? Fokusier dich auf das Ergebnis, und das wird dir gleich mehr Kraft geben, egal was kommt.

                      41 min
                    • #8 Mieses Wetter und die Stimmungsschwankungen mit Lorenza
                      Wie das Wetter unsere Stimmung verändert uns krank machen kann

                      Winter kann einfach nervig sein, aber es kann uns auch härter treffen.

                      Lorenza berichtet über den starken Kontrast zwischen Leipzig und Arizona.

                      Ich merke, dass mein Verhalten sich verändert. So verändern sich auch meine Abläufe und Routinen wie zum Beispiel:

                      Späteres Aufstehen

                      Fasten
                      Mehr Achten auf mich selbst
                      Ich bin generell ruhiger
                      Ich nehme mehr Zeit für das Nichts

                      Bei vielen Menschen lösen die kurzen Tage Winterdepression aus.

                      Die Winterdepression ist eine depressive Störung, die in den Herbst- und Wintermonaten auftritt.

                      Achtsamkeit üben: wirklich auf die Hobbys achten, sich mit den Menschen treffen die einem gut tun. AUF GAR KEINEN FALL die Ernährung vernachlässigen. Und trotzdem immer Sport einbauen.

                      Und last but not least: Sprich darüber, was dich grad belastet oder dir schwer fällt. Und, wenn möglich und nötig geh auch zur Therapie.

                      18 min
                    • #7 Sensibilität und Nachrichten sind eine schwierige Mischung
                      Wie Nachrichten mich zum Weinen bringen

                      Ziemlich früh habe ich mitbekommen, dass mich so einiges recht stark betrifft.

                      Ich kann mich zum Beispiel richtig gut in die anderen hinein fühlen, oder wenn ich jemanden leiden sehe, fühl ich mich tiefst traurig und leide mit, auch wenn ich den Menschen gar nicht kenne.

                      Ich bin nämlich sehr sensibel was Trauer, Kummer, Naturkatastrophen, Leiden und Schmerz oder auch Mangel an Fairness, Mobbing und ähnliches angeht.

                      Momentan ist es wirklich nicht einfach für jemanden wie mich. Jeden Tag berichtet die ganze Welt über Corona-Tode, und es trifft mich. Abgesehen davon, dass ich auch in der Familie bereits Todesfälle habe, trifft mich es jedes Mal, wenn ich die Zahlen sehe. Am besten möchte ich all das ausblenden, aber irgendwie muss ich mich auch informieren.

                      Es wurde von vielen Menschen als Schwäche abgestempelt. Das Weinen wurde dann auch oft nicht ernstgenommen.

                      Ich hab mich früher immer dafür geschämt.
                      Aber mit der Zeit hab ich gelernt, das zu akzeptieren. Das ist aber gar nicht so einfach, denn so ziemlich alles was nicht den gewöhnlichen Normen entspricht, ist dann quasi nocht in Ordnung. Und ich hab mich dann auch nicht in Ordnung gefühlt.

                      Das Gute daran ist: Wenn ich so tief empfinden kann, kann ich mich auch stark freuen über Dinge, die mir Freude bringen, weil mein Gefühlsspektrum so breit gefächert ist. Und ich glaube, das überwiegt. Ja, ich weine sehr oft, und mir wird oft vorgeworfen, dass ich nah am Wasser gebaut bin. Aber who cares - unterschiedliche Menschen machen die Welt so schön!

                      15 min
                    • #6 Das obligatorische "Ich habe nicht aufgeräumt", wenn Gäste kommen mit Benjamin und Lorenza
                      Hast du auch schon mal jemanden vorgewarnt?

                      Diese Vorwarnung kennt jeder, aber was verbirgt sich dahinter?

                      Jedes mal wenn ich mich verstelle, fühlt sich das nicht gut an.

                      Das "Ich habe nicht aufgeräumt" ist ähnlich wie die Nachfrage, wie es einem geht, wenn die Antwort einfach "gut" lautet, auch wenn es nicht stimmt.

                      Ich mag einfach transparent und ehrlich sein. Und wenn ich Vollzeit arbeite, in zwei Städten lebe, einen Hund verpflege und an mehrere Projekten arbeite und dann eben nicht schaffe, aufzuräumen, dann ist es auch so. Das ist in Ordnung. Ich will keinem vorspielen, dass ich alles im Griff habe oder haben muss, denn das ist nicht der Fall und ich will keinem diesen unnötigen Druck verursachen. Es ist menschlich und außerdem - der Tag hat nun 24 Stunden.

                      37 min

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