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herIDEA - sie, engagiert, diverskulturell episodes

  • Kalina Kalinowska, wo findest du das Internationale Leben? | MIGRACHIV herIDEA

    „Für mich ist es wichtig, dieses Interview zu machen, weil jede Geschichte von jeder Migrantin wichtig ist. Jede von uns hat etwas Schönes, Trauriges oder Erfolgreiches zu erzählen. Und einfach zu zeigen, dass wir auch ein aktiver Teil dieser Gesellschaft sind." Kalina Kalinowska lebt seit 2015 am südlichen Oberrhein, in der Nähe von Freiburg. Sie ist in der Hauptstadt von Nordmazedonien, in Skopje, aufgewachsen. Nach ihrem Studium hat sie dort als Journalistin und als Dozentin an der Uni gearbeitet. Es war vor allem die Lust auf Veränderungen, die sie nach Deutschland geführt hat. In Deutschland engagiert sich Kalina in interkulturellen Projekten. In der Internationalen Frauengruppe macht sie sich stark für einen Dialog zwischen den Religionen. „Ich habe den Wunsch anderen zu helfen und ich denke es ist sehr wichtig besonders als Migrantinnen in deutscher Gesellschaft aktiv zu sein. Wir können in diesem etwas beitragen und ich denke jede von uns, jede Frau ist eine Zeitzeugin ihrer Zeit. Wir haben alle verschiedene Profile, verschiedene Berufe, verschiedene Migrationshintergründe, ich denke genau diese Diversität kann zur deutschen Gesellschaft beitragen und sie verbessern."

    17 min
  • MAGAZIN: Als Mutter nach Deutschland migrieren | herIDEA
    „Am Anfang trauten die Frauen sich nicht rauszugehen. Sie sagten, ja, ich kann die Sprache nicht. Wie soll ich mich mit jemandem unterhalten? Seit die Pandemie angefangen hat, gibt es wieder so viele Frauen, die zuhause sitzen. Sie sagen, wenn wir kleine Kinder haben, können wir nicht irgendwo hingehen. Deswegen bleiben wieder die Frauen zuhause und dann vergessen sie wieder die Sprache." Wer nach Deutschland migriert, stößt häufig auf Hürden bei der Integration. Vor allem für Frauen mit Kindern ist die Situation nicht leicht. Es gibt wenig Integrationskurse oder Sprachkurse explizit für Frauen. Es fehlt an Wissen zur deutschen Kultur und der Umgebung. Hinzukommt, dass noch immer meist Männer bei Angeboten bevorzugt werden. Interviewpartnerin Zeinab El Hage Ali ist selbst 2007 nach Deutschland migriert. Erste Sprachkurse musste sie wegen ihrer Schwangerschaft unterbrechen. Mittlerweile lebt sie seit 14 Jahren in Deutschland und engagiert sich hier für Migrantinnen. Bis 2020 hat sie Sprachkurse bei dem Programm „Bildung und Begegnung integriert Flüchtlingsfrauen" gegeben. Das Besondere an diesen Kursen: Die Frauen können ihre Kinder mitbringen. Mit Zeinab El Hage Ali haben wir über die Probleme und Hürden bei der Integration von Migrantinnen mit Kindern in Deutschland gesprochen.
    20 min
  • Clara Rigoni, wie verbindest du deutsche und italienische Politik? | MIGRACHIV herIDEA
    "Ich wünsche mir mehr Offenheit, mehr Inklusion. Wir brauchen Frauenquoten, wir brauchen Ausländerquoten, wir brauchen Quoten bezüglich Sozialwohnungen, um diese Transition zu führen und das kann nur mit dem Engagement des Staates und allgemein der Organisationen und nicht nur der privaten Menschen kommen." Clara Rigoni ist Juristin und arbeitet als Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht in Freiburg. Clara ist vor allem politisch engagiert und ist Mitglied der Ortsgruppe Freiburg der Partito Democratico. Ihre Themen sind unter anderem Antimafiapolitik, Rechte von Geflüchteten und Migrant*innen, Frauenrechte und Ökologie. Beruflich beschäftigt sie sich mit interkultureller Diversität im Strafrecht. 2013 kam Clara Rigoni aus Italien nach Deutschland. Im Oral History Interview spricht sie über Unterschiede zwischen beiden Ländern, über ihr politisches Engagement, Erfahrungen mit Diskriminierung und ihre beruflichen Schwerpunkte.
    22 min
  • MAGAZIN: Was macht eine Partizipationsbeauftragte, Frau Niewiedzial? | herIDEA
    Katarina Niewiedzial ist Beauftragte für Partizipation in der Migrationsgesellschaft der Stadt Berlin. Sie setzt sich ein für die Interessen und Belange von Berliner:innen mit internationaler Geschichte. Die politische Teilhabe von Menschen mit Migrationserfahrung ist für sie ein integraler Bestandteil von Partizipation. 35 Prozent der Berliner:innen haben eigene oder familiäre Migrationsgeschichte. In Behörden und öffentlichen Einrichtungen sind sie aber nicht gleichermaßen vertreten. Das ändert sich mit der Gesetzesnovelle des Berliner Senats, das am 16. Juli 2021 in Kraft trat. Mit dem neuen Gesetz werden Menschen mit Migrationshintergrund bei der Besetzung von Stellen in besonderem Maße berücksichtigt. Durch verbindliche Regelungen bei Stellenausschreibungen sollen mehr Menschen mit Migrationsgeschichte gezielt geworben und angesprochen werden. In jedem Berliner Bezirk wird ein Migrationsbeirat gesetzlich verankert. Mehr Informationen über Katarina Niewiedzial und ihre Arbeit in Berlin: https://www.berlin.de/lb/intmig/ Foto: Jonas Holthaus
    29 min
  • Ayulah Suriptiani-Rieper, wie können wir das Interkulturelle lernen? | MIGRACHIV herIDEA

    „Ich wünsche mir, dass wir uns gegenseitig akzeptieren, und mehr Toleranz von den Menschen. Und ich wünsche mir, dass die Leute akzeptieren, wenn ich Muslim bin, oder wenn du Christ bist, oder wenn andere keine Religion haben. Ich wünsche mir auch, dass wir unsere Umwelt respektieren, sie hat auch ein Recht sich zu erholen." Ayulah Suriptiani-Rieper kam 1995 zum ersten Mal aus Indonesien nach Deutschland und nahm hier an einem internationalen beruflichen Austausch zu Umweltthemen in Frankfurt teil. 1996 ist sie selbst nach Deutschland migriert. Da sie ihren früheren Beruf als Umweltpädagogin in Deutschland nicht mehr ausüben konnte, machte sie eine Ausbildung zur Tagesmutter. Ihre Berufung, wie sie sagt. Bereits in Indonesien hat ihr soziales Engagement begonnen. Schon immer hat sie gerne mit anderen Menschen zusammengearbeitet. Hier in Deutschland engagiert sie sich im Verein Südwind Freiburg e.V., der sich für soziale und interkulturelle Arbeit engagiert. Zudem hat sie das Projekt „Frauen stärken im Quartier" des Vereins „Haus der Begegnung Freiburg-Landwasser e.V." begleitet und dort die Kinderbetreuung übernommen und an den Aktivitäten der Gruppe teilgenommen. Gerechtigkeit und Toleranz sind für sie ein wichtiger Aspekt des Zusammenlebens.

    34 min
  • MAGAZIN: Migrant:innen und die deutschen Behörden | herIDEA

    Umziehen in eine andere Stadt, um ein Visum zu bekommen? Wenn Migrant:innen arbeiten, studieren oder eine Wohnung suchen, sind sie auf die Ausländerbehörde angewiesen. Das läuft aber nicht immer unproblematisch ab, wie unsere Interviewpartnerin Dore berichtet.

    Sie erzählt von ihren eigenen Erfahrungen und von ihrem Engagement in einem Integrationsprojekt, bei dem sie andere Migrant:innen berät und unterstützt.

    24 min
  • Carmen Luz Herlinghaus, wieviel Chile ist von dir in Deutschland und wie deutsch bist du in Chile? | MIGRACHIV herIDEA
    "Ich bin das erste Mal wieder nach Chile gekommen nach 13 Jahren, weil ich als Asylantin nicht nach Chile zurückkehren durfte, und das war der Schock meines Lebens." Dr. Carmen Luz Herlinghaus studierte in Valparaiso (Chile). Dort entwickelte sich ihr soziales und politisches Engagement Anfang der 1970er Jahre, in der kurzen Zeit der Präsidentschaft von Salvador Allende. Carmen Luz war als Hebammenstudentin Teil der Bewegung für ein demokratisches Chile und blieb weiter aktiv nach dem Militärputsch 1973, mit dem für Chile eine lange Zeit der Diktatur begann. Ende 1973 beantragte Carmen Luz politisches Asyl in der belgischen Botschaft, gemeinsam mit ihrem Partner, sie war damals schwanger. Nach einigen Monaten in Belgien kamen sie in die DDR. Dort konnte Carmen Luz nach einem einjährigen Deutschkurs schließlich in Rostock Medizin studieren. Bis zum Beginn ihrer Rente 2020 arbeitete sie in der Kinderklinik Lichtenberg in Berlin.
    47 min

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IDEA ist ein Oral History-Projekt von und mit gesellschaftlich engagierten Frauen mit internationaler Geschichte. Sie setzen sich ein für mehr Sichtbarkeit, Teilhabe und Chancengerechtigkeit.