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Der Hidden Vienna Podcast im neuen Wien Museum: Projekt Walfisch 🐳
Fast 5 Jahre verbarg sich das Wien Museum hinter einem Bauzaun und hat sich in dieser Zeit neu erfunden. Am 6. Dezember öffnet es wieder seine Tore. Wir haben uns vorab mit dem Team, das hinter der neuen Dauerausstellung steckt, getroffen. In 14 spannenden Podcast Folgen hört ihr jeden Freitag ab dem 1. Dezember alles über deren Lieblingsobjekte und bekommt einen exklusiven Einblick in die Arbeit hinter den Kulissen.
Kommt mit auf einen akustischen Rundgang durch die neuen Ausstellungsräumlichkeiten am Karlsplatz in unserer Miniserie: Projekt Walfisch 🐳 Der Hidden Vienna Podcast im neuen Wien Museum.
Den Anfang macht am 1. Dezember Matti Bunzl, seines Zeichens Chef im Haus am Karlsplatz. Er wird uns eine kleine Bedienungsanleitung für das Wien Museum Neu geben.
Es wird süß. Zucker(l)süß! Es geht in dieser Folge um Süßigkeiten, Torten, Zuckerl und natürlich um einen ausgestorbenen Beruf: den der Wiener Zuckerlmacher.
Bevor Zucker um 1500 auftaucht, wurde mit Honig gesüßt. Der teure importierte Zucker aus Zuckerrohr war lange Zeit eine Sache für den reichen Adel, der damit seinen gesellschaftlichen Status zeigen konnte.
Wie der Zucker nach Wien kam, konnten wir Dr. Kurt Schebesta, Geschäftsführer der Bäckerinnung, Zuckerbäcker und Konditoren der Wiener Berufsgruppen, fragen. Der Innungsmeister der Lebensmittelgewerbe und Konditor Josef Angelmayer erklärt uns gewitzt den Unterschied zwischen Konditoren und Bäckern.
Wir machen auch einen kurzen Ausflug zu den Ursprüngen der Konditorei Demel, deren Fans u. a. Kaiser Franz Josef und Kaiserin Elisabeth waren.
Zum Beruf des Zuckerlmachers konnten wir einen befragen, der diesem Handwerk neues Leben eingehaucht hat. Christian Mayer lässt mit seiner "Zuckerlwerkstatt" im 1. Wiener Gemeindebezirk das Zuckerlfieber neu aufleben und produziert längst vergessene Bonbonsorten, deren Rezepte bis 1890 zurückreichen. Seidenzuckerl, Krachmandeln und Wiener Walzenzuckerl warten dort. Warum im Geschäftslokal ein großes Bild der Zuckerlfabrik der Gebrüder Gustav und Wilhelm Heller, einst die berühmtesten Süßwarenproduzenten weltweit, hängt, erfahren wir ebenso.
Die Adressen der zwei Zuckerlwerkstatt Standorte erfährst du hier: https://www.zuckerlwerkstatt.at/
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In dieser Folge beschäftigen wir uns mit den Glückshafnern und den Planetenverkäuferinnen. Zwei Berufe, die schon lange ausgestorben sind.
In Wien gab es ab 1475 nachweisbare Glückshäfen, bei denen die Wiener und Wienerinnen ihr Glück versuchen konnten. Luxuriöse Gewinne wie Schmuck, Silbergeschirr, Stoffe, Waffen, Gürtel, teure Stoffe oder Pelze lockten bei großen Glückshäfen, die etwa im Zuge von Herrschereinzügen abgehalten wurden, Menschenmassen an. Wie die Glückshäfen zu ihrem Namen gekommen sind und wie genau sie abliefen, erzählen wir euch in dieser Folge.
Viele Hundert Jahre später ging es bei den Planetenverkäuferinnen beschaulicher zu. Doch ihre dressierten Tiere, die diese „Planeten“ zogen, waren ebenfalls eine kleine Sensation. Die große Zeit dieses außergewöhnlichen Berufs war zwischen 1880 und vor dem 1. Weltkrieg. Doch noch bis in die 1970er Jahre gab es in Wien einen letzten Planetenverkäufer.
Wo das Glück im Spiel ist, kann auch betrogen werden. Einer, der das im 19. Jahrhundert ungeniert ausnutzte, war Johann Carl von Sothen. Er machte durch Betrug im Lotto ein Vermögen. Michaela Lindinger, Kuratorin im Wien Museum, erzählt uns seine kuriose Geschichte, in der Tauben und eine Kapelle im Wienerwald eine Rolle spielen.
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Wir sprechen in dieser Folge über den ausgestorbenen Beruf des Schriftsetzers.
Seit 1998 gibt es diesen Lehrberuf in Österreich nicht mehr. Die jahrhundertealte Schriftsetzerei fand ein Ende und ist heute nur noch im Nischenbereich als sogenannter Letterpress zu finden.
Wie das alles anfing mit der gedruckten Schrift, wie die Innovation der mechanischen Druckerpresse von Johannes Gutenberg die Welt veränderte und was die Nennung von Vampiren 1725 im Wienerischen Diarium, bis 30.6.2023 noch als Wiener Zeitung erhältlich, Hugo Portisch und Kaiser Josef II. als kaiserlicher Buchdrucker Lehrling damit zu tun haben, gibt es in dieser Folge zu hören.
Als Gäste sind Mira Krall, Expertin in der Sammlung von Handschriften und alten Drucken der Österreichischen Nationalbibliothek, und Leopold Kascha, von 1957 bis 1982 beim Kurier als Schriftsetzer tätig, zu hören. Leopold Kascha hat, wie er selber sagt, das Begräbnis des Bleisatzes bei der Tageszeitung geleitet und erzählt einige Wuchteln aus seiner Zeit in der Druckerei.
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Leseempfehlung: Veronika Fileccia, die einzigartige Klofrau des Wiener Burgtheaters und Interviewpartnerin unserer 1. Folge "Die Abtrittanbieterinnen" geht in Pension. Angelika Hager hat einen wunderbaren Profil Artikel zu diesem Anlass über sie verfasst: Show am Klo: Die glamouröse Toilettenfrau der Burg tritt ab. Lesenswert!
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Wir sprechen in dieser Folge über den ausgestorbenen Beruf des Hofnarren.
Im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit waren Hofnarren ein fixer Bestandteil an adeligen Höfen. Wir folgen Quellen in eine Zeit, als kleinwüchsige Personen als Zwerge oder Personen mit geistigen Beeinträchtigungen als Debile bezeichnet wurden und zu Unterhaltungszwecken herumgereicht wurden. Die Folge kann daher streckenweise verstörend oder belastend sein.
Hofnarren konnten auch sehr selbstbewusst auftreten und auf der feinen Linie zwischen der Verspottung und einem Hinterfragen des Tuns ihrer Herren wandeln. Sicherheiten gab es in ihrem Leben aber so gut wie keine.
Wir sprechen u. a. über Kunz von der Rosen, der am Hofe Maximilian I. mit der Redefreiheit privilegiert war, und entdecken die Oberösterreicherin Maria Bárbola, die als Hofzwergin am spanischen Hof lebte, auf einem Gemälde von Diego Velázquez. Im Interview dürfen wir den Historiker und Hofnarren-Experten Josef Anton Keler begrüßen und auch der Comedian Michael Buchinger hat seine Ansichten zur Narrenfreiheit mit uns geteilt.
Zur Diplomarbeit „Der Hofnarr und sein König. Narren im Mittelalter und der Frühen Neuzeit.“ von Josef Anton Keler.
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Ein lautes „Aufgschaut!“ hörte man oft, wenn sich Sesselträger durch die Menschenmassen der Wiener Plätze und Gassen zwängten. Es war besser, ihnen schnell aus dem Weg zu gehen, als einen groben Stoß abzubekommen und im Straßengraben zu landen. In dieser Folge sprechen wir über das Auftauchen der Sesselträger in ihren typisch krebsroten Röcken um 1700. Obwohl Wien wieder etwas spät dran war, war es so, als hätten die WienerInnen nur auf so ein Service gewartet. Wir sprechen auch über die Verwendung von Tragsesseln am Wiener Hof, den Import von italienischen Trägern und wie es dazu kam, dass dieser Beruf ausstarb und am Ende die Fiaker die Oberhand im Personentransport der Stadt gewinnen sollten.
Apropos Fiaker. Wir sprechen auch über DEN Wiener Fiaker, ein echtes Original und weit bekannt: Josef Bratfisch. Er wurde als Leibfiaker des Thronfolgers Rudolf berühmt und war wohl einer der Letzten, der den Kronprinzen und seine junge Geliebte Mary Vetsera lebend gesehen hat.
Wir danken den Gästen dieser Folge:
Mario Döberl, Historiker und Kurator der Kaiserlichen Wagenburg Wien
Marco Pollandt von Fiaker Paul + Riding Dinner
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In dieser Folge beschäftigt uns der Beruf des Uniformschneiders, den es eigentlich nie gegeben hat. Das hinderte allerdings einen findigen Unternehmer nicht daran, mit Uniformschneiderei ein Vermögen zu machen.
Wir sprechen über das Jäger- und Sammlerverhalten von Schneiderin Maria Smodics-Neumann in Bezug auf alte Schnittzeichenbücher und der Wichtigkeit der Knopfposition bei Uniformen.
Im Heeresgeschichtlichen Museum Wien fragen wir den Uniform-Experten Christoph Hatschek wie das alles mit der Uniformierung begonnen hat. Zwickelschaf, Waschbären und Leoparden inklusive.
Und woher der Glanz der Montur der Monarchie kam mit ihren vielen Troddeln, Borten, Goldschnüren, Silberposamenten und Orden verrät uns in der letzten Posamentenfabrik Österreichs Albert Maurer. Seit 1863 werden hier Posamente für Uniformen produziert.
Wir danken den Gästen dieser Folge:
Maria Smodics-Neumann, Schneidermeisterin (für Uniformen) und ehemalige Innungsmeisterin
Christoph Hatschek, Vizedirektor des Heeresgeschichtlichen Museums, Leiter der Abteilung Sammlungen & Ausstellungen, Sammlungsleiter Uniformen, Orden, Ausrüstung & Insignien
Albert Maurer, Geschäftsführer M.Maurer in 6. Generation
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Du interessierst dich für die in der Folge erwähnte Führung “Meine Familie im Krieg”? Dann buche diese Führung mit Jascha hier: https://www.hiddenvienna.guide/de/tours
Eine Folge zum Beruf des Scharfrichters, des Büttels, des Schergen und des Henkers.
Achtung: Für manche können die Geschichten zur Todesstrafe verstörend oder belastend sein.
In dieser Folge widmen wir uns dem in Österreich glücklicherweise ausgestorbenen Beruf des Henkers und dem Thema der Todesstrafe. Dieser Beruf ist allerdings noch lange nicht weltweit abgeschafft.
Wir blicken wieder in die Wiener Geschichte und sprechen über die Scharfrichter der Stadt, über die Hinrichtungen von Wiener Bürgermeistern, über die als Hexe zum Tode am Scheiterhaufen verurteilte Elisabeth Plainacher, über die k.k. Militärjustiz, die während des 1. Weltkriegs über 100.000 Todesurteile verhängte, und besuchen das Landesgericht für Strafsachen Wien, in dem das nationalsozialistische Regime die sogenannte Maschine F zum Vollstrecken der Todesstrafe aufstellte. Erfahre Interessantes über die Geschichte von Strafen und was die Habsburger mit der Abschaffung der Todesstrafe zu tun haben.
Wir danken den Gästen dieser Folge:
Dr. Friedrich Forsthuber, Präsident des Landesgerichtes für Strafsachen Wien
Dr. Sebastian Spitra, Rechtshistoriker am Juridicum Wien
Mag. Annemarie Schlack, Geschäftsführerin von Amnesty International Österreich
Den Text „Eines Scharfrichters Lebenslauf“ über das Leben des Henkers Josef Lang von Egon Erwin Kisch gibt es hier: https://www.projekt-gutenberg.org/kisch/rasend/chap037.html
Zur Führung durch das Landesgericht für Strafsachen Wien und zur Namensmauer im Ostarrichipark mit Dr. Friedrich Forsthuber kann man sich hier anmelden: https://hdgoe.at/fuehrung_landesgericht.
Hier kannst du die wichtige Arbeit von Amnesty International mit wenigen Klicks unterstützen: https://www.amnesty.at/mitmachen/
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