Das Thema der heutigen Folge war der Wunsch einer Hörerin, die Hingabe definiert als einen "aktiven Akt, von sich selbst abzusehen". Was verbinden wir mit dem Wort? Eine leidenschaftliche Liebe? Das fast heilige anbeten von etwas oder jemandem? Arbeiten bis zur völligen Selbstaufgabe? Eine von uns hat mal hingebungsvoll kleine Zahlenfelder ausgemalt, die andere erzählt davon, wie sie sich fast mal einem Guru hingegeben hätte. Und dann sprechen wir über diese beiden Bücher:
Christine empfiehlt: "Alle meine Mütter" von Lena Gorelik
Mona empfiehlt: "Salz auf unserer Haut" von Benoîte Groult
Alte Mütter, trauernde Mütter, migrierte Mütter und solche, die ihr Kind verloren haben. In ihrem Buch macht Lena Gorelik sie alle sichtbar und erzählt zudem ihre eigene Mutter-Tochter-Geschichte. Auch hinter dem Roman von Benoîte Groult steckt eine persönliche Geschichte, und zwar die einer großen "Amour fou". Eine heimliche Liebe zwischen einer Intellektuellen aus Paris und einen Fischer, zwei Körper, die sich über Jahre hinweg anziehen. In unserer Rubrik klären wir die Frage, ob es Berufungen gibt oder ob man Hingabe für etwas auch mit der Zeit entwickeln kann.
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Beim nächsten Mal beschäftigen wir uns mit Langeweile. Dazu empfiehlt Mona den Klassiker "Der alte Mann und das Meer" von Ernest Hemingway und Christines Tipp ist "Angerichtet" von Herman Koch.