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Noch vor einem Jahr wussten ziemlich wenige, wer Annalena Baerbock ist, aber das hat sich inzwischen geändert. Denn niemand war in Polit-Talkshows im letzten Jahr häufiger zu sehen als Annalena Charlotte Alma Baerbock – so heißt sie mit vollem Namen.
Ich wollte wissen, wie sie politisiert wurde? Welche Musik sie als Teenager gehört hat und warum sie ursprünglich Kriegsreporterin werden wollte? Wir sprechen über ihren gesteuerten Alltag und was passiert, wenn sie ihr Handy vergisst. Wie geht es ihr damit, dass jeder falsche Halbsatz ein Shitstorm auslösen kann? Und ich habe sie gefragt, wann sie sich wertvoll fühlt?
Ich habe mit Absicht nicht über Tagespolitik gesprochen, denn ich wollte vorrangig wissen, wie die drittbeliebteste Politikerin des Landes generell so tickt. Wie geht sie mit den vielen Terminen um, wie holt sie Luft, wie haben die letzten zwei Jahre in der Spitzenpolitik sie verändert und wie bekommt sie das alles geregelt?
Normalerweise dauern meine Gespräche ja um einiges länger, doch der Terminkalender von Annalena hat nur für 50 Minuten gereicht. Ich war überrascht, dass sie so viel geplaudert hat und offen war. Ich fand es bemerkenswert, wie ehrlich sie war und wie befreit von politischen Floskeln sie gesprochen hat.
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Dass man seinen Namen kennt, liegt vermutlich daran, dass er bei Günther Jauchs "Wer wird Millionär?" eine Million Euro abgeräumt hat. Von dem Geld hat er sich unter anderem ein Schiff gekauft und machte daraus die Eventlocation "MS Günther", auf der man nun durch Münster fahren kann.
Unternehmertum spielt für ihn inzwischen eine immer kleinere Rolle, die genaue Prozentzahl gibt es im Gespräch. Viel mehr interessiert sich Leon für die Irrungen und Wirrungen in unseren Köpfen. Wir sprechen genau darüber: Über unser Gehirn, über Prägung, Angst, Scham und Unzulänglichkeiten. Wir sprechen über Gefühle, das Menschsein im Allgemeinen, über Wissenschaft, Psychologie sowie Psychohygiene. Leon hat das große Talent, komplexe Dinge sehr verständlich zu machen. Ich habe sehr viel gelernt und hoffe, euch wird es genauso gehen.
Kleiner Edit von Leon: Die Berufsbezeichnung Psychotherapeut ist geschützt. Zum Glück! Berufsbezeichnung Psychologe wird über ein BGH-Urteil (1985) geschützt in dem es heißt, dass der Beruf ein akademischer sei, also ein Studium voraussetzt. Welches Studium / Umfang wird nicht genannt. Der BDP gibt weitere Infos: https://bdp-verband.de/profession/zertifizierungen/faq-zertifizierung
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Gerade ist ihr Buch "Sprache & Sein" erschienen, darin setzt sie sich mit der Begrenztheit von Sprache auseinander. Kübra ist in dritter Generation einer türkischen Einwandererfamilie in Hamburg geboren, sie hat Politikwissenschaft studiert und wurde als taz-Kolumnistin und Aktivistin der Mädchenmannschaft bekannt. Sie gilt als eine der wichtigsten migrantischen, muslimischen und feministischen Stimmen unseres Landes.
Unser Gespräch startet ganz gemütlich bei ihr zu Hause: Kübra erzählt von ihren bunten Erzählabenden und den besonderen Begegnungen in ihrem Wohnzimmer. Danach wird es ernster: Wir sprechen über Sprache, über Ausgrenzung, über Versäumnisse – wir reden über die Verunsicherung unserer Zeit, über Rassismus, über den Stellenwert von Glauben und auch über die Hoffnung.
Unser Gespräch fand einen Tag nach den Anschlägen in Hanau statt. Ich habe Kübra gefragt, wie sie es schafft, in so einer Zeit bei sich zu bleiben und auf sich zu achten und was ich als weißer Mann machen kann.
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Wer sein Podcast-Partner Felix Lobrecht ist, wusste ich damals schon – aber wer er ist, wusste ich nicht. Kein Wunder, denn Tommi Schmitt hielt sich bis dahin ja auch eher im Hintergrund auf. Er hilft als Autor und sorgt für gute Witze und Unterhaltung bei Luke Mockridge, Late Night Berlin, Caroline Kebekus und vielen anderen. Das war sein Hauptberuf. Durch den gigantischen Erfolg von Gemischtes Hack sieht es nun anders aus.
Wie ist es, wenn man unbedarft etwas – wie etwa einen Podcast – anfängt und der dann so durch die Decke geht? Was macht es mit einem, wenn man im Supermarkt erkannt wird, obwohl man eigentlich lieber der Mann im Hintergrund ist? Das wollte ich von Tommi wissen. Wir sprechen über seine unbeschwerte Kindheit, seine Fußballliebe, seine Angst vor der Stille, wir reden über seinen plötzlichen Ruhm und wie es damit weitergeht.
Mich hat interessiert, wie der Witzautor Tommi damit umgeht, dass kleine Tweets heutzutage einen großen Shitstorm auslösen können. Beschränkt ihn das? Was darf man wie sagen und bewerten? Tommi hat darauf eine wunderbare Erklärung, die jede*r hören sollte. Wir sprechen über den Anfang von Gemischtes Hack und ihrem Erfolgsgeheimnis. Wir reden über Tommis Lebensformel, über den Sinn des Lebens und erklären, warum wir nicht als Podcaster bezeichnet werden wollen.
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Plötzlich tauchte sein Podcast "Steingarts Morning Briefing" in den Podcast Charts ganz oben auf und ist seitdem einer der erfolgreichsten Podcasts des Landes. Im "Morning Briefing" teilt Gabor Steingart jeden Morgen seinen Blick auf die Welt. Nach vielen gehörten Folgen wollte ich wissen, wer dieser Gabor ist und es stellte sich heraus, dass er kein Unbekannter in der Medienwelt ist. Gabor arbeitete 20 Jahre lang für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Er war Korrespondent in Bonn, später Ressortleiter der Wirtschaft, Leiter des Hauptstadtbüros in Berlin und Washington D.C.
Danach wechselte er zum Handelsblatt, wurde zuerst Chefredakteur, dann Geschäftsführer und Herausgeber der Wirtschaftszeitung. Er gilt als einer der Pioniere im Mediengeschäft und hat mehrere Bestseller geschrieben. Doch seine nicht hinter dem Berg gehaltene Meinung wird nicht von allen gern gehört und so endete die Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt nach einer Meinungsverschiedenheit ziemlich abrupt 2018. Gabor sagt: "Der Aufstieg ist nicht so schwer. Auf das Wiederaufstehen kommt es an." Und das kann er.
Nur wenige Monate nach seiner Entlassung hat er – mit Mitte 50 – sein eigenes Unternehmen gegründet. Das nennt sich selbstbewusst "Media Pioneer" und veröffentlicht mehrere Podcasts, einen täglichen Newsletter und baut derzeit ein Redaktionsschiff, mit dem Gabor und seine Redaktion ab diesem Jahr auf der Spree durch das Regierungsviertel schippern wollen.
Ich wollte von ihm wissen, warum er sich nach seinem Rauswurf keine Auszeit gegönnt hat, woher er seine Zuversicht nimmt, was sein Antrieb ist und wie er sich sicher sein kann, seinen eigenen journalistischen Werten zu entsprechen. Wir sprechen über Haltung, Wahrheitsfindung und Herausforderungen der Zukunft.
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