Fahren Sie eigentlich noch einkaufen? Wollen Sie Kleidung noch in der Umkleide anprobieren und sich von einer Verkäuferin beraten lassen? Was ist mit Büchern? Das kann man ja alles bequem nach Hause kommen lassen. In Zeiten von Onlinehandel und Digitalisierung stellt sich die Frage, wie die Innenstädte attraktiv bleiben. Sowohl für die Händler, als auch für die Menschen, die in der Innenstadt wohnen oder da einkaufen. Je mehr smarte Geräte im Haushalt, je mehr Onlinehandel, desto geringer ist der Bedarf, überhaupt noch selbst in die Stadt zu gehen. Da könnte ein Rutschbahn-Effekt entstehen. Wenn es für viele Leute keinen Grund mehr gibt, in die Stadt zu gehen, wird den Läden und Cafés die Existenzgrundlage entzogen. In manchen Innenstädten gibt es schon solche Tendenzen der Verödung. Wolfgang Christ, Architekt, Stadtplaner und Gründer des Urban Index Instituts in Heidelberg erklärt, wie groß die Herausforderung für Städte ist.