Fünf Jahre dauert nun schon der Prozess um die Beteiligung der Hauptangeklagten Beate Zschäpe an den Taten des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds, dazu zählen zehn Morde, neun davon aus rassistischen Motiven.
Fünf Jahre, in denen der Prozess immer wieder ins Stocken gerät. Aktuell geht es um die Plädoyers der Verteidigung. Die Bundesanwaltschaft und Nebenkläger hatten ihre Plädoyers bereits Anfang Februar beendet. Jetzt wären die Verteidiger an der Reihe, aber diverse juristische Streitereien und Befangenheitsanträge der Verteidiger ziehen das Verfahren in die Länge und verhindern, dass es weitergeht.
Annette Ramelsberger beobachtet den NSU-Prozess für die Süddeutsche Zeitung. Sie sagt, die Anwälte aus der rechten Szene würden den Prozess gezielt in die Länge ziehen und entwerten, gleichzeitig habe der Vorsitzende Richter keine Handhabe.