Im Buchfieber: Der Podcast von Literaturlounge.eu

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Im Buchfieber: Der Podcast von Literaturlounge.eu episodes

  • [Podcast-Interview] mit Helmut Zierl über das Buch: Follow the Sun
    In diesem Teil des Gesprächs reflektiere ich über die Rolle der Musik bei der Hervorrufung von Emotionen und Erinnerungen. Ich erwähne, wie überrascht ich von der starken Präsenz von Musik in meinem Buch war. Ich beschreibe die Auswirkungen von Songs wie "She's Leaving Home" von den Beatles und "Me and Bobby McGee" auf die Charaktere und ihre Erfahrungen. Ich reflektiere auch über die Bedeutung von Liebe und Freiheit während eines denkwürdigen Sommers und erwähne die nostalgischen Gefühle für Freunde wie Claude, Rudi und Haneke. Ich drücke eine Art Traurigkeit und Sehnsucht nach diesen Freunden aus, die ich vielleicht nie wiedersehen werde. Ich erwähne auch die Todesfälle von vier Personen während der drei Monate, in denen ich das Buch geschrieben habe, die mein Schreibprozess beeinflusst haben. Ich erinnere mich an die emotionale Wirkung eines obdachlosen Mannes namens Henri, von dem ich anfangs angeekelt war, aber später eine tiefe Verbindung zu ihm aufbaute. Ich wünschte mir, dass Henri zurückkommen würde, aber leider kam er nie wieder. Ich diskutiere dann über meine starke Schwärmerei für eine Frau namens Trichata und den Schock, den ich erlebte, als ich sie später in Amsterdam wieder traf. Ich beschreibe das ganze Buch als einen Roadmovie und erwähne Monique als die einzige Person, die ich wiedersehen konnte.
    Ja, zwei Jahre später stand sie tatsächlich vor der Haustür meiner Eltern. Meine Mutter ließ sie herein. Zu dieser Zeit war ich bereits auf der Schauspielschule und meine Mutter rief mich an und sagte, dass Besuch da sei, eine gewisse Monique. Also machte ich mich auf den Weg nach Hause und es war tatsächlich sie. Sie war sehr hartnäckig und war mir zwei Jahre später gefolgt, nachdem sie nicht mehr mit dem Bandführer Michelle zusammen war und bei mir bleiben wollte. Doch ich war nicht bereit für eine Beziehung und sie war dann sehr traurig und trampelte zurück. Irgendwann bekam ich einen Brief von ihr, dass sie in der Nähe von Paris lebte, ein kleines Baby hatte und mit jemand anderem zusammenlebte. Aber sie war tatsächlich die Einzige, die wieder auftauchte.
    John war auch eine wichtige Person auf meiner Reise. Er fing mich quasi am Anfang auf. Er war da, um mir zu helfen. Das zog sich immer durch das Buch, dass ich immer wieder solche Begegnungen hatte. Es gab immer Menschen, die mir unglaublich geholfen haben. Er war einer von ihnen. Er zeigte mir sofort Brüssel und all die Sehenswürdigkeiten. Aber erst nach seinem Selbstmord wurde mir klar, dass er eigentlich schon einmal bei mir "getestet" hatte, ob ich Drogen ausprobieren wollte. Es war so beiläufig, dass ich es nicht wirklich ernst nahm. Er erzählte mir auch seine Geschichte, dass er wegen seines ständigen Kiffens aufhören musste. Ja, genau, das steht auch im Buch.
    Es ist unglaublich spannend, herzlich und warm. Für mich ist es ein Buch, das einen immer weiterbringt und einen ein wenig selbst hinterfragt. Wo stehe ich selbst? Ich bin einfach so ehrlich gewesen. Ich habe kein Blatt vor den Mund genommen. Ich wollte endlich nach all den Jahren der Schauspielerei und unendlich vielen Interviews, um Filme zu bewerben, über diesen Punkt sprechen. Ich musste immer lügen. Es wurde bekannt, dass ich von der Schule geflogen bin. Warum? Und dann habe ich immer gesagt, dass ich oft geschwänzt habe. Ich wollte einfach damit aufräumen. Es war ein Bedürfnis. Raus damit. Es ist so befreiend. Ich war damals 16. Die Leute sollen wissen, dass ich mit 16 ein verkiffter Hippie war, der keine Lust mehr auf die Spießigkeit der deutschen Mittelschicht hatte.
    45 min
  • [Podcast] Rezension: Stadt aus Rauch - Svealena Kutschke
    In der heutigen Episode haben wir eine besondere Buchrezension für euch. Ich spreche über das Buch "Stadt aus Rauch" von Svealena Kutschke. Es ist eine Geschichte, die in einer eisigen Winternacht in der Trave beginnt, wo Lucy geboren wird. Was Lucy einzigartig macht, ist ihre besondere Gabe.
    Das Buch erzählt das faszinierende Epos einer Familie, die durch die Viren des 20. Jahrhunderts geprägt wird. Es behandelt Themen wie Denunzianten, Helden, Verbrecher und Künstler. Es thematisiert auch den Faschismus und das Schweigen der Schuldlosen. Die Tragödie des ganzen Jahrhunderts spiegelt sich in der eigenartigen Welt von Lübeck wider.
    Die Geschichte regt zum Nachdenken an und berührt das Herz. Besonders die Frauen in der Familie sind stark dargestellt. Lucy wird von ihrem Vater Michael aufgezogen und hat eine einzigartige Fähigkeit, Schwingungen zu erfüllen und zu erahnen.
    Neben Lucy lernen wir auch Christoph Maria Petersens Familie kennen. Vor allem sein Vater Johann Christoph Petersen, der in die Ehefrau seines besten Freundes verliebt ist und schließlich deren Tochter heiratet. Die Geschichte geht weiter mit der Geburt von Freya Petersen aus der Ehe von Lucy und Christoph. Mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs kommt Jessie, ihre Tochter, zur Welt.
    Das Buch behandelt viele Facetten und gibt uns Einblicke in die Geschichte von Lübeck und das Wegsehen während der Nationalsozialisten. Es zeigt uns auch, wie wichtig es ist, genau hinzusehen und uns gegen Populisten und Faschisten zu erheben.
    "Stadt aus Rauch" ist ein vielschichtiges Buch, das Zeit braucht, um es zu verarbeiten. Es ist ein literarisches Wagnis, das erschreckend, aber auch wichtig ist. Wenn ihr es lesen wollt, könnt ihr es als E-Book für 17,99 Euro erwerben.
    9 min
  • [Podcast] Theater: Neometropolis eine schauspielerische Dystopie
    In dieser Episode geht es um das Theaterstück "Neometropolis", eine schauspielerische Dystopie. Als jemand, der normalerweise selten Dystopien liest, bin ich gespannt darauf, das Stück zu sehen. Die Handlung spielt in der Stadt Neometropolis, in der jeder Mensch ein Implantat erhält, mit dem er auf alle Funktionen der Stadt zugreifen kann. Es gibt jedoch auch Menschen, die gegen diese Technologie sind und dagegen protestieren. Zudem gibt es einen Wald, der von der Bevölkerung nicht betreten werden darf, da dort eine tödliche Krankheit grassiert. Die Protagonisten des Stücks haben alle verschiedene Perspektiven auf die Technologie und den Wald.
    Während des Stücks werden auch weniger Worte gesprochen als gewöhnlich, aber die Emotionen sind spürbar. Besonders beeindruckt hat mich die Musikerin Lyhre, die mit ihrer Musik eine beruhigende und gleichzeitig aufwühlende Atmosphäre schafft. Ihre Performance mit verschiedenen Instrumenten und dem Laptop ist beeindruckend. Alles in allem wirft das Stück viele Fragen über Technologie, Kontrolle und soziale Ungleichheit auf und regt zum Nachdenken an.
    Es ist ein laufendes Training, wie wenn man ein Instrument lernt. Es ist wie bei der Filmmusik. Wenn man ein Instrument lernt, ist es wie bei der Filmmusik. Wenn sie nicht stimmt und sich kurz verschiebt, kann die ganze Stimmung sich verändern oder es wird komplett unstimmig. So etwas Komplexes performt sie live auf der Bühne. Alleine dies ist in meinen Augen schon den Eintritt wert. Sie unterstützt zu jeder Zeit die Schauspieler auf der Bühne mit ihrer Musik und man erlebt das Atmen der Stadt oder des Waldes.
    Ganz kurz war da dieses Verlangen bei mir, wieder die Turntables rauszuholen oder eher von meinem DJ-Kollegen zurückzuholen und es mal wieder zu tun. Es war so ein kurzer heftiger Phantomschmerz. Auch wenn ich nie nie in der Liga von Lyhre gearbeitet habe, war ich nicht ganz so schlecht. Und vor allem mit Herz und Seele dabei. Aber irgendwie war da noch etwas anderes. Ich war mir sicher, dass ich auch Songs mit dieser Stimme habe. Als ich zu Hause erstmal den PC hochgefahren und nach Lyhre gesucht. Was soll ich sagen? Tatsächlich habe ich verschiedene Titel auf meiner Festplatte. Den Titel Sad-Cyborg zum Beispiel finde ich sehr gut, hörbar. Googelt ihn mal und schaut euch dann Neometropolis im Stadttheater Gießen an.
    Jetzt habe ich mich aber sehr lange über Löhre ausgelassen. Das hängt ja auch mit meiner Vergangenheit zusammen. Das Stück im Allgemeinen ist ein Massiv für Menschen, die Utopien oder Dystopien mögen. Es ist spannend, wie es ausgeht. Es lebt von vielen verschiedenen Facetten, die einem nachdenklich stimmen. Das sind die Videohintergründe, die einen immer wieder in einen anderen Ort neben die Musik transportieren. Das sind Schauspieler, die sich wirklich immer besser finden. Es gibt natürlich auch Schauspieler, die ein wenig herausstechen, aber das Miteinander wird immer besser. Es ist nicht alles perfekt und man kann vielleicht noch das eine oder andere verbessern, aber so langsam wird es immer spannender, wieder ins Theater zu gehen.
    Also, wenn ihr solche, also solche Dystopien mögt, wie wäre es mal mit einem Besuch im Stadttheater Gießen? Die Frage, die wir uns so oder so immer wieder stellen sollten ist, wie wollen wir in Zukunft zusammenleben? Welche Utopie hängen wir nach und gibt es nicht auch da vielleicht den ein oder anderen, der darunter leiden muss? Wie reagiert die Natur darauf, die uns umgibt? Ich hoffe, ihr habt genauso viel Spaß beim Ansehen, wie ich ihn hatte. Denn für mich war es eine runde Geschichte mit guten Schauspielern, aber auch viel Stoff zum Nachdenken. Bis bald wünscht euch, also bis bald, vielleicht auch im Theater. Ja, sagt euch euer Markus von literaturlounge.eu.
    14 min
  • [Podcast] Rezension: Papa ruft an - Bastian Bielendorfer
    In meiner Rezension zu "Papa ruft an" von Bastian Bielendorfer geht es um ein humoristisches Buch, das sich mit familiären Beziehungen auseinandersetzt. Der Autor erzählt dabei lustige Episoden über seine Eltern, seinen Mops und seine Freundin. Die Geschichten sind unterhaltsam und der Autor schafft es, sich selbst auf die Schippe zu nehmen.
    Ich finde, dass das Buch kurz und witzig ist, mit einer Prise schwarzen Humors. Die Art und Weise, wie der Autor seine Erlebnisse schildert, hat mir wirklich gut gefallen. Ich habe das Buch richtig genießen können und wollte immer weiterlesen. Die lustigen Anekdoten haben mich zum Lachen gebracht und ikonische Momente geschaffen, die ich so schnell nicht vergessen werde. Besonders die Passagen, die wirklich komisch sind, haben mich vor Lachen kaum atmen lassen.
    Allerdings muss ich sagen, dass ich zum Ende hin etwas die Luft verloren habe. Vielleicht war das Buch insgesamt etwas überladen und eine gewisse Dosierung wäre besser gewesen. Manche Geschichten haben sich etwas wiederholt oder waren nicht so interessant wie andere. Es fühlte sich manchmal an, als hätte der Autor versucht, zu viele Themen in das Buch zu packen.
    Trotzdem werde ich mir den Autor merken und ihn live erleben, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Mir gefällt sein feiner Humor und seine erfrischende Art, seine Geschichten zu erzählen. Auch wenn das Buch nicht perfekt war, hat es mich zum Nachdenken angeregt und ich konnte mich in den Erlebnissen und Beziehungen des Autors wiederfinden.
    Insgesamt bietet "Papa ruft an" leichte Unterhaltung mit schwarzem Humor und hat mich zum Lachen gebracht. Es eignet sich gut für alle, die nach einer lustigen und unterhaltsamen Lektüre suchen. Das Buch ist im Pieper-Verlag erschienen und kann immer noch käuflich erworben werden.
    7 min
  • [Podcast-Konzert] Trio Jean Paul - ein wirklich schönes Konzert
    In dieser Konzertkritik berichten wir über das wunderschöne Konzert des Trios Jean-Paul. Unsere Freunde hatten uns überredet, zu den Gießener Meisterkonzerten zu gehen, die besondere Künstler nach Gießen bringen. Der Konzertsaal im Rathaus war gut gefüllt und sogar der Oberbürgermeister war persönlich anwesend. Wir möchten betonen, wie wichtig es ist, lokale Kulturveranstaltungen zu unterstützen.
    Das Ensemble Trio Jean-Paul besteht aus Klavier, Violine und Cello und spielte das Klaviertrio Nr. 1 von Johannes Brahms sowie das Klaviertrio von Robert Schumann. Wir waren besonders begeistert von der harmonischen Zusammenarbeit der drei Musiker und ihrer meisterhaften Darbietung. Die Stimmung während des Konzerts empfanden wir als andächtig und wir waren von den Melodien regelrecht gefesselt.
    Das Stück von Brahms wurde von uns als nahezu perfekt beschrieben, während das Stück von Schumann nicht ganz an diese Perfektion heranreichte. Jedoch ist es wichtig zu betonen, dass Musik eine persönliche Geschmacksfrage ist und jeder die Musik auf seine eigene Weise genießen kann.
    Manchmal kann es auch einfach daran liegen, dass ein Stück noch nicht oft genug zusammen gespielt wurde oder schon zu oft, sodass die Konzentration nicht zu 100% gegeben ist. Musik ist emotional und kann beeinflusst werden, aber das sind nur Kleinigkeiten. Je mehr Klassik wir hören, desto mehr fallen uns solche Feinheiten auf, die uns früher nicht gestört haben.
    Beide Stücke haben uns wirklich gut gefallen, aber beim zweiten Stück gab es einige Abstimmungsprobleme. Trotzdem war es ein wunderschöner Moment, bei dem wir eine Gänsehaut bekommen haben. Es ist schade, dass das Konzert nicht ausverkauft war, denn die Karten waren wirklich erschwinglich.
    Das nächste Konzert findet am 17. März 2024 mit dem erweiterten Klaviertrio Hannover statt. Wir fragen uns, warum so viele Leute ins Stadttheater gehen, aber nicht zu den Meisterkonzerten mit namhaften Musikern. Beide Konzertformen sind einen Besuch wert.
    Es gab langen Applaus und auch eine Zugabe. Es war ein toller Abend, das konnten wir in den leuchtenden Augen der jungen und älteren Menschen sehen. Wir möchten euch ermutigen, es selbst auszuprobieren, es zu genießen und wenn es euch nicht gefällt, könnt ihr zumindest sagen, dass ihr es versucht habt. Wenn ihr schon zu Konzerten geht, dann geht auch zu den Meisterkonzerten. Ihr werdet es nicht bereuen. Wir sind immer noch begeistert von diesem Abend. Bis bald, euer Markus von literaturlounge.eu.
    13 min
  • [Podcast] Rezension: Krisenstaat Türkei - Hasnain Kazim
    In dieser Folge sprechen wir über das Buch "Krisenstaat Türkei" von Hasnain Kazim. Wir betonen, dass die Türkei einmal als vereintes Land der West- und Ost-Kulturen, des Islam und der Demokratie galt. Doch heute wird die Türkei als Krisenstaat wahrgenommen, in dem Demokratie und Rechtsstaatlichkeit unter Druck geraten sind. Präsident Recep Tayyip Erdogan lässt Andersgläubige und Andersdenkende verfolgen und provoziert zunehmend Konflikte mit Nachbarländern und außenpolitischen Partnern.
    Wir erwähnen, dass der Autor des Buches, Hasnain Kazim, die Radikalisierung der Türkei in den letzten Jahren beschreibt. Er verdeutlicht die explosiv gestiegene Stimmung im Land und die Bedeutung des Endes der Demokratie am Bosporus für die Türkei, die Region und Europa.
    Wir erzählen, dass wir zuerst Schwierigkeiten hatten, das Buch rechtzeitig zur Buchmesse zu lesen, jedoch bereits eine positive Erfahrung mit dem Autor gemacht haben. Wir beschreiben Kazim als fairen Journalisten, der sowohl positive als auch negative Seiten beleuchtet.
    Nachdem wir das Buch komplett gelesen haben, stellen wir fest, dass der Autor viele interessante Aspekte über die Türkei, ihre Kultur, die Parteien, die Geschichte und die Nachbarländer beleuchtet. Einige Themen wie Deniz Yücel oder Mesal Tulu bleiben jedoch diffus. Insgesamt gewinnen wir durch das Buch ein besseres Verständnis für die Türkei und erkennen die Gefahr von Populisten. Wir schätzen die Türkei und ihre Menschen, können gleichzeitig aber auch Kritik äußern. Wir betonen die Wichtigkeit, die Demokratie zu schützen und Populisten nicht zu folgen.
    Wir sehen das Buch als ein wichtiges Werk, um kompakt Wissen über Populismus zu erhalten. Das Buch "Krisenstaat Türkei" von Hasnain Kazim ist immer noch für 20 Euro erhältlich, obwohl es aus dem Jahr 2017 stammt. Es wurde im DVA-Verlag veröffentlicht. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und Erfahren dieses Buches!
    9 min
  • [Podcast-Interview] mit Christin Henkel über das Buch: Achtsam scheitern
    In dieser Episode spreche ich mit Christin Henkel. Ich habe das Buch "Achtsam Scheitern" gelesen und stelle fest, dass etwa 92% der Buchautorinnen tatsächlich echte Christin Henkels sind. Im Buch lernt der Leser sie persönlich kennen und gewinnt mich lieb. Sie ist auf dem Land aufgewachsen und genießt immer noch Besuche bei Ihren Eltern und die Natur. Sie liebt das Stadtleben und wohnt zentral in München mit Zugang zum Englischen Garten und der Bar-, Kneipen- und Restaurantszene. Ihre Kindheit hat sie ohne Fernseher verbracht und heute habe sie auch keinen für ihre eigenen Kinder, obwohl ich ihnen vielleicht eine Alternative bieten wird. Sie spricht über meinen minimalistischen Lebensstil, alternative Haarpflege und meine Meinung zu Lifestyle-Bloggern.
    Ihr ist eine gesunde Balance wichtig und ich verwende bestimmte Produkte aufgrund ihrer Funktionalität, auch wenn sie aus Plastik bestehen. Sie ist skeptisch gegenüber Bloggern, die ihre Kinder in ihre Inhalte einbinden. Sie erwähnt auch die Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen in der Kulturbranche und dass ich das Konzert- und Kabarettleben vermisse. Aufgrund von Corona verbringe sie nun ihre Abende zuhause und nutze die Zeit zum Lesen. Ich plane ein weiteres Buch und möchte auch wieder mehr Filmmusik machen. Sie erwähnt auch mein erfolgreiches Konzert in Gießen und dass es nett ist, in einer Stadt zu leben, solange die Leute cool sind. Ich schließe mit der Botschaft, dass man das Leben nicht zu ernst nehmen sollte und auch mal achtsam scheitern darf.
    40 min
  • [Podcast] Theater: Caveman - ein Abend mit viel gutem Humor
    In dieser Folge waren wir im Theater und haben das Stück Caveman gesehen. Es war ein besonderer Abend voller Gelächter im kleinen Saal der Kongresshalle in Gießen. Tom erzählt von Missverständnissen in Beziehungen und räumt damit auf. Er spricht über Höhlenmalereien, Unterschiede zwischen Mann und Frau, Schönheitsideale und die Jagd. Sein Auftritt ist zum Brüllen komisch. Er erläutert verschiedene Verhaltensweisen beim Einkaufen und diskutiert humorvoll über Männergespräche. Tom kann seine Botschaften gut vermitteln und das Publikum ist begeistert. Er nimmt nicht nur Frauen und Männer auf die Schippe, sondern auch sich selbst. Das Stück ist ein absoluter Lacher und vermittelt humorvoll Beziehungstipps für beide Geschlechter.
    Wir haben ein Theaterstück aufgeführt, das einen Spiegel vor das Gesicht hält. Es bringt den ganzen Saal zum Lachen und vielleicht auch zum Nachdenken. Es sorgt auf jeden Fall für gute Unterhaltung. Holger Dechsen schafft es, den Monolog komplett rüberzubringen, ohne dabei plump zu wirken. Viele Comedians sind einfach flach, aber nicht dieses Stück. Ich schließe mich da dem Schauspieler an. Erzählt anderen von dem Stück und schaut bei der Homepage von Caveman vorbei, um herauszufinden, wann das Stück in eurer Nähe ist. Kommt und seht es euch an. Heute Abend habe ich viele begeisterte Menschen gesehen und genauso viele lachen gehört. Und ganz ehrlich, wir lachen viel zu wenig. Wenn wir gemeinsam über unseren inneren Steinzeitmenschen lachen können, dann ist das doch auch schon etwas. Wenn man gemeinsam lacht und dadurch vielleicht besser versteht, kann man doch eine bessere Beziehung und ein Miteinander erreichen. Das war's von meiner Seite. Bis bald, euer Markus von literaturlounge.eu.
    10 min
  • [Podcast] Rezension: Die Optimierer - Theresa Hannig
    In dieser Woche sprechen wir über das Buch "Die Optimierer" von Teresa Hannig, das mit dem Stefan-Lübbee-Preis ausgezeichnet wurde. Das Buch spielt im Jahr 2052 in der Bundesrepublik Europa, die sich vom Rest der Welt abgeschottet hat. Dort sorgen hochentwickelte Roboter in der sogenannten Optimalwohlökonomie für Wohlstand und Sicherheit.
    Die Geschichte dreht sich um Samson Freitag, einen Lebensberater im Staatsdienst und glühenden Verfechter des Systems. Doch als er beschuldigt wird, eine falsche Beratung durchgeführt zu haben, gerät er in einen Abwärtsstrudel, aus dem er nicht mehr entkommen kann. Das System versucht alles, um ihn zu optimieren, ob er es will oder nicht.
    Mich als Rezensent hat von Anfang an die Hauptfigur und die totalitäre Überwachung des Staates fasziniert. Besonders beeindruckt hat mich die Verwendung von Linsen im Auge, um ins Internet zu gelangen oder sich fortzubewegen. Samson Freitag als Lebensberater spiegelt die treu ergebene Haltung gegenüber dem Staat wider.
    Ich vergleiche das Buch mit George Orwells "1984" und den Borg aus Star Trek, da es ebenfalls um totale Überwachung und Schwarmintelligenz von Robotern geht. Trotz dieser Parallelen entwickelt sich die Geschichte anders als erwartet und überrascht den Leser immer wieder.
    Ich möchte betonen, dass das Buch trotz seiner dystopischen Thematik zum Nachdenken anregt und sich gut lesen lässt. Ich hoffe, dass es seine Leser findet. "Die Optimierer" ist 2017 im Bastei-Lübbe-Verlag erschienen und kostet immer noch 14 Euro.
    7 min
  • [Podcast-Konzert] Neujahrskonzert: Stimmungsvoller Start ins neue Jahr
    In dieser Folge sprechen wir über das Neujahrskonzert im Stadttheater Gießen, das für mich und Heike zu einer schönen Tradition geworden ist. Die besondere Energie, die nur die Musik vermitteln kann, zaubert uns jedes Jahr aufs Neue ein Gefühl von Freude und Begeisterung. Obwohl das Konzert jedes Jahr ausverkauft ist, wird es anscheinend immer beliebter. Viele Leute fragen mich immer wieder, warum wir nicht einfach das Neujahrskonzert aus Wien im Fernsehen schauen. Doch diese Frage kann ich nicht mehr hören. Deshalb möchte ich nun versuchen, euch die Gründe dafür näherzubringen.
    Der Abend beginnt mit einer wunderschönen Overtüre von Franz von Sopé namens "Ein Morgen, ein Mittag und ein Abend in Wien". Besonders beeindruckend ist das Solospiel von Attila Hündel am Violoncello, das einfach atemberaubend und voller Emotionen ist. Auch der Generalmusikdirektor und Dirigent, Andreas Schüller, ist ein großartiger Entertainer. Seine Moderation ist leicht und unterhaltsam, er erzählt nicht nur über Franz von Sopé, sondern geht auch auf die Beziehungen zwischen Ungarn und Österreich ein und erklärt uns musikalische Einflüsse. Dabei lernen wir nicht nur etwas Neues, sondern haben auch Grund zum Schmunzeln.
    Das Philharmonische Orchester wird von Julia Araujo begleitet, die den Kasar singt. Es ist ein wahrer Genuss, ihre kraftvolle Stimme zusammen mit dem Orchester zu hören, auch wenn sie an manchen Stellen etwas zu präsent wirkt und dadurch das Orchester ein wenig überdeckt. Doch das ist meckern auf hohem Niveau.
    Nach der Pause zeigt sich, dass das Orchester und der Dirigent eine Einheit bilden. Wie Heike es treffend ausdrückt: "Sie waren schon immer gute Musiker, aber jetzt spielen sie zusammen." Es gibt einen perfekten Klangkörper, mit einem Dirigenten, der das Orchester souverän leitet. Die Pause dauert 20 Minuten und dient sowohl den Zuhörern als auch den Musikern als Erholungszeit. In dieser Zeit können wir uns das Kunstwerk im Foyer anschauen, das von einem Künstler des Stadttheaters gemalt wurde und die Moldau zum Thema hat. Heike war besonders begeistert, da sie mit ihrer Blockflötengruppe dort war und die Kinder genauso beeindruckt waren wie sie. Diese Vorstellungen sind wirklich zu empfehlen.
    Nach der Pause geht es weiter mit weiteren beeindruckenden Stücken wie der Overtüre von Johann Strauss' "Zigeunerbaron" und den ungarischen Tänzen von Johannes Brahms. Besonders das Duett zwischen Sylvia und Edwin aus Emmerich Kalman's "Die Csárdásfürstin" ist ein besonderer Genuss, bei dem Julia Arauche und Michael H. ihre gefühlvolle Stimme zum Besten geben. Auch die ungarische Rhapsodie Nr. 2 in Cis-Moll von Franz Liszt berührt die Zuhörer zutiefst und sorgt am Ende des Konzerts für stehende Ovationen.
    Warum sollte man also zu einem solchen Konzert live gehen? Jeder Künstler freut sich über eine ausverkaufte Vorstellung, aber das besondere Gefühl, in einem klassischen Konzertsaal zu sitzen und die Musik zu sehen und zu fühlen, kann kein Livestreaming ersetzen. Man kann sich auf einzelne Instrumente konzentrieren und das Konzert intensiv erleben. Es ist ein beglückendes Gefühl, das man nur live erleben kann. Ich gehe nun mit einem anderen Gefühl ins neue Jahr, beschwingt und gut gelaunt. Klassische Musik verbindet und ist etwas Besonderes, das man nur vor Ort erleben kann. Ich möchte immer wieder zurückkommen, um diese Musiker zu erleben und einen perfekten Start ins neue Jahr zu haben. Und vielleicht möchtest du nächstes Jahr oder bei einem der Konzerte des Philharmonischen Orchesters Gießens dabei sein. Ich bin mir sicher, dass es sich lohnen wird. Heute war es fast drei Stunden lang Musik auf einem sehr hohen Niveau, und man konnte die Erschöpfung und das Lachen bei den Musikern auf der Bühne genauso wie beim Publikum spüren. Egal ob alt oder jung, solche Momente sind etwas Besonderes und viel zu selten. Vor dem Fernseher passiert das noch seltener, oder? Bis bald. Ciao, ciao. Dein Markus von literaturlounge.eu.
    16 min

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