Im Buchfieber: Der Podcast von Literaturlounge.eu

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  • [Autorenlesung-Podcast] Zwischen den Wegen - Clemens Esser
    n dieser Episode spreche ich über meine Märchenreihe und lese daraus vor. Diese Geschichten sind im Buch "Zwischen den Wegen - Satins märchenhafte Suche" im VENNS Verlag erschienen. Ich erzähle von verschiedenen Charakteren und deren Erlebnissen, die sich zu einer Rahmenhandlung um Satin, der auf der Suche nach einer neuen Heimat ist, zusammenfügen.
    In der ersten Geschichte geht es um einen zerstreuten Bäcker, der von einem Gesandten des Königs aufgesucht wird und hundert Brotlaibe bis zum nächsten Morgen benötigt. Der Bäcker ist glücklich über den Auftrag und besorgt die benötigten Zutaten, jedoch passiert ihm ein Missgeschick, bei dem etwas spezielles Pulver in den Teig gelangt. Der Bäcker hofft, dass die Gäste des Königs den Geschmack nicht bemerken werden. Am Ende stellt sich heraus, dass das Pulver einen besonderen Effekt hat und alle Gäste des Königs fröhlich und ausgelassen werden. Der Bäcker und seine Frau nutzen das verdiente Geld, um ihr Dach zu reparieren und einen zweiten Ofen zu kaufen, und leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage.
    Eine weitere Geschichte erzählt von Tagetes, der sich in ein Mädchen namens Mila verliebt und den Rat des Kröterichs auf der Insel Ochelelie einholt. Nachdem Mila ihm eingeladen hat, sie besser kennenzulernen, schickt Tagetes ihr Gedichte und Geschenke. Nach einem Jahr wird Mila jedoch schweigsamer und Tagetes ist besorgt. Er sucht erneut den Rat des Kröterichs, aber dessen Antwort macht ihn traurig. Der Fährmann gibt ihm jedoch einen anderen Ratschlag. Tagetes beschließt, Mila seine Gefühle zu offenbaren und sie um ihre Hand zu bitten. Mila bittet um Bedenkzeit und stellt ihm eine Aufgabe, um seine Liebe zu testen. Tagetes macht sich auf den Weg, um die Aufgabe zu erfüllen, und kehrt schließlich mit Erfolg zurück. Mila entscheidet sich dafür, Tagetes zu heiraten, auch wenn sie unsicher ist und Bedenken hat. Am Ende erkennen sie jedoch, dass sie sich lieben und tanzen vor Freude. Sie heiraten und leben glücklich in ihrer kleinen Wohnung.
    In der letzten Geschichte erzähle ich von Yorgaya, die versucht, ein Bild ihrer alten Heimat wiederherzustellen. Auf ihrer Suche nach Hilfe stößt sie auf verschiedene Personen, wie den Laternenwächter, den Bauchredner und die Souffleuse. Am Ende berührt ihr Vater das Bild und es erstrahlt in den schönsten Farben. Das Bild zeigt jedoch nicht die Gesichter ihrer Eltern, sondern die Gesichter von Kindern aus Jorgajas Klasse. Der Vater erklärt ihr, dass sie das Bild der Heimat gerettet hat, indem sie sich an all die wichtigen Dinge erinnerte. Jorgaja bedankt sich bei ihren Helfern und trifft am Ufer des Sees ein kleines Kind, das sie umarmt. Das Kind verwandelt sich in einen Schwan und fliegt davon.
    Ich erkläre, dass Märchen nicht nur für Kinder sind und dass es eine breite Definition von Märchen gibt. Kinder und Erwachsene nehmen solche Geschichten unterschiedlich wahr. Außerdem erzähle ich von einer weiteren Geschichte in meinem Buch, in der es um Satinsmärchenhafte Suche geht. Am Ende bedanke ich mich bei den Zuhörern und beende die Episode.
    37 min
  • [Podcast-Interview] mit Gesa Schwartz über das Buch: Ivy und die Magie des Poison Garden
    In diesem Teil des Gesprächs spreche ich mit der Autorin Gesa Schwarz über ihr Buch "Die Ivi und die Magie des Schwarzen". Wir erfahren, dass die Idee für das Buch durch ein starkes Bild entstanden ist, das in Gesas Kopf auftauchte. Im Laufe der Zeit entwickelten sich immer mehr Bilder und schließlich entstand die Geschichte rund um Ivy. Das Buch ist mit kindgerechten Illustrationen von Alexandra Helm versehen und hat das Ziel, Realismus mit fantastischen Elementen zu verbinden. Die Autorin selbst hat eine langjährige Leidenschaft für die Natur und hat die Liebe ihrer Großmutter für Pflanzen übernommen. Eine besondere Aufmerksamkeit wird den Details geschenkt, wie beispielsweise den im Herbarium-Stil gestalteten Zeitungen im Buch, um den Lesern einen Mehrwert zu bieten. Es gibt auch einen Bezug zu "Peterchens Mondfahrt". Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Autorin ist die Ausarbeitung der Charaktere, sowohl der Haupt- als auch der Nebencharaktere, da sie der Meinung ist, dass eine gelungene Geschichte sowohl Haupt- als auch Nebenfiguren haben muss.
    Im weiteren Verlauf des Gesprächs ziehe ich Parallelen zwischen dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern und dem Wachsen einer Rosenpflanze. Hierbei betone ich die Bedeutung der Charaktere in der Geschichte und ihrer Hintergrundgeschichten. Ich erkläre, dass kleine Details und Gesten für mich wichtig sind, um den Charakteren Tiefe zu verleihen. Trotz ihrer Einfachheit können gute Kinderbücher eine unglaubliche Tiefe haben, vergleichbar mit den Werken von Astrid Lindgren. Beim Schreiben gehe ich ähnlich vor wie beim Betrachten eines Films, wobei Bilder für mich oft eine größere Rolle spielen als Worte. Das Schreiben für Kinder und Jugendliche ist für mich eine Möglichkeit, mein inneres Kind zu pflegen. Ich betone jedoch, dass ich nicht ausschließlich für Kinder schreibe, sondern für die Geschichte selbst. Gewalt und explizite Darstellungen halte ich in Kinderbüchern für unangemessen.
    Ich finde es spannender und unheimlicher, wenn die Andeutung von Dingen genutzt wird. In meiner eigenen Kindheit wurde mir nie vorgeschrieben, welche Bücher ich lesen durfte, und ich schätze das sehr. Interessanterweise ändert sich meine Wahrnehmung beim erneuten Lesen eines Buches, wie zum Beispiel "Wer die Nachtigall stört". Als Kind habe ich es nur als Abenteuergeschichte wahrgenommen, aber jetzt erkenne ich die tiefere Bedeutung und es bereichert mich sehr. Deshalb denke ich, dass man nicht eindeutig sagen kann, ob ein Buch für Kinder oder Erwachsene ist, solange es eine gute Geschichte erzählt. Als Autor ist es wichtig, die Kunst der Andeutung zu beherrschen, da dies die Fantasie der Leser anregt. Ich reflektiere auch über die zunehmende Gewalt und Abstumpfung bei Kindern und frage mich, ob sich auch Kinderbücher einem anderen Trend anschließen sollten.
    Abschließend erwähne ich, dass meine Buchreihe mit Ivy aus drei Bänden bestehen wird und dass der zweite Band derzeit im Rohentwurf ist. Ich freue mich auf die Veröffentlichung der nächsten Bücher und wünsche allen eine schöne Messe.
    15 min
  • [Podcast] Rezension: Grandhotel Angst - Emma Garnier
    In diesem Podcast besprechen wir das Buch "Grand Hotel Angst" von Emma Garnier. Die Geschichte spielt im Jahr 1899 in Italien und handelt von Nell und Oliver, die ihre Flitterwochen im luxuriösen Grand-Hotel Angst an der Riviera verbringen. Nell ist fasziniert von der Schönheit des Hotels und der Aussicht auf das Meer. Doch als ein Hotelgast stirbt, stößt Nell auf eine Geschichte von Schuld und Verrat und gerät selbst unter Verdacht, ein Verbrechen begangen zu haben.
    Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich schon lange davon gehört habe. Die Autoren haben es geschafft, das Grand Hotel in meinem Kopf zum Leben zu erwecken. Langsam tauche ich in die Geschichte ein und bekomme ein Gefühl für den Fluch, der auf dem Hotel lastet. Doch ist es wirklich der Fluch, der Nells Ehe bedroht, oder liegt es an mangelnder Ehrlichkeit in ihrer Beziehung? Die Figuren in dem Buch sind vielschichtig und es gibt immer wieder überraschende Wendungen, die das Buch interessant machen. Die Autorin schafft mit kleinen Details eine tolle Atmosphäre und es gibt eine Mischung aus Liebe, Drama und überraschenden Enthüllungen. Ich bin froh, dass ich dieses Buch gelesen habe und kann es definitiv weiterempfehlen. Es ist immer noch als E-Book erhältlich.
    7 min
  • [Podcast] Rezension: Hessen zuerst - Dietrich Faber
    Flüchtlingskrise ergeben. Das Buch wird als komisch und gleichzeitig ernsthaft beschrieben. Der Rezensent kennt den Autor persönlich und erwähnt, dass er das Buch gerade rechtzeitig zur aktuellen politischen Lage gelesen hat. Er betont die Aktualität des Themas und die Parallelen zur realen Situation mit der AfD.
    Obwohl das Buch im Dialekt geschrieben ist, stellt es für den Rezensenten kein Problem dar, da er selbst aus Hessen stammt. Er lobt die humorvollen Charaktere des Buches, kritisiert jedoch die Handlung im letzten Drittel. Der Autor schafft es laut des Rezensenten, ernste Themen auf amüsante Weise anzugehen und die Taktiken der Populisten deutlich zu beschreiben. Der Rezensent findet dies wichtig und weist darauf hin, dass man dadurch zum Nachdenken angeregt wird.
    Das Buch wurde 2018 im Rowohlt Verlag veröffentlicht und ist für 10 Euro erhältlich.
    8 min
  • [Autorenlesung-Podcast] Im Westen war die Sonnenseite - Siegfried Burghardt
    In dieser Folge meiner Lesung aus dem Buch "Im Westen war die Sonnenseite. Flucht zwischen zwei Fronten" erzähle ich von meinen Erlebnissen als 11- bis 14-Jähriger während des Zweiten Weltkriegs. Meine Mutter und meine vier Geschwister flohen vor den russischen Truppen aus Masuren, da unser Vater an der Front vermisst wurde. Wir konnten uns durch Flüchtlingstransporte vor den sowjetischen Soldaten schützen, mussten aber dennoch die Schrecken des Krieges hautnah miterleben.
    Die Flucht erfolgte in drei Etappen, mit Zwischenstopps in Pommern, Kolberg und Berlin-Brandenburg. Während dieser Zeit musste ich die Hühner töten, um Fleisch einzukochen, was mir sehr schwerfiel. Unsere Reise war für mich keine Umzug, sondern eine Fahrt ins Ungewisse. In Kolberg wurden wir Zeugen der schrecklichen Katastrophe der Versenkung des Schiffs "Wilhelm Gustloff", bei der über 9.000 Menschen ertranken.
    Aufgrund der drohenden Gefahr durch die russischen Truppen entschied meine Mutter, weiter in Richtung Westen zu fliehen. Durch die Hilfe meiner Tante aus Berlin gelangten wir nach Brandenburg, wo wir vorerst Unterkunft fanden. Anfang März hatten wir schließlich die Möglichkeit, weiter nach Hannover zu reisen, da wir dort Verwandte hatten. Doch bei unserer Ankunft ereignete sich ein Luftangriff der Alliierten, der uns daran erinnerte, dass der Krieg noch nicht vorbei war.
    Nach diesem schrecklichen Ereignis wurden wir in einem überfüllten Bunker untergebracht, wo wir unter schwierigen Bedingungen kaum schlafen konnten. Als wir endlich frische Luft atmen konnten und zur Bahnhofshalle zurückkehrten, stieg die Vorfreude auf das Ende unserer Odyssee.
    Schließlich erreichten wir die Kahlenberger Mühle, wo wir vorübergehend in einer kleinen, heilen Welt der Natur Zuflucht fanden. Doch uns war bewusst, dass wir uns noch immer im Krieg befanden und die Westfront überstehen mussten.
    Und dann kamen die Alliierten in den hannoverschen Raum, auch zu uns in der Mühle. Die Begegnung mit den englischen Soldaten war freundlich und friedlich, sie schenkten uns sogar Schokolade und Kekse. Diese Begegnung verstärkte meine Hoffnung auf Frieden.
    Später hatte ich noch zwei weitere unvergessliche Begegnungen mit alliierten Soldaten, bei denen ich Süßigkeiten bekam. Diese Momente fühlten sich seltsam an, denn ich befand mich immer noch mitten im Krieg auf der Sonnenseite.
    Ich erzähle auch von meiner Arbeit als Obstpflücker auf der Kallenberger Mühle, bei der mein Bruder und ich gutes Geld verdienen konnten. Wir genossen die süßen Früchte und durften uns zudem immer eine Portion mitnehmen.
    Trotz einiger widersprüchlicher Anweisungen und alkoholisierter Zustände des Gärtners konnten wir unsere Arbeit gut erledigen und sogar Zwetschgenmus kochen.
    Während unserer Flucht waren wir zum Glück nicht mit grausamen Taten konfrontiert, und diese Erfahrungen haben kaum traumatische Spuren bei mir hinterlassen. Stattdessen haben sie mir geholfen, Anpassungsstrategien zu entwickeln und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
    Mit einer positiven Aufbruchsstimmung und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft verfolge ich weiterhin meine Ziele und träume von den schönen Seiten des Lebens.
    28 min
  • [Podcast-Oper] Rigoletto im Stadttheater Gießen zu Gast
    Heute haben wir eine Opernkritik über Rigoletto im Stadttheater Gießen. Ich war mit einer Freundin dort, die noch nie im Stadttheater oder in einer Oper war. Ich war ein wenig nervös, ob es ihr gefallen würde, aber sie war vom Theater begeistert. Die Einleitung war ausführlich, aber etwas zu lang. Ein Vertretungssänger hat sich gut in das Ensemble eingefügt und die Vorstellung wurde nicht verschoben. Der Herzog von Mantua wurde gut gesungen, aber einige fanden ihn etwas unterkühlt. Der Bariton Grga Peroš war beeindruckend, obwohl er vor kurzem seine Stimme verloren hatte. Die Gilda, Annika Gerhards, hatte eine beeindruckende Stimme und Ausdruck. Der Opernchor und das philharmonische Orchester waren großartig. Die Kostüme und das Bühnenbild waren schön und detailreich. Die Regie von Amy Stebens war sehr gut. Das Stadttheater Gießen kann Opern wirklich gut darbieten. Meine Freundin war begeistert und konnte nicht fassen, wie Menschen so etwas auf die Bühne bringen können. Ich bin auch beeindruckt von dem heutigen Abend.
    10 min
  • [Podcast-Interview] mit Frank Goldammer über das Buch: In Zeiten des Verbrechens
    In dieser Episode sprechen wir mit dem Autor Frank Goldhammer, der ein Buch über Max Heller geschrieben hat. Wir erfahren, dass Frank und sein Co-Autor schon lange die Idee hatten, eine Vorgeschichte über den jungen Max Heller zu schreiben. Nach einigen Diskussionen und dem Abschluss ihrer aktuellen Buchreihe, haben sie sich vor zwei Jahren entschieden, die Vorgeschichte umzusetzen. Das Buch erzählt die Geschichte von Max Hellers Anfang und wie er in den Ersten Weltkrieg gerät. Frank berichtet, dass ihm das Schreiben einfach fiel, da er sich bereits intensiv mit dieser Epoche beschäftigt hatte und gerne rückwärts reist in der Zeit.
    Er plant sogar eine neue Krimireihe, die noch weiter in der Vergangenheit spielt. Da er bereits im Ruhestand ist, hat er genug Zeit dafür. Frank erwähnt, dass sein Schreibstil es ihm ermöglicht, sich gut in verschiedene Personen und Zeiten hineinzuversetzen und problemlos zwischen verschiedenen Sprachen und Epochen zu wechseln. Obwohl das Buch eigentlich kein Kriminalroman ist, mussten sie aufgrund von Marketingentscheidungen den Titel als "Max Heller's erster Fall" veröffentlichen. Frank hat jedoch das Leben von Max Heller so fasziniert, dass er das Buch nicht aus der Hand legen konnte.
    Max Heller ist ein Kriminalkommissar mit Charakter, der auch mit einer posttraumatischen Belastungsstörung kämpft. Frank hat das bewusst so angelegt, um Max Heller in jeder Geschichte wachsen und seine Ängste überwinden zu lassen. Er hat auch die Beziehung zu Karin angedeutet und weiter ausgearbeitet. Frank wollte zeigen, dass Max Heller Skrupel hat und immer wieder über Familie und Skrupellosigkeit nachdenkt. Das Buch beschreibt nicht nur Max Hellers Entwicklung, sondern auch das Leben seiner Familie und die damit verbundenen Schwierigkeiten.
    Frank empfiehlt Neueinsteigern, zuerst "Der Angstmann" zu lesen und dann die Entwicklung von Max Heller rückblickend zu verfolgen. Er betont jedoch, dass jeder Leser selbst entscheiden kann, wie er vorgehen möchte. Frank erzählt auch von einigen interessanten und erstaunlichen Erfahrungen, die er gemacht hat, während er über die Zeit von damals recherchiert hat. Er erwähnt zum Beispiel die Bestrahlung von Tumoren, die es schon in den 1930er oder 1940er Jahren gab. Auch die Zahntechnik und Zahnprothesen waren damals schon vorhanden. Frank hatte letztens sogar eine verblüffende Erfahrung mit einem Theremin gemacht, einem Instrument, das bereits 1920 entwickelt wurde.
    Frank ist immer neugieriger auf Dresden geworden, während er über die Geschichte schreibt. Er erzählt, dass Dresden früher ein großes Machtzentrum war und große Teile von Polen, Tschechien und Böhmen zu seinem Einflussgebiet zählte. Es war eine der wichtigsten Städte im Deutschen Reich und ein bedeutendes Industriegebiet. Frank lernt immer mehr über Dresden und freut sich auf die Rückschau und die kommenden Jahre.
    Er beschreibt, wie Max Heller die modernen Entwicklungen wie Dampfschiffe und Eisenbahnen betrachtet, während er selbst noch mit Kutsche und Pferd unterwegs ist. Frank betont auch die verschiedenen Charaktere, die er in seine Geschichten einbaut und wie er einen Spannungsbogen schafft. Er enthüllt auch einige Hintergründe über Max Hellers Familie und den Konflikt, der sein ganzes Leben lang nicht gelöst wird.
    Letztendlich ist Frank gespannt auf die zukünftigen Entwicklungen in der Buchreihe und darauf, was die Rückschau bringen wird. Er ist überzeugt, dass es aufregende Jahre für Fans von Max Heller sein werden und dass er selbst viel über diese Zeit lernen wird, da er immer wieder auf interessante Fakten stößt, von denen er vorher nichts wusste.
    24 min
  • [Podcast] Rezension: Der Präsident – Sam Bourne, gelesen von Dana Geissler
    In dieser Folge besprechen wir das Buch "Der Präsident" von Sam Bourne, gelesen von Dana Geissler. Der Klappentext verspricht eine fesselnde Geschichte, in der die USA einen unberechenbaren Demagogen als Präsidenten wählen und die Welt den Atem anhält. Schon bald plant der Präsident einen nuklearen Angriff und ein Attentat wird als einziger Ausweg betrachtet, um den drohenden dritten Weltkrieg zu verhindern. Das Buch ist ein rasanter Thriller, der aktuelle politische Entwicklungen in Amerika aufgreift.
    Die Rezension beginnt mit dem Hinweis, dass es viele weitere tolle Hörbücher gibt, doch dieses Buch sticht heraus. Der Name des Autors, der an "Die Bourne Identität" erinnert, weckt bereits Assoziationen von Verschwörung und Machtmissbrauch. Die Geschichte hat den Rezensenten von Anfang an gefesselt, vor allem durch die Frage, wann die Ereignisse tatsächlich eintreten werden. Es wird sogar ein Vergleich mit Orson Welles' Hörspiel "Krieg der Welten" gezogen, das 1938 einige Hörer glauben ließ, dass der Präsident der USA auf eine Beleidigung aus Nordkorea mit atomaren Angriffen reagieren würde. Der Thriller hat deutliche Realitätsbezüge und kombiniert diese mit trockenem schwarzen Humor.
    Es gibt Elemente, die stark an die letzten US-Wahlkämpfe erinnern, und dies kommt sicher nicht von ungefähr. Der Rezensent findet dies jedoch charakteristisch für einen guten Thriller, der die Frage aufwirft, ob dies tatsächlich passieren könnte. Als Hauptkritikpunkt wird angemerkt, dass die Geschichte stellenweise vorhersehbar ist. Zudem verstärkt sie die Abneigung gegen zu viel Kontrolle durch Apps und technologische Entwicklungen, die auch gegen den Menschen verwendet werden können. Interessanterweise greift das Buch auf eine altmodische Methode, das Selbstattentat, zurück.
    Der psychische Kampf der Hauptfigur Maggie ist das zentrale Element der Geschichte. Sie stellt sich die Frage, wie weit sie gehen würde, um Schlimmeres zu verhindern, und ob sie zusehen könnte, wie ein Mensch getötet wird, wenn sie glaubt, dass er die Welt ins Verderben stürzen wird. Diese Fragen sorgen für Spannung beim Zuhören, auch wenn man zwischenzeitlich denkt, man habe alles durchschaut. Die letzte CD hält noch einige Überraschungen bereit.
    Insgesamt ist es eine gute und spannende Geschichte, nur das Ende wirkt etwas unbefriedigend, da zu viele Fragen offen bleiben, insbesondere bezüglich der Hauptfigur Maggie. Es bleibt die Frage, ob sie nur eine Schachfigur in einem großen Spiel ist. Das Hörbuch wurde 2017 veröffentlicht und hat eine Spielzeit von 464 Minuten. Es kann noch für 8,99 Euro in jeder handelsüblichen Buchhandlung bestellt werden.
    8 min
  • [Autorenlesung-Podcast] Moppelkotze und Stacheldraht - Marion Veidt
    In dieser Folge geht es um das Buch "Moppelkotze und Stacheldraht", das Geschichten aus West-Berlin erzählt und den typischen Berliner Dialekt zum Ausdruck bringt. Vor Beginn der eigentlichen Geschichten erklärt der Autor, wie er Interviews mit Zeitzeugen geführt hat und diese Geschichten festgehalten hat, um sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die erste Geschichte handelt von einem bedrohlichen Grenzübergang in West-Berlin, an dem die West-Berliner ihre Pässe vorzeigen mussten. Kinder wurden angewiesen, nicht zu sprechen oder Faxen zu machen, da ihre Gespräche über Richtmikrofone belauscht wurden. Nach der Passkontrolle mussten die Familien geduldig in der Warteschlange bleiben, während die Soldaten die Autos kontrollierten, sogar die Verkleidungen der Fahrertüren wurden abmontiert. Es gab Gerüchte über intensive Kontrollen und das Ausbauen der Sitze. Schließlich war es an der Reihe für die eigentliche Passkontrolle. Als der Kontrolleur nachfragte, ob alle Kinder zum Fahrer gehören, passiert etwas Ungewöhnliches: Die jüngere Schwester des Sprechers platzt heraus und erzählt dem Grenzer, dass der Sprecher adoptiert ist. Panik breitet sich aus, da alle nun in der Gewalt des Grenzers zu sein scheinen und nicht wissen, was passieren wird. Die Angst wird größer, als der Grenzer die Familie auffordert, rechts ranzufahren und den Motor auszuschalten. Glücklicherweise entpuppt sich die Situation jedoch als harmlos. Der Grenzer fragt den Kontrolleur nur kurz nach den Pässen und lässt sie schließlich passieren. Es gibt auch lustige Begebenheiten an der Grenze, wie die Geschichte eines Nachbarn, der sich in die falsche Spur einordnet und dadurch länger warten muss. Es wird klar, dass es bestimmte Verhaltensregeln gab, um zusätzliche Wartezeiten zu vermeiden. Es war bekannt, dass man einen bestimmten Radiosender einschalten oder ironische Antworten vermeiden sollte. Eine Erklärung wurde nie gefordert. Eine weitere Geschichte handelt von einem Freund, der aufgrund einer politischen Zeitung Probleme an der Grenze hatte. Die Grenzbeamten lassen keine Diskussion zu und erklären nur knapp, dass die Zeitung an einem bestimmten Tag nicht mitgeführt werden darf. Die Sprecherin erzählt auch von den Besuchen in Ostberlin und der DDR, für die ein Passierschein beantragt werden musste. Die Verwandten in der DDR hatten immer eine Liste von gewünschten Geschenken aus dem Westen. Ein Besuch in der DDR war mit vielen Ausnahmen und Besonderheiten verbunden, wie dem Zwangsumtausch von D-Mark in Ostmark und dem Verbot, Westprodukte mitzubringen. Oft wurden leere Verpackungen von Westprodukten aufbewahrt oder mit DDR-Produkten gefüllt, um den Besitz von Waren aus dem Westen zur Schau zu stellen. Die Werbung im Westen erzeugte bei den Menschen in der DDR ein Verlangen nach den bevorzugten Marken. Die Bewohner West-Berlins entwickelten eine eigene Mentalität und zeigten stolzen Widerstand gegen den Kommunismus. West-Berlin war eine Stadt der Freiheit, umgeben von Stacheldraht und Selbstschussanlagen. Die Bewohner richteten sich auf ihrer kleinen Insel ein und glaubten, dass sie die Aufmerksamkeit der Welt verdient hätten, da sie an der Front zum Klassenfeind lebten. Die heutige Lesung endet mit der Feststellung, dass das Berliner Lebensgefühl am besten durch die Berliner Schnauze eines Taxifahrers während einer Fahrt durch West-Berlin zum Ausdruck kommt.
    23 min
  • [Podcast] Rezension: Frankreich zwischen Le Pen und Macron – Julia Amalia Heyer
    In dieser Episode sprechen wir über das Buch "Frankreich zwischen Le Pen und Macron" von Julia Amalia Hayer. Das Buch beschäftigt sich mit der Veränderung der französischen Parteienlandschaft und der Wahl zwischen Marine Le Pen und Emmanuel Macron. Es fragt, was Frankreich bewegt und wie es der Front National geschafft hat, so viele Wähler, auch Akademiker und Besserverdienende, für sich zu gewinnen.
    Wir erhalten einen Einblick in die Strategie der Entteufelung und erfahren, wer außer Marine Le Pen großen Einfluss in der Partei hat. Der Rezensent, Markus von Literatur-Lounge.eu, hatte immer den Eindruck, dass politische Ansichten, die in Deutschland als rechts gelten, in Frankreich noch normal sind. Er hat sich daher intensiv mit dem Front National und dem Buch auseinandergesetzt.
    Dabei wird ihm klar, warum die Franzosen sich für Macron entschieden haben und warum Le Pen und der Front National so viel Zustimmung erhalten. Die Autorin beleuchtet auch das Verhalten der politischen Eliten in Frankreich und gibt Einblicke in die Vergangenheit der Famille Le Pen. Markus empfiehlt das Buch allen, die sich für die Politik in Frankreich interessieren und ihre eigene politische Denkweise reflektieren möchten.
    Er hofft auch, dass deutsche Politiker aus den Fehlern ihrer französischen Kollegen lernen, denn auch in Deutschland sieht er ähnliche Vorgehensweisen. Das Buch ist 2017 im DTV Verlag erschienen und kann immer noch als E-Book für 12,99 Euro erworben werden. Markus von Literatur-Lounge.eu empfiehlt es jedem wärmstens.
    8 min

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