Im Buchfieber: Der Podcast von Literaturlounge.eu

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Im Buchfieber: Der Podcast von Literaturlounge.eu episodes

  • [Podcast-Interview] mit Ursula Poznanski über das Buch: Oracle
    In diesem Podcast sprechen wir mit der Autorin Frau Poznanski über ihr neues Buch "Oracle". Das Buch behandelt die Frage, was passieren würde, wenn jemand die Fähigkeit hätte, zukünftige Ereignisse zu sehen. Die Hauptfigur Julian erlebt psychotisch wirkende Visionen, die sich als real erweisen. Die Geschichte thematisiert Freundschaft, Mobbing und den Umgang mit psychischen Erkrankungen. Wir fragen Frau Poznanski, wie sie auf die Idee für den Hund namens Mozart gekommen ist und ob sie selbst Erfahrungen mit Psychosen hat. Sie erklärt, dass Hunde oft Dinge wahrnehmen können und der Hund Kinski in der Geschichte Julian dabei hilft, sich in seinem neuen Umfeld im Studentenheim einzuleben. Die Autorin betont die Bedeutung von Freundschaften für Julian und wie sie ihm helfen, sich zurechtzufinden. Auch die Unterstützung von früheren Klassenkameraden spielt eine Rolle. Wir diskutieren auch die Rolle der Psychiaterin Sonja und wie sie Julian Halt gibt. Frau Poznanski betont den Wechsel zwischen fantastischen Elementen und realen Alltagsproblemen in ihren Büchern. Beim Schreiben achtet sie darauf, dass der Plot logisch ist und einen inneren Film beim Lesen erzeugt. Jeder Leser hat seine eigene Vorstellung von den Charakteren, was das Lesen zu einem individuellen Erlebnis macht.
    Außerdem spricht die Autorin über ihre Vorliebe für offene Enden in ihren Geschichten und wie sie den Lesern Raum für eigene Interpretationen lässt. Sie erklärt, dass sie nicht plant, einen Nachfolgeroman zu "Oracle" zu schreiben und dass diese Geschichte für sie abgeschlossen ist. Sie glaubt daran, dass nicht alle Geschichten als Serie konzipiert sein müssen und dass es wichtig ist, auch mal "fertig" zu sagen. Es ermöglicht ihr als Autorin, neue Geschichten zu erzählen und neue Reize zu setzen. Sie hat bereits viele andere Ideen, die sie gerne schreiben möchte. Abschließend betont sie, dass sie eine Autorin mit viel Fantasie ist und dankt für das Interview und das schöne Gespräch.
    16 min
  • [Podcast] Rezension: Wir sind die Guten – Dora Heldt
    In dieser Folge bespreche ich das Buch "Wir sind die Guten" von Dora Heldt. Es handelt von einem Ermittlerteam auf Sylt, das mit einem mysteriösen Fall konfrontiert wird. Karl Sonnigstenen, der Polizist von Westerland, und seine Truppe werden in die Suche nach Sabine Schäfer, einer verschwundenen Haushaltshilfe, verwickelt. Gleichzeitig ermittelt die Polizei von Sylt in einem Fall eines unbekannten Toten, der am Roten Cliff bei Kampen gefunden wurde. Es stellt sich heraus, dass beide Fälle miteinander zusammenhängen.
    Obwohl ich zunächst skeptisch war und das Buch aufgrund seiner Länge von 500 Seiten zögerte, habe ich mich letztendlich dafür entschieden. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen und die Vielzahl an Charakteren war gut ausgearbeitet. Die Autorin hat es geschafft, die Handlungsstränge logisch miteinander zu verweben und Spannung aufzubauen.
    Es gibt lustige Situationen und das Buch eignet sich perfekt zum Lesen am Strand von Sylt. Ich mochte besonders, dass jede Figur wichtig für die Auflösung des Falls war. Ich hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird, da die Geschichte des Teams noch nicht zu Ende erzählt ist.
    Das Buch ist 2017 erschienen und kann noch immer zu einem Preis von 10,95 Euro erworben werden.
    Tschüss, Euer Markus
    8 min
  • [Podcast] Rezension: Tochter des Diktators – Ines Geipel
    In der heutigen Folge werden wir das Buch "Tochter des Diktators" von Ines Geipel rezensieren. Der Klappentext beschreibt eine gefährliche Zeit, in der junge Menschen mit Idealen leben. Es handelt sich um eine Geschichte über eine amouröse Beziehung zwischen Ivano Matteoli, dem Sohn eines KP-Funktionärs, und Beate Ulbricht, der Tochter von Walter Ulbricht. Die Handlung spielt in verschiedenen Städten wie Paris, Leningrad, Rom, Ostberlin und Cigoli, einem erzkatholischen Ort.
    Die Erzählerin Anni kennt Ivano seit Kindheitstagen und beobachtet, wie er sich in Beate verliebt, obwohl ihre Eltern versuchen, ihre Beziehung zu verhindern. Die Autorin Ines Geipel hat einen raffinierten und kontrastreichen Roman geschrieben, der zeigt, wie Autoritarismus ins private Leben eingreift. Persönlich fand ich es erheiternd zu erfahren, dass Bea und Ivano getrennt wurden, weil Bea aus einem nicht-sowjetischen Land stammte.
    Anni erzählt die Geschichte aus ihrer Perspektive und beschreibt ihre eigene Verwicklung in die Ereignisse. Das Buch behandelt auch das Thema Adoption und die damit verbundenen Probleme. Es ist gut geschrieben und schafft eine warme und detaillierte Atmosphäre. Das Buch hat mich so gefesselt, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Es enthält auch traurige Momente, bei denen mir die Tränen in die Augen gestiegen sind.
    Es handelt sich um ein fesselndes Buch über die deutsche Geschichte und könnte als Diskussionsgrundlage in Schulen dienen. Es ist im Klett-Cotta-Verlag erschienen und kann für 20 Euro erworben werden. Viel Spaß beim Lesen und Erfahren wünscht Euch Markus
    9 min
  • [Autorenlesung-Podcast] Zwischenwelten - Martin Freund
    In diesem Gespräch wird von einem Hauptredner berichtet, der von den Zeiten des Großvaters spricht. Der Großvater hat immer über die Zwischenweltenzeiten gesprochen und den Hauptredner darauf vorbereitet, die wahre Welt zu entdecken. Nach dem Tod des Großvaters begibt sich der Hauptredner auf den Weg an die Oberfläche, in eine angeblich lebensfeindliche Welt. Dort entdeckt er eine Welt voller Farben, von denen ihm der Großvater erzählt hat. Gemeinsam waren sie in den Dunkelheiten und Labyrinthen der Unterwelt unterwegs, aber nun ist der Hauptredner oben angekommen.
    Er beschreibt den Weg als anstrengend, aber je näher er dem Ziel kam, desto besser ging es ihm. Der Anblick des Sternenhimmels und die Melodie der Vögel lassen ihn erkennen, dass er sich tatsächlich an der Erdoberfläche befindet. Er fühlt einen Moment der Ehrfurcht angesichts der Veränderung der Welt um ihn herum.
    Am Morgen eines denkwürdigen Tages eröffnet der Hauptredner seine Gedanken über die Wahrheit. Er fragt sich, ob das, was er erlebt, wirklich die Wahrheit ist oder ob es etwas Neues ist, das er bisher nicht kannte. Sein Großvater konnte ihm keine klaren Antworten geben, sondern betont, dass die Suche nach der Wahrheit und das ewige Zweifeln vielleicht die Lösung sind. Der Hauptredner ist stolz auf seine Unwissenheit und Zweifel, da sein Großvater es genauso sah. Das Gespräch endet hier.
    18 min
  • [Podcast] Rezension: Die letzten - Madeleine Prahs
    In dieser Episode diskutieren wir das Buch "Die Letzten" von Madeleine Braas. Der Klappentext verspricht eine spannende Geschichte über drei Bewohner eines Hauses, die gemeinsam gegen Veränderungen in ihrem Viertel kämpfen. Als sie einen Brief vom neuen Hauseigentümer erhalten, der eine Kernsanierung ankündigt, setzen sie alles daran, ihr Zuhause zu verteidigen. Doch am Ende blühen die Geranien wieder, während einer der Bewohner den Kampf nicht überlebt.
    Als ich den Klappentext las, erinnerte ich mich sofort an ein anderes Buch von Madeleine Braas, das mich in den letzten Jahren immer wieder beschäftigt hat. Daher war mein Wunsch, "Die Letzten" zu lesen, sehr stark. Der Klappentext versprach viel und ich war gespannt, ob das Buch halten konnte, was es versprach. Ich tauchte schnell in die Geschichte ein, nicht zuletzt dank dem fesselnden Schreibstil der Autorin.
    Die Hauptcharaktere Karl, Elisabeth und Jersey sind detailliert und lebendig beschrieben. Karl Kramer, anfangs etwas merkwürdig und spießig wirkend, wächst einem immer mehr ans Herz, je besser man ihn kennenlernt. Die tüddelige Deutschlehrerin Elisabeth, die an Krebs leidet und manchmal das Gefühl hat, dass ihre Gedanken verschwinden, passt besonders gut zur dynamischen Studentin Jersey. Alle drei wollen nicht ausziehen, doch erst als Jersey's Katze durch eine verbrannte Perücke umkommt, schließen sie sich zusammen.
    Das Buch hat mich von Anfang an mitgenommen, da die Charaktere eine Tiefe bekommen, die sie einem sofort ans Herz wachsen lassen. Bei jedem Umblättern spürt man, wie ihre Freundschaft wächst, obwohl sie anfangs Gegner waren. Sie unterstützen einander und wachsen an ihren Aufgaben und Problemen. Madeleine Bras schwarzer Humor zieht sich durch das Buch und lässt einen ab und zu ein Tränchen der Freude vergießen. Gleichzeitig regt das Buch zum Nachdenken über die verschiedenen Charaktere und unsere Gesellschaft an.
    Ich freue mich schon auf den nächsten Roman von Madeleine Braas und kann jedem empfehlen, "Die Letzten" in die Hand zu nehmen und sich in die Geschichte einsaugen zu lassen. Es ist ein Buch, das zum Lachen und Nachdenken anregt und definitiv gelesen werden sollte.
    8 min
  • [Podcast-Schauspiel] Woyzeck als Musical von Tom Waits nach Georg Büchner in Gießen
    In dieser Episode besprechen wir die Inszenierung des Musicals "Woyzeck" von Tom Waits nach dem Stück von Georg Büchner in Gießen. Zunächst hatte ich Bedenken, nachdem ich mir Trailer von anderen Theatern angesehen habe, da mir manches zu hektisch oder sexistisch erschien. Auch die Verwendung des Genderns in der Einführung ließ meine Ängste wachsen. Ich war auch verwirrt über die Besetzung der Rolle der Marie Zwickwolf mit drei Schauspielerinnen und einem Chor.
    Doch als die Vorstellung begann, wurde mir klar, dass die unterschiedlichen Stimmen und die Musik sehr stimmig waren. Das Gießener Theater schafft es, trotz seiner kleinen Größe, die Musik zum Swingen zu bringen. Die Darstellungen sind nie plump, sondern angedeutet und klar. Die Musik von Tom Waits, gesungen von den Schauspielern des Stadttheaters, ist ein besonderes Highlight.
    Besonders beeindruckend fand ich die Leistungen der Maries. Ihre Worte wurden klar und ohne Hektik gesprochen und gesungen. Nils-Erik Müller überraschte mit seiner warmen Stimme und herausragender Mimik. Pascal Thomas als Hauptmann war genial und stach mit seiner Stimme hervor. Levent Keleli hatte gute Ansätze, jedoch fand ich persönlich seine Figur unsympathisch, was jedoch nichts gegen seine schauspielerische Leistung sagt. Insgesamt gefiel mir die Leistung aller Darsteller.
    Es war toll, gemeinsam mit talentierten Musikern im Hintergrund zu singen. Es hat mir gezeigt, dass ich mich weniger vorbereiten und dem Ensemble des Stadttheaters vertrauen sollte - sie machen ihre Arbeit gut. Zwar gibt es einige Kritikpunkte, aber insgesamt habe ich mich für zwei Stunden gut unterhalten gefühlt und gemerkt, dass die Stimmen harmonieren und ein gutes Bild abgeben. Es dauert ein wenig, bis man sich findet, und es gibt noch ein paar kleine Verbesserungsmöglichkeiten, aber größere Theater haben es viel schlechter gemacht.
    Ich empfehle jedem, sich das Musical selbst anzusehen und Applaus zu spenden - sie haben es verdient, auch wenn nicht alles perfekt ist. Müssen wir immer nur Perfektion erwarten? Das gibt es in der Realität nie. Jeder empfindet anders und ich bin froh, dass ich meine Ängste überwunden habe und mir das Musical angesehen habe. Gerne würde ich mehr davon sehen. Viel Spaß beim Zuschauen und bis bald, euer Markus
    11 min
  • [Autorenlesung-Podcast] Der lange Atem der Vergangenheit - Detlef Sasse
    nehmen es jedoch nicht wahr und setzen ihren Streit fort. Es ist ein harter Schlag für den jungen Richter, plötzlich mit solchen Enthüllungen konfrontiert zu werden und sich in Frage zu stellen.
    Die Zeit springt zurück zum regnerischen Novembertag auf dem Rastplatz. Richter Hauptstein ist noch immer allein und wartet darauf, dass jemand kommt. Seine Gedanken kreisen um die Vergangenheit und die Geheimnisse, die er entdeckt hat. Plötzlich nähern sich zwei Männer seinem Auto und er fragt sich, ob sie etwas mit dem mysteriösen Unfall zu tun haben könnten.
    Die Lesung gibt uns einen Einblick in die komplexe Geschichte von "Der lange Atem der Vergangenheit" und wir können sehen, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind. Es ist eine Geschichte über Schuld, Identität und den Umgang mit den Herausforderungen des Lebens. Wie wird Richter Hauptstein mit den Enthüllungen seiner Vergangenheit umgehen? Wird er den wahren Grund für den Unfall herausfinden? Fragen, die uns gespannt auf die Fortsetzung der Geschichte warten lassen.
    35 min
  • [Podcast] Rezension: Die Kinder – Wulf Dorn
    In der heutigen Folge geht es um die Rezension des Thrillers "Die Kinder" von Wulf Dorn. Laura Schrader wird verstört und verletzt aus einem Unfallwrack gerettet. Im Kofferraum finden die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei Psychologe Robert Winter zu dem mysteriösen Fall hinzu zieht, wird er mit der Geschichte von Laura konfrontiert, die unglaublich klingt, aber möglicherweise die Wahrheit verbirgt. Je weiter Robert in den Fall eintaucht, desto mehr erkennt er, dass die Gefahr, vor der Laura warnt, noch erschreckender ist als gedacht.
    Meine persönliche Rezension zu diesem Buch ist, dass es einen unter die Haut geht und schockierend ist. Es beginnt mit einem Unwetter, bei dem ein Mann seine verschwundene Tochter und Ex-Frau sucht. Doch die Geschichte wird noch viel beängstigender, als die Kinder sich zu einer Einheit formen und gegen Erwachsene kämpfen. Der Autor bezieht reale Ereignisse mit ein, in denen Kinder unterdrückt oder missbraucht wurden. Ich war fasziniert von der Geschichte und konnte den Wahnsinn von Laura verstehen. Das Buch entwickelte sich ab Seite 150 zu einem absoluten Page-Turner. Das Ende hat mich so sehr schockiert, dass ich mir gewünscht hätte, der Autor hätte weniger Seiten geschrieben.
    Ich empfehle das Buch allen Thriller-Fans und es kann immer noch gekauft werden. Ich frage mich, wie es mit den erfundenen Personen weitergehen wird und verspreche, den Autor danach zu fragen.
    7 min
  • [Podcast] Rezension: Toni - Ute Wegmann
    In der heutigen Podcast-Folge rezensiert Markus das Kinderbuch "Toni" von Ute Wegmann. Die Geschichte dreht sich um ein zehnjähriges Mädchen namens Toni, das seine Ferien bei seiner Oma verbringt. Obwohl die Umgebung wunderschön ist, gibt es keine Kinder im gleichen Alter zum Spielen. Doch dann begegnet Toni einem Jungen, der ebenfalls neu im Dorf ist. Gemeinsam erkunden sie die Gegend, besuchen den grummeligen Nachbarn und kümmern sich um dessen Tiere.
    Eines Tages belauscht Toni ein Telefonat und glaubt zu hören, dass der Bauer seine Hühner schlachten lassen möchte. Entschlossen, dies zu verhindern, entführt sie die Hühner in der Nacht. Leider endet ihre Tat in einem Fiasko, mit einem Feuerwehreinsatz und ohne Verletzte. Am Ende stellt sich jedoch heraus, dass der Bauer nie die Absicht hatte, seine Tiere zu schlachten.
    Markus persönlich findet das Buch "Toni" sehr lesenswert. Er lobt Toni als engagiertes Mädchen, das sich für den Tierschutz einsetzt und sogar Vegetarierin ist. Die Geschichte zeigt, wie sie versucht, die Tiere des Nachbarn zu retten, indem sie sie taufen lässt. Das Buch enthält traurige, lustige und spannende Momente, sodass es für jeden Leser etwas bietet.
    Mit 184 Seiten ist das Buch recht dick, aber es ist in kleine Kapitel unterteilt, um Kindern ein Erfolgsgefühl beim Lesen zu geben. Markus empfiehlt das Buch als geeignet zum Vorlesen und glaubt, dass es auch ein schönes gemeinsames Leseerlebnis mit der eigenen Oma schaffen könnte.
    "Toni" ist für Kinder ab 8 Jahren geeignet und kostet 12,95 Euro. Markus wünscht allen Lesern und Vorlesern viel Spaß mit dem Buch und verabschiedet sich von literaturlounge.eu
    6 min
  • [Autorenlesung-Podcast] Die sieben Monde - Helmut Tietz
    In diesem Gespräch erzähle ich von meinen Erfahrungen während meiner Reise als Hippie zwischen Deutschland und Indien. Ich befinde mich gerade in Südindien, in einer Bambushütte in einer Hotelanlage, umgeben von Elefanten, Tigern und exotischer Tier- und Pflanzenwelt. Während ich hier arbeite, schweifen meine Gedanken zurück in das Jahr 1972, als alles begann. Ein Bekannter meiner Freundin spielte damals in einer Szenekneipe Gitarre und plante eine Reise nach Afghanistan. Da ich immer schon den Wunsch hatte, weit weg zu reisen, entschied ich mich, mitzugehen. Unsere Reise führte uns schließlich nach Goa, wo ich auf Vishwas und seine Familie traf, die zwei Chai-Shops am Strand führten. Dort fühlte ich mich wohl und blieb für eine Weile. In Goa hatten viele Hippies ihre eigenen Hütten gebaut und genossen das Leben dort. Die Atmosphäre war entspannt, relaxt und interessant. Es gab viele originelle Gestalten aus der ganzen Welt. Ich fand mein eigenes kleines Paradies mit einer schattigen Terrasse auf der ersten Etage, einem Fenster zum Meer und einer einfachen Einrichtung. Nach einigen Monaten in Goa reiste ich weiter durch Indien und erlebte magische Momente, wie die Begegnung mit einem magischen Mond in Benares. Leider hatte ich auch einen Verkehrsunfall, bei dem ich meinen Fuß verletzte. In meiner Verzweiflung beschloss ich, meine Wunde mit dem heiligen Wasser des Ganges zu reinigen, und erstaunlicherweise heilte die Verletzung problemlos. Dennoch sehnte ich mich nach einem Ende meiner geldlosen Situation und beschloss, nach Nepal zu reisen. Ich hatte gehört, dass man sich per Moneytelex Geld aus Deutschland nach Nepal schicken lassen konnte. Doch kurz vor der Grenze stellte sich heraus, dass ich die Visa-Gebühr von 30 Rupien nicht bezahlen konnte und mir das Visum verweigert wurde. Frustriert setzte ich mich unter einen Mangobaum und schrieb meine Ereignisse in mein Tagebuch. Doch am nächsten Tag hatte ich plötzlich das Geld zusammen, kaufte mir das Visum und marschierte nach Nepal. Während meiner Reise erinnerte ich mich auch an das Buch "Autobiografie eines Yogi" von Paramahansa Yogananda, das viele Hippies gelesen hatten und das sie dazu ermutigte, die indische Weisheit zu entdecken. Das Buch und meine eigenen Erfahrungen trugen dazu bei, dass viele Menschen nach Indien reisten, um die geheimnisvolle Weisheit zu erfahren und vielleicht sogar einen der dortigen Heiligen zu treffen. In meinem Buch beschrieb ich schließlich meine Begegnung mit Babaji, einer Figur aus Yoganandas Buch, und erzählte von den unglaublichen Geschichten, die das Interesse einer ganzen Generation weckten. Vielen Dank fürs Zuhören und Tschüß!
    30 min

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