Innovation einfach machen.

Innovation einfach machen.

By Bianca PrommerBusiness
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Innovation einfach machen. episodes

  • Design Sprint oder FORTH? Welcher Innovation Sprint ist besser?

    Bianca Prommer [00:00:00]:

    Was ist eigentlich ein Innovation Sprint und vor allem für wen sind Innovation Sprints geeignet? Worauf ist zu achten und wie führe ich Innovation Sprints aus? Genau diesen Fragen gehen wir in der heutigen Podcast Folge nach. Lass uns direkt einsteigen. Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovation einfach machen. Den Podcast für alle, die nicht nur Ideen sammeln, sondern echte Innovation mit Wirkung entwickeln wollen. Mein Name ist Bianca Brommer und ich bin dein Host dieser Podcast-Folge. Heute schauen wir uns den Innovation Sprint an. Der Innovation Sprint findet mittlerweile in zahlreichen Organisationen Platz und ich möchte mit euch über Stärken, Vorteile als auch Herausforderungen und Nachteile des Innovation Sprint sprechen. Wir werden uns anschauen, welche Formen des Innovation Sprints es gibt und ich gebe euch dann eine spezielle Methodik mit, die ihr in einem Innovation Sprint auch anwenden könnt.

    Bianca Prommer [00:01:08]:

    Lass uns mal beginnen mit der Frage, was ist eigentlich ein Innovation Sprint? Der Innovation Sprint zusammengefasst ist eine ganz kurze, hochfokussierte Arbeitsphase, in denen ein interdisziplinäres Team zusammenkommt für wenige Tage, also wirklich kurz, wenige Tage, neue Ideen zu entwickeln, zu prototypen und zu testen. Also das ist immer so die kurze Zusammenfassung, was es ist. Also es geht hier darum, dass ein interdisziplinäres Team, also aus unterschiedlichen Fachbereichen, aus unterschiedlichen Bereichen 1 Unternehmens, für wenige Tage zusammenkommen. So ein Innovation Sprint kann von 2 Tagen bis 5 Tage, manches Mal vielleicht sogar 2 bis 3 Wochen dauern. Hängt ein bisschen davon ab, mit welcher Methodik wir arbeiten und wie wir diese Methodik in die Länge ziehen. Also führen wir die jetzt sofort innerhalb von 5 Tagen durch oder teilen wir die 5 Workshop-Tage auf 2 bis 3 Wochen aus. Also das hängt ein bisschen auch davon ab, was die Gegebenheiten sind, weil nicht jedes Unternehmen kann oder hat die Ressourcen, 5 Tage hintereinander in einen Workshop zu gehen. Da ist es vielleicht auch einfacher, 2 Tage in der Woche und 2 Tage in der nächsten Woche zum Beispiel zu machen.

    Bianca Prommer [00:02:47]:

    Und im Grunde ist der Innovation Sprint in der Ideation-Phase da, das heißt, wenn wir Ideen entwickeln, wenn wir wirklich hier neu, also wir haben ein Problem erkannt, Wir haben ein Bedürfnis erkannt und wir wollen jetzt neue Ideen dafür entwickeln. Wir wollen diese Ideen auch visualisieren, prototypen und dann vor allem auch schnell testen, dazu dann auch im Rückschlüsse ziehen zu können. In einem Innovation Sprint, man kann es unterschiedliche Methodiken verwenden, grundsätzlich baut ein Innovation Sprint auf den Elementen von Design Thinking auf. Das heißt, es geht Verstehen, die Empathiephase, es geht darum, Ideen zu entwickeln, Ideen zu finden, es geht darum, Prototypen zu bauen und dann auch zu testen und Feedback einzuholen. Und das aber nicht in einem langen Prozess, sondern in ganz, ganz komprimierter Form. Am Ende von einem Innovation Sprint sollten dann auch greifbare Prototypen und Konzepte vorhanden sein. Also das ist wirklich etwas, das Ergebnis 1 Ideen oder Innovation Sprints, ist es Ideen zu haben, für die Prototypen bestehen und die bei Usern, bei Kundinnen und Kunden getestet wurden. Es geht also hier nicht die Perfektion und den perfekten Prototypen zu haben, sondern es geht ganz, ganz klar hier wirklich schnell zu lernen, schnell mit Ideen rauszugehen, dann zu sehen, was lohnt sich jetzt auch in den Innovationsprozess hineinzubringen.

    Bianca Prommer [00:04:32]:

    Das heißt, wir sind hier wirklich am Fussy Frontend der Innovation angekommen. Das heißt, wirklich in der Ideation-Phase und dann wird entschieden, welche Ideen gehen jetzt weit...

    22 min
  • Warum ein Podcast allein keine Innovation schafft

    Bianca Prommer [00:00:05]:

    Herzlich willkommen bei Innovation einfach machen, dem Podcast für alle, die Innovation in ihrem Unternehmen vorantreiben und dabei wirklich ins Tun kommen wollen. Ob Innovationsmanagement, Design Thinking, Entrepreneurship oder die Gestaltung 1 lebendigen Innovationskultur. In diesem Podcast dreht sich alles darum, wie du Innovation förderst und aktiv umsetzt. Du bekommst ganz konkrete Tipps, praxis- erprobte Methoden und inspirierende Impulse. Lass uns gemeinsam Innovation einfach machen. Los geht's! Hallo und herzlich willkommen bei Innovation einfach machen, deinem Podcast rund das Thema Innovation ermöglichen. In der heutigen Folge möchte ich ein Thema aufgreifen, das mir besonders am Herzen liegt und zwar warum ein Podcast, auch wenn er noch so inspirierend ist, allein nicht ausreicht, echte Innovation zu ermöglichen. Ja, ich liebe Podcasts.

    Bianca Prommer [00:01:12]:

    Nicht nur, weil ich selbst einen Podcast habe und mich gerne selbst sprechen höre. Nein, ich liebe Podcasts, ich höre viele Podcasts. Während ich im Fitnessstudio bin, höre ich Podcasts. Beim Zähneputzen höre ich Podcasts. Also ich höre täglich Podcasts. Wirklich jeden einzelnen Tag, auch am Wochenende. Und ich hole mir da ganz, ganz viel Inspiration. Ich hole mir da Tipps, ich hole mir da Methodenwissen, ich hole mir da einfach wirklich neue Blickwinkel, neue Perspektiven.

    Bianca Prommer [00:01:43]:

    Was ich allerdings dadurch nicht bekomme, ist das zu wissen, wie ich genau das umsetzen kann und wie ich genau das auch entsprechend für mich auch anwenden kann. Das heißt, Ich bin davon überzeugt, dass Podcasts wunderbar sind, etwas in Bewegung zu setzen, uns zu inspirieren, aber Podcasts alleine reichen nicht aus. Sie reichen nämlich deshalb nicht aus, weil wir damit nicht automatisch in die Umsetzung gehen. Und das gleiche ist bei Büchern, das gleiche ist bei Vorträgen, das heißt, wenn wir auf Konferenzen sind. Und das erlebe ich so häufig, dass sich Führungskräfte, mit denen ich dann arbeite oder auch InnovationsmanagerInnen, mit denen ich arbeite, erzählen, ja ich habe da dieses Buch gelesen und ich habe jenes Buch gelesen und dann lesen sie Bücher über irgendwelche Innovationsmethoden, sie lesen Bücher über Change Management, sie lesen Bücher über Organisationsentwicklungen, Sie haben wunderbare Magazine im Büro liegen, rund Organisationsentwicklung, Führung. Sie besuchen Konferenzen, Sie hören sich TED-Talks an, Sie holen sich ganz ganz viel Inspiration. Aber das ist Inspiration und das ist noch lange nicht die Umsetzung. Und darüber möchte ich heute mit dir sprechen.

    Bianca Prommer [00:03:12]:

    Ich möchte da jetzt auch die Credits an eine Kollegin von mir weitergeben, und zwar an Silvia Agerschantl, denn sie hat vor kurzem eine ähnliche Podcast-Folge aufgenommen und die hat mich so angesprochen, dass ich mir gedacht habe, danke liebe Silvia, dass du das ansprichst, ich möchte auf jeden Fall auch darüber in meinem Podcast sprechen, weil ich das eben auch bei meinen Kundinnen und Kunden sehe, dass sie sich ganz intensiv mit Dingen beschäftigen, aber dann eben nicht in die Umsetzung kommen. Oder zumindest auch nicht in die richtige oder in die passende Umsetzung kommen. Und deshalb habe ich dieses Thema jetzt von der Silvia aufgegriffen. Ich verlinke dir ihren wunderbaren Podcast. Da geht es Verkaufen und Vertrieb. Sell like a Queen heißt dieser Podcast. Kann ich absolut empfehlen. Wunderbarer Podcast.

    Bianca Prommer [00:04:02]:

    Verlinke ich dir in den Show Notes. Und Mir ist es wichtig zu erwähnen, weil die Inspiration für die heutige Folge eben von der lieben Silvia gekommen ist. Ja, also lasst uns damit direkt einsteigen, was so m...

    20 min
  • So aktivierst du jede Gruppe: 5 Übungen, die wirklich funktionieren

    Bianca Prommer [00:00:00]:

    5 Aktivierungsspiele, die in jeder Gruppe funktionieren. Genau darum geht es in der heutigen Podcast-Folge. Lass uns direkt einsteigen. Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovation einfach machen. Deinem Podcast, wenn es darum geht, Innovation in Unternehmen möglich zu machen und vor allem auch zu begleiten. Mein Name ist Bianca Brommer und ich bin dein Host für die heutige Folge. Schön, dass du wieder dabei bist. Mir hat Lisa geschrieben.

    Bianca Prommer [00:00:33]:

    Lisa ist Innovationsmanagerin in einem Traditionsbetrieb Mittelstand und sie soll immer wieder halt auch Workshops moderieren, Workshops begleiten, Ideen-Workshops, wirklich auch Design-Thinking- Workshops als auch so Problemlösungs-Workshops und sie hat mir geschrieben, Bianca, irgendwie wenn ich so Aktivierungsspiele einbauen möchte, ich bin mir da so unsicher. Und zwar hat sie vor kurzem von 1 Führungskraft gehört, die auch sehr stark meinungsbildend im Unternehmen ist. Du hör doch bitte mit diesen Aktivierungsspielen auf. Die braucht niemand, die sind absolut sinnlos. Ich mag da nicht mitmachen und keiner mag da mitmachen. Abgesehen davon, dass da jetzt eine Generalisierung dahinter steckt, völlig egal. Es geht darum, dass die Lisa sich total verunsichert fühlt und es nicht weiß, ob sie weiterhin Aktivierungsspiele in ihren Workshops einbauen soll. Und sie hat mich dann gefragt, was kann ich tun, gibt es da vielleicht so die ein oder andere Aktivierung, die vielleicht auch eher in kritischen Gruppen funktioniert.

    Bianca Prommer [00:01:41]:

    Liebe Lisa, vielen Dank für deine Frage, die greife ich natürlich gerne auf. Und wenn du auch eine Frage hast, die ich in meinem Podcast beantworten soll, dann schreib mir gerne auf LinkedIn oder an promma at growth-factory.at, verlinke ich dir selbstverständlich auch noch in den Show Notes. Ja, diese Aktivierungsspiele. Ich persönlich, ich liebe sie ja, diese Aktivierungsspiele, aber ich kann es voll nachvollziehen, was da die Lisa auch erlebt hat. Bei uns war das vor kurzem auch in einem Workshop, wo eine Teilnehmerin gesagt hat, also das war so spielerisch, da waren so viele Spiele und Workshop-Spiele dabei, das braucht es nicht. Ja, wenn es eine Person sagt, vor allem wenn es dann auch noch eine meinungsbildende Führungskraft ist, dann kann das schon verunsichern. Und Wichtig ist an der Stelle zu sagen, zu überlegen, warum möchte ich überhaupt eine Aktivierung einbauen. Es geht ja nicht das Aktivierungsspiel per se, weil es halt so ist und weil man das in einem Training gelernt hat und weil das halt in jedem Workshop sein muss, sondern ich schaue schon, wann braucht es eine Aktivierung und auch in welcher Form.

    Bianca Prommer [00:02:54]:

    Das heißt, mir ist es schon wichtig Aktivierungsspiele dann einzusetzen, wenn sie auch Sinn machen. Also beispielsweise nach 1 Mittagspause. Wenn wir ohnehin gerade mit Kreativitätstechniken arbeiten, dann braucht es vielleicht nicht unmittelbar ist auch gleich noch eine Aktivierung in Form von irgendwas spielerischen, weil dann sind ja ohnehin die Kreativitätstechniken auch schon sehr aktivierend. Ich würde mal sagen, nach 1 Mittagspause macht es auf jeden Fall Sinn, vielleicht auch eine kurze Übung im Nachmittagstief, da kann das schon Sinn machen. Also der Zeitpunkt ist wichtig. Zweitens, was ich mitgeben möchte, ist natürlich, dass Aktivierungsübungen so gewählt werden sollen, dass sie auch einen bestimmten Zweck erfüllen. Was meine ich damit? Wenn ich merke, dass die Energie raus ist, dass die Luft raus ist, dass die Leute müde werden, dann braucht es aus meiner Sicht etwas, das wirklich aktiviert, also irgendwas mit Bewegung. Also das muss es bitte nicht tanzen sein, das kann auch einmal sein, einfach durch den Raum zu gehen, d...

    17 min
  • Mehr als ein Netzwerk: David Eder über den Aufbau des Innovationsökosystems an der Universität Bayreuth

    Bianca Prommer:

    Was ist eigentlich ein Innovations-Ökosystem und wie funktioniert das in der Praxis? Genau darum geht es in der heutigen Folge von Innovation einfach machen. Hallo und herzlich willkommen. Schön, dass du dabei bist. Mein Name ist Bianca Brommer und Ich bin Expertin für Innovationsmanagement-Systeme in Unternehmen und Organisationen und begleite Unternehmen dabei, Strukturen zu schaffen, Räume zu schaffen, Innovation möglich zu machen. Und 1 dieser Räume sind Innovations-Ökosysteme. In den letzten Folgen haben wir bereits mehrfach darüber gesprochen, was ist überhaupt ein Innovationsökosystem, worauf kommt es an, wie geht man das auch an und was sind so wirklich Herausforderungen, Stolpersteine. Heute möchte ich mit einem Experten für Innovationsökosysteme aus der Praxis sprechen, denn er ist Transfer- und Innovationsmanager in einem Innovationsökosystem und zwar der Universität Bayreuth. Ich habe mir dazu David Eder eingeladen.

    Bianca Prommer:

    Wie gesagt, er ist wirklich ein Experte, wenn es darum geht, Innovationsökosysteme aufzubauen, auszubauen, zu skalieren und hier Initiativen zu starten, damit unterschiedliche Akteure zusammenkommen und gemeinsam Innovation ermöglichen. Wir steigen jetzt direkt in das Interview ein und ich freue mich sehr darauf. Lass uns direkt loslegen. Hallo David, schön, dass du heute in meinem Podcast Innovation einfach machen wirst.

    David Eder:

    Hallo Bianca, vielen Dank für die Einladung.

    Bianca Prommer:

    Ja, wir beide haben ja ein gemeinsames Thema, das uns beide sehr antreibt. Das sind Innovationsökosysteme. Und darüber werden wir uns jetzt gleich dann auch in der Tiefe beschäftigen und darüber unterhalten. Was mich jetzt natürlich interessiert und bestimmt auch unsere Hörerinnen und Hörer. Wer ist denn David Eder und warum hat er mit Innovations Ökosystemen zu tun?

    David Eder:

    Ja, David Eder mein Name. Ich bin vom Institut für Entrepreneurship und Innovation der Uni Bayreuth. Was mache ich dort? Ich kümmere mich die Planung und Durchführung von Innovationsprojekten mit unseren Unternehmen. Ich bin auch dabei, die strategische Weiterentwicklung der Universität in Bezug auf Transfer und Innovation mit zu beunterstützen und natürlich, und das ist der Grund, warum ich heute wahrscheinlich mit dabei bin, ich bin dabei, auch den Aufbau und Ausbau unseres regionalen Innovationsökosystems zu betreuen. Da sind viele verschiedene Themen mit dabei, unter anderem beispielsweise unsere vielen Netzwerkveranstaltungen, die wir machen mit Gründenden, Unternehmen und unseren Partnern im Innovationsökosystem. Und auf der anderen Seite natürlich auch die strategische Weiterentwicklung des Innovations- ökosystems aus Sicht der Uni Bayreuth.

    Bianca Prommer:

    Das ist ja so spannend, wir haben uns ja auch darüber kennengelernt. Ich habe einen Beitrag über Innovations- ökosysteme geschrieben, den hast du mich angeschrieben auf LinkedIn und dann haben wir uns mal ausgetauscht und das ist einfach so spannend auch gefunden, was ihr tut. Bevor wir da jetzt auch gleich noch darüber sprechen, wie euer Ökosystem funktioniert, wie das aufgebaut ist, was so Herausforderungen sind und auch Learnings sind, Eine Frage, die mir immer wieder wichtig ist, auch zu klären, ist, was ist denn überhaupt ein Innovationsökosystem? Ich glaube, da gibt es ganz viele Missverständnisse dahinter. Wie definiert ihr denn an der Universität Bayreuth und vor allem auch Buda natürlich Innovations-Ökosysteme?

    David Eder:

    Ja, ich glaube, zunächst ist es, glaube ich, ganz wichtig zu verstehen, oder das war jetzt auch in der Reise, die wir jetzt angetreten sind, zu verstehen, d...

    51 min
  • Wie startet man ein Innovationsökosystem? Teil 4

    Bianca Prommer [00:00:00]:

    Überlegst ein Innovations-Ökosystem zu starten, weißt aber noch nicht so richtig, wie das Ganze funktioniert, dann ist diese Podcast-Folge genau richtig für dich, inklusive Voraussetzungen, konkreten Fahrplan und was funktioniert und was funktioniert nicht. Lass uns direkt in das Thema einsteigen. Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovation einfach machen. Ich freue mich, dass du auch heute wieder dabei bist, wenn es Teil 4 ist, rund Innovationsökosysteme. Wir haben in den letzten Folgen schon über Innovationsökosysteme gesprochen. Wir haben darüber gesprochen, was es überhaupt ist, welche Modelle es hier gibt, was einfach im Hintergrund einfach da sein muss und heute geht es die Frage, wie starten wir eigentlich ein Innovationsökosystem? Und ich stecke da ja mitten in diesem Prozess drinnen, wenn diese Folge jetzt online geht, dann ist auch tatsächlich der Förderantrag draußen. Dann haben wir es tatsächlich geschafft, pünktlich zum 15. Oktober den Förderantrag abzugeben, weil es innerhalb der EU ein tolles Förderprogramm für Innovationsökosysteme gibt und der Call jetzt war bis 15.

    Bianca Prommer [00:01:21]:

    Oktober und da haben wir wirklich jetzt mit Hochtouren daran gearbeitet, das auch richtig noch durchzubringen. Und dann möchte ich es auch ein bisschen so einen Einblick geben, was braucht es denn eigentlich, wenn du sagst, ich würde echt gerne so ein Ökosystem starten, weil ich glaube, das macht voll Sinn. Ich glaube, das ist wirklich etwas, was total wichtig ist. Und ich habe da einfach so 3 Punkte für dich mitgebracht. Das erste ist, ich möchte mal auf Voraussetzungen eingehen. Das zweite ist ein bisschen ein Vorgehen, ein Vorgehensmodell, ein Plan, wie du hier vorgehen kannst. Und das dritte ist, Ich möchte noch ein bisschen mitgeben, was funktioniert und was funktioniert nicht. Also, lasst uns da gleich direkt einsteigen rund das Thema, was sind denn so Voraussetzungen.

    Bianca Prommer [00:02:12]:

    Voraussetzung Nummer 1, wenn du sagst, ich möchte ein Innovationsökosystem aufbauen, dann ist es ganz ganz wichtig, dass es hier ein ganz spezielles Thema gibt. Also du brauchst einen scharfen Fokus, eine scharfe Vision, einen scharfen Purpose. Also so was wie zum Beispiel smarte Mobilität für Pendler und Pendlerinnen oder KI-gestützte Pflegepfade. Das heißt, es braucht hier einfach eine klare Zielsetzung, wofür soll dieses Innovationsökosystem Innovation entwickeln. Wer ist die Zielgruppe und wer sind hier einfach ganz ganz wichtige Player, Akteure, die da mit dabei sind. Und das ist einfach wichtig, weil das zieht natürlich dann zukünftige Akteure, also zukünftige Partner in dieses Ökosystem. Je klarer wir haben, worum es in diesem Thema, in diesem Ökosystem gehen soll, Für wen es sein soll, desto einfacher wird es. Und da gibt es wirklich Beispiele, die zeigen, dass erfolgreiche Innovationsökosysteme sehr fokussiert starten.

    Bianca Prommer [00:03:33]:

    Es gibt zum Beispiel in Abu Dhabi ein Web 3 Spezial Ökosystem und das ist der Hub 71 Plus Digital Assets und der ist zum Beispiel mit über 2 Milliarden US Dollar zugesagten Kapital plus Regulierungspartner gestartet. Also das habe ich sehr spannend gefunden, weil das einfach ganz ganz speziell war, die haben wirklich einen klaren Fokus gehabt und das ist aus meiner Sicht auch eine Grundvoraussetzung. Bei uns war es auch so, wir haben eine ganz klare Zielgruppe gehabt, eine ganz klare Vorstellung, auch ganz klare Ziele, sind damit dann auf bestimmte Partner, mögliche Partner zugegangen, haben gesagt, habt ihr denn Lust mit uns das zu starten, mit uns hier auch diesen Förderantrag einzureichen und die waren dann dabei, weil sie eben den Mehrwert erkan...

    20 min
  • Wie funktioniert das Zusammenspiel im Innovationsökosystem?

    Bianca Prommer [00:00:00]:

    Stell dir vor, du bist Teil 1 Innovationsnetzwerks aus Startups, Forschungseinrichtungen, großen Unternehmen, Politik und ja, vielleicht sogar Privatpersonen. Alle haben natürlich gute Ideen, Sie haben Wissen, Ressourcen und alle wollen vorankommen und Innovation entwickeln. Aber ohne gemeinsame Spielregeln, ja da kann es ganz schnell chaotisch werden und auch, ja ich würde mal sagen, ein Stück weit kommt dann vielleicht auch die Neidkultur hervor, weil ich habe mehr eingebracht als du und das wollen wir nicht, wenn es Innovationsökosysteme geht. Und genau aus diesem Grund schauen wir uns in der heutigen Folge an, wie funktioniert denn eigentlich das Zusammenspiel in einem Innovations- ökosystem und welche Strukturen braucht es, damit aus vielen Akteuren Innovation entstehen kann. Lass uns direkt in die Folge einsteigen. Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovation einfach machen. Heute mit dem dritten Teil der kleinen Serie rund Innovations- ökosysteme. Wir haben uns in den letzten beiden Folgen bereits damit auseinandergesetzt, was ist überhaupt ein Innovationsökosystem und auch welche verschiedenen Modelle des Ökosystems gibt es.

    Bianca Prommer [00:01:30]:

    Da haben wir auch unter anderem über das quadruple helix modell gesprochen, wo es ja darum geht, dass verschiedene player aus verschiedenen perspektiven hier gemeinsam zusammenkommen, Innovation möglich zu machen. Im Quadruple Helix Modell sind es unter anderem Unternehmen, Forschung, also Universitäten, Forschungseinrichtungen, dann das ganze Thema Politik und auch Privatpersonen. Und je mehr Menschen da ist natürlich zusammenkommen, je mehr unterschiedliche Unternehmen, Forschungseinrichtungen zusammenkommen, desto komplexer wird das Ganze natürlich. Weil jedes Unternehmen, ich stelle vor, es arbeiten 3 verschiedene Unternehmen zusammen. Dann hat jedes Unternehmen eine andere Kultur, jedes Unternehmen hat vielleicht einen eigenen Innovationsprozess, jedes Unternehmen hat verschiedene Rahmenbedingungen und jetzt soll plötzlich etwas gemeinsam gemacht werden, gemeinsam Innovation entwickelt werden und das macht es natürlich nicht wenig komplex. Warum beschäftige ich mich gerade sehr intensiv mit Innovations- ökosystemen? Das sind 2 Punkte, warum ich gerade so ganz, ganz tief in diesem Thema drin stecke. Einerseits bin ich ja Teil 1 Expertinnen-Netzwerkes rund Innovations-Ökosysteme und der ISO 56.012, das ist eine ISO-Guidance rund Innovationsökosysteme, die wir jetzt gerade entwickeln. Und der zweite Aspekt, und das ist noch so viel spannender, da ist es so, dass ich gemeinsam mit einem Kunden einen Förderantrag schreibe.

    Bianca Prommer [00:03:20]:

    Wir sind gerade mittendrin, aber wenn diese Folge online geht, dann haben wir noch genau eine Woche Zeit, diesen Förderantrag zu schreiben, weil am 15.10. Diese Förderung, dieser Call ausläuft. Und da sind wir jetzt gerade mittendrin und wir haben jetzt wirklich schon ganz, ganz tolle Partner dafür gefunden, die mit uns gemeinsam einreichen. Und auch da merkt man schon, wie wichtig es ist, miteinander zusammenzuarbeiten. Also Auch an diesem Förderantrag, da kommen jetzt unterschiedliche Organisationen aus unterschiedlichen Ländern mit unterschiedlichen Sprachen zusammen und auch da merken wir schon, wie wichtig es ist, hier klar zu sein, klar in der Kommunikation zu sein, klar einfach auch in der Zusammenarbeit zu sein. Und es geht natürlich weiter, je mehr wir in diesem Ökosystem voranschreiten, je weiter wir voranschreiten und desto mehr wir hier wirklich in das gemeinsame Arbeiten kommen. Und genau deshalb möchte ich wirklich mit dir heute auch darüber sprechen, was so diese unsichtbare Architektur hinter einem Ökosystem ist. Also Mechanismen, die dafür sorgen, dass...

    18 min
  • So baust du ein funktionierendes Innovationsökosystem: Triple, Quadruple und Quintuple Helix

    Bianca Prommer [00:00:00]:

    Wenn es Innovation geht, dann tauchen immer wieder Begriffe wie Triple Helix, Quadruple Helix oder sogar die Quintuple Helix auf. Das klingt jetzt einmal vielleicht nach Biologie, aber das sind Denkmodelle für das Zusammenspiel von Stakeholdern in einem Innovationsökosystem. Was dahinter steckt, was entscheidend ist und wen du brauchst für ein funktionierendes Innovationsökosystem, genau darum geht es in der heutigen Podcastfolge. Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovationen einfach machen. So schön, dass du heute wieder dabei bist zu Teil 2 unserer Innovations-Ökosystem Serie. Wenn du dich jetzt fragst, oh mein Gott, was ist überhaupt ein Innovationsökosystem, dann hör dir die Folge von der letzten Woche an. Da erkläre ich nämlich ganz genau, was ein Innovationsökosystem ist, gebe dir ganz konkrete Beispiele und auch, warum du dich überhaupt mit Innovationsökosystemen auseinandersetzen solltest. Heute möchte ich ein bisschen tiefer gehen, also wenn du jetzt entschieden hast, ja ich möchte so ein Innovations- ökosystem, dann solltest du für dich auch wissen, nach welchen Denkmodellen baue ich mir ein funktionierendes Innovationsökosystem auf? Ich habe es eingangs schon erwähnt, es gibt sowas wie die Triple Helix, die Quadruple Helix und die Quintuple Helix.

    Bianca Prommer [00:01:30]:

    Und da werden wir jetzt gleich einsteigen, was das heißt, was es bedeutet und wen du hier wirklich brauchst. Denn ein Innovationsökosystem funktioniert nur dann, wenn du ganzheitlich denkst, wenn du wirklich schaust, wen brauche ich hier wirklich und hier unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Es geht nicht darum, dass du weiterhin im gleichen Saft bratest und immer mit den gleichen Playern, Stakeholdern arbeitest, sondern hier neue Erkenntnisse, neues Wissen, neue Technologien reinholst. Und das kann es sein, dass du mal startest, okay wir schauen, welche Startups sind denn da. Ja, das ist ein Baustein, aber es gibt noch viel mehr. Und deshalb möchte ich mit dir heute genau in diese 3 Denkmodelle rein. Lass uns doch gleich mit dem ersten starten. Das ist das Modell Triple Helix.

    Bianca Prommer [00:02:24]:

    Das ist eigentlich die klassische Basis. Das ist so wirklich das, womit man mal starten kann. Im Grunde geht es darum, dass in einem Innovationsökosystem, das sich auf dieser Triple Helix aufbaut, 3 Stakeholdergruppen zusammentun, Innovation zu entwickeln, umzusetzen und dann auch natürlich erfolgreich auf den Markt zu bringen. Und diese 3 Player sind Universität, Industrie und Staat. Also beispielsweise die Universität liefert Wissen, Grundlagenforschung, Forschungsergebnisse und auch junge Talente. Die Industrie bringt natürlich Zugang zum Markt, die bringt Kapital ein, Ressourcen wie Produktionsmaschinen ein, Die hat auch diese Umsetzungskraft, die weiß ganz genau, wie man hier vorgeht, bestimmte Dinge zu erreichen. Und den Staat hat man hier mit dabei, bestimmte Rahmenbedingungen zu setzen, Förderungen zu geben, vielleicht sogar mal auch Wagen ins Kapital zu geben. Also da ist wirklich auch so ein bisschen diese Finanzierung Rahmenbedingungssache.

    Bianca Prommer [00:03:40]:

    Und es gibt zum Beispiel, nur so als Beispiel 1 Triple Helix, ist das Bayh-Dole-Act in den USA. Dort ist es so, dass Universitäten zum Beispiel Forschungsergebnisse patentieren dürfen und ausgründen dürfen. Das heißt, es gibt hier diesen Act, diese Rahmenbedingungen, die eben wirklich erlaubt, wenn du an 1 Universität studierst, dann kannst du deine Forschungsergebnisse patentieren und daraus dann auch ausgründen. Das hat natürlich dazu geführt, dass es ganz, ganz viele Spin-offs gegeben hat, dass es ganz, ganz viel Technologietransfer gegeben hat. Es hat den Tra...

    13 min
  • Was ist ein Innovationsökosystem - Teil 1

    Bianca Prommer [00:00:00]:

    Was ist eigentlich ein Innovationsökosystem? Stell dir folgende Situation vor. Du möchtest ein richtig gutes Orchester zusammenstellen. Da reicht es halt nicht einfach nur die besten Geigerinnen zu haben oder die besten Schlagzeugspielerinnen, die besten Dirigenten zu haben, sondern es geht das Zusammenspiel. Das ist wie im Fußball, da hilft es auch nicht, wenn ich die besten Einzelspieler habe. Ich brauche eine Gesamtheit, ich brauche dieses Zusammenspiel, damit hier Erfolg passieren kann. Und genau so ist es auch mit Innovationen. Da ist es einfach wirklich so, dass diese Einzelkämpferinnen schnell an ihre Grenzen stoßen Und deshalb sprechen heute bereits viele über Innovationsökosysteme. Was das genau ist und warum auch du dich damit beschäftigen solltest, darum geht es in der heutigen Folge.

    Bianca Prommer [00:01:00]:

    Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovation einfach machen. Heute dreht sich alles Innovations Ökosysteme und weil das so ein komplexes Thema ist, gibt es nicht nur die heutige Folge dazu, sondern ein paar weitere Folgen. Also insgesamt werden es so 4, 5 Folgen sein, wo ich verschiedene Aspekte 1 Innovations-Ökosystems beleuchten möchte. Wenn du wissen möchtest, was ein Innovationssystem, Ökosystem überhaupt ist, was dahinter steckt, warum es eigentlich heute notwendig ist, erfolgreich innovieren zu können und vor allem auch, wie du jetzt als Innovationsverantwortliche davon profitieren kannst. Damit werden wir in der heutigen Folge des Teil 1 dieser Serie starten. Wir schauen uns ein bisschen so die Theorie an, wir schauen uns auch spannende Beispiele an und ich werde wirklich darauf eingehen, was ist das jetzt ganz konkret, was bedeutet es auch und was sind so auch die Vorteile. Warum beschäftige ich mich gerade damit? Ich war schon öfters Teil 1 Innovationsökosystems, egal ob es in der Automobilindustrie, wo wir sehr stark mit Universitäten als auch mit Startups kooperiert haben. Ich war Teil der Startup-Welt, wo wir auch wirklich mit Startups, Gründerinnen, KMUs und Forschungseinrichtungen gearbeitet haben.

    Bianca Prommer [00:02:26]:

    Und jetzt ist es wirklich so, dass 2 Dinge dazu führen, dass ich mich ganz, ganz intensiv damit beschäftige. Das erste ist, dass ich ja Teil 1 ISO-Expertinnen-Gremiums bin, das sich ja mit der 56.000-Namen-Familie auseinandersetzt, wo es Innovationsmanagement-Systeme geht. Und seit ein paar Wochen beschäftigt sich eine kleine Kerngruppe mit 1 neuen ISO-Guideline, und zwar der 56.012, wo es eine Guideline für Innovationsökosysteme geht. Und da bin ich Teil davon, habe da auch einen Team-Lead übernommen, das heißt mein Team und ich, wir schreiben diese Guideline rund das Thema Operation, also Operating the Innovation Ecosystem und was es hier wirklich auf der operativen Ebene braucht, damit Innovation in einem Innovationsökosystem passieren kann. Das heißt, da beschäftige ich mich wirklich mit Expertinnen, Experten aus unterschiedlichsten Ländern dieser Welt, also von Amerika bis nach China sind da wirklich ganz ganz viele Expertinnen und Experten mit drinnen und wir schreiben da jetzt gerade diese Guidelines. Finde ich super spannend, weil natürlich das Schreiben 1 solchen ISO-Guideline noch etwas anderes ist, als wenn ich es so im Podcast drüber spreche oder am Blogartikel drüber schreibe. Finde es aber echt spannend, mit welch großartigen Menschen ich da jetzt gerade zusammenarbeiten darf und hier wirklich einen Beitrag leisten darf. Na ja, seit ich mich so intensiv mit diesen Innovations-Ökosystemen auseinandersetze, spreche ich natürlich auch mit meinen Kundinnen und Kunden über das Thema.

    Bianca Prommer [00:04:15]:

    Und plötzlich ist es so, dass ich in 2 konkreten Horiz...

    25 min
  • Dominique Giger: Innovation braucht psychologische Sicherheit

    Bianca Prommer [00:00:04]:

    Hallo Dominique, schön, dass du heute in meinem Podcast Innovation einfach machen wirst.

    Dominique Giger [00:00:10]:

    Ja, hallo Bianca, es freut mich sehr, dass ich bei dir Gast sein darf.

    Bianca Prommer [00:00:14]:

    Ich freue mich ja schon sehr auf unser Gespräch heute, denn es geht ein ganz, ganz wichtiges Thema in der Innovation, psychologische Sicherheit. Jetzt aber mal die erste Frage für alle, die dich noch nicht kennen. Was soll denn unser Publikum, egal ob per Video oder im Podcast, Was soll unser Publikum über dich wissen?

    Dominique Giger [00:00:36]:

    Ja, also ich bin, hallo, ich bin Dominique Giger. Ich habe einen Master in Informatik und über 18 Jahre Erfahrung im internationalen Projektmanagement, im Change Management. Und ich habe lange auch Lean Management gemacht und dort Führungskräfte gecoacht. Und das ist eigentlich auch das, was ich heute sehr gerne mache. Ich begleite Firmen und Führungskräfte durch die Transformation, aber auch wie man mit Teams zusammenarbeiten kann, die Zusammenarbeit, also auch, dass die Führungskräfte ihre Teammitglieder besser coachen und besser führen können. Und Da ist natürlich psychologische Sicherheit ein Kernthema.

    Bianca Prommer [00:01:20]:

    Und du bist ja aus der Schweiz, oder?

    Dominique Giger [00:01:22]:

    Genau, ich bin aus der Schweiz.

    Bianca Prommer [00:01:24]:

    Mein erster Gast aus der Schweiz, das freut mich doch sehr. Also bis jetzt immer Deutschland, Österreich und jetzt machen wir den Dachraum komplett. Das ist schön.

    Dominique Giger [00:01:34]:

    Das freut mich auch sehr, dass ich da mit beitragen darf.

    Bianca Prommer [00:01:40]:

    Du hast es schon psychologische Sicherheit gesagt. Lass uns da vielleicht mal ein bisschen mehr Fleisch rangeben. Psychologische Sicherheit ist ja auch schon so ein Schlagwort geworden, das ganz häufig vorkommt, egal ob auf LinkedIn oder in Büchern, in Artikeln. Aber Was bedeutet denn psychologische Sicherheit? Was bedeutet es für dich auch?

    Dominique Giger [00:02:04]:

    Ja, also danke für die Frage, weil ich finde es auch extrem wichtig, weil es ist nur Mode oder Trendwort und jeder versteht dann unter was anderes. Und für mich bedeutet psychologische Sicherheit, dass du klare Regeln hast, also wirklich auch Klarheit, eben genau nachfragen, was es bedeutet, aber auch die Sicherheit im Team, dass man alles aussprechen darf, dass man Fehler machen darf, also dass man versteht auf der einen Seite, wie wollen wir zusammenarbeiten? Wir als Team stellen klare Regeln und Teamnormen auf, was ist erwünscht, was nicht, aber auch, dass man Fehler machen darf. Ich glaube, das ist wirklich wichtig. Und gerade da kann die Führungskraft extrem viel dazu beitragen. Weil wenn eine Kultur herrscht, wo Angst ist, das ist nicht psychologische Sicherheit. Also ich meine, jeder der arbeitet und der Verantwortung übernimmt, macht auch viel. Das gehört zum Menschsein dazu. Und das Wichtige ist ja, dass man darüber spricht und daraus lernt.

    Dominique Giger [00:03:09]:

    Und auch gemeinsam daraus lernt, das machen wir das nächste Mal besser. Und das bedeutet für mich psychologische Sicherheit.

    Bianca Prommer [00:03:17]:

    Zu mir hat mal 1 gesagt, das war eine Führungskraft in der Automobilindustrie, der hat zu mir gesagt, Bianca, wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und das sagte genau das eigentlich aus. Ja, du hast es gerade gesagt, dort wo gearbeitet wird, wo jemand Verantwortung übernimmt, ja, da passieren auch mal Fehler. Und dann kommt es darauf an, traue ich mich darüber zu sprechen oder beginne ich meine fehler zu vertuschen und das erlebe ich ja auch immer wieder du wahrscheinlich das auch scho...

    44 min
  • Braucht Innovation wirklich eine Norm? Die Wahrheit über ISO 56000 & 56001

    Bianca Prommer [00:00:00]:

    In der heutigen Folge sprechen wir über die ISO 56000 Familie. Das ist ein aktuelles dynamisch wachsendes Normensystem rund das Innovationsmanagement. Was es genau ist, was da dazu gehört, wer es braucht, wer es auch nicht braucht und welche Kritikpunkte es dazu gibt, das erfährst du in der heutigen Podcast-Folge rund die ISO 56000. Lass uns direkt loslegen. Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovation einfach machen. Schön, dass du auch heute dabei bist, wenn es die ISO 56.000 geht. Ja, ich habe bereits Ende letzten Jahres, also Ende 2024, Anfang 2025, eine Podcast-Folge aufgenommen mit den 5 Trends im Innovationsmanagement. Und einen Trend, den ich dort vorgestellt habe, und ich verlinke dir die Folge in den Shownotes, ist die ISO 56001.

    Bianca Prommer [00:01:04]:

    Und über diese ISO 56001 ist eine zertifizierbare Innovationsmanagement-Norm, also da wird das gesamte Innovationsmanagement-System in einem Unternehmen zertifiziert. Gibt es erst seit kurzem, da sage ich gleich noch was dazu. Da habe ich schon gesagt, dass das sich durchsetzen wird. Wir stehen hier wirklich noch am Anfang und es gibt eine ganz wunderbare Podcast Folge mit dem Dennis Böcker, die ich dir auch in die Shownotes gebe, der da wirklich ganz genau erklärt, was steckt denn auch hinter dieser ISO 56001. Die ISO 56001 ist eine Norm innerhalb dieser ISO 56001 Familie. Und natürlich ist es berechtigterweise, stellt sich bei vielen die Frage, Bianca, braucht Innovation denn wirklich eine Norm? Ist es nicht ein Widerspruch? Norm hat so viel mit Bürokratie zu tun, so mit Starrheit und so viel Struktur und so. Und Innovation ist eigentlich genau das Gegenteil. War auch ein LinkedIn-Beitrag, den ich vor kurzem geteilt habe mit dieser Frage.

    Bianca Prommer [00:02:21]:

    Und es ist so spannend, weil es so unterschiedliche Sichtweisen gibt. Die einen, die sagen, ja, es ist ganz gut, so einen Leitfaden zu haben. Die anderen sagen, na ja, aber dadurch wird doch Genialität auch entsprechend ein bisschen eingeschränkt. Also wirklich diese Kreativität, die ja für Innovation notwendig ist. Und deshalb glaube ich, ist es einfach einmal gut, da einen Blick drauf zu werfen, was ist das überhaupt, was kann es, für wen ist es überhaupt und was sind denn wirklich so Kritikpunkte. Und deshalb habe ich mir gedacht, nehme ich doch da eine Folge dazu auf. Jetzt möchte ich auch noch dazu sagen, dass ich seit kurzem, aber eigentlich mittlerweile schon fast ein Jahr, tatsächlich Teil 1 Expertinnenrunde bin, die sich mit den Normen innerhalb dieser ISO 56000 Familie beschäftigt. Also es gibt hier einen technischen Ausschuss, den ISO TC 279 und das ist ein Ausschuss der Internationalen Organisation für Normung, also der ISO.

    Bianca Prommer [00:03:32]:

    Und da sind ganz ganz viele Expertinnen und Experten, also Expertinnen und Experten aus über 78 Nationen dabei und da bin auch ich dabei, hier Feedback auf neue Normen zu geben und vor allem ganz aktiv mitzugestalten. Und deshalb habe ich da auch ganz, ganz viele Einblicke in diese ISO-Normen, wie das entsteht, was da dahinter steckt, wie viel Expertise da dahinter steckt. Und das Schöne ist, wir arbeiten da in so einem internationalen Team und die sind so unterschiedlich. Also da sind ja wirklich welche aus Forschung und Wissenschaft dabei, da sind aber auch wirklich Leute aus den Unternehmen dabei, da sind Menschen dabei, die sich wie ich eher aus der Beraterinnenbrille damit beschäftigen. Das heißt, es sind so ganz ganz viele unterschiedliche Blickwinkelperspektiven, die zusammenkommen, hier ihre Expertise einbringen, damit hier Leitplanken und einen Leitfaden zur Verfügung zu stellen. Die ISO 56000, also diese Familie nennt man das, also Es gibt ja nicht nur die ISO 56000, sondern es gibt dann die 1001 und die...

    26 min

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