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Mit Sanctuary: A Bad Batch Novel gelingt Autor Lamar Giles etwas, was selten geworden ist: Er überrascht uns. Schon bei der Ankündigung als Erwachsenenroman hoben sich die ersten Augenbrauen. Wie passt das zu The Bad Batch? Dann auch noch mitten in der Serie angesiedelt? Dann passt das ja noch weniger zum Erwachsenengenre. Nun ja, weit gefehlt. Giles schafft es in Die Zuflucht: ein Bad-Batch-Roman, wie der Roman auf Deutsch heißt, erwachsene Themen zu erzählen und dabei durchgehend den Ton der Klontruppe zu treffen. Humor und Ernst wechseln sich ab, spannende Anta- und Protagonisten kommen hinzu und das Bad Batch wandelt zwischen Projektionsfläche und Hauptfiguren.
Viele Punkte also, über die Ines und Tobias mal ausgiebig sprechen müssen. In dieser Ausgabe des JediCasts geht es deshalb genau darum: Wie schafft es Lamar Giles einen fast perfekten Roman abzuliefern - und das, obwohl wir uns kaum etwas davon erwartet haben. Welchen Einfluss darauf hat die Rolle des Bad Batch? Welchen die wirklich starken Original-Charaktere, die alle vielschichtig sind und deren Motivationen nicht plakativ? Sie fragen sich auch, ob bei all dem Lob auch der Eskapismus zu Star Wars zurückkehren muss und was andere Romane, die sich ebenfalls auf existierende Serien oder Filme stützen, in Zukunft von Giles' Werk lernen können.
Ines hat das Werk zu Release für euch rezensiert. Auch sie war verwundert über die Qualität - gerade weil das Bad Batch nicht automatisch Erwachsenenroman schreit. Sie resümiert daher: "Kindgerechte Animationsfiguren werden hier erwachsen. Dazu erschafft Lamar Giles wunderbar fiese Bösewichte und vielschichtige Charaktere. Schrittweise emotionale Enthüllungen halten die Spannung hoch und sorgen dafür, dass man das Buch nicht weglegen mag. Dafür vergebe ich gerne fünf von fünf Holocrons."
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Was denkt ihr über Lamar Giles ersten Star Wars-Roman? Hat euch die Darstellung eines erwachsenen Bad Batch gefallen und fügt sich die Handlung gut in die zweite Staffel der Serie ein? Was ist in euren Augen der Grund dafür, dass dieser Roman auch Charakterarbeit leisten durfte? Liegt es am Mut von Giles, dem Desinteresse von Lucasfilm, sobald es nicht um die Filme geht oder doch eher daran, dass die Serie mit dem Epilog in der dritten Staffel Raum für diese Endgültigkeit ermöglicht hat?
Händeringend suchten wir in der Vorbereitung für unsere diesjährige Herbst-Serie im JediCast ein ansprechendes Thema. Nach Das Alphabet-Geschwader im Jahr 2023 händigten wir euch Die Thrawn-Trilogie im Jahr 2024 aus. Darum sollte als nächstes ursprünglich wieder eine Kanon-Trilogie an der Reihe sein, doch als die Nachspiel-Trilogie auf dem Tisch lag, wurden Gesichter in Händen vergraben. Mit Blanvalets diesjähriger Neuauflage der Hand von Thrawn lag es jedoch auf der Hand, die Legends-Klassiker – für manche das erste Mal, für andere auf ein Neues – zu lesen, um sie in drei Folgen Ausgelesen zu behandeln.
Also reichten sich Lukas, Theo und Carl Georg die Hände für einen Austausch in gleicher Besetzung wie das letzte Mal, als es um Star Wars-Werke von Timothy Zahn ging. Moment, die gleiche Besetzung? Nicht ganz, denn die Besprechung des ersten Bands Schatten der Vergangenheit ist die allererste Ausgabe des JediCast, an der Tobias nicht als Moderator beteiligt war, sozusagen das Handtuch warf. Eine Weltpremiere! Dennoch sprachen wir zu dritt über unglaublich viele und unglaublich lange Handlungsbögen, eine sich mehr wiederholende als zuspitzende politische Krise und die Frage, wie sehr ein Thrawn-Roman mit Thrawn im Titel, aber nicht Thrawn als handelnde Person funktioniert. Das alles erfahrt ihr von uns wie gewohnt direkt aus erster Hand. Möge der Hand-Herbst beginnen.
Julian hat das Werk 2015 für euch rezensiert und ihm am Ende vier von fünf Holocrons gegeben. Er rezensierte jedoch die komplette Di-/Trilogie zusammen. Ihm gefällt vor allem die Weichenstellung für spätere Geschichten und das Anknüpfen an die ursprüngliche Thrawn-Trilogie.
Lukas hingegen rezensierte zum Auftakt der 2025er-Neuauflage bisher nur den ersten Band und findet darin vor allem ein sehr tiefgründiges und gutes Worldbuilding. Was ihm jedoch fehlt, ist sowas wie ein roter Faden, der all die Hauptfiguren zusammenhält. Wohin soll die Reise gehen? Wer wird was tun? Daher ist er umso mehr auf die Fortsetzung der Reihe gespannt!
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Stimmt ihr mit unserer Sicht auf den Roman überein? Ordnet ihr die Trilogie vielleicht auch im Vergleich mit anderen Werken anders ein? Welchen der unzähligen Handlungsstränge habt ihr am liebsten verfolgt? Bevorzugt ihr die Erstausgabe oder die moderne Neuauflage? Schreibt es uns in die Kommentare!
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Wir sind wieder da aus der Sommerpause! Und wir starten direkt mit einem Werk, bei dem wir ordentlich Gesprächsbedarf haben. In Die Kristallkrone von Tessa Gratton erleben Jecki und Yord aus The Acolyte ein Abenteuer, welches vor der Serie spielt (logischerweise, bedenkt man ihr Schicksal). Doch die Story nimmt nie wirklich Fahrt auf und wirkt fast wie eine Parodie ihrer offiziellen Inspiration. Denn als The Hunger Games im Star Wars-Universum wird das Ganze im Klappentext angepriesen. Stattdessen: Gähnende Langeweile und am Ende kaum nachvollziehbare Intrigen.
Genug Anlass, dass sich Ines und Tobias auf das Werk stürzen wie ein Lylek auf eine privilegierte Jugendgruppe auf einem entspannten Camping-Trip. Wir sprechen darüber, warum wir so enttäuscht waren. Wieso allein schon der Ablauf der Spiele unlogisch erscheint und warum wir uns nicht erklären können, wieso Tessa Gratton das Werk so in den Sand gesetzt hat. Es geht um die Frage, warum weder Handlung noch Charakterentwicklung stattfinden und die wenige, die wir bekommen, oft zu konsequenzlos bleibt. Und um die Überlegung, ob die besondere Eigenschaft einer Figur nicht das Gegenteil dessen bewirken könnte, was sie eigentlich intendiert.
Ines hat das Werk nach Release für euch rezensiert. Nach ihrer anfänglichen Faszination und hohen Erwartung aufgrund ihrer Liebe für The Hunger Games, kam die Ernüchterung dann umso härter. Sie reümiert daher: "Ich bin mit positiven Erwartungen an The Crystal Crown herangegangen, doch nach einigem interessanten Worldbuilding und Build-up kam dann nichts mehr. Ich bin wirklich ziemlich enttäuscht, wie man aus dem eigentlich immer packenden Battle-Royale-Prinzip so wenig Spannung herausholen kann. Ein absurdes Finale setzt dem Ganzen die Kristallkrone auf, sodass ich leider nur zwei von fünf Holocrons vergeben kann."
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Wie blickt ihr auf das Hunger Games-Setting und die damit zusammenhängende Erwartung an den Roman? Wie erklärt ihr es euch, dass Gratton jegliche Spannung aus diesen Spielen herausgenommen hat? Oder war das genau das tolle für euch: Abenteuer erleben, ohne gleich in die Dystopie abzurutschen? Schreibt es uns gerne hier in die Kommentare!
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Eine Monsterjägerin geht um. Doch eigentlich ist sie ganz nett und die wirklichen Monster sind die Menschen. Was klingt wie der Trailer zu The Witcher IV, ist eigentlich die Geschichte von Ty Yorrick aus den beiden Comicbänden Das Monster vom Tempelberg und Söldnerin mit Lichtschwert. Doch sie bringt noch eine ganz eigene Vorgeschichte mit, die mit ihren Abenteuern und ihrem ungewollten Schüler Drewen verschmilzt. Während sie also Monster jagt, sich mit Kindern rumschlägt und wichtige Leute rettet, wird Ty Yorrick wirklich sympathisch und das alles in einem Gewand aus wunderbaren Zeichnungen von Rachael Stott.
Zeit für Theo, Julian und Tobias mal genauer in diese beiden Comicbände zu schauen und zu klären, warum Ty eine Figur ist, die durch Qualität statt Quantität überzeugt. Wieso lockert sie die typische Jedi-Riege etwas auf? Wie gelingt es Cavan Scott exemplarisch eigene Handlung und die Handlung von Phase III miteinander zu verschmelzen und wieso lauert hinter Drewen keine Ezra-Gefahr? Um all diese Fragen und ein zelebrieren der Zeichnungen – die beide Comic-Bände zu einem nahtlosen Werk verschmelzen –, dreht sich diese Ausgabe Ausgelesen!
Matthias hat im Juli 2023 Das Monster vom Tempelberg für euch rezensiert. Darin lobt er, dass die Lesenden mehr über die Vorgeschichte der Figuren erfahren. Die Handlung darüber hinaus besitze jedoch wenig Relevanz für das Gesamtprojekt. Sein Fazit daher: "Es ist eine solide, runde Geschichte, in der wir einiges darüber lernen, wie Ty Yorrick so tickt."
Tobias hat im Juni 2025 Söldnerin mit Lichtschwert rezensiert und war überrascht davon, wie gut es Cavan Scott gelingt, eigene Handlung und galaxisweite Handlung miteinander zu verbinden. Das alles, ohne eine der beiden Seiten zu vernachlässigen. Er schlussfolgert daher: "Cavan Scott schafft es, seine eigenen Figuren glänzen zu lassen (Drewen, Lene, Ty), dabei Figuren aus dem größeren Kontext aufzugreifen (ganz viel Liebe an Kip und Jom!) und am Ende einen plausiblen Übergang zur Ty Yorrick aus Die Prüfungen der Jedi zu schreiben. Dabei alles in einem einheitlichen Stil, der sich sowohl visuell als auch narrativ durch beide Bände zieht und damit eine Ty-Dilogie schafft, die im Comicsektor ganz weit nach oben gehört – sowohl in als auch außerhalb der Hohen Republik."
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Habt ihr Ty Yorrick nach diesen beiden Bänden mit anderen Augen gesehen? Habt ihr diese vor oder nach Trials of the Jedi gelesen? Wie hat sich euer Bild auf Ty dadurch verändert? Wie gefielen euch die ganzen Nebenfiguren und Hauptfiguren der Reihe neben Ty? Was ist euer Lieblingspanel von Rachael Stott und habt ihr schon einen Posterrahmen bestellt? All das gerne in die Kommentare!
Die Tales of-Folgen haben sich zu einer schönen Tradition am 4. Mai entwickelt. Doch ist diese Tradition wirklich schön oder kann sie weg? Tales of the Underworld wischt diese Frage nicht so entschieden vom Tableau, wie man es sich vielleicht wünschen würde. Was eine Geschenkpackung mit Duschgel zum Geburtstag damit zu tun hat? Das beantworten wir euch in dieser Ausgabe des JediCast.
Darin sprechen Lukas, Flo und Tobias über Cad Banes Kammerspiel-Dilemma und seine unsinnige Familienerweiterung als auch über Filonis selektiven Kanonrespekt, wenn es um seine Figuren und Konzepte geht. Zudem stellen wir uns die Frage, wohin es mit Quinlan Vos noch gehen soll (ja, er ist in den Zeitmarken mit Absicht falsch geschrieben – schaut mal auf den Klappentext von Schülerin der Dunklen Seite …) und wieso neue Figuren endlich auch mal Einzug halten sollten.
Lukas hat sich für euch die ersten drei Folgen rund um Asajj Ventress genauer angeschaut. Zu Beginn steht seine Abhandlung über die Wirkung des Kapitalismus auf die Entscheidung Ventress zurückzubringen. Dabei betont er die Ironie, dass diese Serienfigur nun ausgerechnet nur für jene logisch zurückkehrt, die auch Romane gelesen haben. Insgesamt gefiel ihm die Struktur, bei der alle drei Folgen auch inhaltlich zusammenhängen. Wie auch im Podcast ist er für mehr Tales-Folgen daher auch in Zukunft zu haben.
Flo hat sich wiederum den Cad Bane-Folgen gewidmet und zeichnet ein eher ernüchtertes Bild. Seiner Meinung nach sacken vor allem Folge fünf und sechs massiv ein, während die vierte Folge schon alles erzählt, was erzählenswert wäre. Die Folgenlänge sei in seinen Augen überholt und die kompakte Erzählung sorge dafür, dass keinerlei Bindung zu den Figuren entsteht. Von seltsamen inhaltlichen Ideen ganz zu schweigen.
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Habt ihr die bereits dritte Runde an Tales of-Folgen bereits gesehen? Welche der Figuren hat euch mehr in den Bann gezogen? Seid ihr eher Team Duschgeschenkarton oder Verzicht? Habt ihr die Kanonliebe von Dave Filoni gespürt oder war das nur ein Luftzug, der aus Versehen aus der gleichen Richtung geblasen hat, wie die Liebe zu seinen eigenen Figuren?
So geht es zu Ende. Mit Die Prüfungen der Jedi (Trials of the Jedi) von Charles Soule endet das Literaturprojekt Die Hohe Republik offiziell. Nach drei Phasen, über vier Jahren und allein knapp 30 Romanen kulminiert alles in diesem Werk. Keine leichte Hypothek für Charles Soule, der damals die Messlatte mit Das Licht der Jedi selbst sehr hochgelegt hat. Ist es überhaupt möglich ein Ende zu schreiben, dass allen zusagt? Muss ein Ende immer auch ein Ende sein? Wie viel Zeit nehmen für Exposition? Welche Figuren nochmal beleuchten? Wer stirbt und wer kommt davon? Wie die Galaxis retten?
All diese Fragen und noch sehr viel mehr trieben auch Ines, Theo, Florian und Tobias um. Deshalb haben sie sich zu einer knapp dreistündigen Therapiesitzung eingefunden und sprechen über ihre Erlebnisse mit diesem Roman. Es geht um die Schrammen, die Live-Action-Serien an Figuren hinterlassen. Um Worldbuilding zwischen Präzision und Glaubwürdigkeit und auch um die beruhigende Wirkung abgeschlossener Lebensbiografien. Ein Podcast zum Erinnern, aber auch vorausblicken. Mit viel Liebe für das Werk, aber auch immer etwas Meckern – wie immer bei THR aber auf hohem Niveau!
Ines hat sich dem Werk nach Release in einer sehr persönlichen Rezension gewidmet. Es ging um die Frage nach Balance zwischen all den Erwartungen, aber auch um ihre Reise in der Hohen Republik. Am Ende blieb ihr die Erklärung für das Finale des Romans etwas zu vage – was sodann aber sinnvoll sein könnte, damit die Macht als Erklärung gereicht. Sie resümiert: "Charles Soule schafft es meisterhaft, die Geschichten so vieler liebgewonnener Figuren auf spannende, emotionale und relevante Weise zu einem Ende zu führen, das sich verdient anfühlt und The High Republic mit der richtigen Mischung aus Tragik und Hoffnung beendet."
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Wie habt ihr euch darauf vorbereitet, in das finale Werk der Hohen Republik zu starten? Wart ihr angespannt, was ging euch durch den Kopf? Habt ihr es schnell gelesen oder ausgekostet? Könnt ihr mit dem Ende leben oder hat Charles Soule etwas wichtiges vergessen? Werdet ihr das Projekt ab jetzt mit anderen Augen sehen?
Weiter geht unser Einbiegen auf die Zielgerade der Hohen Republik mit dem finalen Jugendroman des Literaturprojektes. Justina Ireland kehrt mit Ein mutiges Versprechen (A Valiant Vow) noch einmal zurück. Doch auch einige ihrer geschaffenen Figuren torkeln durch den Roman. Imri zum Beispiel oder J-6. Zusammen mit den neuen Jugendcharakteren TepTep, Zenny und Churo. Zusammen oder eher lange Zeit getrennt versuchen diese Figuren eine diffuse politische Verschwörung aufzudecken, die selbst für Schleier der Täuschung zu komplex gewesen wäre.
Warum deshalb das finale Abenteuer der Fünf Freunde nicht so überzeugt, wie wir es uns gewünscht hätten, besprechen Ines, Theo und Tobias. Es geht um Überbrückungsdrogen und die Frage, warum Imri und J-6 aus dem alten Fünf-Freunde-Cast nicht mehr zu den neuen im Team passen wollen. Es geht um das Stillhalten fürs große Finale, konsequenzlose Konflikte, seltsame Cover-Entscheidungen und schließlich auch um glaubhafte Zweifel von jugendlichen Charakteren – allen voran Churo und Zenny. Ein Roman mit viel Stoff, wenig Inhalt und trotzdem immer wieder dem Herz der Hohen Republik.
Matthias hat das Werk für euch rezensiert. Auch er kritisierte die Überfrachtung der Geschichte mit allen Konzepten, die es in der Hohen Republik bis dato gab. Für ihn wäre weniger mehr gewesen. Zudem seien die Illustrationen von TepTep kein Gefallen für den Charakter. Die Jugendliche hätten ob der vollen Handlung zu wenig Zeit zur eigenen Entfaltung. Am Ende seien aber vor allem Churo und Zenny glaubwürdig geschrieben und somit passend für einen Jugendroman.
Tobias wird Ende des Monats die deutsche Version von Panini rezensieren. Einen Ausschnitt aus seiner Rezension lest ihr bereits hier: "In diesem Punkt ist Irelands finales Werk vielleicht auch eine Allegorie auf die Probleme der modernen Jugend. Manch 10-Jähriger hat heute ja einen volleren Terminplan mit Judo-Training, Nachhilfe und Klavierunterricht als sein Erziehungsberechtigter. Dass da kaum noch Zeit für eigene Konflikte, Selbst- und Wegfindung bleibt, ist mittlerweile wohl auch im Star Wars-Universum ein um sich greifendes Problem."
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Wie gefiel euch Justina Irelands finaler Beitrag zur Hohen Republik? Hattet auch ihr das Gefühl, dass die Figuren nicht alle in das Medium passen? Wie bewertet ihr den politisch-verschwörerischen und doch seltsam konsequenzlosen Plot? War für euch mit Imri die richtige Figur im Fokus?
Allein, Allianz, Andor - das fasst die Reise des eigentlich reinen Nebencharakters so gut zusammen. Andor Staffel 2 ist durch und wir reden im JediCast ausgiebig darüber. Wir gehen die beiden Akte durch und überlegen uns, was das Ende für die Zukunft von Star Wars-Serien sowie die Literatur bedeuten könnte. Wie es Gilroy schafft, selbst den Auftakt der zweiten Staffel nochmal um Weiten zu übertreffen, und wieso das Ghorman-Massaker nur auf Platz zwei unserer Highlights gelandet ist, besprechen Julian, Lukas und Tobias in dieser Ausgabe.
Dazu blicken wir sowohl auf das Gesamtbild der Serie als auch auf kleine Details. Wieso spiegeln sich Heert und Kleya eigentlich in Luthen und Dedra? Spannende Frage, oder? Lukas wird sie euch beantworten. Das und viel mehr hört ihr in dieser Ausgabe der Ratssitzung. Eine Folge, in der wir viel Spaß, Katzen auf dem Katzenklo und auch ein wenig Traurigkeit darüber hatten, dass die Serie nun zu Ende geht.
Tobias und Flo haben die finalen beiden Arcs rezensiert. Sie kamen bei den Folgen aus dem Staunen und auch Weinen kaum heraus. Star Wars - da sind sie sich sicher - war noch niemals so gut und wird es vielleicht auch nie wieder sein. Denn Gilroy schafft es, Star Wars von der Nostalgie-Krankheit zu befreien und die Themen der Serie in die Moderne zu holen. Die Bösen und die Guten sind nuanciert. Es gibt Zwischentöne, es gibt Böse, die Gutes tun und Gute, die Böses tun. Es ist so komplex wie die Realität und damit genau das Richtige für die "neuen 20er", wie Tobias es in seiner Rezension nennt. Die kompletten Rezensionen findet ihr hier:
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Wie geht ihr am Ende raus und blickt auf Andor als Gesamtwerk zurück? Glaubt ihr daran, dass andere Serien diese Qualität erreichen werden? Oder ist euch diese Art von Serie fast schon zu wenig klassisches Star Wars und ihr freut euch deshalb auch wieder auf die „leichtere“ Kost von anderen Showrunnern?
So fühlt sich der finale Countdown also an! Wir haben das Ende erreicht. Zumindest den Anfang vom Ende. Mit In das Licht von Claudia Gray startet die finale Welle der Hohen Republik. Nicht nur namentlich spiegelt das den einstigen Auftakt mit In die Dunkelheit wider, sondern auch inhaltlich wird ein Zirkelschluss gewagt. Dazwischen sind jedoch sehr viele Perspektivwechsel und damit oberflächliche Figurenzeichnungen versteckt, die kaum lange anhalten.
Grund genug, dass Ines, Theo und Tobias genau über diesen Roman sprechen und auch identifizieren, warum weniger und dafür besser gezeichnete Figuren dem Roman gutgetan hätten. Zudem geht es um die Frage, was dieser Roman zum Gesamtprojekt so wirklich beiträgt. Außerdem sprechen wir darüber, wieso die Wookiees viel zu wenig Mitspracherecht erhalten und welche Implikationen das leider verursacht.
Ines hat das Werk nach Release rezensiert und als Hauptproblem zu viel Personal im Roman identifiziert. Für sie fehlt der Fokuspunkt und damit die charakterliche Tiefe. Sie resümiert: "Leider schafft es Claudia Gray auch in ihrer letzten The High Republic-Geschichte nicht, an die Qualität ihrer eigenständigen Romane heranzukommen, da sie sich aufgrund eines riesigen Casts an Figuren verzettelt und dabei keiner Figur genügend Aufmerksamkeit schenkt. Kombiniert mit Pacing-Schwierigkeiten fühlt sich der Roman daher in Teilen gleichzeitig gehetzt und langatmig an. Trotzdem macht es Spaß, die liebgewonnenen Figuren weiter auf ihrem Weg zu begleiten und die magische Welt von Kashyyyk zu entdecken".
Tobias rezensiert nach Erscheinen dann die deutsche Version. Einen Ausschnitt aus dieser Rezension könnt ihr bereits hier lesen: "In das Licht spiegelt dem Titel nach den ersten YA-Roman der Hohen Republik – In die Dunkelheit – wider. Das erfüllt er auch inhaltlich und schließt die Klammer damit zufriedenstellend. Wie Claudia Gray das jedoch herleitet und wie sprunghaft sie in ihrer Wahl der Hauptfiguren ist, stört das Gesamtbild. Mit keiner Figur eifern wir so wirklich mit, alle sind Plot-Träger ohne viel emotionale Momente oder gar inneren Monologen. Wenn diese jedoch mal hervorstechen, wird der Wunsch nur größer, mehr darüber zu erfahren. Doch da muss schon der vierte PoV in diesem Kapitel auch noch seinen Senf dazugeben. Am Ende entsteht eine Melange, die zwar das Projekt um einen Etappensieg bereichert, selbst aber nicht zu den Werken gehört, die der Hohen Republik ihre Seele geben".
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Was haltet ihr von Claudia Grays finalem YA-Roman der Hohen Republik? Teilt ihr unsere doch eher kritische Meinung oder habt ihr euch voll in den Figuren und der Welt verloren? Wie blickt ihr auf den finalen Erwachsenenroman und welche Wünsche und Ängste habt ihr bezüglich der Luminous Nine?
Star Wars: Die Hohe Republik ist ein mehrjähriges Buch- und Comicprogramm, das hunderte Jahre vor den Skywalker-Filmen spielt und die Jedi in ihrer Blütezeit zeigt. Weitere Infos, News, Podcasts und Rezensionen gibt es in unserem Portal und in der Datenbank. Beachtet auch unsere Guides zur Lesereihenfolge von Phase I, Phase II und Phase III.
Nach über zwei Jahren startete nun endlich die zweite und damit finale Staffel von Andor. Und die Serie wartet nicht, uns direkt wieder positiv zu überraschen. Die Arcs sind bisher strukturiert, folgen einer Botschaft, die am Ende deutlich werden soll, und denken auch immer mit, dass noch weitere Handlung folgen wird. Egal ob eine Beziehung, die erst jubelnd beginnt und gefühlt immer toxischer wird oder scheinbar sinnlose Tode, die sich häufen – Tony Gilroy und Co wissen, wie sie Realismus ins Star-Wars-Universum packen müssen, um eindrucksvolle Gänsehautmomente zu schaffen. Das Traurige: dafür braucht es fast keine Fantasie, ein Spiegel reicht.
Grund genug, dass sich Julian, Flo und Tobias die ersten beiden Arcs und damit ersten sechs Folgen der insgesamt zwölf Folgen der zweiten Staffel mal genauer anschauen und herausarbeiten, welche Parallelen deutlich werden und warum diese besonders gut bei uns funktionieren. Zudem geht es um die Frage, welche Schicksale wir bereits erwarten und wo wir noch kein Ahnung haben, womit wir überrascht werden.
Tobias hat bisher die ersten beiden Arcs jeweils als Block rezensiert und dabei nur lobende Worte für den Auftakt der zweiten Staffel gefunden. Auch wenn ihm das Pacing des ersten Arcs etwas mehr zugesagt hat, ist die spürbar nochmal steigende Relevanz der Handlung im zweiten Arc das, was ihn an den Bildschirm klammert. Selbst Momente, die in anderen Serien als blöder Zufall oder gar schlechtes Writing abgestempelt werden müssten, sind in Andor glaubhaft, weil sie verdient wirken und gerade wegen ihrer Unvorhersehbarkeit so realistisch sind. Die ganzen Rezensionen mit ausgiebigen Analysen der jeweiligen Arcs könnt ihr hier nachlesen:
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Wie hat euch der Einstieg in die zweite Staffel gefallen? Seid ihr mit der Veröffentlichungsweise als Dreierblock zufrieden oder fehlt euch dadurch die Zeit zum Atmen? Was war eure bisherige Lieblingsszene und welche Figur hängt euch besonders am Herzen?
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