Mitschitt einer Veranstaltung im Jahr 2014
Referent: Jörg Roesler
Der Wandel in der Haltung der Bundesregierung zur DDR im Verlauf der Herbstrevolution (November 1989 bis Februar 1990)
Auch wenn es heute keiner mehr glauben mag: Kanzler Kohls 10-Punkte-Plan vom 28. November 1989 stand noch ganz in der Tradition einer deutsch-deutschen Partnerschaft, wie sie sich seit Anfang der 1980er Jahre herausgebildet hatte. Erst seit Mitte Januar 1990 trat bei ihm an Stelle der Vorstellung von einem langfristig zu planenden schrittweisen Zusammenschluss beider deutscher Staaten der Plan eines kurzfristigen Anschlusses der DDR an die BRD.
Bewirkte diesen Gesinnungswandel beim Kanzler der Verlauf der Revolution? Oder eine zusammenbrechende ostdeutsche Wirtschaft? Welche Rolle spielten machtpolitisches Kalkül oder veränderte außenpolitische Konstellationen?