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Ein Waffenstillstand – und doch kein Frieden: Der Kommentar zeigt, wie Donald Trump durch maximale Drohungen und abrupte Kurswechsel selbst zur Quelle der Instabilität wird. Seine Politik schwankt zwischen Eskalation und Rückzug und erzeugt genau jene Unsicherheit, die sie vorgibt zu kontrollieren. Die Waffenruhe erscheint so weniger als diplomatischer Erfolg denn als Moment in einer Politik, die Krisen produziert, um sie anschließend als eigene Lösung zu inszenieren.
Ungarn wird am 12. April wählen– doch zur Entscheidung steht mehr als eine Regierung: Seit sechzehn Jahren formt Viktor Orbán ein System, das demokratische Verfahren bewahrt, aber ihren liberalen Kern verändert hat. Die sogenannte „populistische Demokratie“ erscheint dabei als Anspruch, den „wahren Volkswillen“ unmittelbar zu verkörpern – und gerät so in Spannung zur liberalen Ordnung. Warum bleibt Orbán trotz schwächerer Umfragen stabil, und warum findet dieses Modell so viel Zustimmung? Der Beitrag zeigt, dass es nicht nur um Ungarn geht, sondern um eine tiefere Krise der liberalen Demokratie und die wachsende Attraktivität populistischer Politik.
Was geschieht, wenn Politik beginnt, Wahrheit durch Durchsetzbarkeit zu ersetzen? Der Beitrag zeigt am Beispiel der politischen Kultur um Donald Trump, wie sich das Verhältnis von Wissen und Macht verschiebt – und warum genau hier die Diagnose von Carl Sagan ansetzt. Im Zentrum steht eine unbequeme Einsicht: Unwissenheit ist nicht nur ein Mangel, sondern kann zur stabilen Form politischer Gewissheit werden – und sie ist weiter verbreitet, als ihre Kritiker oft annehmen.
Was passiert mit einer Demokratie, wenn das Recht nicht mehr die Macht begrenzt – sondern die Macht darüber entscheidet, wann Recht gilt? Ausgehend von Carl Schmitts Souveränitätsbegriff zeigt dieser Beitrag, wie sich in den USA unter Donald Trump das Verhältnis von Politik und Recht verschiebt: Präsidialerlasse, Ausnahmebegründungen und selektive Rechtsanwendung verändern schrittweise die Logik der Gewaltenteilung. Im Zentrum steht eine Diagnose, die weit über den Einzelfall hinausweist: Wenn der Ausnahmezustand zur politischen Normalform wird, beginnt sich die Demokratie von innen heraus zu transformieren.
Der amerikanische Historiker Ibram X. Kendi zeigt in seinem neuen Buch, dass der Aufstieg autoritärer Politik nicht zufällig ist, sondern einer klaren ideologischen Logik folgt. Im Zentrum steht die sogenannte „Great Replacement Theory“ – eine Erzählung, die demografischen Wandel in eine existenzielle Bedrohung verwandelt und damit politische Zustimmung für autoritäre Maßnahmen erzeugt. Der Beitrag fragt: Wie konnte aus einer extremistischen Randidee ein global wirksames Deutungsmuster werden – und warum sind gerade in Zeiten von Krisen immer mehr Gesellschaften bereit, Freiheit gegen das Versprechen von Schutz einzutauschen?
Der Beitrag rekonstruiert, wie Friedrich Meinecke nach dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Deutschlands versuchte, die politische und moralische Katastrophe historisch zu begreifen. Im Zentrum steht seine Auseinandersetzung mit dem deutschen Historismus, der Frage nach Verantwortung und der gefährlichen Trennung von Macht und Moral. Meineckes Denken markiert einen Gegenpunkt zu jenen Intellektuellen, die 1933 im Nationalsozialismus eine geschichtliche Sendung sahen. Es erinnert daran, dass historisches Verstehen nicht zur Entschuldigung werden darf – und dass politische Ordnung ohne moralische Selbstbegrenzung in Zerstörung mündet.
Make America Great Again – und am Ende Make China Great Again? Der Beitrag zeigt, warum die Strategie von Donald Trump nicht nur die globale Ordnung destabilisiert, sondern zugleich den Aufstieg Chinas beschleunigt – und wie Xi Jinping diese historische Konstellation mit langfristigem strategischem Denken für sich nutzt.
Was, wenn Donald Trump nicht der Bruch mit der liberalen Ordnung ist, sondern ihr historisches Symptom? Anhand von Julius Babs Deutung der Figur Fortinbras zeigt sich: Politische Umbrüche entstehen dort, wo eine Epoche ihre eigene geistige Grundlage verliert – und durch eine neue, einfachere Form von Handlungsfähigkeit ersetzt wird.
Was geschieht, wenn die Gewaltenteilung ihre regulierende Kraft verliert und politische Macht nicht mehr durch eine innere moralische Haltung begrenzt wird? Der Fall Pete Hegseth verweist auf eine gefährliche Verschiebung: Der Verlust einer moralischen Grundierung führt zu einer Entgrenzung des Politischen – und damit zu einem Verlust jeder Form politischer Selbstbegrenzung.
Kann Europa außenpolitisch überhaupt mit einer Stimme sprechen – oder bleibt es im entscheidenden Moment ein Zusammenschluss nationaler Interessen? Der Beitrag zeigt am Beispiel des Iran-Krieges, wie unterschiedlich die Positionen innerhalb der EU ausfallen – von der strategischen Zurückhaltung eines Johann Wadephul und der vorsichtigen Rhetorik von Ursula von der Leyen bis zur klaren Ablehnung des Krieges durch Pedro Sánchez. Im Zentrum steht eine grundlegende Diagnose: Die Europäische Union steht vor einem strukturellen Dilemma zwischen normativem Anspruch und politischer Realität – und genau daran entscheidet sich ihre Rolle in der Weltpolitik.
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