In seinem jüngsten Kommentar in GPS Global Public Square richtet Fareed Zakaria den Blick auf eine Bedrohung, die tiefer reicht als alle aktuellen Kultur- und Migrationsdebatten. Während Donald Trump, JD Vance und andere Vertreter des MAGA-Lagers von einer angeblichen „zivilisatorischen Auslöschung“ des Westens sprechen, diagnostiziert Zakaria einen schleichenden inneren Verfall: den Abbau jener institutionellen Begrenzungen von Macht, die den Westen historisch geprägt haben. Nicht Vielfalt oder Offenheit seien die eigentliche Gefahr, sondern ein Staat, der sich zunehmend von Recht, Gerichten und unabhängigen Institutionen löst – und eine Gesellschaft, die beginnt, diese Entgrenzung als Normalität hinzunehmen.