In der 11. Episode der Serie Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert wenden wir uns der digitalen Gegenwart zu und fragen, wie Internet, soziale Medien und Plattformökonomie unser Verständnis von Weltbürgerschaft verändern. Die Episode zeigt, wie globale Vernetzung neue Räume für transnationale Solidarität, Bewegungen wie #MeToo, #BlackLivesMatter oder Fridays for Future und digitale Bürgerschaft eröffnet – zugleich aber digitale Spaltungen, Plattformkapitalismus, Überwachung, Desinformation und fragmentierte Öffentlichkeiten erzeugt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein kritischer digitaler Kosmopolitismus aussehen könnte, der Zugangsgerechtigkeit, Datenschutz, demokratische Kontrolle über digitale Macht und globale digitale Commons stärkt – damit Vernetzung nicht zur neuen Form der Beherrschung, sondern zu einer Infrastruktur für Freiheit, Gerechtigkeit und Zusammenarbeit im 21. Jahrhundert wird.