Die Welt befindet sich im Wandel. Die globale Ordnung, wie sie seit dem Ende des Kalten Krieges bestand, gerät ins Wanken. Immer häufiger ist von einer unipolaren und einer multipolaren Welt die Rede – Begriffe, die den tiefgreifenden Umbruch unserer Zeit beschreiben. Während die unipolare Welt vom westlichen Machtanspruch geprägt war, zeichnet sich heute eine neue Vielstimmigkeit ab: China, Indien, Russland, aber auch regionale Bündnisse gewinnen an Einfluss.Um diese Entwicklungen zu begreifen, lohnt sich ein Blick zurück – auf die Geschichte der internationalen Beziehungen. Sie führt vom Westfälischen Frieden über die Revolutionen und Weltkriege bis zur Entstehung der modernen Globalordnung. Erst in dieser historischen Perspektive wird deutlich, dass keine Weltordnung von Dauer ist – sie alle sind Ausdruck eines ständigen Ringens um Macht, Legitimität und Gleichgewicht.