Der Beitrag analysiert auf Grundlage des Foreign-Affairs-Textes von Nic Cheeseman, Matías Bianchi und Jennifer Cyr einen grundlegenden Wandel der globalen Ordnung. Autoritäre und illiberale Akteure kooperieren zunehmend grenzüberschreitend und bilden flexible Netzwerke, die nicht durch gemeinsame Ideologien, sondern durch ihre Ablehnung liberal-demokratischer Institutionen zusammengehalten werden. Diese illiberale Internationale stabilisiert autoritäre Herrschaft durch politische, ökonomische, technologische und kommunikative Zusammenarbeit, während demokratische Staaten an Koordinationsfähigkeit, normativer Strahlkraft und strategischem Willen verlieren. Desinformation, intransparente Finanzströme und persönliche Loyalitätsbeziehungen verstärken diesen Trend zusätzlich. Insgesamt zeigt der Beitrag, dass Demokratie kein selbstverständlicher Ordnungsrahmen mehr ist, sondern in einer zunehmend Autokratie freundlichen Welt aktiv verteidigt und neu begründet werden muss.