In der 6. Episode der Serie Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert steht die afrikanische Ubuntu-Philosophie im Mittelpunkt – eine Ethik, die Menschlichkeit radikal relational denkt: „Ich bin, weil wir sind.“ Die Episode zeigt, wie Ubuntu Gemeinschaft, gegenseitige Anerkennung und geteilte Verantwortung ins Zentrum rückt und damit einen Kosmopolitismus „von unten“ formuliert, der aus gelebten Beziehungen entsteht. Anhand von Figuren wie Nelson Mandela und Desmond Tutu wird sichtbar, wie Ubuntu Versöhnung, Solidarität und Heilung ermöglichen kann. Zugleich diskutiert die Episode die Chancen und Grenzen dieser Philosophie für globale Fragen von Gerechtigkeit, Konfliktlösung und ökologischer Verantwortung – und zeigt, wie Ubuntu den oft abstrakten westlichen Kosmopolitismus um eine menschliche, erfahrungsnahe Dimension ergänzt.