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By Dr.Andreas HeuerNewsPolitics
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KlarText Global episodes

  • Beitrag: Zwischen Washington und Peking: Warum Mittelmächte sich neu orientieren

    Die wachsende Annäherung vieler Mittelmächte an China ist kein Ausdruck neuer Loyalität, sondern Symptom einer tieferliegenden Krise der internationalen Ordnung. Während die amerikanische Zoll- und Außenpolitik an Berechenbarkeit verliert, geraten zentrale Annahmen der Nachkriegsordnung ins Wanken. Zwischen Washington und Beijing suchen Staaten wie Großbritannien, Frankreich oder Kanada nach strategischer Absicherung in einer Welt, in der Verlässlichkeit selbst zur knappen Ressource geworden ist. Der Beitrag analysiert, warum diese Neuorientierung weniger über China sagt als über den schleichenden Verlust westlicher Ordnungskraft.

    10 min
  • Beitrag: Die Illusion der Rückkehr: Ivan Krastev über Europas Machtverlust

    Europa hofft auf eine Rückkehr zur alten Weltordnung – doch genau diese Hoffnung ist, so Ivan Krastev, eine gefährliche Illusion. Im Gespräch mit dem ORF analysiert der Politikwissenschaftler, warum der Bruch der globalen Ordnung nicht mit Donald Trump begann, sondern durch die COVID-19-Pandemie vorbereitet wurde. Aus wirtschaftlicher Vernetzung wurde sicherheitspolitische Abhängigkeit, aus Globalisierung ein Risiko. Trump machte diesen Wandel sichtbar und politisch wirksam – und veränderte damit die Spielregeln dauerhaft. Für Europa bedeutet das einen tiefgreifenden Machtverlust: zwischen den USA und China, zwischen offener Wirtschaft und politischer Selbstbehauptung, zwischen moralischem Anspruch und realer Durchsetzungsfähigkeit. Krastev plädiert für einen nüchternen Blick auf Europas neue Lage – und für den Abschied von der Illusion, die Welt werde einfach zu alten Gewissheiten zurückkehren.

    14 min
  • Hintergrund: In Asien denkt man anders: Der andere Blick auf China

    Asien blickt anders auf die Welt – und auch auf China. Während Europa in China vor allem einen strategischen Rivalen sieht, betrachtet man es in Asien als Nachbarn, Partner und Teil einer gemeinsamen Realität. Singapurs früherer Premierminister Lee Hsien Loong brachte es auf den Punkt: „Wir haben prosperiert, weil China prosperiert hat – und wir wollen gemeinsam weiter prosperieren.“ Dieser Satz steht für ein anderes Denken: weniger ideologisch, mehr pragmatisch. Asien versteht Macht als Beziehung, nicht als Konfrontation – als Balance, nicht als Bedrohung. Und vielleicht liegt genau darin die Lehre für das 21. Jahrhundert: Wer verstehen will, wohin die Welt sich bewegt, muss lernen, wie man in Asien denkt.

    15 min
  • Hintergrund: Drei wichtige Gegenwartsdenker aus Ostasien: Wang Hui aus China, Kim Yong-Ok aus Südkorea, Masahiro Morioka aus Japan. Teil 3. Masahiro Moriokaie: Das Leben in der modernen Gesellschaft

    Was bedeutet es, in einer modernen Gesellschaft zu leben – jenseits von Leistung, Optimierung und moralischen Erwartungen?
    Der japanische Philosoph Masahiro Morioka richtet den Blick auf die existenziellen Kosten der Moderne: Erschöpfung, Einsamkeit und die Fragilität des Alltags. Mit seinem Ansatz der „Life Studies“ fragt er danach, wie Leben verstanden werden kann, wenn gesellschaftliche Ordnungssysteme an ihre Grenzen stoßen. Ein Hintergrund über Philosophie, die nicht urteilt, sondern aufmerksam macht.

    14 min
  • Hintergrund: Drei wichtige Gegenwartsdenker aus Ostasien: Wang Hui aus China, Kim Yong-Ok aus Südkorea, Masahiro Morioka aus Japan. Teil 2. Kim Yong-ok und die kulturelle Aneignung der Demokratie

    Demokratie lässt sich erkämpfen – aber lässt sie sich auch denken?Der koreanische Philosoph Kim Yong-ok geht der Frage nach, warum politische Freiheit allein nicht genügt, wenn sie kulturell nicht verinnerlicht wird. Vor dem Hintergrund des demokratischen Umbruchs von 1987 analysiert er die Spannungen zwischen Leistungslogik, Bildungssystem und Gleichheitsidee. Ein Hintergrund über Philosophie als Übersetzungsarbeit zwischen Kant, Konfuzius und buddhistischem Denken – und über die innere Arbeit der Demokratie in einer modernen Gesellschaft.

    9 min
  • Episode 11: Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert: Kosmopolitismus im digitalen Zeitalter - Chancen und Herausforderungen globaler Vernetzung

    In der 11. Episode der Serie Kosmopolitismus im 21. Jahrhundert wenden wir uns der digitalen Gegenwart zu und fragen, wie Internet, soziale Medien und Plattformökonomie unser Verständnis von Weltbürgerschaft verändern. Die Episode zeigt, wie globale Vernetzung neue Räume für transnationale Solidarität, Bewegungen wie #MeToo, #BlackLivesMatter oder Fridays for Future und digitale Bürgerschaft eröffnet – zugleich aber digitale Spaltungen, Plattformkapitalismus, Überwachung, Desinformation und fragmentierte Öffentlichkeiten erzeugt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein kritischer digitaler Kosmopolitismus aussehen könnte, der Zugangsgerechtigkeit, Datenschutz, demokratische Kontrolle über digitale Macht und globale digitale Commons stärkt – damit Vernetzung nicht zur neuen Form der Beherrschung, sondern zu einer Infrastruktur für Freiheit, Gerechtigkeit und Zusammenarbeit im 21. Jahrhundert wird.

    32 min
  • Hintergrund: Drei wichtige Gegenwartsdenker aus Ostasien: Wang Hui aus China, Kim Yong-Ok aus Südkorea, Masahiro Morioka aus Japan. Teil 1. Wang Hui und die Frage nach Chinas eigener Moderne

    Wie lässt sich die Gegenwart verstehen, wenn die Begriffe, mit denen wir sie deuten, selbst aus einer bestimmten Geschichte stammen?Der chinesische Intellektuelle Wang Hui stellt die westliche Vorstellung einer einheitlichen Moderne infrage. In seinem Denken wird sichtbar, warum Globalisierung nicht als bloße Angleichung von Märkten und Institutionen verstanden werden kann – sondern als Zusammentreffen sehr unterschiedlicher historischer Erfahrungen. Ein Hintergrund über Chinas Suche nach einer eigenen Moderne und über die Frage, warum Geschichte für das Verständnis unserer Gegenwart entscheidend bleibt.

    13 min
  • Hintergrund: Friedrich Meinecke und das Geheimnis der Staatsräson: Warum ein Buch aus dem Jahr 1924 hilft, die neue Machtpolitik der Gegenwart zu verstehen

    Staat, Notwendigkeit, Macht – diese drei Begriffe bestimmen zunehmend die Sprache internationaler Politik. Der Hintergrund greift Friedrich Meineckes Analyse der Staatsräson von 1924 auf, um zu zeigen, warum Macht zum Staat gehört, aber niemals sich selbst genügen darf. Zwischen notwendiger Selbstbehauptung und sittlicher Bindung entscheidet sich bis heute, ob Staatsräson Idee bleibt – oder zur Ideologie wird.

    12 min
  • Beitrag: Thomas Hobbes im Weißen Haus – Trumps zweite Amtszeit und das Ende einer strategischen Ordnung

    In ihrer aktuellen Analyse in Foreign Affairs beschreiben Daniel W. Drezner und Elizabeth N. Saunders das erste Jahr von Donald Trumps zweiter Präsidentschaft als tiefgreifenden Bruch mit der internationalen Ordnung nach 1945. Nicht äußere Rivalen, sondern die Vereinigten Staaten selbst werden zunehmend zur Quelle globaler Instabilität. Der Beitrag zeigt, warum Trumps Politik weder dem klassischen Realismus folgt noch strategisch begrenzt ist – und weshalb sein Regierungsstil eher an Thomas Hobbes’ Vorstellung souveräner Entgrenzung erinnert. Zugleich wird deutlich, dass Trumps Innen- und Außenpolitik noch präziser mit Carl Schmitts Denken von Ausnahmezustand und Großraumordnung zu verstehen ist. Ein Beitrag über das Ende strategischer Bindung – und über eine neue politische Logik, die Ordnung nicht mehr sichert, sondern ersetzt.

    13 min
  • Hintergrund: Donald Trump zwischen Carl Schmitt und Hermann Heller

    Donald Trumps Politik lässt sich nicht allein als Bruch mit demokratischen Gepflogenheiten verstehen. Sie verweist auf grundlegende Spannungen im Selbstverständnis moderner Demokratien. Der Beitrag analysiert Trumps Politikverständnis im Lichte zweier gegensätzlicher Denker: Carl Schmitt und Hermann Heller. Während Schmitt Souveränität als Entscheidung im Ausnahmezustand begreift, versteht Heller Demokratie als soziale Integrationsform. Der Vergleich macht sichtbar, warum Trumps Politik schmittianische Züge trägt – und was diese Entwicklung über den Zustand demokratischer Ordnung in den USA verrät.

    13 min

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