Die transatlantischen Beziehungen verändern sich schneller, als viele in Europa wahrhaben wollen. Während europäische Regierungen die USA traditionell als Partner einer liberalen demokratischen Wertegemeinschaft betrachteten, gewinnt in Teilen der Trump-Regierung ein völlig anderes Verständnis an Einfluss. Der junge Diplomat Samuel Samson beschreibt Europa nicht mehr als Vorbild demokratischer Entwicklung, sondern als Schauplatz eines kulturellen Niedergangs, der durch Migration, supranationale Institutionen und liberale Eliten verursacht werde. Parteien wie die AfD oder das Rassemblement National erscheinen in dieser Perspektive nicht als Problem, sondern als mögliche Verbündete. Der Beitrag analysiert einen bemerkenswerten Text aus dem amerikanischen Außenministerium und zeigt, wie sich die politische Landkarte des Westens unter Donald Trump grundlegend verschiebt.