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Wir nutzen Künstliche Intelligenz jeden Tag – beim Recherchieren, Schreiben oder Erstellen von Bildern. Doch wie funktionieren Systeme wie ChatGPT eigentlich? Lernen sie nur Wahrscheinlichkeiten oder entwickeln sie tatsächlich so etwas wie eigene Verhaltensmuster? Neue Forschungsergebnisse geben überraschende Einblicke in das Innere moderner Sprachmodelle und zeigen, warum die Zukunft der KI nicht nur eine technische, sondern auch eine philosophische und politische Herausforderung ist.
Ein Sozialstaat, der nach 1945 für die Industriegesellschaft geschaffen wurde, steht heute vor den Herausforderungen einer globalisierten Wirtschafts- und Finanzordnung. Warum geraten soziale Sicherungssysteme weltweit unter Druck? Weshalb reichen Sparprogramme und Reformgesetze allein nicht aus? Und welche Rolle kann der Sozialstaat künftig noch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt spielen? Dieser Beitrag zeichnet die historische Entwicklung des Sozialstaates nach und fragt, wie soziale Sicherheit unter den Bedingungen von Globalisierung, Migration und Finanzkapitalismus neu gedacht werden muss.
Jens Spahn ist durch eine Leihmutter in den USA Vater geworden – und hat damit eine Debatte ausgelöst, die weit über seine Person hinausgeht. Der Philosoph Michael Sandel sieht in der Leihmutterschaft ein Beispiel für eine grundsätzliche Entwicklung moderner Gesellschaften: Immer mehr Bereiche des menschlichen Lebens werden der Logik des Marktes unterworfen. Doch was geschieht, wenn Schwangerschaft und Elternschaft zu Dienstleistungen werden? Und welche politischen Folgen hat es, wenn führende Politiker Möglichkeiten nutzen, die im eigenen Land verboten sind?
Vor dem Hintergrund wachsender Zweifel an der Verlässlichkeit der Vereinigten Staaten stellt sich eine grundlegende Frage: Hat Donald Trump Europa am Ende sogar gestärkt? Ausgehend von einer aktuellen Analyse Fareed Zakarias zeigt dieser Beitrag, warum Europas sicherheitspolitische Emanzipation zugleich den Zusammenhalt des Westens schwächen könnte – und weshalb mehr europäische Stärke nicht automatisch mehr transatlantische Stabilität bedeutet.
Während die Welt auf die erneuten militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran blickt, vollzieht sich im Inneren der Islamischen Republik ein tiefgreifender Wandel. Aus einem revolutionären Gottesstaat entsteht zunehmend ein nationalistisch geprägter Machtstaat, der seine Politik weniger an religiöser Ideologie als an nationalen Interessen und geopolitischer Strategie ausrichtet. Welche Folgen hat dieser Kurswechsel für den Nahen und Mittleren Osten – und für das Verhältnis zwischen dem Iran und dem Westen? Darum geht es in diesem Beitrag.
Hinter der Debatte über längere Ladenöffnungszeiten verbirgt sich weit mehr als eine Frage des Konsums. Sie berührt einen grundlegenden Konflikt moderner liberaler Demokratien: Ist Freiheit vor allem die Ausweitung individueller Wahlmöglichkeiten oder setzt sie auch den Erhalt gemeinsamer Traditionen und gesellschaftlicher Ordnungen voraus? Anhand der Überlegungen des amerikanischen Politikwissenschaftlers Patrick Deneen zeigt dieser Beitrag, warum der Streit um den Sonntag in Wirklichkeit ein Streit über das Selbstverständnis unserer Gesellschaft ist.
Hat die politische Linke den Begriff der Nation vorschnell aufgegeben – und ihn damit der politischen Rechten überlassen? Die amerikanische Historikerin Jill Lepore vertritt eine überraschende These: Wer den Liberalismus und die Demokratie verteidigen will, muss auch die Nation neu denken. Warum der Nationalstaat aus ihrer Sicht kein Gegenmodell zur Freiheit, sondern eine ihrer wichtigsten Voraussetzungen ist, analysiert dieser Kommentar.
Inhalt
Migration gehört zu den größten politischen Konfliktthemen unserer Zeit. Südafrika zeigt, was passieren kann, wenn wirtschaftliche Krisen, ungelöste Migrationsfragen und politische Sprachlosigkeit aufeinandertreffen: Aus Hoffnung wird Fremdenfeindlichkeit, aus gesellschaftlicher Unsicherheit Gewalt. Der Beitrag analysiert die aktuellen Ereignisse in Südafrika und fragt, welche Lehren liberale Demokratien daraus ziehen sollten.
Will China die Vereinigten Staaten als führende Weltmacht ablösen? Diese Vorstellung prägt viele Debatten im Westen. Doch möglicherweise beruht sie auf einer grundlegenden Fehlannahme. China strebt nach mehr Einfluss und größerer strategischer Handlungsfreiheit, verfolgt dabei jedoch ein anderes Verständnis von internationaler Ordnung als die USA. Der Beitrag analysiert, warum Pekings Ziel nicht die Übernahme einer amerikanischen Führungsrolle ist, sondern die Veränderung einer von westlicher Dominanz geprägten Weltordnung – und welche Konsequenzen sich daraus für Europa und Deutschland ergeben.
Warum geraten liberale Demokratien immer stärker in die Polarisierung? Liegt die Ursache wirklich nur im Populismus, in sozialen Medien oder im Vertrauensverlust gegenüber der Politik? Oder haben liberale Demokratien selbst verlernt, öffentlich über das Gemeinwohl zu sprechen? Ausgehend von einem aktuellen Gespräch mit Michael Sandel entwickelt dieser Kommentar die These, dass Polarisierung und das Schweigen über das Gemeinwohl zwei Seiten derselben Krise sind.
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